Die Stadt Köln hat seit Frühjahr 2022 ein neues Logo. Angeblich hatten Meinungsumfragen und eine professionelle Markenanalyse ergeben, dass das bisherige Erkennungszeichen „nicht mehr zeitgemäß“ sei.
Seltsam: Abgesehen davon, dass „Meinungsumfragen“ eine einseitige Angelegenheit sind, dass sie die Menschen manipulieren, ihnen eine Meinung in den Mund legen und tatsächliche Auseinandersetzungen und Diskussionen im Keim ersticken, hat niemand, mit dem ich geredet habe, etwas von „Meinungsumfragen“ und einer „professionellen Markenanalyse“ mitbekommen.
„Das Ziel laut Stadtverwaltung: „eine proaktive, über alle Kanäle hinweg wiedererkennbare und zeitgemäße Außenkommunikation“. Also gab es eine Ausschreibung, auf die sich laut Stadt Köln mehrere Agenturen beworben haben. Als Siegerin ging die Agentur „Boros“ hervor, die ein neues Corporate Design entwickelte, darunter auch das neue Stadtlogo. Es soll „zukünftig als Signet einer modernen Metropole klar, prägnant, wiedererkennbar und crossmedial einsetzbar sein“, heißt es in der Pressemitteilung.“ https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/koelner-stadtlogo-wird-zum-streitfall–der-dom-ist-weg-31742656.html
Mit dem neuen Logo sind wir Bürgerinnen und Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt und überrumpelt worden. Die Pressemitteilung des Amts, die herauskam, als da neue Logo längst abgesegnet war (Montag, 28. März 2022, 14:44 Uhr), ist unterschrieben von Pressesprecher Alexander Vogel (FDP). https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/24468/index.html

Angenommen, ich hätte einen kurzen Disput mit einem Mitarbeiter des Amts für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln.
„Warum“, frage ich ihn, „hat die Stadt Köln eine ortsfremde Agentur beauftragt, ein neues Logo zu entwerfen, und warum wurde der Dom aus dem Logo entfernt?“
„Et es wie et es“, sagt der Mann, grinst und zitiert nach §1 noch §6 des „Kölschen Jrundjesetzes“:
„Der
Kölner Dom?
Kenne mer nit,
bruche mer nit, fott
domet.“