Elfchen im Achten: Robot, is ding Hätz fott?

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tankten Die

Drei von der

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Klüngel-Schankstelle

Die deutsche Filmkomödie „Die Drei von der Tankstelle“ aus dem Jahr 1930 ist ein Loblied auf die Männer-Freundschaft. Im Mittelpunkt des Films steht die rettende Geschäftsidee der drei, die Eröffnung einer Tankstelle, Heinz Rühmann, der einen der drei Freunde spielt, hatte mit dem Film seinen Durchbruch. Das Lied „Ein Freund, ein guter Freund…“ dürften die unter uns, die -wie ich- in den 60er Jahren viel vor dem Fernseher saßen, noch im Ohr haben. https://www.facebook.com/CinemaQuadrat/videos/die-drei-von-der-tankstelle/1774620159349629/

Der Film, ein Kassenschlager, „wurde am 1. Oktober 1937 von der Film-Oberprüfstelle verboten, nachdem er erst knapp zwei Jahre zuvor zugelassen worden war.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Drei_von_der_Tankstelle_(1930) [12] Dem NS-Regime passte weder unbeschwerte (nicht von ihnen, den Nazis aufoktroyierte) Lebensfreude und auch die Mitwirkung zahlreicher Juden nicht, sodass die zuständige Behörde die Aufführung des Ufa-Werkes 1937 mit der Begründung verbot, dass es ‚den an einen deutschen Film zu stellenden Anforderungen‘ nicht entspreche. Die beteiligten Juden, das waren insbesondere Richard Heymann (Komposition) und Robert Gilbert (Liedtexte).

Anfang Juli war ich sehr erschrocken über einen Artikel im Kölner Express. In diesem Artikel wird darüber berichtet, dass Robert Habeck auf seiner Sommerreise durch die Republik, die während der Fußball-EM stattfand, eher zufällig (?) am 9.7. am Geißbockheim, dem Clubhaus des FC Köln, vorbeikam. Er suchte, wie es heißt, „noch einen entspannten Ort, um das Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich zu verfolgen.“ So harmlos, so banal. Schnell gesellte sich an dem Abend die FC-Spitze zu ihm. „Auch Präsident Werner Wolf (67), Vizepräsident Eckhard Sauren (52) und Geschäftsführer Christian Keller (45) waren dabei. Dabei ging es unter anderem auch um den stockenden Geißbockheim-Ausbau.https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/ploetzlich-beim-fc-zu-gast-habeck-will-beim-geissbockheim-helfen-825102

„Unter anderem?“

Deutlicher sagt es der Geiß-Blog. Es ging nicht unter anderem, sondern zentral um den Geißbockheim-Ausbau: „Türoff und Wolf ließen zunächst unerwähnt, dass speziell die Kölner Grünen die FC-Pläne blockieren. Ohne die Details zu kennen, versprach Habeck: „Wenn Sie mir einen Hinweis geben, nehme ich den mit.” Schließlich habe er Kontakte in die Landespolitik. Wolf entgegnete: “Machen wir, aber hinterher.“ Zunächst einmal hatte das aufgebaute Grill-Buffet Vorrang.“ https://geissblog.koeln/2024/07/hinweise-nehme-ich-mit-vize-kanzler-am-geissbockheim-habeck-bietet-fc-hilfe-an/

Mit Verlierern ist nicht zu spaßen. Nachdem die erste Fußball-Mannschaft des FC abgestiegen ist, müssen Siege her. Dabei mutet die klassische Männerfreundschaft heutzutage naiv an. Geklüngelt wird – Überall.

Bildausschnitt: https://fc.de/em-besuch-beim-fc-vizekanzler-lobt-engagement-der-vereine

Leider sollten sich meine schlimmsten Befürchtungen bestätigen. Hinter den Rücken der Kölner (♀︎+♂︎) wurde eine „Lösung“ für den Grüngürtel ausgehandelt. Bereits am 1.10.2024 „beschloss der Stadtrat mit den Stimmen von den Grünen, Volt und der CDU, dass der 1. FC Köln einen Pachtvertrag für den Bau eines Profi-Leistungszentrums erhält.“ Was das bedeutet und warum die „Lösung“ keine Lösung ist, sondern eine Überrumpelung, verdeutlicht der September-Newsletter (Titel: Politik im Schatten des Geißbocks) der BI „Grüngürtel für alle“. https://unsergruenguertel.de/2024/10/ Das traurige Fazit der BI: „Wir verstehen hier die unnötige Eile nicht – wir wissen, dass der 1. FC Köln intensiv auf die Ratsfraktionen eingewirkt hat. Diese Hinterzimmerpolitik hinterlässt nicht nur bei uns viele Fragezeichen.“

Entscheidungen finden vermehrt hinter verschlossenen Türen statt. Der Klüngel ist hoffähig geworden. Das warme Buffet als Lockvogel hat vermutlich Konrad Adenauer erfunden. Als er im Jahr 1949 Bundeskanzler werden wollte, lud er diverse Parteigrößen nicht nur zu Kaffee und Kuchen ein. https://web.de/magazine/wissen/geschichte/trick-geheimnis-adenauer-kanzler-40121232