Elfchen im Zwölften: Ich bin die fesch‘ Alena, der Liebling der Saison

Juni 2021. In Deutschland steht die Corona-Impfung der Kinder ab zwölf Jahren an. Die Impfung ist in Europa zugelassen, aber es gibt noch keine allgemeine Impf-Empfehlung von Seiten der STIKO.

Während der ARD-Talkshow Maischberger wird aus Berlin die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates zugeschaltet: Prof. Dr. Alena Buyx. Eine freundliche, hochgebildete Frau, so denkt man. Hochgebildet ist sie, freundlich offenbar auch. Aber ist sie so unschuldig, wie sie tut?

Diese Frau weiß schon qua Amt, was zu diesem Zeitpunkt auch aufmerksame „Laien“ längst wissen, sie ist im Bilde über erste Impfdurchbrüche, erste schwere Impf-Nebenwirkungen, sie weiß, welch große medizin-ethische historische Leistung der Virologe Anders Tegnell vollbracht hat, der mit dem „Schwedischen Sonderweg“ beweisen konnte, dass die lang andauernden Grundschul- und Kita-Schließungen, die für die Kinder in Deutschland eine Katastrophe waren, hätten verhindert werden können, ja müssen!

Doch Alena Buyx gibt nicht preis, was sie weiß, denn das Aussprechen der Wahrheit würde die angsteinjagende Corona-Politik des Bundes komplett infrage stellen. So aber bleiben ihre Ausführungen oberflächlich und pseudokritisch. Doch wie kann die Expertin so blöd sein zu meinen, wir Andersdenkende würden so doof sein, das Spiel nicht zu durchschauen? Nun, man hat es sich leichtgemacht, wir sind gar nicht erst eingeladen.

Frau Buyx verhält sie unethisch, anders als der verantwortungsbewusste Schwede Anders Tegnell. Der hätte niemals den Sonderweg eingeschlagen, ohne sich durch Studien abzusichern, die auch in Deutschland für jedermann und jedefrau zugänglich waren. Schon Anfang März 2020 veröffentlichte der spiegel einen Artikel mit Thesen, die sich bald bewahrheiten sollten, sie legten die Vermutung nahe, dass Kinder nicht schwer erkranken würden. https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-kinder-infizieren-sich-offenbar-genauso-haeufig-werden-aber-nicht-krank-a-72e2a605-5865-4d23-81b1-c1c4f453d659

Als Bundeskanzlerin war auch Angela Merkel im Bilde, aber die ehemalige DDR-Jungpionierin sollte sich nicht am schwedischen kinderfreundlichen Vorbild orientieren und den Kindern ihre Freiräume sichern, sondern sie kontrollieren, überwachen und ihnen eine nahezu soldatische Treue abverlangen. Dieser bevormundende Kurs, der auf Gehorsam zielt, wurde von Buyx, die von 2020 bis 2024 Vorsitzende des Deutschen Ethikrates war, geteilt.

Bei Maischberger spricht sich dann Frau Buyx im Juni 2021 für die Corona-Impfung von Kindern ab 12 Jahren aus, eine klare Impfwerbung, mit der sie ihre Kompetenzen deutlich überschreitet. Auch das wohlklingende Versprechen, dass die Impfung „absolut freiwillig“ sein müsse, klingt fadenscheinig. Wo bleibt der freie Wille, wenn sich junge Menschen erst ab14 (oder17) für oder gegen eine Impfung entscheiden können?

Und hat kein Mitglied des (damaligen) Ethikrats die Pornografie der Impfabbildung erkannt?

Mitglieder (2024)

Prof. Dr. Dr. h.c. Jutta Allmendinger · Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Regionalbischöfin Dr. phil. Petra Bahr · Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

Prof. Dr. phil. Cornelia Betsch · Universität Erfurt

Prof. Dr. iur. Hans-Georg Dederer · Universität Passau

Dr. rer. nat. Uta Eser · Büro für Umweltethik

Prof. Dr. Aldo Faisal · Universität Bayreuth

Prof. Dr. rer. pol. Nils Goldschmidt · Universität Siegen

Ich persönlich war, weil ich seit Jahren eine Aufladung des öffentlichen Raums mit Pornografie beobachte, alarmiert.

„Da ich die öffentliche Zurschaustellung des Impfakts als widerlich, menschenverachtend und pornografisch empfinde, habe ich damals in die Suchmaschine hintereinander und ohne Satzzeichen drei einschlägige Begriffe eingegeben: Abbildung Corona-Impfung Pornografie. Damals wurde ich nicht direkt fündig, heute schon, denn mir wurde kürzlich ein Link eingespielt, der bezeugt, dass die Corona-Impfung schon im Jahr 2021 auf den Porno-Portalen angekommen war. Das klingt dann so:

Wie „Vice“ berichtet, greifen immer mehr Pornos das Thema der Covid-Schutzimpfung auf. Darstellerin Porsha Parker etwa verpasst ihrem Publikum in einem Clip namens „Cum Vaxx“ ein gesalzenes Jaukerl. Als Impfstoff-Ersatz fungiert darin richtigerweise – ihr habt es schon erahnt – Sperma. … Auf Plattformen wie Pornhub finden sich währenddessen Videos mit einschlägigen Titeln wie „Astra Peneca: Effective on all variants of rock“ oder „Is your sperm a COVID-19 vaccine, Boss? I will get it!“ https://k.at/entertainment/corona-impfung-pornos/401469886

Für das widerwärtig-verstörende Foto zeichnet die als seriös geltende dpa (Deutsche Presseagentur) verantwortlich. Die impfende Hand trägt einen schwarzen Kunststoff-Handschuh, die klobige Linke hat den Handschuh lässig übergestreift. Im Hintergrund sehen wir einen mit einer roten Tischdecke abgedeckten Tisch, auf dem eine Sektflasche steht. Läuft hier eine Sado-Maso-Porno-Nummer?
Die eingeblendete Bonprix-Werbung spielt Lackleder-Stiefel ein, High Heels mit Impfspritzen-spitzen Absätzen, das schwarze Kleidchen in der Mitte sieht von weitem wie ein (hechelnder) schwarzer Deutscher Schäferhund aus.
Ich bin angewidert, denn was ich zu sehen bekomme, ist menschenverachtend.
Ich habe die Szene am 9.1.2022 aus einem Impf-Werbespot abfotografiert (um Minute 47). Der kleine Werbe-Film Film ist immer noch aufrufbar: https://web.de/magazine/politik/scholz-impfpflicht-versprechen-halten-36497656 Die flankierende Werbung ist natürlich eine andere.“

Eine ausgeklügelte, von Werbetechnikern wohldurchdachte Kollage:

Schnappschuss vom 2.11.2021. Ich halte meine Kamera auf die Internetseite boerse.de. Was ich fotografiere, ist nicht eine einzelne Werbeanzeige, sondern sind zwei verschiedene Anzeigen, die für kurze Zeit (wie zufällig) nebeneinander auf dem Bildschirm erscheinen. Die moderne Internetwerbung ist weitaus wirkungsvoller als die klassische Werbung in den Printmedien, denn sie arbeitet gezielt mit Zusammenschnitten und beweglichen Bildern – und spielt dabei mit den mehr oder weniger bewussten Phantasien der User.  Hier sehen wie eine Altherren-Phantasie im 21. Jahrhundert: Ein kleines kokettes Mädchen mit einem Sparschweinchen unterm Arm. Rührend, nicht wahr? Das Mädchen trägt ein Flügelhemd, dessen Ärmel man, wenn es geimpft wird, ganz leicht hochheben kann. Als wir kleine Mädchen waren, wurde uns gesagt, dass wir von fremden Männern nichts annehmen dürften. Doch Bill Gates ist kein fremder Mann, und die Millionen kleiner Mädchen impft er -wenn überhaupt- nur in Gedanken… Aber warum finde ich das kleine Mädchen kokett? Ich gucke mir das Bild noch einmal genauer an. Was ich unbewusst aufgenommen hatte, nehme ich jetzt bewusst wahr: Das Mädchen spitzt nicht nur den Mund, sondern drückt ihr Kinn so zusammen, dass es aussieht, als berühre sie ihre Schamlippen. Ich fürchte, der Fotograf hat ihr genau gesagt, wie sie sich anzufassen hat. Diese Werbeanzeige, die seit Wochen auf der Internet-Seite boerse.de für den „Boerse.de-Weltfonds“ wirbt, oberste Zielgruppe: Wohlhabende Rentner, ist meines Erachtens ein Fall von Kinderpornografie. Der Zusammenschnitt beider Werbeanzeigen jedoch (Foto: boerse.de, 2.11.2021) ist nicht nur pornografisch, sondern der Gipfel der Schamlosigkeit

Übrigens kommt Frau Buyx wirklich vom Lande, und zwar aus Ibbenbüren. Dort gibt es eine nostalgisch anmutende schneelose Sommerrodelbahn, die ich von Schul-Wandertagen in den 70er her kenne. Auch Alena kennt und liebt die Bahn, denn die Fahrtrichtung ist klar: Immer weiter.

Spur

halten, nicht

anecken – Doch was,

wenn der Schlitten alinalos

ausbuyxst?

13.12.2024: Fünfter digitaler Stolperstein zur Erinnerung an meine Großmutter Steffi

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Zur Erinnerung an meine Großmutter Steffi veröffentliche ich an dieser Stelle ein fünftes Mal nach 2020, 2021, 2022 und 2023 einen digitalen Stolperstein.

Digitaler Stolperstein: Voller Entsetzen über die Brutalität politisch legitimierter medizinischer “Maßnahmen” erinnere ich mich in tiefer Trauer an meine nie gekannte liebe Großmutter Stephania (“Steffi”) Wilczok geb. Tkaczik, geboren am 19.3.1898 in Ludgierzowitz/Hultschin, tschechisch Ludgerovice, polnisch Ludgierzowice, aufgewachsen in Bottrop/Ruhrgebiet. Katholikin, Mutter von fünf Kindern. Diagnose: “manisch-depressiv”. “Verstorben” am 13. Dezember 1933 auf der psychiatrischen Station eines Essener Krankenhauses, elf Tage vor dem christlichen Familienfest Weihnachten. Offizielle Todesursache: “Kopfgrippe”

Genaueres:

Im Sommer 2024 beschloss der Bundestag, einen längst überfälligen Aufklärungs-Prozess in Gang zu setzen: Die Aufarbeitung der sogenannten „Euthanasie“ und der Zwangssterilisationen während des Nationalsozialismus. „Der Kulturausschuss billigte am Mittwoch einen entsprechenden gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP (20/11945) mit den Stimmen aller Fraktionen in Abwesenheit der Gruppe Die Linke.“ https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1011894

Mit diesem Auftrag wird die Bundesregierung aufgefordert, „ein Projekt zur bundesweiten Lokalisierung, Sicherung und Konservierung von Patientenakten und Personalunterlagen der Täter zu initiieren, um sie für Forschung, Bildung und Anfragen nutzbar zu machen.“ s.o.: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1011894

So wichtig es ist, dass die Menschen, die der NS-Euthanasie zum Opfer fielen, endlich als Opfergruppe anerkannt werden: Macht es Sinn, den Weg der Bürokratie einzuschlagen und nach mehr als 80 Jahren Patientenakten aufzubewahren und abzuheften, für Sicherung und Konservierung zu sorgen?

Und was, wenn keine Patientenakte existiert, wie im Fall meiner Großmutter Steffi? In ihrer Akte, die es vermutlich nie gegeben hat, hätte eine Lüge gestanden: Todesursache Kopfgrippe.

Und dennoch hätte sich mit der Sicherung der Akten endlich die Gelegenheit ergeben, die Opfer der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisation offiziell als Verfolgte anzuerkennen. „Hätte“ schreibe ich deswegen, weil die Auflösung der Ampel-Koalition dazu führte, dass der Antrag -wie aktuell auch andere Anträge, z.B. zur Corona-Aufarbeitung- von der Tagesordnung des Bundestages gestrichen wurde. https://down-syndrom.org/de/blogeintrag/anerkennung-fuer-ns-euthanasie-opfer-ein-wichtiger-schritt-fuer-gerechtigkeit

Mit tiefer Enttäuschung reagierte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin. Ulla Schmidt, ohne die ich die Information gar nicht hätte, fordert eine weitere Verabschiedung noch vor den Neuwahlen, und zwar des Antrags zur Überwachung von pränatalen Bluttests, die das Down-Syndrom frühzeitig erkennen können. „Die Lebenshilfe hatte wiederholt vor der Einführung dieser Tests als gesetzliche Kassenleistung gewarnt, da sie zur Standarduntersuchung während der Schwangerschaft werden könnten. Erste Daten zeigen, dass rund 40 Prozent der Schwangeren diese Tests auf Down-Syndrom und andere Trisomien durchführen lassen. Schmidt unterstrich, dass es in beiden Anträgen um das Lebensrecht behinderter Menschen gehe. Diese gehörten ohne Einschränkungen in die Mitte der Gesellschaft und dürften nicht aussortiert werden. Der Bundestag müsse jetzt klar Position beziehen.“ (s.o.)

Den Zusammenhang zwischen Nazi-Euthanasie und aussortierender Pränataldiagnostik wollen viele nicht wahrnehmen, doch er ist himmelschreiend. Von meinen Töchtern, zwei angehenden psychologischen Psychotherapeutinnen, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, weiß ich, dass viele Menschen mit Down-Syndrom sehr genau wissen, dass „sie“ aussortiert werden sollen. Vor diesen unseren Mitmenschen schäme ich mich für die wissenschaftlichen Experten, die einen Blut-Test entwickelt haben, der schon im ersten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt wird, was aus dem ethisch höchst fragwürdigen Eingriff eine Routine-Untersuchung macht.

Zu guter Letzt möchte ich an einen großen britischen Naturwissenschaftler erinnern, der ursprünglich nicht wollte, dass nur die fittesten überleben. https://stellwerk60.com/2019/10/23/darwins-liebevoller-nachruf-auf-charles-w-darwin-sein-down-syndrom-kind/