Kirschen fischen

Unsere Kinder leben in einer Welt des faulen Zaubers, wo fast alles zu kaufen ist und ein Klick unzählige Wünsche erfüllt.
In der Kirschenzeit entdeckte ich vor dem Haus zwei etwa 7jährige Kinder. Der Junge stand mit einem Fischernetz in der Hand unter unserem kleinen Kirschbaum und wartete still und geduldig darauf, dass eine der tief hängenden Kirschen ins Netz fiel, während seine Freundin ihm dabei zusah. Tags zuvor hatte sie ihm gezeigt, wie gut sie schon turnen kann: Handstand, Radschlag, Brücke. Jetzt war er dran. Er hätte die Kirschen pflücken können, aber das hätte das Mädchen wohl kaum beeindruckt.
Natürlich klappte das Fischen nicht. Ich schlüpfte in die Rolle der bösen Nachbarin, klopfte ans Küchenfenster und vertrieb die Kinder.
Wie blöd, dachte ich, demnächst wird der Kirschenfischer an den Rhein gehen, um Fische zu pflücken. Aber vielleicht war der Junge gar nicht so blöd. Offensichtlich besaß er, was es immer weniger gibt: Phantasie. Etwas aus „den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat,“ beflügelte ihn.
Wir brauchen Kinder, die den digitalen Verarmungs- und Verblödungsversuchen trotzen. Egoshooter gibt es genug, aber kaum einen, der Kirschen fischt. Ich ärgerte mich über mich.
Doch wie verscheuchte Vögel kamen die Kinder zurück – wieder versuchte der Junge sein Glück. Nach einer Weile ging ich nach draußen und ließ die Kinder die Kirschen probieren. So war Hänsel im Glück – und der Fischer hatte doch was im Netz.
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And the winners are…

Beim Kölner Stadtradeln 2017 landete unser Team „Stellwerk60 – SattelFest“ mit 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf Platz 15 in der Kategorie „teilnehmerstärkstes Team“ und ließ 174 Kölner Teams hinter sich!!!

Hier das siedlungsinterne Endergebnis:

Träger des Gelben Trikots ist…..

… Alf Kroll mit 417 geradelten Kilometern.

Trägerin des Rosa Trikots ist…. 

… Mathilde Herzog de Waal mit 395,2 geradelten Kilometern.

Den Kleeblatt-Preis hat gewonnen….

… die Familie Meyer mit 405 geradelten Kilometern.

Den Couple-Cup erradelte…

… das Duo Babsy&Co mit 551 Kilometern.

Herzlichen Glückwunsch!!!

Ich möchte das Team Stellwerk60 – SattelFest zur internen Siegerehrung einladen, die diesmal nicht auf dem Klimastraßenfest stattfindet, sondern auf dem großen Jubiläums-Fest der autofreien Siedlung am 2. September. Stellwerk 60 wird zehn, und das wird am 2.9. entsprechend gefeiert. Genaueres werde ich noch mitteilen.

Herzliche Grüße, Teamkapitänin Lisa

Noch ein Hinweis:

Der Unterschied zwischen Auto und Fahrrad besteht unter anderem darin, dass man ein Auto nicht stemmen kann. Das Foto zeigt eine bärenstarke Nippeser Radfahrerin. Geknipst habe ich es im Anschluss an die gelungene Premiere der „Öffentlich-Kritischen Maßnahme Köln-Nord-Nippes“ am 13. Juli.

Die Feier des Fahrrads…. 

ÖFFENTLICH-KRITISCHE MASSNAHME KÖLN-NORD-NIPPES

Diese „Maßnahme“ ist eine zwanglose Stör-Aktion und eine unterhaltsame Möglichkeit, auf die große Zahl der Nippeser Radfahrer öffentlich aufmerksam zu machen. Die Premiere am 13. Juli hat richtig Spaß gemacht: Nach einer Auftakt-Ehrenrunde auf dem Wilhelmplatz radelten wir, eine Gruppe von 30 Personen, eine Stunde lang jodelnd, pfeifend und klingelnd quer durch den Stadtbezirk Nippes, immer dem Hinterrad des/der wechselnden Vorwegradelers/Vorwegradelerin nach.

Ab 16 Personen ist eine radelnde Gruppe ein Pulk. Der Pulk muss nicht die Radwege benutzen, sondern darf auf der Straße fahren. Verkehrspolizeilich bilden alle Pulk-Mitglieder zusammen ein großes Fahrzeug. Springt eine Ampel auf Rot, wenn erst ein Teil der Gruppe gefahren ist, müssen die anderen Radler nicht erst auf Grün warten, sondern dürfen (und sollten!) hinterher fahren.

Genau das ist bei der Premiere mehrmals passiert. Es fühlte sich großartig an, ich radelte zügig, aber in aller Seelenruhe am Ende der Gruppe – hinterstes Glied eines gut gelaunten, 30köpfigen, 60beinigen Pulks. In diesen Momenten wurde die Tour zur Mutprobe, denn der Gegenverkehr musste warten: Vorfahrt für den Radverkehr. Einzelne geübte Radfahrer übernahmen die Aufgabe, den Gegenverkehr zu blockieren und aufgebrachte Autofahrer zu beschwichtigen. Das habe ich mich nicht getraut – beim nächsten Mal vielleicht. Wie aggressiv viele Autofahrer sind, kriegten wir nämlich deutlich zu spüren: Blöde Sprüche, Hupen, Geschrei. Wütend aufheulende Motoren, als wieder auf die Tube gedrückt werden durfte.

Die Nippes-Fahrt ist der “Critical Mass” nachempfunden, bei der alleine in Köln an jedem letzten Freitag im Monat etwa 1000 Radler mitfahren. Wie bei der „Critical Mass“ handelt es sich nicht um eine Demonstration. Jede/r Teilnehmer/in fährt auf eigene Gefahr.

Ab August findet die Nippes-Mass immer am 1. und 3. Donnerstag im Monat statt.

Treffpunkt: 17:30 auf dem Wilhelmplatz

Start: 18:00 Uhr

Ende: ca. 19:00 Uhr (Wilhelmplatz)

anschließend: Besprechung und Ausklang

AUF DASS DIE RÄDER ROLLEN

Weitersagen!

Mein Gelderländer Grachtenrad

Was wären wir Stadtradler ohne unsere Fahrräder? Radlos.
Ich stelle vor: Mein Gelderländer Grachtenrad.


Wir Deutsche müssen immer einen Grund finden, warum wir Rad fahren: Weil es uns in Bewegung hält, um Staus zu umgehen, um Kalorien zu verbrennen und um Co2 einzusparen. In den Niederlanden ist das anders, hier ist Radfahren selbstverständlich. Zur Fortbewegung in der näheren Umgebung setzen sich viele Niederländer aufs Rad, so wie wir uns Schuhe anziehen, wenn wir wandern.

Als meine ältere Tochter 2014 ihr Freiwilliges Soziales Jahr in den Niederlanden antrat, begrüßte man sie direkt bei der Ankunft mit einem Dienstfahrrad. Sie durfte noch kurz in die Unterkunft und ihre Koffer abstellen, um dann unverzüglich 15 km (!) zur Dienststelle zu radeln.
Ja, die Niederländer lieben ihre Fahrräder. Von den alten Fietsen trennen sie sich nur ungerne.

Nach altem Brauch brachte eine Amsterdamerin ihr 50 Jahre altes, lahm gewordenes Gazelle-Rad nicht zur Müllkippe, sondern versenkte es seufzend in einer Gracht. Tags darauf wurde es -zusammen mit vielen, vielen anderen Fahrrädern- von einem Boot der Behörde „Waternet“ aus dem Wasser gefischt und zu einer städtischen Deponie gebracht. Hier entdeckte es ein Fahrradhändler aus der Provinz Gelderland. In seiner Voorster Werkstatt tauschte er die defekten Teile aus und verlieh dem wohlgeformten, stabilen Rahmen neuen Glanz.

In der Rubrik Fietsen en Brommers des Kleinanzeigen-Portals Marktplaats identifizierte es meine Tochter als ihrer Mutter Traumrad. Ich musste es sofort haben: Dass ich dieses und kein anderes in einer überhasteten Aktion per Auto in die autofreie Siedlung transportiert habe, möge man mir verzeihen.

Kann denn Liebe Sünde sein?

 

O ja, sie kann…
Hier in der Großstadt bin ich froh um jeden Baum. Alte Bäume sind besser geschützt. Erst mit der Zeit entwickelt die Birke einen Stamm, der so kräftig ist, dass man ihn nicht so leicht durchsägen kann.
20. Mai 2017: Dieser Maibaum gehörte zu einer Gruppe von Birken, die vor ein paar Jahren am Rand der Autofreien Siedlung gepflanzt wurden. Irgendein feiger Depp (oder eine ganze Gruppe davon) muss den Baum in der Walpurgisnacht abgesägt und seiner Freundin vor die Tür gesetzt haben.
Der alte Brauch ist allerdings nicht in der Großstadt entstanden, sondern auf dem Dorf. Und gewiss sind die jungen Männer vor hundert Jahren nicht in baumarme Wohnsiedlungen gegangen, um Birken zu schlagen, sondern in den Wald.
Was kaum jemand weiß: Wie jede gute Geschichte hatte auch der Maien-Brauch ursprünglich einen Anfang, einen Verlauf und ein Ende. Nach einem Monat musste der junge Mann den Baum wieder abholen. Das wochenlange Warten und der Gang zur Braut (und ihren Eltern) war die eigentliche Mutprobe. Hatte der junge Mann Glück, wurde er mit Speis und Trank und der Zuneigung der Liebsten belohnt.
Braut und Brauteltern wissen: Nur ein Mann, der einen langen Atem hat, wird es ernst meinen. Doch die Ungewissheit und das Warten können qualvoll sein. Aber so ist es mit der Liebe – und mit den Liebesgeschichten: Denn was wäre ein Happy End ohne vorangegangenes Leiden?
8. Juni: In diesen traurigen Zeiten ist die Liebe… zu leicht zu haben – und die Maibäume vergammeln.
Restmüll.

Wir sind wieder dabei… Stadtradeln 2017

Dieses Jahr nimmt die Stadt Köln zum zweiten Mal am Projekt Stadtradeln teil.
Da simmer widder dabei: Stellwerk 60 – SattelFest, offenes Team der autofreien Siedlung Köln-Nippes.
Stadtradeln ist ein sportliches WettSpiel und ein schönes Beispiel dafür, dass das Umsteigen aufs Fahrrad nicht Verzicht bedeuten muss, sondern Spaß machen kann.

Die Spielregeln sind die gleichen wie letztes Jahr: Über den Zeitraum von drei Wochen (16.6.-7.7.2017) notieren wir alle Kilometer, die wir erradeln (auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Kindergarten, zum Einkaufen, zum Kino, Theater, zum Rhein etc.), und stellen das Ergebnis ins Internet.

2016 war Stellwerk 60 – Team SattelFest sehr erfolgreich. Bei der offiziellen Preisverleihung im Historischen Rathaus wurde uns diese schmucke Urkunde verliehen:

 

Leider verschweigt die Urkunde, dass es insgesamt 135 (!) Teams gab und wir stolze 135(!) Teilnehmer/innen waren. Mit der schönen Zahl von 21.111 gefahrenen Kilometer lagen wir außerdem bei den insgesamt gefahrenen Kilometern auf Rang sieben! Das ist ein halber Äquator. Die zweite Hälfte könnten wir dieses Jahr schaffen.

Ungünstig ist diesmal der Termin, denn geradelt wird leider knapp vor den Sommerferien. Vermutlich werden wir also nicht so viele Teilnehmer/innen sein. Um so größer ist allerdings die Chance, einen siedlungsinternen Preis zu kriegen.

Es wird wieder eine Siegerehrung geben – vielleicht auf unserem großen Jubiläums-Sommerfest (die autofreie Siedlung Stellwerk 60 wird zehn!) am 2. September.

Nutzt die Fußball-Bundesliga-freie Zeit, werdet selber sportlich aktiv und meldet euch an:
Herzliche Grüße, rauf auf’s Rad, Teamkapitänin Lisa
P.S: Es gibt eine Marke zu knacken: 930 Kilometer von Vorjahressieger Christoph Brozio alias Gino Bartali. Auf zur Verfolgungsjagd, ran an die Tausend!

April, April

Heute mittag heulten in Köln-Nippes die Sirenen. War das ein Probealarm? Ich guckte auf die Uhr: Kurz nach zwölf, Entwarnung. Was die Katastrophe anging, war anscheinend alles beim Alten: Das marode belgische AKW Tihange war noch nicht in die Luft geflogen, sondern gammelte weiter grenznah vor sich hin.

Allerdings war heute der 1. April. Konnte die Stadt Köln so bekloppt sein, die Übung für den Ernstfall an einem Tag stattfinden zu lassen, der sich selber nicht ernst nahm? Was wäre, wenn die Probe ein Scherz und die Katastrophe real war? Verunsichert setzte ich mich an den Laptop. Genau das, so las ich da, sollte man nicht tun. Stattdessen solle man Türen und Fenster schließen, herum irrende Passanten herein bitten, im Haus bleiben und das Radio einschalten: WDR2 oder Radio Köln, denn diese Sender haben die Exklusivrechte für die Berichterstattung im Ernstfall. Zitternd machte ich das Radio an: Kein Empfang….

Ich riss Türen und Fenster auf und lief nach draußen. Alles war beunruhigend normal. Aber dann….
Alarm!
Es ist soweit: Die Bagger rücken an. Erdarbeiten bereiten die Brache für die Bebauung mit Parkplätzen vor! Es ist nicht die Katastrophe, aber es ist eine. Ich erinnere mich an einen traurig-schönen Jugendbuchklassiker aus den 1970er Jahren, als die Wahrheit noch gefragt war und Buchtitel wie Gedichte klangen: Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran, und ewig droht der Baggerzahn oder Die Veränderung der Stadt
 
April, April:
Der Bagger entpuppt sich als Kleingerät, das der Siedlungsverein Nachbarn60 übers Wochenende gemietet hat, und der „ewig drohende Baggerzahn“ ist diesmal ein Milchzähnchen.
Wo früher der Besucherparkplatz war, entsteht der Nachbarschaftsgarten, der mehr und mehr zu dem wird, wie er heißt:
Für eine Hecke, die gepflanzt wird, muss ein Graben ausgehoben und der alte Boden abgetragen werden. Das schafft nur ein Bagger. Der Bauträger Kontrola hatte in der Bauphase zwecks Befestigung des Bodens Bauschutt auf die Brache gekippt. Noch sieht der Boden 50 cm tief so aus:
Kein Platz für Regenwürmer
 
 
 
 
 
 
 
 

Wie gemalt…

… ist die Magnolie mit ihren verschlungenen Zweigen und den schlanken, zartblättrigen, aufrecht sich öffnenden Blüten. Weil sie zu schweben scheinen, erinnern mich Magnolienblüten an Seerosen.

Kaum zu glauben, dass ich diese Magnolie vor neun Jahren im Praktiker-Baumarkt an der Escher Straße gekauft habe. Sie stand in einen Topf gepfropft da, hatte zwar einige Knospen, sah aber schon ziemlich vergammelt aus. Ich habe sie damals vor dem Abfall-Container gerettet, im Fahrradkorb in die autofreie Siedlung gebracht und eingepflanzt- was sie mir dankt.
Zwei Wochen später:
Ich würde die abgefallenen Blütenblätter gerne zusammenharken. Einer aber freut sich daran. Diesen berühmten Schöngeist unter den Rammlern erinnern die rosa gemaserten Blütenblätter an Häsinnen-Ohren: Dürerhase im vorösterlichen Magnolienbad.

Wie man ein Smiley zum Lächeln bringt

Ich hatte Smileys immer für völlig witzlos gehalten und gemeint, immun zu sein gegen ihren schlichten, biederen Charme. Aber eines schönen frühen Abends im September fuhr ich die Lindenthaler Friedrich-Schmidt-Straße stadtauswärts. Ich war stadtradelnd unterwegs. Als Kapitänin des Teams Stellwerk60-SattelFest wollte ich Kilometer kloppen. Ich ärgerte mich, dass es keinen Radweg gab. Im großen Bogen überholten mich mehrere Autos. Da die Straße nicht sehr breit ist, mussten sie langsam fahren. Ein Geschwindigkeits-Messgerät am Straßenrand belohnte die Autofahrer mit einem grün leuchtenden Lächeln: 30 km/h , 31 km/h. Was haben die, das ich nicht hab?, dachte ich und trat mit aller Kraft in die Pedale. Jetzt endlich respektierte man mich: Mit angezeigten 15 km/h und einem Lächeln. Nicht einmal durch eine Windschutzscheibe getrennt, sah ich einem Smiley direkt ins breite, grün strahlende Grinsegesicht – und grinste zurück.
 

Keiner drückt mich, jammern diese Smileys im Ausgang des Nippeser Alnatura. Aber diese neue Aktion zur mittlerweile unumgänglichen Kundenzufriedenheitsanalyse ist einfach zu doof. Wie hat es Ihnen heute bei uns gefallen?, fragt über dem Kasten mit den vier verschieden Smileys ein Schild. Als Antwort auf die alberne, überflüssige Frage fällt mir nur „hä?“ ein oder „keine Ahnung“. Lächerlich!

Halloween in Germany

Anfangs habe ich mich gefragt: Wir haben Karneval und Sankt Martin, wozu brauchen wir Halloween, ist das nicht nur wieder eine neue Einnahmequelle? Mittlerweile begrüße ich das Fest, das ja erst seit den 1990er Jahren überall in Deutschland gefeiert wird. Denn Halloween bringt Elemente von Karneval und Sankt Martin sehr schön zusammen.

Halloween ist natürlich vor allem ein Kinderfest. Sich zu maskieren, ist aufregend. Fremde Menschen zu erschrecken, bei Nachbarn zu schellen und „Süßes oder Saures“ zu rufen, kostet die Kinder viel Überwindung. Da hilft es, in der Gruppe zu gehen. Doch auch hinter der Maske sind Kinder nicht schamlos, sondern bleiben respektvoll.  Fast alle etwa 70 (ich hab mitgezählt!) Kinder, die vorgestern bei uns klingelten, sagten „dankeschön“.

Ein harmloses kleines Nachtgespenst,
Lied aus der Hörspielversion des Kinderbuchklassikers Das kleine Gespenst von Otfried Preußler:
Geisterstunde, Geisterrunde,
Mitternacht ist da.
Geisterstunde, Geisterrunde,
Nachtgespenst uaah.
Geisterstunde, Geisterrunde,
Bimbam Glockenklang.
Geisterstunde, Geisterrunde
Mitternachtsgesang.

 

Kinder schlüpfen in ein Kostüm und wissen sehr genau, dass sie nur spielen. Sie sind ganz anders als die durchgeknallten, bewaffneten, als Clowns verkleideten männlichen Jammergestalten, die neuerdings unsere Städte unsicher machen und nicht mehr wissen, was sie da tun. Eine tragische Verwechslung: Erst kürzlich verletzte ein junger Mann einen angreifenden Clown mit dem Messer und erkannte unter der Maske seinen Freund wieder.

Solche Clownsnummern sind nicht nur feige Verhöhnungen aller Verwandlungsspiele und Maskeraden, sondern verächtliche, schamlose Angriffe auf die Kinderfreude – nicht nur an Halloween.

 
„Geisterrunde“: Verschnaufpause im Vorabi-Stress