Elfchen im Dritten: Steinmeier, Frank-Spalter

Während der Pandemie zeigte sich, wie verengt und gönnerhaft der Blick von Politik-, Medien- und Wissenschafts-Prominenz auf Kunst und Kultur ist. Angela Merkel hatte bereits im Dezember 2020, als Kinos, Theater und andere Kultureinrichtungen im Zuge des sogenannten „Lockdown Light“ schon seit Wochen geschlossen waren, materielle Hilfe angekündigt und lobhudelnd gesagt: „Uns fehlt, was die Künstler uns dort sonst geben und was nur sie uns geben können.“ https://www.sn.at/kultur/allgemein/angela-merkel-uns-fehlt-was-die-kuenstler-uns-sonst-geben-96650659

Ist denn die Kunst ein Konsumartikel? „Was Frau Merkel sagt bzw. von ihren Textern diktiert bekommt, das klingt, als würde uns der Künstler seine Kunst servieren wie der Sterne-Koch sein Menu. Wir schlagen uns im Nobelschuppen den Bauch voll und lassen uns satt und edelfischzufrieden nach Hause kutschieren.“ https://stellwerk60.com/2021/10/17/all-the-worlds-a-stage-but-we-are-only-impf-potatoes/

Bereits am 1.10.2020 – zwei Tage vor dem Tag der Deutschen Einheit- hatte man unter dem Motto „Vereint und füreinander da“ neben anderen PR- und systemrelevanten Personen, darunter der Virologe Christian Drosten und die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim, den Pianisten Igor Levit geehrt. Der sehr begabte, aber leider auch sehr gefällige Mainstream-Pianist hatte bereits einen Tag, nachdem aufgrund der „Pandemie“ alle öffentlichen Konzerte ausgesetzt worden waren, von seiner Wohnung aus per Twitter ein erstes Hauskonzert gestreamt. Diesem ersten Konzert sollte zwei Monate lang täglich ein weiteres folgen. (Wer sich ein Bild von Igor Levit machen will, der möge Harald Welschers differenzierte und scharfsinnige Stellungnahme zur Ordensverleihung lesen: deutschlandfunkkultur.de/bundesverdienstkreuz-fuer-igor-levit-ein-meister-der-100.html)

Genau ein Jahr später fand am 1.10.2021 unter dem Motto „Kultur ist Lebenselixier für alle“ wieder eine Ordensverleihung statt. Diese Veranstaltung „zum Tag der Deutschen Einheit“ war ausschließlich „Kunstschaffenden“ gewidmet. Im Rahmen der Verleihung sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Diese Ordensveranstaltung soll deshalb auch ein Zeichen sein: Wir dürfen nicht zulassen, dass einzelne Zweige unserer Kultur nach der Corona-Krise verdorren oder absterben.“ https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/10/211001-Ordensverleihung-TdDE.html

Hier tritt der Bundespräsident als Retter und Bewahrer „unserer Kultur“ auf. Eine hübsche staatsmännische Geste, aber hat nicht ausgerechnet Frank-Walter Steinmeier durch die Ordensverleihung für ein nachhaltiges „Verdorren“ gesorgt und maßgeblich dazu beigetragen, dass ein herausragendes Kunst-Projekt nach 25 Jahren gescheitert ist?

Anfang des Jahres 2024 wurde bekannt, dass Mitgründer Tobias Morgenstern das „Theater am Rand“ in Zollbrücke (Märkisch-Oderland) verlassen hat. Vorausgegangen waren schwere Meinungsverschiedenheiten der beiden Theatergründer, die sich insbesondere an den staatlichen Corona-Maßnahmen entzündet hatten. „Den Gründern sollte im Jahr 2021 das Bundesverdienstkreuz verliehen werden. Kurz davor wurde die Verleihung des Ordens an Morgenstern abgesagt. Eine Sprecherin erklärte dazu, es seien „konkrete Hinweise“ bekannt geworden, dass Morgenstern der Querdenker-Szene angehöre, hieß es damals von einer Sprecherin des Bundespräsidialamts.https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2024/01/tobias-morgenstern-verlaesst-theater-rand-zollbruecke-unterschiede-politik-haltung.html „Konkrete Hinweise“ klingt wie „sachdienstliche Hinweise“, die „jede Polizeidienststelle entgegen nimmt“. In diesem Fall heißt der Polizeioberwachtmeister Frank-Walter Steinmeier.

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (ausschließlich!) an Thomas Rühmann dürfte dann endgültig einen Keil zwischen die beiden Gründer getrieben haben. Frank Walter Steinmeier hat also -man kann es nicht anders sagen- im Jahr 2021 zwei Theatermacher gegeneinander ausgespielt. Dabei klang es wie ein Nach-Wende-Märchen: Im äußersten (aus westlich-bornierter Perspektive „kulturarmen“) Osten der Bundesrepublik Deutschland haben zwei in der DDR geborene Künstler vor 25 Jahren das „Theater am Rand“ gegründet und mit großem Erfolg einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Spielbetrieb aufgebaut.

Dass Thomas Rühmann nicht nur „Rühmann“ heißt, sondern seit 1998 in der Arztserie „In aller Freundschaft“ die Hauptrolle Dr. Roland Heilmann spielt, fand Steinmeier wohl chic. Steinmeier liebt die Darstellung, vor allem dann, wenn er selber der Darsteller ist. Seine Lieblingsrolle: Großer Staatsmann.

Peinlich wird es, wenn sich der Präsident volksnah gibt. In dem Zusammenhang hat sich das PR-Team Steinmeier schon manchen Fauxpas geleistet, z.B.: https://stellwerk60.com/2021/02/02/eine-peinliche-pr-panne-steinmeiers-fuchs-lebt-nicht-erst-neuerdings-in-bellevue-sondern-war-schon-unter-gauck-medien-liebling/

Hingegen ist der Präsident, wenn er vor geladenen Gästen seine Reden hält, in seinem Element. Frank-Walter Steinmeier wird, um dem Gesagten Nachdruck zu verleihen, gerne salbungsvoll. In seiner Rede vom 1.10.2021 greift er (bzw. sein Redenschreiber, vermutlich Wolfgang Silbermann, damaliger Leiter der Abteilung Strategische Kommunikation/Rede im Bundespräsidialamt) tief in die Trickkiste der manipulativen Rhetorik.

Zunächst schwört Steinmeier seine Hörerschaft auf ein Gemeinschaftsgefühl ein, um anschließend freudvoll zu spalten: Er treibt einen Keil zwischen die „vielen verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern“, von denen die „lebendige Demokratie“ „gemeinsam getragen wird“, und die, die „wie geblendet, ja gefangenwirkenvon einem Kult des Irrationalen.“ In der schaurig überladenden Rede klingt das dann so:

In diesen Tagen erleben wir, wie zerbrechlich der Zusammenhalt in unserem Land ist, wie schnell Risse entstehen, ja: wie dünn der Firnis der Zivilisation tatsächlich ist. Wir erleben, dass eine kleine Minderheit von Menschen, die die Existenz des Virus leugnen oder seine Gefährlichkeit bestreiten, an den Rand der Gesellschaft rückt, sich entfremdet und wie geblendet, ja gefangen wirkt von einem Kult des Irrationalen. Wir erleben, dass sektiererische Gruppen sich radikalisieren und das wichtigste Prinzip unserer Demokratie missachten: Das Prinzip, Konflikte gewaltfrei, in friedlicher, respektvoller Diskussion zu lösen und Entscheidungen mit Mehrheitsbeschluss zu finden.“ https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/10/211001-Ordensverleihung-TdDE.html

Diese Rede ist nicht respektvoll, denn sie klärt nicht auf, sondern reproduziert und zementiert Vorurteile. Andersdenkende jedweder Couleur werden in einen Topf geworfen, Menschen, die das Virus leugnen, werden gleichgesetzt mit denen, die denken, dass das Virus niemals so gefährlich war, wie uns weisgemacht wurde. Zu Letzteren zähle ich mich. Von den Corona-Leugnern, die es ja wirklich gibt und denen ich auch manchmal begegnet bin, distanziere ich mich ausdrücklich. Wir haben versucht, miteinander ins Gespräch zu kommen, aber es war unmöglich.

Eine Frage bleibt: Warum war Frank-Walter Steinmeier, wenn er es für „das wichtigste Prinzip unserer Demokratie“ hält, „Konflikte gewaltfrei, in friedlicher, respektvoller Diskussion zu lösen“, so respektlos, Tobias Morgenstern erst ein- und dann wieder auszuladen?

Immerhin war das Team Steinmeier so schlau, Thomas Rühmann nicht am 1.10.2021 das Verdienstkreuz zu überreichen. Da die Solo-Verleihung während der „Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit“ öffentliche Aufmerksamkeit und gewiss auch Unmut erregt hätte, wurde sie auf später verschoben.

Ich persönlich finde es unverzeihlich, dass Thomas Rühmann nicht dem Beispiel der Künstlerin Hito Steyerl, die ebenfalls am 1.10. geehrt werden sollte, gefolgt ist und den Orden abgelehnt hat. Er hätte ja sagen können, dass er, was Corona betrifft, grundsätzlich anderer Meinung sei als sein Kollege Tobias Morgenstern, dass er aber gemeinsam mit Morgenstern das „Theater am Rand“ aufgebaut habe und sich dementsprechend nicht alleine für eine gemeinsame Lebensleistung ehren lassen wolle.

Ich sitze auf der Bank vor dem Nippeser Alnatura-Supermarkt. In letzter Zeit bin ich schnell erschöpft und muss, wenn ich einkaufen gehe, immer wieder Pausen einlegen. Die menschenfeindliche, höchst riskante und gefährlich unkluge bundesdeutsche Kriegs- und Gesundheitspolitik nagt an meiner Lebensfreude.

Zwei ziemlich alte Frauen setzen sich zu mir und nehmen mich -was mich irritiert- in die Mitte. „Das kommt davon, wenn man sich nicht an den Rand setzt“, sagt die eine und lacht.

„Ich kann auch gehen“, sage ich leise.

Die beiden Frauen rücken noch näher an mich heran. „Sie gehören wohl zu denen, die den Corona-Sicherheitsabstand insgeheim gut fanden“, sagt die eine.

„Ich halte gerne Abstand“, sage ich. „Aber nicht auf Befehl.“

„Weinen Sie?“, fragt die eine.

„Es ist, weil…“, fange ich an. Und dann platzt es aus mir heraus. Ich erzähle ihnen von der Preisverleihung und davon, wie sehr sich Steinmeier darin gefällt, Bundesverdienstkreuze zu verleihen und sich aufzuführen wie eine pädagogisch über-ambitionierte Grundschul-Lehrkraft, die Fleißkärtchen verteilt...

„Da passt das Kraftwort Lehrkraft“, sagt die Frau, die rechts neben mir sitzt. „Aber so neu ist die staatliche Bevormundung ja nicht.“

„Die Lage hat sich zugespitzt“, sage ich. „Während Corona waren wir alle im Umerziehungslager.“

„Aber Mädchen, da sind wir doch immer noch drin“, sagt die Frau, die links neben mir sitzt. „Nur bemerken die Menschen das nicht, denn wir haben alle Freiheiten. Wir können kaufen, was wir wollen, reisen, wohin wir wollen.“

***

Mein Elfchen des Monats ist diesmal der Mini-Dialog dieser beiden ziemlich alten, trotz alledem optimistisch und munter gestimmten Frauen.

„Dieser

Bundespräsident, wie

hieß der noch,

Frank-Walter?“ „Nee, Frank-Spalter doch.“

„Och.“

Angesichts der Tatsache, dass Corona weniger gefährlich war als behauptet, muteten die harten staatlichen Maßnahmen von Beginn an tragikomisch an.
Ein Heidelberger Spielplatz nach Wiedereröffnung unter Auflagen im Mai 2020. Früh übt sich, was ein Spitzel werden wird. Während der „Pandemie“ wurden bereits kleine Kinder, deren Sozialverhalten sich gerade erst entwickelt, gegeneinander ausgespielt. Mich erinnern die staatlichen Maßnahmen an die autoritären Erziehungsmethoden der 1960er Jahre.
Im katholischen Kindergarten wurden wir zum Petzen angehalten. Wenn wir beobachtet hatten, dass ein Kind etwas „Böses“ getan hatte, z.B. ein anderes geschubst, mussten wir auf das „böse“ Kind zeigen und laut singen: „Das wird gemeldet für… den Peter/die Elisabeth.“ Wenn die Erzieherin -durch unseren „Gesang“ angelockt- nicht selber kam, sind wir zu ihr gegangen und haben gepetzt. Wir waren fies, meinten aber, das einzig Richtige zu tun. Schließlich wurden wir für’s Petzen gelobt.
Körperkontakt vermeiden“, „Kein gemeinsames Essen und Trinken“ (Spielplatz, s.o.): Die kalten staatlichen Maßnahmen mit ihren Nähe-Verboten haben, so erzählte mir eine Grundschullehrerin, dazu geführt, dass viele Kinder nicht mehr mit anderen Kindern teilen können, sondern sich zunehmend berechnend verhalten.

Große Kunst: Das Meisterwerk „Allesdichtmachen“ und seine hoffnungsvolle, utopische Botschaft

Vielen Menschen sagt ein untrügliches Gespür für Machtmissbrauch, dass wir mit den staatlichen Corona-Maßnahmen überrumpelt wurden.

Tatsächlich war das interne Strategie-Papier aus dem Bundesinnenministerium zur Eindämmung der Corona-Krise vom 22. März 2020 so etwas wie eine Gebrauchsanweisung für Menschenführung in pandemischen Zeiten. Dieses Schriftstück war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, aber am 1. April 2020 hatte das gemeinnützige Portal „Frag den Staat“ dankenswerterweise das vollständige, 17 Seiten lange Papier veröffentlicht.  In diesem Papier wurde ein Worst-Case-Szenario entwickelt, das auf Prognosen sogenannter Fachleute aus den Bereichen Medizin, Wirtschaft und Politik beruhte. Vgl.: https://stellwerk60.com/2023/10/31/elfchen-im-zehnten-man-muss/

Auch Gesundheitspsychologen und PR-Spezialisten, die wissen, dass und wie man Menschen mit Drohungen gefügig macht, dürften an der Ausarbeitung beteiligt gewesen sein. So ungeheuerlich es klingt: Uns Bürgerinnen und Bürgern sollte ganz bewusst via “Schockwirkung” Todes-Angst eingejagt werden. Auf der Grundlage dieses Strategie-Papiers, das der Rechtfertigung der völlig überzogenen staatlichen Maßnahmen diente, verpflichtete man uns während der „Pandemie“ -unter Androhung demütigender Sanktionen- zu einem bedingungslosen Gehorsam.

Nur klafften der heraufbeschworene Worst Case und die Realität schon bald auseinander, denn das Virus war bei weitem nicht so bedrohlich, wie man uns weismachen wollte. Doch anstatt sich zu entschuldigen und den eingeschlagenen Kurz zu korrigieren, hielt die Staatsführung geschlossen an ihrer Schreckens-Version fest, was, wie wir wissen, katastrophale Auswirkungen hatte, insbesondere für die Kinder.

Dieses Papier ist durchdrungen von Angst, aber nicht von der Angst vor Corona, auch nicht von der Sorge der Verantwortlichen um die Menschen, sondern von der Sorge der medialen, politischen und wissenschaftlichen Elite um die eigenen, mit nichts mehr zu rechtfertigenden, aber ins Monströse gewachsenen Privilegien.

Gearbeitet wurde bei der Erstellung -fernab jeglicher Moral- mit den Mitteln der „Schwarzen Pädagogik“ (Terminus: Katharina Rutschky). Mit der Liberalisierung der Erziehung und der Abschaffung von körperlicher Züchtigungen, insbesondere der Prügelstrafe, schien die Schwarze Pädagogik überholt zu sein, doch sie kehrt derzeit mit Wucht zurück und hat in der neoliberalen, autoritären Gesellschaft der Gegenwart Hochkonjunktur.

Dabei ist ihr Gedankengut primitiv. Der „Struwwelpeter“, zentrales Werk der Schwarzen Pädagogik, „arbeitet mit simplen Tricks. Wenn die Kinder nicht gehorchen, drohen die schlimmsten Strafen, bis hin zu Verstümmelung oder Tod. Und diese Strafen -das erzählt uns der „Struwwelpeter“- haben sich die Kinder auch noch selber eingebrockt.“ https://stellwerk60.com/2023/01/31/elfchen-im-ersten-der-schneidge-mit-der-scher/ Im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen wurde jedoch nicht „nur“ Kindern mit schwerer Bestrafung gedroht, sondern uns allen.

Doch dann, Ende April 2021, als ich das Gefühl hatte, dass fast alle Mitmenschen Mitläufer oder völlig verblödet sind und dass die Kunst nur noch gefällig ist, als ich die Hoffnung fast aufgegeben hatte, fand ausgerechnet im geldverblendeten Biederland Deutschland etwas statt, womit nicht mehr zu rechnen war: Große Schauspielkunst. Unter dem Hashtag #allesdichtmachen taten sich etwa 50 teils prominente deutschsprachige Schauspieler ♀︎+♂︎, darunter Tatort-Stars) zusammen, brachten eine ganz andere Perspektive ins Spiel und öffneten den Blick für die irrationalen Abgründe der bundesdeutschen Corona-Politik. Initiator war -in Zusammenarbeit mit einigen Schauspielern- der Drehbuchautor und Regisseur Dietrich Brüggemann.

Die dramatische Idee, die als roter Faden die meisten Beiträge durchzieht, ist so einfach wie genial: Die (Selbst)- Darstellung der „Identifikation mit dem Aggressor“ (Terminus: Anna Freud).

Wir kennen die „Identifikation mit dem Aggressor“ vor allem aus dem privaten Kontext: Weil die geschlagene Frau panische Angst hat, hält sie den schlagenden Mann („Wenn ich nur wollte, könnte ich dich töten, aber ich schone dich, also sei lieb zu mir…“) bei Laune. Um ihn nicht noch mehr zu verstimmen, sagt sie JA , macht ihm Geschenke, lächelt, schweigt, nimmt ihn nach außen in Schutz, bedient ihn und opfert ihm ihre physische und psychische Gesundheit.

Während der „Pandemie“ wurde uns permanent die Identifikation mit dem Aggressor abverlangt, ein freudvolles JAWOLL zu den autoritären Zumutungen, auch zu den meines Erachtens körperverletzenden medizinischen Maßnahmen Maskenpflicht, Corona-Tests und Impfung.

In ihren kurzen Videos führen die Akteure kein Stück des Absurden Theaters auf, sondern -satirisch überspitzt- ihr eigenes Leben vor, das mit der „Pandemie“ ins Absurde abgerutscht ist. In den etwa ein- bis zweiminütigen Spots stellen sich die Akteure kurz namentlich vor und erzählen uns ihre Corona-Geschichte.

Als ein schönes Beispiel sei das Video der Schauspielerin Nadine Dubois genannt. Nadine Dubois steht vor einer weiß getünchten Wand, einer weißen Gardine. Weiß ist auch das ärmellose Hemd, das sie trägt. Wir hören sanfte, beruhigende Musik und Vogelgezwitscher. Nadine Dubois sagt: „Hallo… Ich bin Nadine Dubois, ich bin Schauspielerin, und ich schütze mich und andere, indem ich zu Hause bleibe. Das kann ich mir zum Glück leisten. Es gibt ja auch für alles Lieferdienste. Die kommen dann hier her und bringen mir Sachen, damit ich nicht raus muss. Und es gibt zum Glück die Müllabfuhr und Wasser und Strom… So viele Menschen da draußen krempeln die Ärmel hoch und packen mit an, damit ich hier sitzen und andere schützen kann… Das finde ich gut. Nicht gut finde ich, wenn diese Menschen dann am Wochenende rausgehen aus ihren kleinen, dunklen Wohnungen und sich in den Park setzen. Dann gehe ich auf meinen Balkon, mache davon Fotos und schreibe auf Twitter, dass sie schrecklich egoistisch sind… Und dann gehe ich auf meine Dachterrasse, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen und fühle mich gut, weil ich mich und andere schütze… Bleiben Sie gesund und machen Sie’s genauso.“

Text und Darstellung sind großartig. Ein Kunstgenuss! Unbedingt angucken: https://www.youtube.com/watch?v=9_8qOybNDoU

Vermutlich hatten sich die Schauspieler erhofft, verstanden zu werden (auch von den politisch Verantwortlichen), wachzurütteln und Beifall zu bekommen. Das war naiv, doch ohne Naivität wäre diese wunderbar kompromisslose Ensemble-Arbeit wohl nie entstanden oder harmlos ausgefallen. Die Öffentlichkeit hatte nicht die Größe, sich auseinanderzusetzen. Autoritäre Charaktere machen gerne biedere Scherze, aber sie können nicht über sich selber lachen.

So waren die Reaktionen überwiegend böse. Medien und Politik konterten -ohne dass man sich tiefer auseinandersetzte- mit den immergleichen 08/15 – „Argumenten“. Den Akteuren wurde vorgeworfen, Coronaleugner zu sein und der AFD nahe zu stehen. Das war aggressiv und völlig aus der Luft gegriffen, ebenso wie der Vorwurf, die Schauspieler hätten kein Mitgefühl für die Todkranken auf den überfüllten Intensivstationen, die es -nebenbei gesagt- nie gegeben hat (bis auf ein paar Ausnahmen in Ostdeutschland), was die Gesundheitspolitiker damals schon wussten, aber wohlweislich verschwiegen haben.

Eine der aggressivsten Reaktionen, die wohl höhnisches Gelächter ernten sollte, kam von Adolf Winkelmann. „Der Dortmunder Regisseur Adolf Winkelmann bezeichnete die Aktion gegenüber den WDR als „überflüssig“. Sie verwundere ihn aber nicht. „Das sind ja Schauspieler, die wir kennen und die uns immer Texte von klugen Autoren vortragen“, sagte er. „Das, was da jetzt im Netz steht, passiert, wenn man Schauspielern das Drehbuch wegnimmt.“ https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/alles-dicht-machen-corona-kritik-kampagne-100.html

Es ist kein Zufall, dass es nicht Literaten oder bildende Künstler waren, die den Hashtag #allesdichtmachen kreierten, sondern Schauspieler. Gute Schauspieler lernen ja nicht nur den Text auswendig. Sie besitzen eine besonders große Menschenkenntnis, denn sie betrachten die Figuren nicht nur, sondern verkörpern sie und müssen, wollen sie deren Innenwelt begreifen, mit Haut und Haar in sie schlüpfen. Sie verleihen ihr ihre Stimme, ihre Sinne, ihre Bewegungen und ihre Verstand. Gute Schauspieler haben ein Gespür dafür, was zwischen den Personen passiert, für Macht und Ohnmacht, dafür, wie Menschen fertiggemacht und gedemütigt werden.

Wohl alle kennen eines der größten dramatischen Kunstwerke in deutscher Sprache, das Fragment „Woyzeck“ von Georg Büchner. Es erzählt die Geschichte des Soldaten Woyzeck, der erniedrigt, getreten, betrogen und am Ende hingerichtet wird, weil er die tötet, die ihm die Nächste ist, seine Geliebte. Gedemütigt wird Woyzeck auch als Opfer eines brutalen medizinischen Menschenversuchs, der nicht nur dramatische Fiktion ist, sondern unter der Leitung des Chemikers Justus von Liebig (1803-1873) im Jahr 1833 tatsächlich stattgefunden hat. „Ein berühmter Neurologe war Zeuge des wohl ersten Experiments zur Frage, ob Hülsenfrüchte Fleisch ersetzen können. Nach seiner Schilderung musste der Proband drei Monate lang Erbsbrei essen – und nichts als Erbsbrei. Der kommerzielle Hintergrund der Studie: Gelänge es teures Fleisch durch Trockenerbsen zu ersetzen, so könnte man das Militär und das Proletariat viel billiger verköstigen.“ https://www.deutschlandfunkkultur.de/im-erbsenwahn-100.html

Dem Autor des DLF-Beitrags „Im Erbsenwahn“ verdanke ich ein Aha-Erlebnis. Udo Pollmer schreibt: „Versuche am Menschen waren damals normal. Niemand wäre auf die Idee gekommen, Ernährungsfragen am Tier zu testen – gab es doch genug Menschen, die entweder aus Armut mitmachten oder die dazu gezwungen werden konnten. Der Tierversuch kam erst auf, als das Leben eines Menschen mehr Wert hatte als das Leben einer Ziege.

Was heißt das für die Jetztzeit? Schließlich sind Menschenversuche wieder Gang und Gebe. Das bedeutet aber nicht, dass das Leben eines Nutztiers wieder mehr Wert hat als das Leben eines Menschen. Es bedeutet vielmehr, dass vor einer immer weiter in die Irre abdriftenden Wissenschaft alle Kreaturen, Mensch und Tier, gleich (=gleichgeschaltet) sind.

Um Woyzecks Innenwelt zu bebildern, lässt Büchner „die Großmutter“ draußen vor der Tür den Kindern ein Märchen erzählen.

Es war einmal ein arm Kind und hat kei Vater und keine Mutter war Alles tot und war Niemand mehr auf der Welt. Alles tot, und es ist hingangen und hat gerrt Tag und Nacht. Und wie auf der Erd Niemand mehr war, wollt’s in Himmel gehn, und der Mond guckt es so freundlich an und wie’s endlich zum Mond kam, war’s ein Stück faul Holz und da ist es zur Sonn gangen und wie’s zur Sonn kam, war’s ein verwelkt Sonneblum. Und wie’s zu den Sterne kam, warn’s klei golde Mücken, die warn angesteckt wie der Neuntöter sie auf die Schlehe steckt und wie’s wieder auf die Erd wollt, war die Erd ein umgestürzter Hafen und war ganz allein und da hat sich’s hingesetzt und gerrt, und da sitzt‘ es noch und ist ganz allein.“

Dieses Märchen, das vom Sterntalermärchen inspiriert ist, ist absolut trostlos. Während das Mädchen im Sterntalermärchen selbstlos handeln kann, weil es an Gott glaubt, hat das Kind im „Woyzeck“ nicht nur beide Eltern verloren, sondern Glaube, Liebe und Hoffnung. (Der reale Soldat Johann Christian Woyzeck (1780-1824), Vorbild für die Dramenfigur, musste mit acht Jahren den Tod der Mutter und mit 13 Jahren den des Vater verkraften.)

Heutzutage würde Büchner die Geschichte anders erzählen. Das Kind kommt in die staatliche Fürsorge, wird eingekleidet, ernährt, medizinisch betreut. Es weiß nicht, dass es keine Eltern mehr hat.

Lächele, dann lächeln die Leute zurück. DU BIST NICHT ALLEIN. Und sollte einmal ein arm Kind sagen, dass der Mond „ein Stück faul Holzist, nimm es nicht ernst, es hat nur schlecht geträumt. DU BIST NICHT ALLEIN. Du kannst dir einen neuen Mond kreieren, kauf dir neue Materialen und…

Und sollte man dir erzählen, dass die Erd ein umgestürzter Hafen ist, dass die Meere wärmer werden und über die Ufer treten, dann darfst du das nicht glauben. DU BIST NICHT ALLEIN. Kauf dir ein Ticket für die weite Welt, setz dich in den Flieger und…

Der Schutz des Kinderglücks vor dem staatlichen Zugriff – Wie die schwedischen Grundschulen unbeabsichtigt zur Corona-„Kontrollgruppe“ wurden

Im Frühjahr 2021 wurden die staatlichen Corona-Maßnahmen weiter verschärft. Die bundesdeutsche Obrigkeit verordnete uns nicht nur Masken, sondern drang immer weiter in unsere Körper vor. Unsere Bäuche – so mussten wir realisieren- gehörten uns nicht mehr. Zum Jahreswechsel 2020/21 begann man weltweit mit der Corona- Impfung älterer Prominenter. Nachdem Netanjahu im Dezember 2020 heldenhaft den Anfang gemacht hatte („Eine kleine Spritze für einen Mann und ein großer Sprung für die Gesundheit von uns allen“), folgten u.a. Queen Elizabeth (Januar 2021), Didi Hallervorden (Januar 2021), Papst Franziskus (Januar 2021) und das schwedische Königspaar Carl Gustav und Silvia (Januar 2021).

Carl Gustav hatte kurz zuvor in seiner Weihnachtsansprache den schwedischen Sonderweg, der auf Eigenverantwortung der Menschen anstatt auf staatliche Restriktionen setzte, radikal in Frage gestellt.

In der Ansprache, die am kommenden Montag in voller Länge ausgestrahlt werden soll, nannte der König die Corona-Strategie des Landes „gescheitert“. Er beklagte eine „hohe Zahl von Toten, und das ist schrecklich“. Eine solch politische Einmischung des Königs und dann noch in dieser Schärfe ist für das Land ungewöhnlich. Schwedische Kommentatoren nahmen sie als weiteres Zeichen für den Ernst der Lage.“ khttps://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-schweden-koenig-1.5151678

In dieser Rede fällt -soweit ich das einschätzen kann- kein Wort zu den Kindern. Das Herzstück des schwedischen Sonderwegs bleibt in der Ansprache unerwähnt. Wir erinnern uns: Schwedische Kindertagesstätten und Grundschulen (das sind in Schweden Gesamtschulen bis Klasse 9) blieben während der gesamten „Pandemie“ offen. Dass Carl Gustav diese Tatsache in seiner Weihnachtsansprache unerwähnt lässt, ist unverzeihlich. Er hätte dem mutigen und besonnenen Chef-Virologen seine Anerkennung aussprechen und sich bedanken müssen. Meiner Meinung nach müsste man Anders Tegnell den Medizin-Nobelpreis verleihen.

O-Ton SWR, Rede Carl Gustav:

https://stellwerk60.com/wp-content/uploads/2024/03/Corona-in-Schweden_-Der-Sonderweg-ist-gescheitert.mp3

Carl Gustav hätte dem mutigen und besonnenen Chef-Virologen seine Anerkennung aussprechen und sich bedanken müssen. Meiner Meinung nach müsste man Anders Tegnell den Medizin-Nobelpreis verleihen.

Natürlich war die Entscheidung des Virologen klar durchdacht und abgesichert. Schon zu Beginn der „Pandemie“ hatten Studien, die sich mittlerweile längst bewahrheitet haben, die Vermutung nahegelegt, dass Kinder weder schwer erkranken noch maßgeblich zum Infektionsgeschehen beitragen. Ich weiß noch, dass ich vor Freude geweint habe, als ich einen Beitrag auf spiegel.online las: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-kinder-infizieren-sich-offenbar-genauso-haeufig-werden-aber-nicht-krank-a-72e2a605-5865-4d23-81b1-c1c4f453d659

So wurden die schwedischen Grundschulen -ohne dass es beabsichtigt gewesen wäre- während der „Pandemie“ zu einer Art „Kontrollgruppe“. Denn im Vergleich realisierten wir, dass die Kinder der schwedischen „Kontrollgruppe“ nicht schwerer und häufiger erkrankten, dass sie keinerlei Nachteile hatten, sondern weitgehend das große Glück des normalen Alltags (inklusive Sport, Schwimmen, Spielen, Freunde treffen) genießen konnten.

Angesichts dessen wirkt nahezu grotesk, was deutsche Kinder haben erdulden müssen: „Die rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler im Land hatten seit Beginn der Pandemie bis zu diesem Frühjahr im Schnitt an mehr als 180 Tagen sogenanntes Homeschooling, Wechselunterricht oder andere Unterrichtsformen, weil Schulen zu oder nur zum Teil geöffnet waren. Das sind 67 Prozent der rund 270 Schultage im untersuchten Zeitraum zwischen Januar 2020 und 20. Mai 2021.https://www.merkur.de/politik/oecd-mehr-als-180-tage-gestoerter-unterricht-in-corona-zeit-zr-90985918.html

Und selbst als man im Frühjahr 2021 die Schulen wieder zum Präsenz- bzw. Wechselunterricht öffnete, war die neue Freiheit schwer erkauft. Etwa zeitgleich mit den kostenlosen Bürgertests, die wir letztendlich alle teuer bezahlt haben, wurden in NRW Selbsttests für Schülerinnen und Schüler verpflichtend, natürlich „kostenlos“:

Bilanz nach der Corona-Zeit in Schulen und Kitas: 3,5 Milliarden Euro für Schnelltests, die man hätte besser investieren können, so die Kritik der Partei „Lobbyisten für Kinder“. Viele Tests liegen noch in den Depots der Bundesländer. Die Summen kamen demnach zwischen März 2021 und Sommer 2022 der Corona-Zeit zustande. Das Infektionsschutzgesetz des Bundes hatte es den Ländern ermöglicht, anlasslos Kinder und Beschäftigte in Schulen und Kitas auf das Coronavirus testen zu lassen.“ (Fettung von mir) https://www.welt.de/politik/deutschland/article247420370/Pandemie-Folgen-Mehr-als-3-5-Milliarden-fuer-Corona-Tests-in-Schulen-und-Kitas.html

So viel zu den ökonomischen Folgen. Nicht wirklich messbar sind die Folgen der psychischen Verwundungen, die den Kindern zugefügt wurden.

Weil Ich nach wie vor nicht fassen kann, wie der medizinische Eingriff PCR-Test banalisiert wird, habe ich -zur Erinnerung- größere Teile aus meinem Blog-Beitrag vom 30.6.2022 kopiert und hier eingefügt. https://stellwerk60.com/2022/06/30/in-dem-moment-als-karl-lauterbach-mit-dem-aufzug-steckenblieb-bekam-ich-corona/:

Die deutsche Gründlichkeit machte nicht einmal vor Kleinkindern halt. Unten stehende Info-Grafik, die demonstriert, wie ein Abstrich für den PCR-Test genommen wird, wurde gleich zweimal -zur Bebilderung zweier verschiedener Artikel- in der „Apotheken-Umschau“ veröffentlicht, im November 2020 und im Juni 2021. https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/coronavirus/corona-nachweis-die-testverfahren-im-ueberblick-724147.html

Mithilfe moderner Info-Grafiken werden heutzutage komplexe medizinische Themen bildlich dargestellt, damit sie auch für den Laien verständlich sind, doch viele dieser Bilder sind verstörend und schamverletzend. Sie werfen einen fragwürdigen Blick in Körperinnenräume und manipulieren unsere Wahrnehmung. Hier wird der unangenehme, tief in den Kopf eindringende Abstrich für den PCR-Test banalisiert und der Eingriff zu einer Lappalie heruntergespielt:

Eine grenzüberschreitende Abbildung eines grenzüberschreitenden Eingriffs. Medizinisch legitimiert dringt „der Arzt“ mit dem „Stäbchen“ in ein Kind ein…  So tief, bis es nicht mehr weiter geht: Bis zum Anschlag. Auf der Grafik bleibt „der Arzt“ unsichtbar, was den Vorgang umso unheimlicher macht. Wir sehen Marie (wie ich sie nenne), ein tapferes, gehorsames, allzeit bereites  PCR-Mädel. Marie, die mich an die  beliebte Mädchen-Comic-Figur „Conni“ erinnert („Conni lernt Radfahren“, „Conni macht Mut in Zeiten von Corona“…), gibt es nicht wirklich, denn Marie ist am Computer entworfen.  Zunge, Gaumen und Rachen sind farblich abgestimmt auf Maries rosafarbenes Hemdchen und das hellrote Haarband. Ihr Blick ist nach vorne gerichtet, sie schaut fast versonnen. Ihr zartes Köpfchen ist wie gemacht für den Abstrich.                                                         Ich finde diese Grafik entsetzlich. Für kleine Kinder sind Abstriche für den PCR-Test eigentlich unzumutbar, zumal ihnen Corona kaum etwas anhaben kann. Aber auch durch weniger invasive Abstriche, wie sie routine- und regelmäßig an den Schulen durchgeführt wurden, erleiden Kinder seelische Verletzungen, psychische Mikro-Traumata, die Narben hinterlassen.                                         Diese Info-Grafik ist nicht nur widerlich, sondern untergründig pornografisch – unter dem Deckmantel der Medizin. Ich stelle mir gestörte Männer vor, deren sadistisch-perverse, voyeuristische Gelüste hier Nahrung finden und auf einen Klick immer wieder neu angestachelt werden: Aufgespießt. Auch wenn die Grafik zweckdienlich ist,  finde ich, dass sie aus dem Netz genommen werden müsste. Solche Bilder sind gefährlich.

…“

Die Info-Grafik suggeriert, dass der menschliche Hals-Nasen-Ohrenbereich wie geschaffen ist für den PCR-Test. Das klingt praktisch, ist aber irreführend und kaschiert die Brutalität des medizinischen Eingriffs. Da Corona Kindern nicht viel anhaben kann, war der routinemäßig (bei positivem Ergebnis des Schnelltests) durchgeführte PCR-Test eine schwere Körperverletzung. Corona (insbesondere die Omikron-Variante) ist für Kinder harmlos!

Warum war Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nie in der Lage, eine mehr als nur oberflächliche Selbstkritik zu üben und Fehler einzugestehen? Warum hat er nie nach Schweden geschaut, wo die Grundschulen nie geschlossen waren, es aber keinen dramatischen Corona-Ausbruch gegeben hat? Warum hat er nie den Versuch unternommen, Schul-Kindern nicht nur per Impfspritze (was ich als absolut grenzüberschreitend empfunden habe!), sondern mitfühlend nahe zu kommen? https://stellwerk60.com/2021/12/28/wie-suess-oezlem-tuereci-biontech-malt-ein-kleines-herzchen-in-das-goldene-buch-der-stadt-koeln-gedanken-zum-fest-der-unschuldigen-kinder/

Karl Lauterbach -und das macht ihn gefährlich- hat sich während der „Pandemie“ krampfhaft an ein Papier geklammert, das zur Richtschnur der Maßnahmen-Politik der Bundesregierung werden sollte und der Rechtfertigung völlig überzogener Maßnahmen diente. Im Panik machenden, ein Worst-Case-Szenario heraufbeschwörenden „Strategiepapier des Bundesinnenministeriums“ mit dem Titel „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ heißt es zu den Kindern:

„‚Kinder werden kaum unter der Epidemie leiden“: Falsch. Kinder werden sich leicht anste-
cken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.'“
https://fragdenstaat.de/dokumente/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen/

Hier wird die Wirklichkeit grotesk verzerrt. Lauterbach macht mir Angst. Und ist unserem Bundesgesundheitsminister überhaupt zu trauen, wenn er noch im August 2022 ungestraft vor der „Durchseuchung einer ganzen Generation“ (der Kinder) hat warnen dürfen?