Schnee-Elfchen: Tauwettertrotz

In Köln fiel pünktlich zu den Sonntagen 17.1. und 24.1.2021 etwas Schnee. Es sollte dabei bleiben. Selbst im Februar, als halb Deutschland im Schnee versank, schneite es in Nippes nur vereinzelte Flocken. Doch an den beiden Januar-Wochenenden war die Stimmung ausgelassen. Eine Ahnung vom Winter, wie er früher einmal war, ließ viele Menschen die Corona-Zwangsmaßnahmen für eine Weile vergessen.

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Rodeln am Bahndamm. Mit ein bisschen Phantasie lässt sich selbst Köln-Nippes in Sölden verwandeln.

Mitglieder der Urban Gardening-Gruppe hatten am 24. Januar im Siedlungs-Garten60, der sich zur Zeit in Winterruhe befindet, Schnee zusammengetragen, einen hohen, dünnen Schneemann gebaut und ihn auf den Namen „Schlanker Schneemann“ getauft. Wie wir wissen, schwitzen dicke Menschen schneller. Ähnlich verhält es sich mit dem Schneemann. So war es eine gute Idee, keinen kugelig-dicken Schneemann zu bauen, denn tatsächlich blieb der flachbäuchige -während es regnete!- noch tagelang.

26.1.2021: Nach zwei Tagen war der Schnee fast geschmolzen, aber der schlanke, mittlerweile schiefe Schneemann stand immer noch.

Der

Schlanke Schneemann

Erfror fast, aber

Schwitzte kaum Eiswasser aus

Tauwettertrotz

Im „Originalzustand“ (24.1.) bewundern kann man den schlanken Schneemann auf der Internetseite des Vereins Nachbarn60. https://www.nachbarn60.de/nachrichten60detail/schlanker-schneemann-im-garten60.html

Der wenige Schnee hatte sich gleichmäßig über das Gelände verteilt, so dass fast alle, die Schneemänner bauen wollten, was abkriegten. Dennoch war -wie in Köln üblich- Eile geboten. In die weißen Westen der Nippeser Schneemänner mischten sich Erde und Blätter.

Echte Fründe ston zesamme“:

Elfchen im Achten: Wer nicht schnüffeln darf, wird…

Hunde, die ja bekanntermaßen gerne schnüffeln, fangen sich schnell Zecken ein. Bei unserem Hund Freki (10) sitzen sie mit Vorliebe im Gesicht. Manchmal, so denke ich, kann eine Maul- Nasenbedeckung gute Dienste leisten, denn…

… mit Maulkorb wär das nicht passiert:

Mai 2020: Die Zecke an Frekis Schnauze, die noch deutlich dicker wurde, bevor sie abfiel, sollte bis jetzt (13.8.) im Kopfbereich die einzige bleiben.

In den Jahren 2018 und 2019 war vor allem der Bereich rund um Frekis Augen betroffen (vgl. Blogbeiträge „Zeckenkrieg“ und „Der Zeckenindikator“).

 

Juli 2018

Juli 2019:

Zecken, zupfreif. Ich habe sie damals nicht entfernt, sondern gewartet, bis sie abgefallen sind (Die „Therapie“ ist nur beim Hund zu empfehlen!). Wenn die Zecken neben dem Auge sitzen, darf man den Hunden nicht zu nahe kommen. Sie knurren, denn sie fürchten um ihr Augenlicht. Die Hunde wissen: Wenn der Mensch die Zecke herauszieht, kann es schnell zu Entzündungen kommen.

An Borreliose können auch Hunde schwer erkranken. Das passiert allerdings sehr selten, wie mir Frekis Tierärztin erzählte. Achtung: Menschen sollten sich nach Waldspaziergängen immer nach Zecken absuchen und die Tierchen, deren Stich man anders als den Stich der Wespe nicht spürt (damit man sie beim Saugen nicht stört), so schnell wie möglich entfernen…  Ich fand gerade einen Text, der plastisch erzählt, warum: „Borreliose wird nicht durch den Einstich der Mundwerkzeuge der Zecke in die Haut übertragen, vielmehr findet die Borreliose-Übertragung erst gegen Ende der Blutmahlzeit statt. Nach circa 24 Stunden steigt das Infektionsrisiko deutlich an, da nach dieser Zeit die Blutmahlzeit in der Regel abgeschlossen ist. Wenn die Zecke satt ist, würgt sie nämlich etwas Mageninhalt in die Wunde des Opfers, und mit ihm vorwiegend das Bakterium Borrelia burgdorferi.“ https://www.drseitz.de/schwerpunkte/borreliose-therapie/borreliose-infektionsweg.html

Da aufgrund des „Klimawandels“ die Winter immer wärmer und kürzer werden, werden die Zecken früher im Jahr aktiv und bleiben es länger. Dennoch wird die Gefahr überschätzt. „Das Risiko zu erkranken“, so schrieb ich vor einem Jahr an dieser Stelle, „ist gar nicht so hoch, wie man denkt. Zwar tragen (je nach Gebiet) bis zu 30 % der Zecken Borrelien in sich, aber nur 2,6 bis 5,6% der gebissenen Menschen entwickeln Antiköper dagegen. Lediglich 0,3 bis 1,4% der von einer Zecke Gebissenen erkranken tatsächlich an Borreliose (Zahlen: Robert-Koch-Institut, Stand: 14.2.2018)“ Tückisch ist die Borreliose allerdings wegen der möglichen Spätfolgen. Manche Menschen, die Antikörper entwickeln, haben zunächst keinerlei Symptome, werden aber Jahre später ernsthaft krank.

Das Thema „Zecken“ zieht immer. Gewohnt reißerisch hatte Ende Mai 2020 die Bild-Zeitung Zecken-Alarm geschlagen:

In diesem Jahr hat die mediale Coronoia andere Katastrophen-Schlagzeilen in den Hintergrund gedrängt, wo sie dennoch gewirkt haben. Gefährlich sind Horror-Meldungen wie diese, weil sie nicht nur maßlos übertrieben sind, sondern untergründig dazu beitragen, die Corona-Panik noch weiter anzufachen. „Sie stechen so früh wie nie!“ ist übrigens Unsinn: Als die Bild-Zeitung Ende Mai drohte, waren die Zecken schon seit mindestens zehn Wochen aktiv. Hund Freki hatte bereits im März eine erste Zecke im Fell.

Kaum jemand, mit dem ich ins Gespräch komme, hat noch Angst vor dem Corona-Virus. Aber die meisten Menschen haben Angst, drakonische Strafen bezahlen zu müssen, den Job zu verlieren etc. Daher tragen alle die Maske, ob fertig gekauft, selber genäht, gehäkelt, gestrickt, zusammengeheftet. Wir sehen bescheuert aus und bedecken die untere Gesichtshälfte mit kleinen Stoffteilen, die vermutlich nichts weiter sind als Scherzartikel. Wir tragen uns mit unleserlichem Namen in die Listen ein, die in den Cafés ausliegen, was niemanden interessiert.

Aber wir alle sind angespannt. Gereizt sind insbesondere die völlig überforderten Menschen in „systemrelevanten“ Berufen. Im Supermarkt begegne ich täglich Verkäuferinnen und Verkäufern, die man vor Monaten noch „gefeiert“ hat. Jetzt sind sie dazu verdonnert, die Regale wieder alleine aufzufüllen, ohne die Mitarbeit der für kurze Zeit eingestellten Hilfskräfte, und von morgens bis abends eine Maske zu tragen. Die Regale sind wieder gut bestückt und die Kunden undankbar und grantig wie eh und je.

Weil ich keine Gesichtsmaske dabei hatte, wurde ich am Tag der Beerdigung des Leichnams meines Mannes früh am Morgen aus dem REWE an der Nohlstraße geworfen. Eine seltsame Erfahrung, wenn man Stammkundin ist und immerhin 61. In Ermangelung einer Maske riss ich mir eine kleine Obsttüte von der Rolle, klemmte mir den Plastiklappen hinter die Ohren, schritt in den Laden und wurde direkt zurückgepfiffen: Halt! Eine zweite maskierte Verkäuferin kam dazu: Halt! Ich ging weiter und stammelte einen Satz wie: Mein Mann wird heute beerdigt, ich muss noch ein paar Zutaten einkaufen für den Brunch. Man holte Verstärkung, diesmal einen ebenfalls älteren männlichen Kollegen mit FC Köln-Maske (Aufdruck: Zesamme stark blieve), verfolgte mich durch den Laden und schrie im Verein: Raus, raus, raus! Ich stellte ein Glas Mayonnaise aufs Kassenband. Nichts da, raus, raus, raus! Ich brach in Tränen aus. Kein Erbarmen: Raus, raus, raus!

Wenn wir eine Maske tragen müssen bzw. einen Maulkorb, spannt uns das an. Wir sind nicht nur schlecht gestimmt, sondern auch (latent) aggressiv. Kluge Hunde wissen das. Ihnen widme ich mein Elfchen des Monats.

 

Weise

Hunde warnen:

Wer nicht schnüffeln

darf, wird erst richtig

scharf!

 

Aus Respekt vor den Kölner Bürgerinnen und Bürgern: Verhindern Sie die Bebauung der Gleueler Wiese! – Offene E-Mail an Oberbürgermeisterin Henriette Reker

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

morgen entscheidet der Rat der Stadt Köln über die Bebauung der Gleueler Wiese mit Trainingsanlagen des Profi-Fußballvereins 1.FC Köln. Den Bürgerinnen und Bürgern hatte die Stadt Köln im vergangenen Jahr die Möglichkeit gegeben, brieflich oder per Internet Stellung zu nehmen. Ich gehöre zu den über 7000 (!) Menschen, die die Gelegenheit wahrgenommen haben. Uns war zugesagt worden, dass man jedes einzelne Schreiben bearbeiten und beantworten werde, was allerdings angesichts der überraschend hohen Zahl bis ins Frühjahr 2020 hinein dauern könne. Ich warte bis heute auf eine Antwort der Stadt Köln. Offensichtlich hat man mit uns (und unserer Zeit, Geduld, Intelligenz, mit unserer Sorge für das Klima und unserer Liebe zu unserer Stadt) nur gespielt. Setzt die Corona-Krise die Demokratie komplett außer Kraft?

Denn über unsere 7147 Köpfe hinweg hat die Stadt Köln längst Tatsachen geschaffen. Der Kölner Stadtanzeiger schrieb am 11. Mai: „Die Stadtverwaltung hat insgesamt 7147 Stellungnahmen der Bürger zu dem Vorhaben im denkmalgeschützten Äußeren Grüngürtel gesichtet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der FC-Antrag genehmigungsfähig ist.“ Wie kommt die Stadtverwaltung zu „dem Ergebnis“? Hier fehlt jede Begründung!

Mittlerweile weiß ich mehr. Mehr als zwei Drittel der Stellungnahmen waren ausdrücklich gegen die Bebauung. Auf der Internetseite der BI  „Grüngürtel für Alle“ fand ich den Hinweis auf „Die Beschlussvorlage zum Ausbau des Geißbockheims“. https://unsergruenguertel.de/2020/05/12/beschlussvorlage-ist-da/ In Anlage 5.1 dieser „Beschlussvorlage“ finden sich Kommentare der Stadt zu den Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger. In diesen Kommentaren stellt die Stadtverwaltung auf stur. Man geht in Abwehrhaltung, diskutiert wird nicht. Das Konvolut „Beschlussvorlage“, ein Werk von über 700 (!) Seiten, führt uns vor, wie Verwaltungsdenken funktioniert, wie es politische Leidenschaft neutralisiert und erstickt. Viele gute Ideen werden komplett totgeschwiegen, denn man hat sich nur einige Stellungnahmen herausgepickt. Die Gedanken der Bürgerinnen und Bürger, die in keine bürokratische Schublade passen (auch die von mir gemachten Vorschläge), sind an keiner Stelle erwähnt.

Über vieles könnte man lachen, wenn das Resultat nicht so traurig wäre. Tatsächlich hat die Stadt Köln einen Erdkrötenexperten auf nächtliche Pirsch geschickt. Man kommt zu dem Ergebnis, dass das Vorkommen der Erdkröte für die Bebauung keinen Hinderungsgrund darstellt. Aufgrund des „Mangels an Deckung“ („Deckung“ spielt hier nicht auf die Mann-Deckung beim Fußball an, wohl auch nicht auf das Paarungsverhalten der Erdkröte, sondern auf Unterschlupfmöglichkeiten) besäßen die vorhandenen Spielfelder und auch…

„… die Wiesenflächen keine bzw. nur eine geringe Eignung
als Landhabitat. Insgesamt ist der Wert des
Untersuchungsraums für Amphibien als gering
einzustufen. Eine nächtliche Wanderung der Erdkröte
über die Gleueler Wiese wurde vom Gutachter nicht
beobachtet. Sollten dennoch einzelne Tiere die Gleueler
Wiese zur Wanderung in die Kleingärten oder von dort
zum Decksteiner Weiher nutzen, stellen die neuen
Trainingsplätze kein Hindernis dar. Zum einen ist der ca.
46 m breite Korridor zwischen den Trainingsplätzen A 1
und A2 ausreichend breit, zum anderen wird die
Umzäunung der geplanten Trainingsplätze durchlässig
ausgeführt (keine Bandenwerbung)…“
 

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

was ich jetzt schreibe, habe ich Ihnen schon einmal geschrieben, in einer Mail, die Sie wohl nicht erreicht hat… https://stellwerk60.com/2017/03/29/plaedoyer-fuer-eine-weibliche-kommunalpolitik-offene-mail-an-ob-henriette-reker/

Als ich vor knapp vier Jahren (stadtradelnd) an der Gleueler Wiese war, um mir ein Bild vom Bebauungsvorhaben zu machen, bin ich einer Erdkröte begegnet.

An dem Tag im September -es dämmerte bereits- ging ich von der Wiese zurück zum Geißbockheim, wo ich mein Fahrrad abgestellt hatte. Etwa auf Höhe des Waldkindergartens hockte mitten auf dem Weg eine große Erdkröte, ein braungrünes Tier mit unebener, warziger Haut. Sie wirkte furchtlos und unbeeindruckt. Weder nützlich noch essbar noch schön war die Kröte völlig unerwartet einfach nur da – wie im Märchen.

Nach Maßstäben des Weltfußballverbandes FIFA ist die Erdkröte vollkommen wertlos. „Es gibt dich noch“, sagte ich zu der Kröte. „Pass gut auf dich auf.“ Leise fügte ich hinzu: „Ist es nicht gut, dass es die Gleueler Wiese noch gibt?“

Und wenn sie mir nicht geantwortet hat, so hat sie mich doch verstanden.

Die Aufforderung „Ab in den Park!“ klingt wie der berühmte Befehl, den das Herrchen dem Hund erteilt: „Ab ins Körbchen!“ Ich fürchte, das ist den Werbetextern, die von der Stadt Köln beauftragt sind und auch noch von unseren Steuergeldern bezahlt werden, durchaus bewusst. Oben links auf dem Plakat steht als Verantwortliche „Die Oberbürgermeisterin“.

Wenn man von der Haltestelle „Flora“ aus die Neusser Straße weiter stadteinwärts geht, erreicht man nach etwa 10 Minuten den Inneren Grüngürtel, eine Art Park, der aber leider kaum mehr ist als ein (zugegeben kilometerlanger) Seitenstreifen der Inneren Kanalstraße. Zwischen Neusser und Merheimer Straße wurde dort (gegenüber vom Finanzamt Köln-Nord) erst kürzlich ein großes Stück Wiese platt gemacht und mit Sportplätzen bebaut. Angeblich zum Wohle des Volkes wird auch eine sogenannte „Calisthenics-Anlage“ entstehen. Der Text auf einem Plakat der Stadt Köln, das an der Baustelle aufgehängt ist, liest sich wie eine Fitnessstudio-Werbung: „Calisthenics ist eine neue Form des Ganzkörper-Krafttrainings zur Verbesserung von Körperkontrolle und Beweglichkeit.“ (Die Oberbürgermeisterin)

Hier wird uns ein Eingriff in den öffentlichen Lebens- und Erholungsraum als gute Sache verkauft. Die Sport-Anlage schadet nicht nur dem Klima. Traurig ist es für die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die keinen Garten und auch keinen oder nur einen kleinen Balkon haben. Hier gab es die Möglichkeit, in einer größeren Gruppe Grillfeste zu feiern. Ich habe nie glauben mögen und mag immer noch nicht glauben (weil es zu traurig ist!), was viele gesagt haben: „Die großen Multikulti-Gruppen auf der Wiese sind der Stadt Köln und der Bezirksvertretung Nippes seit jeher ein Dorn im Auge.“

Nippes im Mai 2020. Sollte ich jemandem, der Deutsch lernt, die Wörter „Verödung“ und „Verrohung“ erklären, würde ich ihm dieses Photo zeigen. Mittlerweile hat man begriffen, dass man zwar Bäume nicht so einfach fällen sollte, doch weiter denkt man nicht, denn baumlose Flächen sind der Bebauungs-Willkür nach wie vor schutzlos ausgesetzt.

Nur drei Tage, nachdem der Kölner Stadtanzeiger davon berichtet hat, dass die Stadt Köln grünes Licht gegeben hat für die Bebauung, titelt die selbe Zeitung: „Corona wird teuer Köln rechnet mit Minus von 240 Millionen Euro bei Gewerbesteuer“.

Die Gewerbesteuer kann die Stadt Köln dem 1.FC nicht erlassen, aber der FC dürfte bei der Stadt mächtig auf die Tränendrüsen gedrückt haben, hat man doch wegen der Geisterspiele weniger Einnahmen. Vielleicht gab es als kleinen Trost die Zusage zur Bebauung der Gleueler Wiese. „Man kennt sich, man hilft sich“ (Konrad Adenauer). Dabei steht der FC Köln finanziell trotz Corona gut da. Anders als bei den Vereinen der unteren Spielklassen ist der Kartenverkauf bei den Erstliga-Vereinen nicht die Haupt- Einnahmequelle. Denn auch Geisterspiele lassen sich per TV übertragen. Und auf dem Sofa sitzend kann man das Kölsch sogar aus Glasflaschen trinken.

Doch was ist mit den Fans, die Dauerkarten haben? Kriegen die ihr Geld zurück? Ich telefoniere mit meinem Pulheimer Schwager Michael, der seit 2005 stolzer Besitzer einer der insgesamt 25.500 FC-Dauerkarten ist. Schlossermeister Michael, 52, ein gebürtiger Kölner, ist mit dem FC schon mehrmals ab- und wieder aufgestiegen. Nie im Leben würde er seine Karte hergeben. Aber er leiht sie uns manchmal.

Im Zusammenhang mit Corona, so erzählte er mir, hatte der FC ihn vor die Alternative gestellt: Entweder könne er das Eintrittsgeld für die Geisterspiele zurück bekommen oder sich einen Artikel aus dem Fan-Shop auswählen. Natürlich will der echte Fan das Geld nicht zurück, es bleibt ja sozusagen „in der Familie“. Michael ist ein großzügiger Mensch und hat sich für einen Fan-Schal entschieden. Darüber hinaus trägt jetzt sein (zur Zeit leerer) Sitzplatz ein Schildchen mit seinem Namen, was regulär 50 Euro gekostet hätte. Nebenbei gesagt: Dass der FC jetzt vor Namensschildchen spielt, macht die Geisterspiele noch geisterhafter.

Ich finde den FC knickrig. Warum hat man den treuesten Fans (zehn und mehr Jahre Dauerkarte) nicht das Geld zurück gegeben und ihnen darüberhinaus Fan-Artikel geschenkt? Das wäre eine großzügige, freundliche Geste. Doch ich fürchte, die Liebe der Fans zum FC wird vom FC nicht erwidert. Michael ist übrigens für die Bebauung der Gleueler Wiese. Er lebt nicht in Köln, ist aber für alles, wofür der FC ist. Liebe macht blind.

Michael, mit dem ich mich ansonsten gut verstehe, hat auch eine FC-Petition pro Bebauung unterschrieben. Da die Bürgerinitiative „Grüngürtel für Alle“ an die 20.000 Unterschriften gesammelt hatte, musste der FC Köln nachziehen. Ebenfalls über 20.000 Unterschriften zu sammeln (laut Stadt Köln sogar 33.482), fiel dem Fußballverein leicht. (Allerdings stammen, was die Stadtverwaltung gerne verschweigt, die allermeisten Pro Bebauungs-Unterschriften von Nicht-Kölnern!). Es ging verdächtig schnell, schließlich ist man mit einem Großteil der über 100.000 zahlenden Vereinsmitglieder vernetzt. Doch allein die Überschrift der FC-Petition ist eine blanke Unterstellung: „Für eine Zukunft am Geißbockheim – Haltet den 1. FC Köln im Grüngürtel“. Das ist unseriös: Niemand -schon gar nicht die BI „Grüngürtel für Alle“- will den FC aus dem Grüngürtel vertreiben!!!

Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind keine Leute, die mal eben nebenher per Klick eine Petition unterschreiben. Bei einer Veranstaltung im letzten Sommer war die Aula des Sülzer Schiller-Gymnasiums brechend voll. Stundenlang wurde dort ernsthaft und sachlich, aber auch leidenschaftlich auf hohem Niveau diskutiert. Alle Vernunft, und das macht das Pro der Stadtverwaltung so unerträglich, spricht gegen die Bebauung. Wer sich kundig machen möchte: https://unsergruenguertel.de/

Zum Bedauern der BI und ihres Sprechers Friedmund Skorzenski bestimmten in der Sülzer Aula die grauen Köpfe das Bild. Überhaupt sind kaum jüngere Menschen gegen die Bebauung aktiv. Ich denke, für die jungen Menschen ist die Gleueler Wiese nur irgendeine. Sie können noch nicht realisieren, dass im Falle einer Bebauung eine kommunale Katastrophe passiert. Sie sind in eine Welt hineingewachsen, in der die Demokratie längst auf dem Spiel steht, aber sie kennen keine andere. Ich selber hätte mit 20 auch noch nicht wirklich begriffen, was da passiert. Jetzt bin ich 61.

Sehr geehrte Frau Reker, es sind ältere Menschen wie Sie und ich, die sich für den Erhalt der Gleueler Wiese engagieren. Wir Ältere haben schon mehr und andere Erfahrungen gemacht als die jüngeren Menschen. Wir wissen besser als die meisten jungen Menschen, wie sich Verluste anfühlen, was es heißt, Menschen zu verlieren, die uns nah sind. Viele von uns haben noch ein Gespür für Natur: Wir können uns noch an schneereiche Winter erinnern und an regenreiche Sommer. Man musste unsere Obstbäume noch nicht künstlich bewässern. Wir sind dünnhäutig. Gerade uns Älteren tut es weh, mit ansehen zu müssen, dass man (mal eben) atmende Wiesen versiegelt.

Die Wiese darf nicht dem Kommerz geopfert und billig verhökert werden. Sie ist ein Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Die Wiese ist -und das macht ihren Wert aus- ein im besten Sinne des Wortes nutzloser, von uns Menschen kaum ausgebeuteter Raum. Aber sie hat einen unschätzbar großen Wert -für unser Klima.

Bushaltestelle „Zonserstr.“ (KVB)  in Nippes. Dass die Stadt Köln uns sagt, was wir wollen sollen, finde ich bevormundend. Dass wir geduzt werden, finde ich unverschämt und respektlos.  Und warum sollen wir Bürger Köln etwas zurückgeben (auch noch als Dank für die entmündigenden Corona-Maßnahmen)? Sollte nicht eher Köln uns Bürgerinnen und Bürgern etwas zurückgeben, die Lebensräume und die Luft zum Atmen?

Ich habe mich im Jahr 1977 dafür entschieden, in Köln zu studieren, weil ich FC -Fan war. Aber meine Zuneigung galt weniger dem damals sportlich sehr erfolgreichen FC als einem außergewöhnlichen Spieler, Herbert Neumann. Dass der FC Köln in der Saison 1977/78 das Double holte -Pokalsieger und Deutscher Meister-, ist meiner Meinung nach vor allem ihm zu verdanken. Herbert Neumann war ein Naturtalent, spielfreudig, intelligent, gewitzt und bewegungsbegabt, ehrgeizig, aber nicht verbissen. Wer sich ein Bild machen möchte, kann ihn sich auf alten Sportschau-Videos angucken. Denn er war was für’s Auge. Die Fußballer trugen damals noch eng anliegende Trikots und kurze Hosen. Neumann hatte – diese Bemerkung sei mir mit 61 Jahren erlaubt- nicht nur ein hübsches Gesicht, sondern schöne Beine. Das ist „verdamp lang her“.

Herbert Neumann hatte Ballgefühl, Fußball spielte er mit einer Art Kinderfreude. Kinder lieben Bälle, sie rollen, sie fliegen, sie springen, Bälle sind lebendig. Werfen und Schießen ist schön, aber noch schöner ist es, wenn ein anderes Kind den Ball mit den Händen fängt und zurückwirft oder mit den Füßen annimmt und mit dem Ball aufs Tor zuläuft.
Was ist aus dem Spiel geworden, seitdem es im Profifußball nur noch um Geld geht? Mit dem Bau der Trainingsanlagen steht auch das schöne, uralte Spiel Fußball auf dem Spiel.

Obwohl der Text ziemlich lang ist, möchte ich aus meiner (vermutlich von der Stadt Köln versemmelten) Stellungnahme vom vergangenen Sommer zitieren. Meine „Bespielungs“- Idee für die Gleueler Wiese:

„… Mittlerweile gibt es neue Spiel-Ansätze. Bereits in den 1980er Jahren hatte Horst Wein, Hockeynationalspieler, Hockeynationaltrainer und Ausbilder von Fußballtrainern, ein Spiel namens Funino entwickelt, das nicht Konkurrenz schürt, sondern Spaß und Spielfreude fördert. Es ist vor allem für kleinere Kinder gedacht. Sie spielen nicht mehr auf zwei große Tore, sondern auf vier kleine – ohne Torwart. Ein Sportwissenschaftler und Mediziner, der Erlangener Professor Matthias Lochmann, hat in den letzten Jahren Konzepte für den deutschen Fußball entwickelt. Im DFB wird bereits heiß diskutiert, und es existieren bundesweit Pilotprojekte, auch in Köln. Mehr Informationen: https://www.sueddeutsche.de/sport/funino-jugend-fussball-dfb-reform-1.4482630?reduced=true
Ein Vorschlag an die Stadt Köln: Zwacken Sie für die allerjüngsten FC-Spieler einen Teil der Wiese ab, wo das Gras nicht ganz so hoch wachsen darf wie zur Zeit, aber so, dass der Boden nicht beschädigt wird und die Regenwürmer überleben. Auch den älteren FC-Jugendlichen täte Funino gut – als Trainingsspiel. Liebe Verantwortliche des 1. FC Köln: Lasst eure jungen Spieler wieder spielen, schickt sie nicht auf Kunstrasenplätze, sondern auf die grüne Wiese. Nehmt ihnen das Geld, die Autos und die anderen überzogenen Zuwendungen weg, lasst sie bitte wieder laufen, befreit sie aus den lukrativen Verträgen, befreit sie aus der permanenten Optimierung, aus der übertriebenen sportmedizinischen Betreuung.
Der Großteil der Wiese jedoch möge allen Kölner Kindern gewidmet werden. Das wäre ganz im Sinne Konrad Adenauers, der als Oberbürgermeister der Stadt Köln den Grüngürtel in den 1920er Jahren vor der Bebauung gerettet hat- als grünes Refugium für die Kölner Bürger…“

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

ich möchte Sie an dieser Stelle noch einmal an Ihr Wahl-Versprechen aus dem Jahr 2015 erinnern. Beim Wohnungsbau – so sagten Sie am 2.9.2015 bei der Veranstaltung „Baukulturelle Prüfsteine zur OB-Wahl“- sei es unumgänglich, die Folgen des Klimawandels zu berücksichtigen: „Wir müssen allerhöchsten Wert darauf legen, dass wir die Frischluftschneisen erhalten…“

Die Gleueler Wiese ist eine zentrale Frischluftschneise. In einer Presseerklärung der Stadt Köln im Juli 2019 heißt es: „Der Rat der Stadt Köln hat am 9. Juli 2019 den „Klimanotstand“ erklärt und damit bestätigt, dass die Eindämmung des Klimawandels in der städtischen Politik eine hohe Priorität besitzt und zukünftig bei allen Entscheidungen grundsätzlich zu beachten ist.“ Der Klimanotstand war der Grund dafür, dass Sie im August 2019 dem Kölner Stadtanzeiger sagten: „Ich würde mir wünschen, dass wir im Einvernehmen mit dem FC einen anderen Platz finden.“

Kämpfen Sie für die Erfüllung Ihres Wunsches und verhindern Sie die Bebauung!

Herzliche Grüße, Lisa Wilczok, Stadtschreiberin der autofreien Siedlung Stellwerk 60 in Köln-Nippes, Kapitänin des Stadtradeln-Teams Stellwerk 60 – Team SattelFest in den Jahren 2016-2019 (2016: Zweiter Platz kölnweit in der Kategorie Team mit den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, tatsächlich 135!)

Würde man Tabak als Feinkost verkaufen, würden die Leute weniger rauchen – Eine Begegnung mit der Frau Keuner

„Tach“, sacht meine Nachbarin, die Frau Keuner.

Diesmal strahlt sie über beide Backen, als wir uns mitten in der Siedlung über den Weg laufen: „Hömma, du hast mir ja paar schöne Fotos von deiner Belgien-Reise geschickt. Technisch allerdings bissken dürftig. Hast du etwa immer noch deine billige Kleinbildkamera? Sach mal, willst du dir nicht endlich mal ein anständiges Smartphone anschaffen? Is ja schön, dass du die Gummistiefel deiner Töchter aufträgst, weil die mit 11 schon deine Schuhgröße hatten, aber ein Nokia-Handy von 2005 weiter benutzen? Muss dat sein?“ „Is eben so“, sach ich nur. „Reicht mir.“

Die Keuner grinst: „Und in wat für Gegenden läufst du rum, wenn du im Urlaub bist. Ich war selber mal in Belgien. Und ich sach dir, da gibt es richtig schöne Strandschuppen. Das De Kwinte in Westende ist zum Abhängen noch besser als das Spiekerooger Laramie, im De Kwinte kann man sich in ein altes Sofa knallen und mit ner Pulle Bier in der Hand an einer der letzten belgischen Dünen vorbei aufs Meer gucken. Mitten im Winter ist das Westmalle gut gekühlt, aber der Schuppen pottwarm. Warst du da nich?“ „Doch, aber….“ „Wahrscheinlich wolltest du nicht mit anderen Leuten zusammen an einem Tisch sitzen. Hömma, das ist da üblich. Niedrige Tische, große Sofas. Sich dazu setzen, miteinander quatschen und Spaß haben… Dazu müsste man…“ Die Keuner grinst noch breiter: „Dazu müsste man natürlich die Landessprachen sprechen können. Die meisten Belgier sind zweisprachig, was man von dir ja kaum sagen kann. Aber sach mal, sehen die Einkaufsläden in Belgien mittlerweile alle so aus wie auf dem Foto, das du mir geschickt hast?“

„Ach wat“, sach ich nur.

Shell-Tankstellen-Shop nahe der Küstentram-Haltestelle Moeder Lambic in De Panne. Hier wird der Tabak in Kunststoff-Eimern verkauft. Entsprechend großflächig ist die Kunststoff-Fläche, die die EU-Kommission für ihre Schockwerbung nutzt. Man kann es kaum glauben, aber eben jene EU-Kommission hat 2018 Maßnahmen zur Reduktion von Kunstoffmüll eingeleitet: https://ec.europa.eu/germany/news/20180116-plastikstrategie_de Vielleicht steckt wirklich eine gute Absicht dahinter. Aber aller Elan verpufft in den Katakomben des virtuellen Aktenschranks der EU-Bürokratie. Leider hat die Digitalisierung die Bürokratie noch weiter aufgebläht. Bei der EU-Kommission arbeiten 32.000 Mtarbeiter. Sie bestücken, füttern und kontrollieren unzählige virtuelle Schubladen, Ordner, Unterordner, Anhänge, Ablagen, Exel-Tabellen, Statistiken, Pdf-Dateien usw.. Praktisch am Digitalen ist, dass unliebsame Dokumente nicht einmal geschreddert werden müssen. Umgekehrt ist das, was wichtig wäre, nicht mehr aufzufinden. Gute Absichten werden abgelegt – irgendwo. Die Bürokratie nährt eine gefährliche Illusion: Dass man Notfallmaßnahmen (und die bräuchten wir dringend in der Klimapolitik!) um Jahrzehnte verschieben kann. Letzte Woche hat die EU-Kommission, vertreten von Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Klimakommissar Frans Timmermans, das erste gemeinsame Klimagesetz der Union vorgelegt: Die EU muss ab 2050 (also erst in 30 Jahren) klimaneutral sein. In Brüssel geht alles seinen bürokratischen Gang. Das ist gefährlich, denn das Klima verhält sich unbürokratisch – und schon gar nicht neutral.

Auch und gerade mit dem großformatigen Anti-Raucher-Aufdruck schrecken die Eimer nicht ab, sondern sind eine Verführung zum Noch-mehr-Rauchen. Die Botschaft auf dem Eimer im Vordergrund (s. Foto, 64,90€) ist widersinnig: Rauchen ist tödlich – hören Sie jetzt auf. Wie soll man sofort mit dem Rauchen aufhören, wenn man gerade einen Eimer mit so viel Tabak gekauft hat, dass man damit 975 Zigaretten drehen könnte? Das ist, als wenn man einem Kind einen 700 g – Eimer Haribo-Zoo in die Hand drückt und sagt: Süßigkeiten fressen macht deine Zähne kaputt  – Hör jetzt auf damit.

Eine wilde Müllkippe in Westende:

Tabak-Behälter in dieser Größe habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Doch per Internet kann jeder einen Eimer bestellen, zum Beispiel den BURTON Volumen Full Red XXXL.
Zum Vergleich: Die Nippeser Shell-Tankstelle Neusser Straße/Nähe Innere Kanalstraße verkauft halb so große Behälter. Sie sind dort mit dem Deckel nach vorne so im Regal platziert, dass der Blick nicht auf den Ekel-Aufdruck fällt. Der Kunststoff der Boxen -ob XL oder XXXL- ist ausgesprochen robust. Eigentlich wären sie ideal fürs Kinderzimmer, denn man kann Klötzchen, Lego-Steine und andere Kleinteile darin aufbewahren – wenn da nur nicht der fiese Aufdruck wäre. So haben die Leute nur den einen Impuls: Weg damit auf den Müll! Eine extreme Rohstoffverschwendung. Mein Vorschlag an die EU-Kommission: Erhebt europaweit 5 Euro Pfand auf alle Tabak-Großbehälter, denn die XXXL-Boxen verrotten nur langsam, sind aber ideal fürs Mehrwegsystem.

Die Frau Keuner wird jetzt sehr ernst. „Weißt du, was ich denke?“, sagt sie. „Ich meine, dass man Tabak nicht in Großbehältern verkaufen sollte, sondern in kleinen Mengen. In schönen, kleinen Holzkistchen mit Pfand. Oder die Leute bringen ihr Schächtelchen mit. Dann wissen sie die einzelne Zigarette oder die kleine Menge Tabak zu schätzen. Man sollte die Genuss-Raucher, die wenig rauchen, darin unterstützen, auch finanziell. Kleinmengen sollten billiger werden. Die Verpackungen sollten so schön gestaltet sein, dass sie auch als Geschenk taugen. Wenn nämlich die Leute eine Packung mit Ekelaufkleber kaufen, dann rauchen sie die umso schneller weg, weil sie die fiese Verpackung loswerden wollen, das ist ein Akt der Verzweiflung. Wir dürfen den Tabak nicht verteufeln. Dem Suchtrauchen ist nur durch eine Wertschätzung des Genussrauchens beizukommen.“

Jetzt lacht die Frau Keuner: „Das andere Foto, das du mir geschickt hat, gefällt mir. Ich hab gegoogelt, Modest ist ja ein Unverpackt-Laden. Wahrscheinlich muss man die Kunden ans Händewaschen erinnern, denn Menschen, die auf Tüten verzichten, neigen auch dazu, Wasser zu sparen. Eigentlich schlau. Aber sach mal, könnte man in den Unverpackt-Läden nicht losen Tabak verkaufen?“

Gesehen in Ostende. Beim Stadt-Spaziergang sind wir zufällig auf den ersten Ostender, 2019 eröffneten Unverpackt-Laden Modest gestoßen. Anders als beim Kölner Unverpackt-Laden Tante Olga gibt es dort Obst und Gemüse, und man kann nicht nur Kaffee trinken, sondern auch gemütlich sitzen und leckere kleine Snacks essen, Quiche oder Gemüsekuchen  – oder aufs Klo gehen, was ich auch tat. Die Pflicht, sich die Hände zu waschen, irritiert, aber wahrscheinlich gibt es (nicht nur, aber gerade für die Toiletten) in Unverpacktläden besonders strenge Hygieneauflagen.

Zwar ist die Belgische Küste so zugebaut, dass das Meer gebändigt zu sein scheint, aber anders als fast überall in Deutschland sind die Nordsee-Strände frei (und kostenlos!) zugänglich. Mancherorts ist die belgische Küste so schön wie die deutsche kaum irgendwo. Wer mit der Linie 0 fährt, der Kusttram, sollte unbedingt in De Haan (Haltestelle Aan Zee) aussteigen, nicht nur, weil man dort (z.B. im schön gelegenen La Potinière) besonders leckeren, Crêpe-inspirierten Pannekoeken essen kann.

Die viel zu kurze, aber feine Dünen-Promenade bei De Haan: Liebesschlösser am Stacheldrahtzaun

Wer sich ein Bild von De Haan machen möchte, dem sei ein auch nach 30 Jahren noch aktueller Artikel von Elsemarie Maletzke dringend empfohlen:

https://www.zeit.de/1989/31/rosa-torten-fuer-hausgaeste/komplettansicht

Rehabilitation eines Unworts

Liebes Stadtradler, liebe TrittbrettfahrerInnen im Team SattelFest der autofreien Siedlung Stellwerk 60,
jedes Jahr wird ein Wort aus dem deutschen Sprachraum dazu auserkoren, „Unwort des Jahres“ sein. Ich ärgere mich immer, denn „da wild was velwechsert“, würde Ernst Jandl sagen.
Unwort des Jahres 2004 war „Humankapital“. Eine „hochkarätig zusammengesetzte Jury“ aus vier SprachwissenschaftlerInnen und einer/m weiteren Expertin/Experten hatte es unter 1218 Wörtern ausgewählt. In der Begründung der Jury heißt es: „Der Begriff degradiert nicht nur Arbeitskräfte in Betrieben, sondern Menschen überhaupt zu nur noch ökonomisch interessanten Größen.“

Leider beruht die wohlgemeinte Wahl auf einem Denkfehler. Denn es ist nicht das Wort, das die Menschen degradiert, sondern die gesellschaftliche Realität. „Humankapital“ ist nicht per se ein Unwort, sondern ein Begriff, der uns unter Umständen die Wahrheit erzählt: Wir leben in einer profitorientierten Gesellschaft, die der Menschlichkeit immer weniger Raum lässt. Wenn zum Beispiel ein Sozialwissenschaftler sagt: „Die kapitalistische Wirtschaftsordnung degradiert uns Menschen zum Humankapital“, dann ist Humankapital ein Wort, das uns aufrüttelt. Bei allen Wörtern und Unwörtern kommt es darauf an, wer sie benutzt – und in welchem Zusammenhang.

Ein Buch des Humoristen Eckhard Henscheid hieß „Dummdeutsch“. Allein des Titels wegen wünsche ich mir eine erweiterte Neuauflage.
War „Trittbrettfahrer“ auch einmal Unwort? Ich gucke im Internet nach. Die Medien wissen mit dem Wort nicht viel anzufangen. Der Entertainer Harald Schmidt will das Wort sogar abschaffen und witzelt 2013 in focus: „Trittbrettfahrer“ kann weg, zumal es kaum noch Trittbretter gibt.
„Trittbrettfahrer“ war nie „Unwort des Jahres“. Zu finden ist das Wort allerdings in einer  „Liste sozialer Unwörter“, die das „Armutsnetzwerk“ 2013 erstellt hat. Trittbrettfahrer, so heißt es,wird auch für Menschen benutzt, die ein schwerwiegendes Delikt wiederholen oder davon profitieren.“ Das begreife ich nicht: Was kann das Wort „Trittbrettfahrer“ dafür, dass Menschen Verbrechen begehen?
Es kommt auch hier auf den Zusammenhang an, in dem das Wort steht. Manchmal nämlich werden z.B. Wohngeld-Empfänger als „soziale Trittbrettfahrer“ bezeichnet, was ähnliche Assoziationen hervorruft  wie „Sozialschmarotzer“, völlig zurecht laut „Armutsnetzwerk“ ein soziales Unwort.
(Hinzufügung 2/2024: Mein Unwort des Jahres 2018 lautet „Asoziale Trittbrettfahrer“. Geprägt hat den Begriff der Arzt und Wissenschaftsmoderator Eckart von Hirschhausen, der so die Skeptiker der Masern-Impfpflicht beleidigt und zu disqualifizieren versucht. Die facebook-Seite der Tagesschau zitiert Hirschhausen am 5.11.2018: „Der Mediziner und Moderator Eckart von Hirschhausen hat sich erneut deutlich fürs Impfen ausgesprochen. In einem Kommentar auf welt.de schreibt er: „Wer sich nicht impfen lässt, ist ein asozialer Trittbrettfahrer.“ “ https://www.facebook.com/tagesschau/posts/der-mediziner-und-moderator-eckart-von-hirschhausen-hat-sich-erneut-deutlich-f%C3%BCr/10156998901534407/?locale=de_DE
Aber was ist das „Armutsnetzwerk?“ Im Internet heißt es: „Das Armutsnetzwerk ist eine unabhängige Organisation. Es ist bestrebt, in Kooperation mit anderen regional, bundesweit und international aktiven Initiativen und Organisationen von Menschen mit Armutserfahrungen, Obdach- und Wohnungslosen sowie sogenannten „Randgruppen“ den Kampf gegen Armut und Ausgrenzung zu verstärken. Das Armutsnetzwerk ist offen für alle.“
In Zeiten wie unserer, wo die Menschen wie von Geisterhand losgelassen als Swatchbälle durch die Welt titschen und die etablierten Parteien allmählich den Geist aufgeben, brauchen wir mehr denn je basisdemokratische Organisationen, die Sinn und Zusammenhang stiften. Und wir brauchen noch etwas: Die große solidarische Geste („Gemeinsam schaffen wir das“).
Die „große solidarische Geste“ kann sich allerdings nur der leisten, dem man zuhört. Den Armen hört aber kaum jemand zu, vor allem dann nicht, wenn sie noch dazu obdachlos oder wohnungslos sind. Die Liste mit 23 Wörtern ist daher nie fortgesetzt worden. Dabei hat das „Armutsnetzwerk“ mit der „Liste sozialer Unwörter“ einen wichtigen Beitrag zur Enttarnung sprachlicher Entgleisungen geleistet. Zum Beispiel enthält die Liste, die vertieft und fortgeführt werden müsste, zwei wirkliche soziale Unwörter: „Sozial Schwache“ und „Bildungsferne Schichten“. Man merkt: Hier schreiben keine gut situierten Experten, sondern Betroffene.
Eine andere schöne Internetseite, „Armutszeugnisse.de“, ist 2017 „eingefroren“ worden. Das ist traurig. Unbetreute Internetseiten sind virtuelle Geisterdörfer, sie sind wie Orte, wo keiner mehr lebt. „Menschenloses Obdach“ könnte man sie nennen.
Liebe Stadtradlerinnen und Stadtradler,
zurück zu „Trittbrettfahrer“. Ich möchte ein „soziales Unwort“ rehabilitieren. Denn was sind Trittbretter eigentlich?
Zum Beispiel sind es die mit Rollen versehenen kleinen Bretter, die Eltern an den Kinderwagen hängen, damit das Geschwisterkind nicht hinterher laufen muss. Also was Schönes.
Fortan fahre ich bei „Stadtradeln“ als „Lisa Wilczok & TrittbrettfahrerInnen.“ Wir, eine Kleingruppe im großen Team, sind jetzt fünf Personen. Die vier, die mit mir fahren, sind Freunde, die jeden Tag durch die Stadt radeln, aber keinen Bock haben, ihre Kilometer einzutragen. Die Vier wissen noch nichts davon. Manchmal muss man die Menschen zu ihrem Glück zwingen. Tilla, dich habe ich auch auf dem Trittbrett.
Heute (27.6.) können wir noch Kilometer eintragen. Die sich angemeldet haben, aber keine Kilometer eingetragen, hol ich auch noch auf’s Brett.
Übrigens: Mit dem Einrad gefahrene Kilometer zählen dreifach.
Herzliche Grüße und Dank an alle,
die Teamkapitänin
(Lisa)

Critical Mass Nippes: Was hat die, das ich nicht habe?
Bärinnenkräfte.

Es gibt immer wieder wunderbare sprachliche Neuschöpfungen, nicht nur im Deutschen:
Parole der Critical Mass in Frankreich

Elfchen im Sechsten: Raupe Nimmerallein

Die

kleine Raupe

Nimmersatt ist nimmer

allein. Soll mich das

freu’n?


Nippes, Werkstattstraße: Sich abseilende Raupen der Gespinstmotte. Anders als die Raupen des Eichenprozessionsspinners stellen sie keine Gefahr für die Gesundheit des Menschen dar.

Eigentlich sind auch die Raupen des Eichenprozessionsspinners nicht angriffslustig. Wir kommen ihnen nur zu nahe. Mit dem Klimawandel haben sich die Tierchen sehr vermehrt. Sie haben -so kann man es betrachten- „Verstärkung“ geholt. Mit ihren unzähligen Brennhaaren schützen sie sich vor ihren Feinden. Und der schlimmste Feind ist nicht mehr der Kuckuck.

Meine Freundin, die Stieleiche…

… war „Baum des Jahres 1989“. Wer ihr begegnen will, fahre über die A4 Richtung Aachen. Hier hat man auf Höhe von Kerpen einige Exemplare der Art Quercus robur in den kargen Boden der Rand-Böschung gepflanzt. Die Stieleiche, 1989 erster „Baum des Jahres“ überhaupt, markiert den Anfang einer „Allee Baum des Jahres“. Entlang der Autobahn zeigt sich uns nach jeweils hundert Metern der ausgezeichnete Baum des jeweiligen Folgejahres. Wobei „sich zeigen“ eigentlich zuviel gesagt ist. Wirklich viel Baum sieht man nicht, doch weisen witterungsbeständige, hübsch beschriftete bunte Schilder darauf hin, dass aus der aufgeschütteten Erde mehr als nur Unkraut wächst.

Dass man an eben diesem Autobahnabschnitt die „Allee Baum des Jahres“ errichtet hat, ist kein Zufall. Denn nur wenige Kilometer von hier wurden und werden ganze Wälder, um an die Kohle zu kommen, hemmungslos plattgemacht. Die Auszeichnung „Baum des Jahres“ schützt den Baum nicht. Als putzige Werbe-Idee offenbart das Randstreifen-Projekt einmal mehr die Doppelmoral einer zerstörerischen Energiepolitik: Hier wird der Baum gefällt und dort zur Schau gestellt.

Um vom S-Bahnhof Buir zur Demo am Hambacher Forst zu kommen, mussten wir über die Autobahnbrücke gehen. Dieser sechsspurige Abschnitt der A4 ist noch relativ neu. Auf Druck des RWE musste ein komplettes Autobahn-Teilstück der Braunkohle weichen. Die Verlegung an den Ortsrand von Buir und den Neubau hat das RWE maßgeblich mitfinanziert. Die Kosten für die  Werbeaktion „Allee Baum des Jahres“ (250.000€) wurden zwischen Land und RWE aufgeteilt.

Wer die Stieleiche einmal in Ruhe angucken will oder gar umarmen, der muss aus dem Auto aussteigen. Gefährdet ist der Baum nicht, man findet ihn überall. Im Hambacher Forst, so habe ich mir sagen lassen, wachsen vor allem zwei Arten von Bäumen. Auf der Abholz-Liste steht neben der Hainbuche (Baum des Jahres 1996)… na, wer wohl …. meine Freundin, die Stieleiche.

Warum ist es am Rhein so grün…

Wer wie ich die anhaltende Trockenheit kaum noch erträgt, wen die Hitze grantig macht, dem empfehle ich eine Tour zum Rhein (mit dem Fahrrad oder mit der Linie 13 bis Slabystraße).
Letzten Sonntag überraschten uns hinter der Mülheimer Brücke grünes Gras und eine riesige Herde heiter weidender, unbeirrt köttelnder, selig blökender Schafe. Wo es sich so munter grasen lässt, dürften die Halme noch richtig saftig sein.
Sind hier die Wiesen feuchter als woanders, weil sie immer wieder überflutet werden? Oder streift verdunstendes Rheinwasser das Gras? Ich weiß nicht.
  
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…
Im Loreley-Gedicht von Heinrich Heine fließt der Rhein ruhig dahin, ist die Luft „kühl“. Der Schiffer im kleinen Schiffe kann nur in Wehmut entbrennen, weil die Sonne nicht knallt.

Keine Fata Morgana


Loreley-Gedicht von Heinrich Heine

Die Loreley
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Loreley getan.

Vive La Vélorution!

Rund 1200 Radfahrer/innen aller Altersstufen hatten sich am 4. November bei bestem Wetter im Wasserwerkswäldchen am Verteilerkreis versammelt, um über die A555 Richtung Bonner Klimakonferenz zu radeln: Pedal The Highway!
Bis kurz vor Beginn der Tour wurde noch mit der Polizei verhandelt, aber die Autobahn wurde dann doch nicht für die Rad-Demo frei gegeben. Während wir Radler auf den „Startschuss“ für die abgespeckte Demo warteten, kam die Absage per Mikrofon: „Unsere Veranstaltung ist hiermit aufgehoben.“
Was war los, sollte die Fahrt etwa gar nicht stattfinden? Aber dann… kam der befreiende Satz: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, als Critical Mass über die Landstraße nach Bonn zu fahren.“ Ein großer Moment: Die Fahrrad-Demo ist passé, Es lebe die Critical Mass!, oder, wie die Franzosen sagen: Vive La Vélorution!
Ich habe die Zahl der vielen roten Ampeln nicht gezählt, über die wir als kritische Masse, als MehralsTausendfüßler Richtung Bonn geradelt sind – an Wäldchen und Feldern entlang und mitten durch kleinere Ortschaften. Wir, der große Pulk der Klimaschützer und Befürworter des Kohleausstiegs, haben uns nicht aufhalten lassen.
Es ist der Hauch von Anarchie, der diese Spielart der politischen Meinungsäußerung zu einem Genuss werden lässt. Denn das macht den Reiz der Critical Mass aus: Im Schutz des Pulks über rote Ampeln fahren, aufheulende Automotoren zum Schweigen bringen, sich nicht bremsen lassen, Verkehrsregeln für eine Weile außer Kraft setzen – Und das völlig legal!
 
La Vélorution Pacifique

Complimenti, Gino Bartali! Siegerehrung auf dem Klimastraßenfest

Finale auf dem Klimastraßenfest, v.l.n.r.: Stephan Foelske, Team „Fahrradbeauftragter der Stadt Köln“; Robert Nußholz, Vorsitzender Bürgerverein „Für Nippes“; Lisa Wilczok, Teamkapitänin „Stellwerk60-SattelFest“; Dr. Barbara Möhlendick, Leiterin Koordinationsstelle Klimaschutz; Petra Zimmermann-Buchem, Projektkoordinatorin Stadtradeln Köln

„Goldene Satteltasche“ für Christoph Brozio alias Gino Bartali



Zweiter Sieger: Alf Kroll

 

„Der Junge wird einmal die Bergetappen des Giro gewinnen“, soll sein Großvater gesagt haben. „Diese Nase, mächtig wie ein Gebirgs-Massiv. Welch eine Herausforderung. Avanti, Gino!“ Und der Junge wurde tatsächlich einer der ganz großen Radrennfahrer:
Gino Bartali (1914-2000), zweifacher Gewinner der „Tour de France“ und dreimaliger Gewinner des „Giro d’Italia“.
Gut, dass es das „Stadtradeln“ gibt, denn die „Tour de France“ hat längst ihren Charme verloren: Die Fahrer sind gekauft, gedopt, ihre Physiognomien durch den Extremsport ununterscheidbar geworden. Die großen Radrennen sind nichts mehr fürs Auge, aber auch nichts mehr fürs Herz. Gino Bartali lag auf den Bergetappen stets so weit vorne, dass er immer noch Zeit hatte für einen kurzen Flirt mit dem Publikum.
Ich freue mich, dass Christoph Brozio, Team „Stellwerk 60 – SattelFest“, das Pseudonym Gino Bartali gewählt hat und an Gino und die großen Zeiten des Radrennsports erinnert. Christoph Brozio hat das Gelbe Trikot zu Anfang des „Stadtradelns“ erkämpft und nicht wieder abgegeben. Er (bzw. sein Fahrrad) ist jetzt Träger der „Goldenen Satteltasche“, 930 km bedeuten den 1. Platz im internen Wettkampf unseres Teams.
930 Kilometer sind zusammen gekommen, weil Christoph Brozio jeden Tag von Nippes nach Pulheim fährt. Weil er dort arbeitet, wäre er auch in Pulheim teilnahmeberechtigt gewesen, aber er hat sich für Köln entschieden. Eine gute Wahl: Unser Team ist mehr Kilometer (20.556) gefahren als ganz Pulheim zusammen (13.900). Christoph, bitte verteidige im nächsten Jahr im Team „SattelFest“ deinen Titel.
Ebenso für uns fahren wird -so hoffe ich- im Jahr 2017 mein Stiefsohn Andreas, der seit zwei Jahren in Sydney lebt. Denn das gehört mit zum „Stadtradeln“: „Ausgewanderte“ Kölner können selbst in China oder Südafrika am Kölner Stadtradeln teilnehmen. So lange sie noch Mitglied in einem Kölner Verein sind (oder sobald sie es werden!), sind weltweit alle Kölner teilnahmeberechtigt.
Zweiter Sieger im internen Wettbewerb (Preis: DVD des Kinofilms „Sound of Heimat“ von Teammitglied Jan Tengeler) wurde mit 804 Kilometern Alf Kroll, der als Reisender stadtradelnd unterwegs war. Dritter wurde Lars Mutmann (460,6 Kilometer). Außerdem bekommen alle teilnehmenden Familien einen Preis.

 
Wir danken dem Verein „Für Nippes“ und „Stadtradeln Köln“ für das Mikrofon und die Bühne, so hatten wir auf dem Klimastraßenfest bei unserer teaminternen, vorverlegten Preisverleihung eine wunderbare Kulisse und ein freundliches Publikum!!!