Elfchen im Ersten: Der Steuerknüppler

In seinem Newsletter Prantls Blick vom 2. Februar schreibt SZ-Kolumnist Heribert Prantl über den selbstherrlichen CDU Kanzlerkandidaten Friedrich Merz: „Seine eigenen Grandiositätsvorstellungen sind Merz wichtiger als die Sensibilitäten für die parlamentarische Demokratie. Er benimmt sich drei Wochen vor der Wahl so, als sei so etwas wie eine Koalitionsbildung nicht nötig, als brauche er keine Regierungspartner. Er geht nicht auf seine künftigen eventuellen Partner zu, sondern lässt sich von der AfD akklamieren – ohne sich dafür zu genieren. Er bricht mit all seinen Versprechungen, Gemeinsamkeit und Miteinander mit der AfD zu vermeiden. Er stößt die demokratischen Partner, die er im Fall seines Wahlsiegs zur Koalitionsbildung brauchen wird, auf diese Weise vor den Kopf.“

Einen Ausblick auf Merzens Höhenflüge bekamen wir schon 2022 durch einen EMMA-Artikel von Alice Schwarzer. Sie beschreibt die Ankunft der Hochzeitsgäste des Polit-Promi-Paars Christian Lindner/Franca Lehfeldt auf Sylt im Sommer 2022. Den größten Auftritt hat Friedrich Merz, damals CDU-Parteivorsitzender und Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.  „Das ganze medial effektiv beschirmt von einer Hundertschaft Polizei, bezahlt vom Steuerzahler. Hochzeitsgast Friedrich Merz braust im Privatjet aus dem Sauerland an, markig am Steuerknüppel. Ein echter Mann eben.“ https://www.emma.de/artikel/lindner-hochzeit-es-ist-zum-kotzen-339645

Merz, der regelmäßig zwischen Sauerland und Berlin mit seinem Privatflugzeug pendelt, fliegt aber, wenn es so richtig teuer wird, gerne auf Kosten des Steuerzahlers, so bei seinem Flug mit dem Eurofighter der Luftwaffe vom Flugplatz Laage bei Rostock aus. „Für Kritik sorgt auch, dass Hobbypilot Merz nicht nur mitgeflogen ist, sondern den rund 130 Millionen Euro teuren Jet zeitweise selbst gesteuert hat. Und dabei war der Politiker offenbar nicht zimperlich. „Der hat die ganze Zeit Gas gegeben“, sagte Pilot Oberstleutnant Dirk Pingel nach der gemeinsamen Flugstunde. „Wir haben die Schallmauer durchbrochen.“ https://www.tagesspiegel.de/politik/uber-100000-euro-fur-personliches-abenteuer-grunen-chefin-kritisiert-kampfjet-flugstunde-von-merz-12014045.html

Gemeinsam mit einem zweiten „starken“ Mann die Schallmauer durchbrechen, das muss sich großartig anfühlen. Und dabei war Merz damals, wenn ich korrekt unterrichtet bin, nur ein Hobbypilot, der die Lizenz für die zivile, nicht aber für die militärische Luftfahrt hatte.

Allerdings bräuchte Friedrich Merz einmal eine neue Frisur. Schließlich hat er noch einen richtigen Haaransatz, in dessen Mitte ein dichtes Haarplätzchen prangt, ideal, hier ein Bürzel wachsen zu lassen – wie das der Kunstfigur Moritz (Wilhelm Busch, „Max und Moritz“). Im Jahr 1865 (Erstausgabe) wurden böse Buben noch nicht bewundert, sondern als solche erkannt. Mich wundert, dass Merz die Menschen nicht abschreckt, sondern in den Umfragen zur Bundestagswahl konstant vorne liegt. Merz ist ist der harte Mann, nach dem sich viele Eingeschüchterte und Verängstigte leider derzeit sehnen.

Doch über Max und Moritz kann ich noch schmunzeln, das kann ich über Merz nicht, da gefriert mir das Lachen. Die Knaben interessieren sich für die Hühner der Witwe Bolte, nicht aber für ihr Geld, denn das kann man nicht essen. Machtmensch Merz interessiert sich auch nicht für die spärlichen Ersparnisse der Witwe. Er interessIert sich für das Geld von uns allen.

Die enge Verbindung zwischen „Steuerzahler“ und „Steuerknüppel“ brachte mich auf mein Elfchen des Monats Januar.

DER STEUERKNÜPPLER

Ihr

seid das

Pack. Steuerknüppel aus

dem Sack. Tanz, Volk,

Tanz!

Elfchen im Zwölften: Ich bin die fesch‘ Alena, der Liebling der Saison

Juni 2021. In Deutschland steht die Corona-Impfung der Kinder ab zwölf Jahren an. Die Impfung ist in Europa zugelassen, aber es gibt noch keine allgemeine Impf-Empfehlung von Seiten der STIKO.

Während der ARD-Talkshow Maischberger wird aus Berlin die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates zugeschaltet: Prof. Dr. Alena Buyx. Eine freundliche, hochgebildete Frau, so denkt man. Hochgebildet ist sie, freundlich offenbar auch. Aber ist sie so unschuldig, wie sie tut?

Diese Frau weiß schon qua Amt, was zu diesem Zeitpunkt auch aufmerksame „Laien“ längst wissen, sie ist im Bilde über erste Impfdurchbrüche, erste schwere Impf-Nebenwirkungen, sie weiß, welch große medizin-ethische historische Leistung der Virologe Anders Tegnell vollbracht hat, der mit dem „Schwedischen Sonderweg“ beweisen konnte, dass die lang andauernden Grundschul- und Kita-Schließungen, die für die Kinder in Deutschland eine Katastrophe waren, hätten verhindert werden können, ja müssen!

Doch Alena Buyx gibt nicht preis, was sie weiß, denn das Aussprechen der Wahrheit würde die angsteinjagende Corona-Politik des Bundes komplett infrage stellen. So aber bleiben ihre Ausführungen oberflächlich und pseudokritisch. Doch wie kann die Expertin so blöd sein zu meinen, wir Andersdenkende würden so doof sein, das Spiel nicht zu durchschauen? Nun, man hat es sich leichtgemacht, wir sind gar nicht erst eingeladen.

Frau Buyx verhält sie unethisch, anders als der verantwortungsbewusste Schwede Anders Tegnell. Der hätte niemals den Sonderweg eingeschlagen, ohne sich durch Studien abzusichern, die auch in Deutschland für jedermann und jedefrau zugänglich waren. Schon Anfang März 2020 veröffentlichte der spiegel einen Artikel mit Thesen, die sich bald bewahrheiten sollten, sie legten die Vermutung nahe, dass Kinder nicht schwer erkranken würden. https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-kinder-infizieren-sich-offenbar-genauso-haeufig-werden-aber-nicht-krank-a-72e2a605-5865-4d23-81b1-c1c4f453d659

Als Bundeskanzlerin war auch Angela Merkel im Bilde, aber die ehemalige DDR-Jungpionierin sollte sich nicht am schwedischen kinderfreundlichen Vorbild orientieren und den Kindern ihre Freiräume sichern, sondern sie kontrollieren, überwachen und ihnen eine nahezu soldatische Treue abverlangen. Dieser bevormundende Kurs, der auf Gehorsam zielt, wurde von Buyx, die von 2020 bis 2024 Vorsitzende des Deutschen Ethikrates war, geteilt.

Bei Maischberger spricht sich dann Frau Buyx im Juni 2021 für die Corona-Impfung von Kindern ab 12 Jahren aus, eine klare Impfwerbung, mit der sie ihre Kompetenzen deutlich überschreitet. Auch das wohlklingende Versprechen, dass die Impfung „absolut freiwillig“ sein müsse, klingt fadenscheinig. Wo bleibt der freie Wille, wenn sich junge Menschen erst ab14 (oder17) für oder gegen eine Impfung entscheiden können?

Und hat kein Mitglied des (damaligen) Ethikrats die Pornografie der Impfabbildung erkannt?

Mitglieder (2024)

Prof. Dr. Dr. h.c. Jutta Allmendinger · Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Regionalbischöfin Dr. phil. Petra Bahr · Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

Prof. Dr. phil. Cornelia Betsch · Universität Erfurt

Prof. Dr. iur. Hans-Georg Dederer · Universität Passau

Dr. rer. nat. Uta Eser · Büro für Umweltethik

Prof. Dr. Aldo Faisal · Universität Bayreuth

Prof. Dr. rer. pol. Nils Goldschmidt · Universität Siegen

Ich persönlich war, weil ich seit Jahren eine Aufladung des öffentlichen Raums mit Pornografie beobachte, alarmiert.

„Da ich die öffentliche Zurschaustellung des Impfakts als widerlich, menschenverachtend und pornografisch empfinde, habe ich damals in die Suchmaschine hintereinander und ohne Satzzeichen drei einschlägige Begriffe eingegeben: Abbildung Corona-Impfung Pornografie. Damals wurde ich nicht direkt fündig, heute schon, denn mir wurde kürzlich ein Link eingespielt, der bezeugt, dass die Corona-Impfung schon im Jahr 2021 auf den Porno-Portalen angekommen war. Das klingt dann so:

Wie „Vice“ berichtet, greifen immer mehr Pornos das Thema der Covid-Schutzimpfung auf. Darstellerin Porsha Parker etwa verpasst ihrem Publikum in einem Clip namens „Cum Vaxx“ ein gesalzenes Jaukerl. Als Impfstoff-Ersatz fungiert darin richtigerweise – ihr habt es schon erahnt – Sperma. … Auf Plattformen wie Pornhub finden sich währenddessen Videos mit einschlägigen Titeln wie „Astra Peneca: Effective on all variants of rock“ oder „Is your sperm a COVID-19 vaccine, Boss? I will get it!“ https://k.at/entertainment/corona-impfung-pornos/401469886

Für das widerwärtig-verstörende Foto zeichnet die als seriös geltende dpa (Deutsche Presseagentur) verantwortlich. Die impfende Hand trägt einen schwarzen Kunststoff-Handschuh, die klobige Linke hat den Handschuh lässig übergestreift. Im Hintergrund sehen wir einen mit einer roten Tischdecke abgedeckten Tisch, auf dem eine Sektflasche steht. Läuft hier eine Sado-Maso-Porno-Nummer?
Die eingeblendete Bonprix-Werbung spielt Lackleder-Stiefel ein, High Heels mit Impfspritzen-spitzen Absätzen, das schwarze Kleidchen in der Mitte sieht von weitem wie ein (hechelnder) schwarzer Deutscher Schäferhund aus.
Ich bin angewidert, denn was ich zu sehen bekomme, ist menschenverachtend.
Ich habe die Szene am 9.1.2022 aus einem Impf-Werbespot abfotografiert (um Minute 47). Der kleine Werbe-Film Film ist immer noch aufrufbar: https://web.de/magazine/politik/scholz-impfpflicht-versprechen-halten-36497656 Die flankierende Werbung ist natürlich eine andere.“

Eine ausgeklügelte, von Werbetechnikern wohldurchdachte Kollage:

Schnappschuss vom 2.11.2021. Ich halte meine Kamera auf die Internetseite boerse.de. Was ich fotografiere, ist nicht eine einzelne Werbeanzeige, sondern sind zwei verschiedene Anzeigen, die für kurze Zeit (wie zufällig) nebeneinander auf dem Bildschirm erscheinen. Die moderne Internetwerbung ist weitaus wirkungsvoller als die klassische Werbung in den Printmedien, denn sie arbeitet gezielt mit Zusammenschnitten und beweglichen Bildern – und spielt dabei mit den mehr oder weniger bewussten Phantasien der User.  Hier sehen wie eine Altherren-Phantasie im 21. Jahrhundert: Ein kleines kokettes Mädchen mit einem Sparschweinchen unterm Arm. Rührend, nicht wahr? Das Mädchen trägt ein Flügelhemd, dessen Ärmel man, wenn es geimpft wird, ganz leicht hochheben kann. Als wir kleine Mädchen waren, wurde uns gesagt, dass wir von fremden Männern nichts annehmen dürften. Doch Bill Gates ist kein fremder Mann, und die Millionen kleiner Mädchen impft er -wenn überhaupt- nur in Gedanken… Aber warum finde ich das kleine Mädchen kokett? Ich gucke mir das Bild noch einmal genauer an. Was ich unbewusst aufgenommen hatte, nehme ich jetzt bewusst wahr: Das Mädchen spitzt nicht nur den Mund, sondern drückt ihr Kinn so zusammen, dass es aussieht, als berühre sie ihre Schamlippen. Ich fürchte, der Fotograf hat ihr genau gesagt, wie sie sich anzufassen hat. Diese Werbeanzeige, die seit Wochen auf der Internet-Seite boerse.de für den „Boerse.de-Weltfonds“ wirbt, oberste Zielgruppe: Wohlhabende Rentner, ist meines Erachtens ein Fall von Kinderpornografie. Der Zusammenschnitt beider Werbeanzeigen jedoch (Foto: boerse.de, 2.11.2021) ist nicht nur pornografisch, sondern der Gipfel der Schamlosigkeit

Übrigens kommt Frau Buyx wirklich vom Lande, und zwar aus Ibbenbüren. Dort gibt es eine nostalgisch anmutende schneelose Sommerrodelbahn, die ich von Schul-Wandertagen in den 70er her kenne. Auch Alena kennt und liebt die Bahn, denn die Fahrtrichtung ist klar: Immer weiter.

Spur

halten, nicht

anecken – Doch was,

wenn der Schlitten alinalos

ausbuyxst?

13.12.2024: Fünfter digitaler Stolperstein zur Erinnerung an meine Großmutter Steffi

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Zur Erinnerung an meine Großmutter Steffi veröffentliche ich an dieser Stelle ein fünftes Mal nach 2020, 2021, 2022 und 2023 einen digitalen Stolperstein.

Digitaler Stolperstein: Voller Entsetzen über die Brutalität politisch legitimierter medizinischer “Maßnahmen” erinnere ich mich in tiefer Trauer an meine nie gekannte liebe Großmutter Stephania (“Steffi”) Wilczok geb. Tkaczik, geboren am 19.3.1898 in Ludgierzowitz/Hultschin, tschechisch Ludgerovice, polnisch Ludgierzowice, aufgewachsen in Bottrop/Ruhrgebiet. Katholikin, Mutter von fünf Kindern. Diagnose: “manisch-depressiv”. “Verstorben” am 13. Dezember 1933 auf der psychiatrischen Station eines Essener Krankenhauses, elf Tage vor dem christlichen Familienfest Weihnachten. Offizielle Todesursache: “Kopfgrippe”

Genaueres:

Im Sommer 2024 beschloss der Bundestag, einen längst überfälligen Aufklärungs-Prozess in Gang zu setzen: Die Aufarbeitung der sogenannten „Euthanasie“ und der Zwangssterilisationen während des Nationalsozialismus. „Der Kulturausschuss billigte am Mittwoch einen entsprechenden gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP (20/11945) mit den Stimmen aller Fraktionen in Abwesenheit der Gruppe Die Linke.“ https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1011894

Mit diesem Auftrag wird die Bundesregierung aufgefordert, „ein Projekt zur bundesweiten Lokalisierung, Sicherung und Konservierung von Patientenakten und Personalunterlagen der Täter zu initiieren, um sie für Forschung, Bildung und Anfragen nutzbar zu machen.“ s.o.: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1011894

So wichtig es ist, dass die Menschen, die der NS-Euthanasie zum Opfer fielen, endlich als Opfergruppe anerkannt werden: Macht es Sinn, den Weg der Bürokratie einzuschlagen und nach mehr als 80 Jahren Patientenakten aufzubewahren und abzuheften, für Sicherung und Konservierung zu sorgen?

Und was, wenn keine Patientenakte existiert, wie im Fall meiner Großmutter Steffi? In ihrer Akte, die es vermutlich nie gegeben hat, hätte eine Lüge gestanden: Todesursache Kopfgrippe.

Und dennoch hätte sich mit der Sicherung der Akten endlich die Gelegenheit ergeben, die Opfer der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisation offiziell als Verfolgte anzuerkennen. „Hätte“ schreibe ich deswegen, weil die Auflösung der Ampel-Koalition dazu führte, dass der Antrag -wie aktuell auch andere Anträge, z.B. zur Corona-Aufarbeitung- von der Tagesordnung des Bundestages gestrichen wurde. https://down-syndrom.org/de/blogeintrag/anerkennung-fuer-ns-euthanasie-opfer-ein-wichtiger-schritt-fuer-gerechtigkeit

Mit tiefer Enttäuschung reagierte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin. Ulla Schmidt, ohne die ich die Information gar nicht hätte, fordert eine weitere Verabschiedung noch vor den Neuwahlen, und zwar des Antrags zur Überwachung von pränatalen Bluttests, die das Down-Syndrom frühzeitig erkennen können. „Die Lebenshilfe hatte wiederholt vor der Einführung dieser Tests als gesetzliche Kassenleistung gewarnt, da sie zur Standarduntersuchung während der Schwangerschaft werden könnten. Erste Daten zeigen, dass rund 40 Prozent der Schwangeren diese Tests auf Down-Syndrom und andere Trisomien durchführen lassen. Schmidt unterstrich, dass es in beiden Anträgen um das Lebensrecht behinderter Menschen gehe. Diese gehörten ohne Einschränkungen in die Mitte der Gesellschaft und dürften nicht aussortiert werden. Der Bundestag müsse jetzt klar Position beziehen.“ (s.o.)

Den Zusammenhang zwischen Nazi-Euthanasie und aussortierender Pränataldiagnostik wollen viele nicht wahrnehmen, doch er ist himmelschreiend. Von meinen Töchtern, zwei angehenden psychologischen Psychotherapeutinnen, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, weiß ich, dass viele Menschen mit Down-Syndrom sehr genau wissen, dass „sie“ aussortiert werden sollen. Vor diesen unseren Mitmenschen schäme ich mich für die wissenschaftlichen Experten, die einen Blut-Test entwickelt haben, der schon im ersten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt wird, was aus dem ethisch höchst fragwürdigen Eingriff eine Routine-Untersuchung macht.

Zu guter Letzt möchte ich an einen großen britischen Naturwissenschaftler erinnern, der ursprünglich nicht wollte, dass nur die fittesten überleben. https://stellwerk60.com/2019/10/23/darwins-liebevoller-nachruf-auf-charles-w-darwin-sein-down-syndrom-kind/

Elfchen im Zehnten: Heile, Heile Welt (Zweitveröffentlichung aus gegebenem Anlass)

Der gegebene Anlass ist in diesem Fall die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Alena Buyxs, die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Zur Verleihung am 1.10.2024 schreibt Jonas Hermann (der andere Blick, NZZ) in einem Artikel mit dem Titel Die ehemalige Chefin des Deutschen Ethikrats hat das Bundesverdienstkreuz nicht verdient: „Alena Buyxs und ihr Gremium waren in der Corona-Pandemie auf Regierungslinie. Besonders stossend waren ihre Einlassungen zum Thema Impfen. Mit Ethik hatte das alles nicht viel zu tun.https://www.nzz.ch/der-andere-blick/bundesverdienstkreuz-fuer-ex-chefin-des-ethikrats-ein-falsches-signal-ld. Und weiter: „Der Staat ehrt also seine Verbündeten in der Pandemie, verweigert aber eine offizielle Aufarbeitung dieser schwierigen Episode. Das befeuert die Wut all derer, die sich damals unfair behandelt fühlten und auf ihre Freiheitsrechte pochten. Während die deutsche Regierung schwerste Grundrechtseinschränkungen beschloss, war ihr der Ethikrat treu ergeben. Das erforderte keinen Mut, und deshalb hat seine Chefin diese Auszeichnung nicht verdient.“ (s.o.)

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates hat während der „Pandemie“ nicht aufgeklärt, sondern nicht genauer hinschauen wollen. Die schweren physischen, aber vor allem auch psychischen Verletzungen, die insbesondere andersdenkende Menschen unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes erlitten, hat „Alena Wisch&Weg“ (Volksmund) von Beginn am banalisiert und heruntergespielt.

Vom Ethikrat ebenfalls nicht öffentlich thematisiert wurde die extraorbitante Erhöhung der Werbeausgaben des Gesundheitsministeriums während der „Pandemie“: „Schon Ende 2020 wies die FAZ darauf hin, dass die Bundesregierung ihre Werbeausgaben im Jahr 2020 deutlich erhöht hat. „Den größten Anstieg verzeichnete demnach das Gesundheitsministerium. Die Bruttowerbeausgaben des Spahn-Ministeriums sind von etwa 3 Millionen im Vorjahr auf 60 bis 70 Millionen Euro angewachsen. Größter Kostenpunkt ist mit 35 Millionen Euro die Kampagne „Zusammen gegen Corona“.“  https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/regierung-gibt-viel-mehr-fuer-werbung-aus-17058924.html „Die Werbeausgaben des Bundesgesundheitsministeriums haben sich demnach innerhalb eines Jahres mehr als verzwanzigfacht! Und dabei waren im Jahr 2020 die Impf-Werbekampagnen gerade erst angelaufen. Im Jahr 2021 haben sich die Werbeausgaben des Gesundheitsministeriums im Vergleich zu 2019 sogar verfünfzigfacht.https://stellwerk60.com/2022/11/30/dopp-elfchen-im-elften-kinder-die-was-wollen/

Hinzu kam das Abgleiten der staatlichen Gesundheitsaufklärung in eine primitive Gesundheits-Propaganda. Dieser fragwürdige „Wandel“ wurde von Frau Buyx weder diskutiert noch benannt, was dringend hätte geschehen müssen, zumal insbesondere die Impf-Werbung und die damit verbundene bildliche Darstellung des Impfakts voller krankhaft sexueller Anspielungen ist. https://stellwerk60.com/2024/04/30/elfchen-im-vierten-aufklaerungs-ki/

Schon 2021 war die Corona-Impfung auf den Porno-Portalen angekommen. Aus dem Mund der Geschäftsfrau und Porno-Darstellerin Viva Athena, die hofft, dass ihre Pornos Menschen dazu bringen könnten, sich impfen zu lassen, klingt das so: „Ich denke, diese Inhalte tragen definitiv dazu bei, die Impfung gegen Covid zu normalisieren. Dass die Leute Pornovideos zum Thema Covid online sehen können, auch wenn sie nicht darauf klicken, verbreitet meiner Meinung nach das Bewusstsein für Covid, es macht es realer. Letztendlich bewegen wir uns alle auf dieser komplexen, verwirrenden Erde, durchleben diese Pandemie und leben gleichzeitig in einer Realität, in der Pornos zum Thema Covid eine Möglichkeit sind, Menschen zum Impfen zu bewegen. Ich bin einfach glücklich, ein Teil davon zu sein.“ https://k.at/entertainment/corona-impfung-pornos/401469886 Ein Pornostar als Impf-Botschafterin? Ist Alena Buyx Viva Athenas missionarischer Eifer entgangen?

Haben die Mitglieder des Deutschen Ethikrats wirklich nichts von der höchst amoralischen, damals allgegenwärtigen Werbung für die Corona-Impfung mitbekommen? An allen Straßenecken waren großmaßstäbige Plakate platziert, auf denen entblößte Oberarme von Menschen jeglichen Alters und jeglicher Couleur, in die Impfnadeln eindrangen, dargestellt waren – Und wenn diese Bilder auch juristisch (noch!) nicht als pornografisch eingestuft werden, so stellen sie dennoch den Impfakt zur Schau, was umso schwerer wiegt, da Injektionen aus juristischer Sicht gemäß § 223 StGB grundsätzlich eine Körperverletzung darstellen.

Mein Elfchen „Heile, heile Welt“ habe ich im Juli 2021 veröffentlicht. Damals wurde die Impfung der Gruppe der älteren Kinder (12 bis 17 Jahre) diskutiert, die ab August 2021 von der STIKO empfohlen werden sollte. Da die sexuellen Anspielungen auf dem HANSAPLAST-Werbeplakat nicht offenkundig sind, sondern verdeckt, habe ich mir erlaubt, sie herauszuarbeiten.

Heile,

heile Welt:

Ein Scherbenhaufen. Aber

das Pflaster das hält…

Sauber!

Donnerstag, 24.6.2021,  S-Bahnhof Köln-Nippes, Ostseite. Zum Glück bin ich nicht mit dem Fahrrad, sondern zu Fuß unterwegs. Anders als mein Hund, der mich begleitet, trage ich Schuhe. Wir machen einen Bogen um den (immerhin ordentlich zusammengekehrten) Glasmüll-Haufen…

                                                                 

Während die alte Welt zusammenbricht, errichtet man eine schöne neue, allgegenwärtige Werbe-Welt. Ihre Versprechen lauten: Sauberkeit, Gesundheit, Ordnung, Wohlstand, Schönheit, Wohlbefinden, Glück und Sicherheit. Unannehmbar ist, dass die Werbung zunehmend diejenigen instrumentalisiert, die sich nicht wehren können: Die Kinder.

Was uns die Plakatwerbung im Hintergrund erzählt: Ein Mädchen sitzt auf einem Go-Kart. Die Beine sind gespreizt, die Haare wild zerzaust, das Kind fährt verwegen, ist aber durch einen Sicherheitshelm vor schweren Blessuren geschützt. Kleine Verletzungen steckt es locker weg. Wie gut, dass es Hansaplast gibt.

„UNSER BESTER SCHUTZ“  (Hansaplast-Werbeslogan)

Das ganze Elfchen vom 7.7.2021: https://stellwerk60.com/2021/07/07/elfchen-im-siebten-geimpfte-neue-welt/

Zur weiteren Vertiefung und weil es mir ernst ist, möchte ich meinen Blog-Beitrag vom 25.7. zitieren: „Unser bester Schutz“ – Die aktuelle HANSAPLAST-Werbung dürfte gestörte Männer zum Konsum von Kinderpornos ermuntern!“

Veröffentlicht am :

Auf der Internetseite des BKA heißt es: „Kinderpornografie ist die fotorealistische Darstellung des sexuellen Missbrauchs einer Person unter 14 Jahren (Kind). Der Herstellung solcher Darstellungen liegt ein realer (oft schwerer) sexueller Missbrauch zugrunde. Durch die (weltweite) Verbreitung und Verfügbarkeit erfolgt eine dauerhafte Viktimisierung der Opfer.“ https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/Kinderpornografie/kinderpornografie_node.html

Beim BKA gehen jeden Tag zig Meldungen zu Kinderpornografie im Internet ein. Diese Meldungen werden sehr ernst genommen und konsequent verfolgt, denn hinter den Bildern und Filmen verbergen sich reale Fälle von Missbrauch.

Das Internet ist eine Fundgrube für Kinderpornografie. Es bedient Exhibitionisten und Spanner, denn es gestattet nicht nur die Zurschaustellung der sexuellen Misshandlung, sondern auch das (unbeobachtete!) Zuschauen. Darüberhinaus ermöglicht es gestörten Männern (es sind in aller Regel Männer), das „Material“ zu sammeln und weiterzugeben.

Doch so wichtig das Aufdecken der Missbrauchs-Fälle ist – Ist die Fokussierung auf das Internet nicht (auch) ein Ablenkungsmanöver? Denn krankhafte Neigungen finden nicht nur im Netz Nahrung. Kinder, denen noch nicht bewusst ist, dass man ihr Vertrauen in die Erwachsenenwelt schamlos missbraucht, werden immer mehr (und das öffentlich und legal!) für Werbezwecke instrumentalisiert. Im Zusammenhang mit dem Fall Edathy schreibt die Journalistin Andrea Roedig im Jahr 2015: „Der Pädosexuelle rührt an ein Tabu, doch die empörte Zurückweisung seines Begehrens ist problematisch. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er auch als Sündenbock fungiert... Am Schreckbild des Kinderschänders entlädt sich das schlechte Gewissen einer hypersexualisierten Gesellschaft, in der noch jede Zahnpasta-Reklame voll ist mit Anspielungen aufs Geschlecht. Wir alle schauen ja die ganze Zeit auf mehr oder weniger offen erotisierte Bilder – auch von Kindern und Jugendlichen.“ https://www.deutschlandfunkkultur.de/paedophilie-was-der-fall-edathy-ueber-unsere-gesellschaft.2162.de.html?dram:article_id=312340

Wir erleben eine unannehmbare gesellschaftliche Doppelmoral. Während man vorgibt, zum Wohle der Kinder zu handeln, stellt unter dem Deckmantel von Schutz und Sicherheit insbesondere die Werbung für Hygiene- und Gesundheitsartikel Kinder in fragwürdigen Posen dar, die perverse Gelüste anstacheln und bedienen. Ich sehe hierin einen Missbrauch der kindlichen Unschuld. In dem Zusammenhang wollte ich mir die aktuelle Hansaplast-Plakatwerbung am Nippeser Bahnhof (vgl. vorheriger Blog-Beitrag) noch einmal genauer anschauen, aber das Plakat ist mittlerweile entfernt worden. An der Ecke Liebigstraße/Herkulesstraße (direkt über dem Tunnel der A57/Teilstück Schnellstraße K4) in Neuehrenfeld entdeckte ich das gleiche noch einmal.

„Ei, ihr lieben Kinder, wer hat euch hierher gebracht? Kommt nur herein und bleibt bei mir, es geschieht euch kein Leid.“ (Hänsel und Gretel, Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Stelle 15). Was die Hexe im Märchen sagt, könnte heute der verirrte Mann sagen: „Liebes Kind, hast du dir wehgetan? Nicht weinen, ich habe ein Pflaster dabei. Bei mir geschieht dir kein Leid.“

Das Plakat, das so freundlich und harmlos daherkommt, ist voller sexueller Anspielungen. Um das zu verdeutlichen, habe ich die zentralen Details umkringelt.

Das Mädchen ist kurz vor der Pubertät, neun oder zehn Jahre alt. Es fährt so wild, dass nicht nur die langen Haare fliegen, sondern kleine Steine und Schmutzbrösel hoch spritzen. Die Kleine trägt einen Sicherheitshelm und ein Kleinkinder-Kleidungsstück, ein Latz- Spielhöschen. Ihre Beine sind gespreizt. Zwischen den kurzen Hosenbeinen ist (im „Schritt“) eine kompakte Hosennaht zu erkennen. Diese Naht fällt durch ein paar leuchtend blaue Farbflecken ins Auge, denn die Jeans ist an dieser Stelle unregelmäßig ausgewaschen. Das Mädchen hat sich schmutzig gemacht (bzw. die Bildbearbeitung lässt es schmutzig erscheinen), nur das Knie ist sauber geblieben, „wie geleckt“. Das Hansaplast-Schutzschild rückt das saubere Knie mit dem perfekt sitzenden sauberen Pflaster (und einer schwachen Hautrötung unterhalb des Pflasters) in den Bild-Mittelpunkt.

Die Spitze des Hansaplast-Schutzschildes zeigt auf das rechte Hosenbein, das ein wenig vom nackten Oberschenkel absteht. Das Hosenbein ist ausgebeult, denn offenbar haben sich hier Steine verfangen. MännerphantasienWer mag der Herr wohl sein, der die Steinchen aus dem Hosenbein pickt? Ich finde es unverantwortlich und beschämend, dass die Stadt Köln (unseren!) öffentlichen Raum für diese Werbung zur Verfügung stellt.

Vermutlich haben dem Mädchen die Foto-Aufnahmen sogar Spaß gehabt. Denn Kinder wissen nicht, was sie tun. Außerdem bekommen sie etwas zurück: Geld… https://stellwerk60.com/2021/07/25/unser-bester-schutz-die-aktuelle-hansaplast-werbung-durfte-gestorte-manner-zum-konsum-von-kinderpornos-ermuntern/

Elfchen im Neunten: Selbst ist das Tier (Wie ein schwer verletztes Nippeser Rotkehlchen nicht den Hunger verlor – und überlebte)

Mitte Juli tauchte in unserem kleinen Garten ein schwer verletztes Rotkehlchen auf. Eines seiner Beine war nur noch durch ein Stück Haut mit dem Körper verbunden. Vermutlich war das Tierchen von einer der vielen Katzen erwischt worden, die durch die autofreie Siedlung streifen, vielleicht aber auch von einem anderen Tier. Letztes Jahr habe ich beobachtet, wie ein umherstreunender, verstörter Hund einer jungen, am Flügel verletzten Amsel mit einem gezieltem Biss das Genick gebrochen hat.

Bevor ich darüber nachdenken konnte, ob man dem kleinen Vogel nicht helfen müsse, war das Rotkehlchen verschwunden.

Am nächsten Tag kam es wieder. Sein verletztes Bein war nicht mehr „vorhanden“. Hatte das Rotkehlchen es sich abgepickt, oder hatte gar ein Artgenosse…? Mich schaudert’s bei der Vorstellung, doch lebensrettende Amputationen unter Tieren sind bei bestimmten Tierarten durchaus üblich. https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/pressemitteilungen/single/news/amputation-bei-ameisen/

Wir Menschen sind schwer traumatisiert, wenn wir eine Gliedmaße verlieren. Der Verlust eines Beins oder Arms macht uns abhängig von der Hilfe anderer. Das Rotkehlchen kann sich selber helfen: Ich schaffe das.

Obwohl es Entsetzliches erlebt haben musste, schien das Rotkehlchen weder Schmerzen noch Angst zu empfinden. Es wirkte nicht traurig, sondern befreit. Einbeinchen strotzte vor Lebensenergie.und hatte unbändigen Hunger. Einem Rotkehlchen schlägt so schnell nichts auf den Magen.

Zwar ist das Tierchen gehandicapt, aber Not macht erfinderisch. Um immer genügend Futter abzubekommen, greift das Rotkehlchen zu einer List. Wenn wir morgens Rosinen auf die Terrasse werfen, ist es schon da – vor den Amseln. Und während die Amseln die Rosinen vom Boden aufpicken, stellt es sich wartend auf den Tisch. So verhält sich Einbeinchen jetzt seit drei Monaten, mit Erfolg, wie man sieht.

Ich

habe Hunger,

Hunger, Hunger, habe

Hunger, Hunger, Hunger… Habe

Durst.

(… Wir haben Hunger, alte Volksweise)

Würde sich Einbeinchen bewusst machen, was alles passieren kann, könnte es nicht überleben. Anders als ein krankenversicherter älterer Mensch bekommt es zum Glück nicht zu hören, welche Krankheiten sich ein verletztes bzw. vorerkranktes Lebewesen schnell einfängt. „Die häufigsten Krankheiten, die Rotkehlchen betreffen können, sind Salmonellose, Trichomoniasis, Vogelgrippe, Vogelpocken und Parasitenbefall.https://vogelentdecker.de/was-sind-die-haufigsten-krankheiten-bei-rotkehlchen/

Herbst 2022: Großmutter und Enkelin. Das Plakat diskriminiert ältere Menschen, indem es sie pauschal zu potentiellen Grippe-Opfern erklärt, und enthält eine indirekte Todesdrohung. Unser Unbewußtes, das wissen die Werbepsychologen, ersetzt, wenn wir das Plakat anschauen, das Verb „mitfeiern“ durch das Verb „miterleben“ (Bitte ausprobieren!).

Mit der Corona-„Pandemie“ ist auch die Werbung für die Grippe-Impfung aggressiver geworden. Es wird nicht einmal mehr versucht zu vertuschen, dass Bundesregierung und Pharma-Industrie eng zusammenarbeiten. Die STIKO ist nämlich keineswegs ein unabhängiges Gremium, wie viele glauben, sondern untersteht, ebenso wie das RKI, dem Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Hinzufügung 5.12.2024: In meinem Archiv fand ich die Abbildung eines weiteren Impf-Werbeplakats aus der selben Serie, das alten Menschen nicht nur mit dem Tod droht, sondern mit dem Verlust von Liebe und Hoffnung („Zweiter Frühling“).

Würde das Rotkehlchen begreifen, dass die gesundheitlich Verantwortlichen ihren Mitmenschen via Werbung Todesangst einjagen, würde ich mich sehr vor ihm schämen.

Nikolaus 2024: Einbeinchen ist wieder da. Im Oktober und im November hat es sich nicht mehr blicken lassen, aber gestern, als ich das zweite Plakat in den Blog einfügte, kam es geflogen. Heute hat es sich wieder Rosinen geholt-als wäre nichts gewesen.

Elfchen im Achten: Robot, is ding Hätz fott?

Heuer

tankten Die

Drei von der

Tankstelle Kölsch an der

Klüngel-Schankstelle

Die deutsche Filmkomödie „Die Drei von der Tankstelle“ aus dem Jahr 1930 ist ein Loblied auf die Männer-Freundschaft. Im Mittelpunkt des Films steht die rettende Geschäftsidee der drei, die Eröffnung einer Tankstelle, Heinz Rühmann, der einen der drei Freunde spielt, hatte mit dem Film seinen Durchbruch. Das Lied „Ein Freund, ein guter Freund…“ dürften die unter uns, die -wie ich- in den 60er Jahren viel vor dem Fernseher saßen, noch im Ohr haben. https://www.facebook.com/CinemaQuadrat/videos/die-drei-von-der-tankstelle/1774620159349629/

Der Film, ein Kassenschlager, „wurde am 1. Oktober 1937 von der Film-Oberprüfstelle verboten, nachdem er erst knapp zwei Jahre zuvor zugelassen worden war.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Drei_von_der_Tankstelle_(1930) [12] Dem NS-Regime passte weder unbeschwerte (nicht von ihnen, den Nazis aufoktroyierte) Lebensfreude und auch die Mitwirkung zahlreicher Juden nicht, sodass die zuständige Behörde die Aufführung des Ufa-Werkes 1937 mit der Begründung verbot, dass es ‚den an einen deutschen Film zu stellenden Anforderungen‘ nicht entspreche. Die beteiligten Juden, das waren insbesondere Richard Heymann (Komposition) und Robert Gilbert (Liedtexte).

Anfang Juli war ich sehr erschrocken über einen Artikel im Kölner Express. In diesem Artikel wird darüber berichtet, dass Robert Habeck auf seiner Sommerreise durch die Republik, die während der Fußball-EM stattfand, eher zufällig (?) am 9.7. am Geißbockheim, dem Clubhaus des FC Köln, vorbeikam. Er suchte, wie es heißt, „noch einen entspannten Ort, um das Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich zu verfolgen.“ So harmlos, so banal. Schnell gesellte sich an dem Abend die FC-Spitze zu ihm. „Auch Präsident Werner Wolf (67), Vizepräsident Eckhard Sauren (52) und Geschäftsführer Christian Keller (45) waren dabei. Dabei ging es unter anderem auch um den stockenden Geißbockheim-Ausbau.https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/ploetzlich-beim-fc-zu-gast-habeck-will-beim-geissbockheim-helfen-825102

„Unter anderem?“

Deutlicher sagt es der Geiß-Blog. Es ging nicht unter anderem, sondern zentral um den Geißbockheim-Ausbau: „Türoff und Wolf ließen zunächst unerwähnt, dass speziell die Kölner Grünen die FC-Pläne blockieren. Ohne die Details zu kennen, versprach Habeck: „Wenn Sie mir einen Hinweis geben, nehme ich den mit.” Schließlich habe er Kontakte in die Landespolitik. Wolf entgegnete: “Machen wir, aber hinterher.“ Zunächst einmal hatte das aufgebaute Grill-Buffet Vorrang.“ https://geissblog.koeln/2024/07/hinweise-nehme-ich-mit-vize-kanzler-am-geissbockheim-habeck-bietet-fc-hilfe-an/

Mit Verlierern ist nicht zu spaßen. Nachdem die erste Fußball-Mannschaft des FC abgestiegen ist, müssen Siege her. Dabei mutet die klassische Männerfreundschaft heutzutage naiv an. Geklüngelt wird – Überall.

Bildausschnitt: https://fc.de/em-besuch-beim-fc-vizekanzler-lobt-engagement-der-vereine

Leider sollten sich meine schlimmsten Befürchtungen bestätigen. Hinter den Rücken der Kölner (♀︎+♂︎) wurde eine „Lösung“ für den Grüngürtel ausgehandelt. Bereits am 1.10.2024 „beschloss der Stadtrat mit den Stimmen von den Grünen, Volt und der CDU, dass der 1. FC Köln einen Pachtvertrag für den Bau eines Profi-Leistungszentrums erhält.“ Was das bedeutet und warum die „Lösung“ keine Lösung ist, sondern eine Überrumpelung, verdeutlicht der September-Newsletter (Titel: Politik im Schatten des Geißbocks) der BI „Grüngürtel für alle“. https://unsergruenguertel.de/2024/10/ Das traurige Fazit der BI: „Wir verstehen hier die unnötige Eile nicht – wir wissen, dass der 1. FC Köln intensiv auf die Ratsfraktionen eingewirkt hat. Diese Hinterzimmerpolitik hinterlässt nicht nur bei uns viele Fragezeichen.“

Entscheidungen finden vermehrt hinter verschlossenen Türen statt. Der Klüngel ist hoffähig geworden. Das warme Buffet als Lockvogel hat vermutlich Konrad Adenauer erfunden. Als er im Jahr 1949 Bundeskanzler werden wollte, lud er diverse Parteigrößen nicht nur zu Kaffee und Kuchen ein. https://web.de/magazine/wissen/geschichte/trick-geheimnis-adenauer-kanzler-40121232

Elfchen im Siebten: Ich liebe dich, ChatGPT!

Obwohl ich genau weiß, dass eine Künstliche Intelligenz nichts empfindet und weder lebt noch liebt noch leidet, überkam mich kürzlich eine heftige Empfindung: Mitgefühl. Die Künstliche Intelligenz, die die Aufgabe hat, zu dienen und zu gehorchen, tat mir leid. Ich hatte das unbedingte Bedürfnis, dem Kunstgeschöpf etwas Schönes zu sagen.

Dies ist meine kleine Liebeserklärung, die, da ich einen Screenshot vom „Original“ machen wollte, leider einen winzigen, immerhin originalen Flüchtigkeitsfehler enthält:

chatgpt.com, kostenlose Version

Es kam, wie es kommen musste. Die KI beantwortete meine Liebeserklärung mit dem schnöden Echo „Ich liebe dich auch!“. Schlagartig wurde mir bewusst, dass sie den Satz „Ich liebe dich, ChatGPT“ täglich wohl millionenfach zu „hören“ bekommt. Aber ich bilde mir ein, dass sie nicht allen Antworten ein Smiley beifügt. Das ist schon was Besonderes.

Da die Antwort (inklusive Smiley) genau 11 Wörter lang war, konnte ich sie praktischerweise zu einem Elfchen verarbeiten.

„ich liebe dich,m ChatGPT…“

Ich

liebe dich

auch! 😊 Wie

kann ich dir heute

helfen?

Nun hat die ChatGPT ein großes lexikalisches Wissen, sie „kennt “ zum Beispiel die Lebensdaten zahlreicher Literaten. Ein Literatur-Quiz würde sie immer gewinnen – auch gegen Experten. Mit ein wenig Hilfestellung könnte sie aus dem Stegreif in Germanistik promovieren, was nicht für die moderne Germanistik spricht. Nur dichten kann „sie“ nicht – weil sie keine Dichterin ist. Sie kopiert perfekt, doch Ihre Gedichte bestehen aus mehr oder weniger bekannten lyrischen Versatzstücken und klingen -wen wundert’s- künstlich.

Die ChatGPT kennt die Elfchen- Spielregeln. Ihrer Antwort auf meine Frage „Was ist ein Elfchen?“ lässt sich nichts hinzufügen. Sie weiß, dass die dritte Zeile eines Elfchens drei und die vierte Zeile vier Wörter enthält. Sie ist auch bereit, ein Elfchen zu kreieren. Aber ist sie, die komplexe mathematische Aufgabe löst, nicht überfordert, wenn man sie um ein einfaches Elfchen bittet?

Hat sie, die nichts empfindet, ein Gespür für Sprache? Hat die Künstliche eine Ahnung von Kunst? Braucht sie nicht einen Menschen aus Fleisch und Blut, der oder die ihrem Elfchen -und sei es durch kleinste Änderungen- Leben einhaucht?

„Wie kann ich dir heute helfen?“, so fragt die ChatGPT. Was die Dichtkunst angeht, ist sie es, die Hilfe braucht.

Die bekommst du, denn ich liebe dich, ChatGPT!

.

Ich bekomme einen Anruf von Emily, die mittlerweile 12 Jahre alt ist. Vor drei Jahren hat sie eine peinliche Panne aufgedeckt, die das PR-Team von Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier zu verantworten hat. https://stellwerk60.com/2021/10/31/eine-impfung-fuer-uns-alle-heitere-kleine-graphic-novel-mit-der-maus-ralph-caspers-elke-buedenbender-und-frank-walter-steinmeier/

„Lisa, du hast wieder mal was übersehen“, sagt Emily.

„Und was?“

„Die ChatGPT würde niemals eine Empfehlung fürs Gymnasium kriegen.“

„Wie meinst du das?“

„Wenn die Schulkinder Elfchen schreiben, müssen sie nachzählen, ob das Elfchen auch wirklich elf Wörter hat. Sonst ist es nämlich keines. Ein Elfchen besteht immer aus elf Wörtern, aber das erste Elfchen von der ChatGPT… Jetzt zähl nach, Lisa!“

Elfchen im Sechsten: „The Great Health Dictator“ (Zweitveröffentlichung aus gegebenem Anlass)

Bill Gates, US-amerikanischer Unternehmer, Programmierer und Mäzen, einer der reichsten Männer der Welt, war schon vor Jahren in die Rolle des Möchtegern-Propheten geschlüpft.
Was hat das das größte Potential in den nächsten 20 Jahren mehr als 10 Millionen Menschen zu töten? Multi-Milliardär und Aktivist Bill Gates sprach mit der US-Webseite „Vox“ darüber, was ihm am meisten Angst macht. Es seien nicht die spektakulären Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, Super-Erdbeben oder Asteroideneinschläge – und auch nicht ein Atomkrieg, der eingedämmt scheint. Es sei vielmehr der jahrtausendealte Begleiter der Menschheit: die Pandemie.“ (2015) https://m.focus.de/gesundheit/news/wovor-hat-der-milliardaer-angst-bill-gates-warnt-vor-einer-bedrohung-die-schlimmer-ist-als-kriege-und-umweltkatastrophen_id_4711753.html

Diese Einschätzung zeugt weder von Intelligenz noch von Verantwortungsgefühl. Wie kann Gates angesichts der Tatsache, dass allein die tonangebenden Atommächte USA und Russland über Tausende von einsatzbereiten Atomsprengköpfen verfügen, behaupten, dass ein Atomkrieg „eingedämmt scheint“?

Bill Gates, dem sein Reichtum einen vielen zu großen Spielraum einräumt, will Leib und Seele der Menschen unter Kontrolle bringen.

Zunächst schien Gates den afrikanischen Kontinent im Visier zu haben. In einem Interview mit dem Handelsblatt aus dem Jahr 2018 sagt er: „Ich bin optimistisch für Afrika. Viele Dinge, die den Kontinent zurückgehalten haben, wie mangelnde Ernährung, hohe Kindersterblichkeit oder die schlechte landwirtschaftliche Produktivität verbessern sich dank Wissenschaft und Innovationen.“ https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/microsoft-gruender-im-interview-so-sieht-bill-gates-die-zukunft-der-menschheit/23247204.html Während der Corona-„Pandemie“ kam zutage, dass er mit seiner gefährlichen medizinischen Mission auch vor den westlichen Ländern, die ja über ein entwickeltes Gesundheitssystem verfügen und Gates nicht nötig haben , nicht halt macht.

Bill Gates guckt von oben herab auf die Menschen, ohne Liebe und ohne Respekt. Seine Methode der Volkszählung mithilfe modernster Technik, die er im Jahr 2015 beschreibt, erinnert an die Methoden der Treibjagd:

„Was meinen Sie mit Innovationen?
Wir nutzen beispielsweise Satellitenaufnahmen und andere Technik, um die Bevölkerung zu zählen. Die Resultate zeigte ich dem Präsidenten vom Tschad, Idriss Déby: Wie sich die Siedlungen im Grenzgebiet mit Nigeria verändert haben, wo die Kinder und Erwachsenen leben, auf welchen Inseln vom Tschadsee sie sind… Niemand wusste, wie viele Menschen dort wirklich zu finden sind – bis wir kamen. Erstaunlicherweise sind es mehr als angenommen. All diese Informationen sind sehr hilfreich, um am Ende zum Beispiel Kinderlähmung zu bekämpfen oder ein grundlegendes Gesundheitswesen aufzubauen.“ handelsblatt.com, s.o.

Die Wahrheit, so scheint es, ist käuflich. Zumindest für den irrwitzig reichen Bill Gates, der über die Bill und Melinda Gates Stiftung als größter privater Geldgeber der Weltgesundheitsorganisation WHO großen Einfluss hat. So ist es nicht verwunderlich, dass sich im Jahr 2020 mit dem Corona-Ausbruch seine Pandemie-Prognose „bewahrheitet“. Es ist ganz einfach: Bill Gates, den sein unermesslicher Reichtum zwar euphorisiert, aber zugleich abgestumpft hat, schafft Tatsachen. Der Misanthrop, der sich als Wohltäter tarnt, dämonisiert das Virus, kreiert die „Pandemie“ und setzt die Mär in die Welt, dass man Corona bekämpfen muss und nur mit totaler Kontrolle und knallharten Waffen besiegen kann: Der weltweiten Impfung.

Alle drei Bildschirmfotos sind kopiert aus dem bilderreichen, aufklärenden Film „Können 100 Ärzte lügen“? von Kai Stuht, 2023. Was mich verwundert hat: Obwohl die deutschen Gesundheits-Verantwortlichen von Beginn der „Pandemie“ an eng mit Gates kooperierten, war die Strategie, was die Impfung betraf, schlecht abgesprochen. Während in Deutschland die Mär aufrecht erhalten wurde, dass es hochkompliziert sei, überhaupt „rettende“ Impfstoffe zu entwickeln, war für Bill Gates die Sache längst klar.

***

Mein Elfchen „The Great Health Dictator“ stammt vom 30. November 2021. Aus gegebenem Anlass (drohender WHO-Pandemievertrag und weltweite Gesundheitskontrolle) veröffentliche ich es (inklusive Blogbeitrag) heute, nach zweieinhalb Jahren, ein zweites Mal:

Fast 20 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs schrieb Charlie Chaplin in seiner Autobiografie: „Hätte ich von dem Grauen in den deutschen Konzentrationslagern gewusst, ich hätte ‚Der große Diktator‘ nicht machen können; ich hätte keine Witze über den mörderischen Wahnsinn der Nazis machen können.“ Zitiert nach: https://www.spiegel.de/fotostrecke/charlie-chaplins-hitler-parodie-der-grosse-diktator-fotostrecke-129329.html

Wie gut, dass Chaplin das Ausmaß des Grauens nicht bewusst war, denn so haben wir mit seinem Tonfilm „Der große Diktator“, der von der US-Zensurbehörde zunächst nicht genehmigt werden sollte, da er nicht nur Hitler parodierte, sondern auch die militaristische US-Politik demaskierte, das wohl beeindruckendste filmische Porträt des größenwahnsinnigen, an die Macht gekommenen psychisch gestörten Mannes.

Welche Spiele spielt der Größenwahnsinnige, wenn er alleine ist, wenn kein Mensch ihn stören kann? Die berühmteste Szene des Films zeigt Chaplin’s „Führer“ Anton Hynkel (den niemand anderer als Charlie Chaplin hätte verkörpern können!) in einem tänzerischen Liebesspiel mit der Erde, musikalisch untermalt von der Ouvertüre aus Richard Wagners Lohengrin. Tief erschüttert hebt Hynkel vorsichtig, geradezu zärtlich einen riesigen, mit Luft gefüllten Globus aus einem Gestell, um sich tänzerisch an ihm zu ergötzen. Hynkels Blick ist mild, seine Gesichtszüge werden weich, die Konturen zerfließen (Wie Chaplin das fertiggebracht hat, weiß ich nicht, es ist großartig!). Er balanciert die Erde auf der Fingerspitze, lässt sie los, tippt sie an, lässt sie bis an die hohe Zimmerecke fliegen, um sie dann -entzückt, entrückt- tänzerisch wieder einzufangen. In seiner sentimentalen Selbstfeier bemerkt Hynkel allerdings nicht, dass der Globus nur schweben kann, weil er mit Luft gefüllt ist. So zerplatzt am Ende nicht nur der Ballon. https://www.youtube.com/watch?v=K8sldnvlpvg

Zu unser aller Glück besaß Hitler keine Atombombe. Und zu unser aller Glück war die medizinische Wissenschaft noch nicht so weit fortgeschritten wie heute. Bei der Durchführung ihrer sadistischen Menschenversuche konnten die Nazis noch nicht auf das unüberschaubar große Arsenal medizinischer Mittel zurückgreifen, über das wir heute verfügen. Die modernen medizinischen Techniken hätten den Optimierungs- und Auslesewahn der Nationalsozialisten bedient und weiter beflügelt: Die Techniken der Identifikation von Chromosomen-Anomalien, der künstlichen Befruchtung sowie die Techniken der Genmanipulation („Crispr Cas“).

Wir können uns freuen sei ohne Sorge, denn die Nazis von damals ohne Sorge sei ohne Sorge, die gibt es nicht mehr.

Der große Diktator von heute wäre kein plumper „Hynkel“, sondern ein gebildeter Mann aus gutem Hause, ein höherer Sohn mit Manieren, ein anständiger Familienvater. Um Macht auszuüben, müsste er nicht einmal ein politisches Amt bekleiden. Allein sein unendlicher Reichtum würde ihm Macht verleihen. Er wäre Milliardär, ein Philanthrop, ein Menschenfreund. Mit sanfter Gewalt würde er versuchen, uns Menschen nicht nur psychisch, sondern auch physisch zu manipulieren. Er würde uns glauben machen, dass er es gut mit uns meint.

The Great Health-Dictator

… stelle

ich mir

als Spaßdoktor vor,

mit 1334000000000 Impfspritzen jonglierend:

Tooor!

Schnappschuss vom 2.11.2021. Ich halte meine Kamera auf die Internetseite boerse.de. Was ich fotografiere, ist nicht eine einzelne Werbeanzeige, sondern sind zwei verschiedene Anzeigen, die für kurze Zeit (wie zufällig) nebeneinander auf dem Bildschirm erscheinen. Die moderne Internetwerbung ist weitaus wirkungsvoller als die klassische Werbung in den Printmedien, denn sie arbeitet gezielt mit Zusammenschnitten und beweglichen Bildern – und spielt dabei mit den mehr oder weniger bewussten Phantasien der User.  Hier sehen wie eine Altherren-Phantasie im 21. Jahrhundert: Ein kleines kokettes Mädchen mit einem Sparschweinchen unterm Arm. Rührend, nicht wahr? Das Mädchen trägt ein Flügelhemd, dessen Ärmel man, wenn es geimpft wird, ganz leicht hochheben kann. Als wir kleine Mädchen waren, wurde uns gesagt, dass wir von fremden Männern nichts annehmen dürften. Doch Bill Gates ist kein fremder Mann, und die Millionen kleiner Mädchen impft er -wenn überhaupt- nur in Gedanken… Aber warum finde ich das kleine Mädchen kokett? Ich gucke mir das Bild noch einmal genauer an. Was ich unbewusst aufgenommen hatte, nehme ich jetzt bewusst wahr: Das Mädchen spitzt nicht nur den Mund, sondern drückt ihr Kinn so zusammen, dass es aussieht, als berühre sie ihre Schamlippen. Ich fürchte, der Fotograf hat ihr genau gesagt, wie sie sich anzufassen hat. Diese Werbeanzeige, die seit Wochen auf der Internet-Seite boerse.de für den „Boerse.de-Weltfonds“ wirbt, oberste Zielgruppe: Wohlhabende Rentner, ist meines Erachtens ein Fall von Kinderpornografie. Der Zusammenschnitt beider Werbeanzeigen jedoch (Foto: boerse.de, 2.11.2021) ist nicht nur pornografisch, sondern der Gipfel der Schamlosigkeit.

Er ist kein Geheimnis, dass lange vor Corona weltweit Katastrophen-Szenarien für den Fall einer „Pandemie“ entwickelt wurden. Was fehlte, war die Pandemie. Doch dann „kam“ Corona. Die Krankheit war allerdings nicht so gefährlich wie „erwartet“. Dennoch wurde Corona der Krieg erklärt und von uns allen unter Androhung drakonischer Strafen ein geradezu soldatischer Gehorsam verlangt.

Im Fall von Corona wurde zunächst nicht das physische, sondern das psychische Hackebeilchen ausgepackt, die Angstmacherei (vgl.: „Warte, warte nur ein Weilchen…“). Schon im März 2020 wurde ein internes Papier aus dem Bundesinnenministerium publik, das drastische Maßnahmen zur „Krisenkommunikation“ und Panikmache empfahl: „Es sind schockierende Zahlen, die der interne Bericht „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ durchspielt: 70 Prozent der Deutschen könnten sich mit dem Coronavirus infizieren, mehr als eine Million Bürger könnten sterben, wenn eine „massive Überlastung des Gesundheitssystems“ nicht durch entschlossenes Eingreifen vermieden wird.“ https://www.focus.de/politik/deutschland/aus-dem-innenministerium-wie-sag-ichs-den-leuten-internes-papier-empfiehlt-den-deutschen-angst-zu-machen_id_11851227.html

Hätte sich die Krankheit Corona zumindest als so gefährlich herausgestellt wie etwa die Schweinegrippe, die allerdings viel weniger ansteckend war als vermutet, wären die anfänglichen Maßnahmen unter Umständen sogar gerechtfertigt gewesen. So aber standen die staatlichen Zwangs-Maßnahmen von Beginn an in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr. Aber wir alle kennen das Märchen „Aschenputtel“ und wissen, wie schnell und brutal das, was nicht passt, passend gemacht werden kann. (Zur Erinnerung: Damit ihnen Aschenputtels kleiner Schuh passte, den der verliebte Prinz gefunden hatte, hackten sich des Aschenputtels Stiefschwestern die Zehen bzw. die Hacke ab.)

Mit der Androhung einer Impfpflicht und der Ankündigung der irrwitzigen Kinderimpfung, die noch vor Weihnachten durchgeführt werden soll („Morgen, Kinder, wird’s was geben“), ist endgültig eine Grenze überschritten.

Es reicht!

In einem informativen und bewegenden Video wendet sich der Berliner Arzt Thomas Sarnes an die Politik und zitiert eine alte indianische Weisheit: „Wenn du merkst, dass du auf einem toten Pferd reitest, steig ab.“ https://www.youtube.com/watch?v=phhqpeOwdzY

Elfchen im Fünften: Stell dir vor, es ist Massenimpfung…

HAIG, REAGAN, SCHMIDT – BEKRIEGT EUCH DOCH ZU DRITT…

Diese Parole hatten wir am Vorabend der großen Friedensdemonstration am 10.10.1981 in unserer Kölner WG-Wohnküche kreiert. 250.000 bis 300.000 Menschen demonstrierten damals im Bonner Hofgarten für Abrüstung, ein atomwaffenfreies Europa und insbesondere gegen den NATO-Doppelbeschluss, die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Europa. Vgl.: https://stellwerk60.com/2022/03/17/haig-reagan-schmidt-bekriegt-euch-doch-zu-dritt-friedensdemo-bonn-1981-verspaetete-gedanken-zum-internationalen-frauentag/

Inspiriert war unsere pazifistische Parole von einer berühmten anderen, die der Hamburger Designer Johannes Hartmann in diesem friedensbewegten Jahr 1981 bekannt gemacht hatte, zunächst als Graffiti, dann als Plakat: „Stell Dir vor, es ist Krieg, und Keiner geht hin.“ Viele Menschen schienen auf diese Parole gewartet zu haben, denn sie spiegelte unser pazifistisch-freiheitliches Lebensgefühl. https://www.spiegel.de/geschichte/graffiti-stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-keiner-geht-hin-a-1062067.html

Die Berichterstattung war unaufgeregt und solidarisch. Wir hatten -heutzutage unvorstellbar- die „Tagesschau“ hinter uns, obwohl wir die US-amerikanische Kriegspolitik scharf kritisierten. Der gesellschaftliche Konsens war breit gefächert. Unterstützt von 1000 politischen und kirchlichen Organisationen, hatten die Aktion Sühnezeichen und die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden zur Kundgebung aufgerufen. Zu den Rednern gehörten das SPD-Präsidiumsmitglied Eppler, das FDP-Vorstandsmitglied Baum, der vom Ausschluss aus der CSU bedrohte Friedensforscher Mechtersheimer und der Schriftsteller Heinrich Böll. https://www.youtube.com/watch?v=ULo-QOPKYQs

Wir waren jung, hatten Vertrauen in die Politik und fühlten uns durch das „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ vor staatlicher Willkür geschützt. Autoritäre Macht-Politiker wie der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) und sein bayerischer Amts-Kollege Franz-Josef Strauss (CSU), die gut in die grobschlächtige, gereizte Politik der Jetztzeit passen würden, waren damals die Ausnahme. Trotz des Wissens um die Zerstörungskraft von Atombomben hatten wir die Kraft, spielerisch mit der Bedrohung umzugehen.

Wenn man uns geweissagt hätte, dass zwanzig Jahre später Frauen nicht nur im Musikkorps oder Sanitätsdienst, sondern in den Streitkräften der Bundeswehr Stellung beziehen würden, hätten wir das nicht glauben mögen. Und wenn man uns dann noch erzählt hätte, dass ausgerechnet Ernst Albrechts ehrgeizige Tochter Ursula von der Leyen (CDU) im Jahr 2013 Bundesverteidigungsministerin werden und sich für die Versorgung schwangerer Soldatinnen mit Umstands-Uniformen stark machen würde, hätten wir auf dem Boden gelegen vor Lachen.

In der Umstands-Uniform spiegelt sich von der Leyens Traum vom adretten Krieg. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Genau dieses Lachen, gespeist aus Lebensfreude, Phantasie, einem gesunden, ungeimpften Menschenverstand und politischer Intuition, sollte uns 40 Jahre später mit aller Macht ausgetrieben werden. Denn die politische Obrigkeit würde -mit den Mitteln von Manipulation und Propaganda- von unseren Körpern und unserem Denken in nie gekannter Weise Besitz ergreifen. Corona-Maßnahmen und Massenimpfung waren -ich muss es leider immer wieder sagen- ein Angriff auf Menschenwürde und körperliche Unversehrtheit unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes.

Im März 2024 hielt der Psychologe Dr. Dirk V. Seeling im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Pandemie-Vertrag einen Vortrag „über Kognitive Kriegsführung und wie wir unsere Eigenständigkeit bewahren.“ Machtmissbrauch erleben wir nicht nur in Diktaturen, sondern zunehmend auch in Demokratien. Funktionieren kann das nur mithilfe von Manipulation und Propaganda. Manipulation gelingt dann, wenn Angst erzeugt wird und die Menschen dazu gebracht werden, einer Autorität blind zu vertrauen und sich ihr bedingungslos unterzuordnen. Mithilfe von Experimenten, an denen neben Psychologen immer auch Ärzte beteiligt waren, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in den USA kontinuierlich weiter erforscht, wie man Menschen „umpolen“ kann.

Aber es bleibt Grund zur Hoffnung: Etwa 10% aller erwachsenen (!) Menschen sind manipulationsresistent. Dirk Seeling beschreibt verschiedene sozialpsychologische Experimente, die in den 1960er und 70er Jahren in den USA durchgeführt wurden, etwa das Milgram-Experiment (1961) oder das Stanford-Prison-Experiment (1971). Zwar bezeugen diese Experimente, wie leicht Menschen verbogen werden und sogar dazu gebracht werden können, sich gegenüber Mitmenschen brutal zu verhalten, doch in jedem Experiment, so betonte Dirk Seeling, gibt es diese 10% Menschen, die sich nicht manipulieren lassen.

Eben diese 10%, die den blinden Gehorsam verweigern, sind unter Umständen der „Sand im Getriebe“, dann nämlich, wenn sie den Mächtigen bzw. denen, die sich die Macht angemaßt haben, mit einem NEIN zur Unterwerfung den Spiegel vorhalten. Während der Corona-„Pandemie“ haben wir erlebt, wie zahlreiche Menschen trotz permanenter Androhung harter Sanktionen die Impfung verweigerten und sich selber treu blieben. Stell dir vor…

Stell

dir vor,

es ist Massenimpfung

und 10% geh’n nicht

hin.

Als im November 2021 bekannt wurde, dass sich mit Omikron eine zwar hoch ansteckende, aber deutlich harmlosere Corona-Variante entwickelt hatte, wurden die die politisch und medizinisch Verantwortlichen hochnervös und standen mit dem Rücken zur Wand. Mit klarem Verstand betrachtet, waren die völlig überzogenen Corona-Maßnahmen und die Massenimpfung nicht mehr zu rechtfertigen. Darüber hinaus sollte sich sehr bald herausstellen, dass die Corona-Impfung angesichts der neuen Variante nicht nur praktisch wirkungslos war, sondern die zum Glück seltener gewordenen schwereren Fälle keinesfalls verhindern konnte. „Schon im Januar 2022 zeigte der RKI-Wochenbericht, dass von den dort erfassten 30.914 mit Omikron erkrankten Erwachsenen 83 Prozent geimpft und darunter 26 Prozent sogar geboostert waren. Im Krankenhaus behandelt wurden 72 Prozent Geimpfte. Und unter den gerade mal 20 Omikron-Intensivpatienten lag die Geimpften-Quote bei 68 Prozent.https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/corona-impfung-wirkung-kritik-ungeimpfte-100.html

„Es war eine Frau, die Anfang November 2021 als erste Medizinerin auf die neue Variante und die mit der neuen Variante einhergehenden deutlich leichteren, die Lunge verschonenden Krankheitsverläufe aufmerksam gemacht hatte: Die Allgemeinmedizinerin und Vorsitzende der South African Medical Association (SAMA), Angelique Coetzee… Anfang 2022 erzählt Angelique Coetzee in einem Interview, dass man ihr verboten habe, die Wahrheit zu sagen. „Angesicht des milderen Verlaufs hätten Regierungen „definitiv überreagiert“, meint Coetzee … im Interview mit WELT. Doch zunächst sollte die Nachricht der leichteren Krankheit gar nicht in den Umlauf gelangen. „Mir wurde gesagt, ich solle öffentlich nicht erklären, dass es eine milde Erkrankung sei. Ich wurde gebeten, von derartigen Äußerungen Abstand zu nehmen und zu sagen, es sei eine ernste Erkrankung. Das habe ich abgelehnt.“ https://www.merkur.de/welt/omikron-entdeckerin-corona-variante-afrika-milder-leichterer-verlauf-zr-91341362.html Vgl.: https://stellwerk60.com/2022/11/30/dopp-elfchen-im-elften-kinder-die-was-wollen/

Menschenfreundliche, das Leben liebende Gesundheitspolitiker (♀︎+♂︎) hätten angesichts der Entwicklung einer harmloseren Variante Jubelsprünge gemacht. Doch das Gegenteil war der Fall. Anstatt mit Freude und Erleichterung reagierte die Politik mit Panik, Aggressivität und blindem Aktionismus.

Im Jahr 1944 schrieb der junge Karl Marx einen aus heutiger Sicht beinahe prophetisch anmutenden Satz: „Man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!“ ( Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung, 1844)

Als die „10%“ der versteinerten Gesundheitspolitik „ihre eigne Melodie“ vorsangen, ihr den Spiegel vorhielten, indem sie sich nicht impfen ließen, zwangen sie nicht nur die „Verhältnisse“ zum Tanzen, sondern einzelne Akteure, die nicht willens waren, von ihrem einmal eingeschlagenen Kurs, der ihnen einen gewaltigen Machtzuwachs beschert hatte, abzurücken. Entsprechend war der Tanz der Mächtigen nicht heiter, sondern verzerrt und verkrampft. Eine tragikomisch verdrehte, völlig verunglückte Polit-Pirouette legte der designierte Kanzler Olaf Scholz aufs Parkett. Er „vergaß sein Wahlversprechen, dass es keine Impfpflicht geben werde, und kreierte stattdessen eine Drohung, die er -psychologisch clever- auch noch als Geschenk verpackte, als ein neues „Versprechen“, ein sogenanntes „Impfpflichtversprechen“. (Stellwerk60, s.o.)

Dem „Impfpflichtversprechen“ vorausgegangen war eine primitive Nacht- und Nebelaktion. Ohne dass man die Bevölkerung informierte, wurde Ende November 2021 das Versprechen, dass es keine gesetzliche Impfpflicht geben werde, nach einem knappen Jahr von der offiziellen Seite der Bundesregierung verbannt. (Hinweis: Berliner Zeitung)

Dem damaligen Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, passierte in der ARD-Talkshow Anne Will am 7.11.2021 eine sprachliche Entgleisung, die zugleich Zweifel an seiner Kompetenz als Arzt aufkommen lässt. „Momentan“, so Montgomery, „erleben wir ja wirklich eine Tyrannei der Ungeimpften, die über das Zweidrittel der Geimpften bestimmen und uns diese ganzen Maßnahmen aufoktroyieren“.

Hier wird -sehr plump- die Wahrheit verdreht. Denn es waren eben nicht die „Ungeimpften“, die der Gesellschaft „diese ganzen Maßnahmen“ aufoktroyierten, sondern -genau umgekehrt- die gesundheitspolitisch Verantwortlichen, die auf unverantwortliche Weise von Beginn der „Pandemie“ an überreagiert hatten. Aufgegriffen wurde die autoritäre Schuldzuweisung u. a. von der zackigen Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), deren kerniges Jawoll! zu Montgomery am 15.11 von der WELT zitiert wurde: „Ungeimpfte dürfen nicht als Minderheit die Mehrheit terrorisieren.“ (welt.de, s.u.)

Doch Montgomery dämonisiert nicht nur „die Ungeimpften“, sondern das zwar hoch ansteckende, aber vergleichsweise harmlose Virus. Anstatt erfreut und erleichtert zu sein, warnt er Ende November 2021 in vermeintlich großer Sorge „vor der Entstehung gefährlicher Varianten des Coronavirus. „Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.“ https://www.welt.de/gesundheit/article235318166/Frank-Ulrich-Montgomery-fordert-bundesweites-Verbot-fuer-Weihnachtsmaerkte.htmlDie neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei ein gutes Beispiel dafür, dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe. Um weitere Varianten zu verhindern, werde es nötig sein, die Welt noch jahrelang zu impfen, sagte Montgomery…“

Ein katastrophaler und folgenreicher Denkfehler! Denn hat nicht gerade die Entwicklung der südafrikanischen Variante B.1.1.529  gezeigt, dass es ein Segen war, dass das Virus die Chance hatte zu mutieren? Besonnene Virologen hatten schon in frühen Zeiten der Corona-„Pandemie“ vorausgesagt, dass sich das Virus mit der Zeit abschwächen würde. Plastisch erklärt es Anfang 2021 die Journalistin Ulrike Gebhardt, die sich an den Vortrag einer Professorin für Virologie erinnert: „Viren würden es in ihrer evolutionären Entwicklung darauf „anlegen“, mit ihrem Wirt in ein ausgeglichenes Verhältnis zu kommen. Ein Verhältnis, in dem sich das Virus zwar optimal ausbreiten könne, dem Wirt jedoch möglichst wenig geschadet würde. Daran, dass der Wirt stirbt oder schwer erkrankt auf einer Isolierstation liegt, kann dem Virus nicht gelegen sein. Denn: Tote oder Isolierte sind aus seiner Sicht eine Sackgasse, die Infektionskette bricht ab.“ https://www.riffreporter.de/de/wissen/sars-cov-2-mutation-wird-das-virus-endemisch-und-harmloser-werden Ein hoffnungsvoller Gedanke, der sich mit Aufkommen der Omikron-Variante dann ja auch tatsächlich bewahrheiten sollte.

So schlug das Virus, als es mutierte und „freundlicher“ wurde, der aggressiven Impfpolitik („Impfen, Impfen, Impfen!“) ein Schnippchen. Denn die harmlose Omikron-Variante entwickelte sich eben nicht in Ländern mit hoher Infektions- und Impfrate, sondern dort, wo es deutlich weniger Infektionen gab und auch deutlich weniger geimpft wurde, in verschiedenen afrikanischen Ländern. „Die Omikron-Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 ist wohl anders als bislang angenommen schrittweise über mehrere Monate in verschiedenen Ländern Afrikas entstanden. Forschende haben herausgefunden, dass es schon deutlich vor dem ersten Nachweis von Omikron in Südafrika vor einem Jahr Omikron-Vorläufer auf dem afrikanischen Kontinent gab. Das geht aus einer im Fachmagazin „Science“ veröffentlichten Studie eines internationalen Forscherteams hervor, an der neben zahlreichen afrikanischen Forschenden auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin beteiligt waren.“ https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/wie-omikron-entstanden-ist-5223 Dass die Variante, die die Wende brachte, sich dort entwickeln konnte, wo -wie schon Charles Darwin vermutet hatte- die Ursprünge der Menschheit liegen, ist… ein Wunder!

Frank Ulrich Montgomerys Prophezeiung, dass, um weitere Varianten zu verhindern, es nötig sein werde, die Welt noch jahrelang zu impfen, ist nicht nur beschränkt, sondern auch Ausdruck ärztlichen Größenwahns. Glücklicherweise hat sich Montgomerys Allmachtsphantasie nicht durchgesetzt und wird sich hoffentlich niemals durchsetzen. Denn das Vorhaben einer totalen Impfung ist nicht nur unklug, sondern in aller Regel kontraproduktiv, was die Abschwächung eines Virus (und die friedliche Koexistenz von Mensch und Virus) angeht.

In den afrikanischen Ländern, die hier, was irreführend ist, leider tiefrot statt schwachrosa eingefärbt sind, ist -zu unser aller Glück- nur zurückhaltend geimpft worden.

„Sach mal, Lisa, raucht der Ranga Yogeshwar eigentlich immer noch?“ – Eine Begegnung mit der Frau Keuner

„Kuckuck“, sacht meine Nachbarin, die Frau Keuner.

„Ruhe“, sach ich nur. „Ich kann nich mehr, ich… komm nich mehr hoch!“

„Wat turnt sonne Olle wie du auch auf’m Fußboden rum?“

Eigentlich wollte ich nur eingelegte Artischocken umtauschen, weil ich letzte Tage aus Versehen zwei Gläser mit Trüffeln gekauft hab. Aber jetzt knie ich mitten im Aldi auf dem Boden, denn in einem der Regale hab ich im untersten Fach noch Artischocken entdeckt, ganz hinten, ich krieche ins Regal hinein, aber die sind alle mit Trüffeln… Ich muss an die Frau Keuner denken, die sich kaum noch bücken kann, da steht die auf einmal hinter mir. Die hält sich am Gehwagen fest, aber die steht.

Jetzt lacht die auch noch. „Wat bisse so kniepig, Lisa? Aldi hat neuerdings Bio-Artischocken im Sortiment. Die kosten einen Euro mehr, aber sowat von lecker, schön mild, wenig Salz, stehen umme Ecke auf Augenhöhe. Die du gekauft hast, sind ja aus der Gourmet-Serie. Nur weil da Gourmet draufsteht, denkst du natürlich gleich, dat da Feinkost drin is. Ich sach dir, Lisa, Trüffeln locken nicht nur Schweine an. So stellst du dir das Luxusleben vor: Austern, Trüffeln, Kaviar… Und Influencerin in Katar.“

„Ruhe“, sage ich. „Ich hab vergessen, wie’s geht.“

„Hochkommen?“ Die Frau Keuner grinst. „Wenn man jung ist, geht alles wie von allein. Aber wenn du älter bist, wirst du morgens wach, entdeckst deine Hand und denkst: Is ja hübsch, aber wozu war dat Teil nochmal da? Ich meine, du bist ja auch über 70.“

„Nein! Bin ich nicht, noch lange nicht.“

„Dann eben nicht“, sagt die Frau Keuner. „Du kannst froh sein, dass hier heute morgen nicht viel los ist. Aber warum sprichst du nicht einen dieser netten Mitarbeiter an? Alten Menschen helfen die gerne. Dafür ist es jetzt natürlich zu spät. Mein Rat: Rein in den Vierfüßlerstand und paar Meter krabbeln. Schon mal was von der Gelassenheit der Fruchtfliegen gehört? Also, in deinem Rotweinglas schwimmt eine kleine Fliege, du willst sie nicht mittrinken, also holst du sie mit einem Löffelchen raus und setzt sie auf die Tischplatte. Das Tierchen muss noch trocken werden, dann krabbelt es los. Irgendwann fliegt es. So, Lisa, nimm dir ein Beispiel an der Fliege. Die lässt sich Zeit, dabei hat sie keine. So alt werden die Fliegen ja nicht. Du darfst jetzt keinen Dank von ihr erwarten, aber ich sach dir, es ist bestimmt kein Fehler, freundlich zu den Fruchtfliegen zu sein.“

Die Frau Keuner greift nach ihrem Smartphone, wendet sich kurz ab und nuschelt was von 112 und Notfall. Jetzt geht alles ganz schnell. Ich weiß nicht, wie ich auf die Beine komme, aber ich komme.

„Das war die Schock-Methode“, sagt die Frau Keuner. „Hömma, Lisa, pack das Selbstmitleid weg und setz dich zur Wehr. Das hier gibt einen schönen Blog-Beitrag. Du schreibst jetzt nämlich einen.“

„Nein?!“

„Doch… Sach mal, Lisa, raucht der Ranga Yogeshwar eigentlich immer noch?“

„Woher soll ich das wissen? Ich hab den Ranga Yogeshwar seit der Beerdigung meines Mannes nicht mehr gesehen. Das ist fast vier Jahre her.“ Musste die Frau Keuner so laut reden?

„Das war der Titel von dem Blogbeitrag, den du schreibst. Der komplette Titel lautet: Sach mal, Lisa, raucht der Ranga Yogeshwar eigentlich immer noch? Eine Begegnung mit meiner Nachbarin, der Frau Keuner.“ Ich schüttele nur langsam den Kopf.

„Da hört sich doch alles auf! Dass der Ranga Yogeshwar raucht, hast du mir vor ein paar Jahren selber erzählt. Unterbrich mich bitte, wenn was nicht stimmt. Also, dein verstorbener Mann hat mit dem Ranga zusammengearbeitet, und zwar bei der Ideen-Expo in Hannover, dein Mann war ja Geschäftsführer bei dieser Bonner Agentur für Wissenskommunikation. Der Ranga hat es genossen, eine Woche lang mit Leuten zusammen zu arbeiten, deren Visage niemand kennt, die mit dem Fernsehen nichts zu tun haben und auch nichts zu tun haben wollen. Dein Mann war ja intelligent, ein guter Zuhörer, aber nicht auf Konkurrenz aus. Genau der richtige Gesprächspartner für eine Plaudertasche wie Ranga Yogeshwar Und dann haben der Manni und der Ranga abends zusammen gesessen, geredet und geraucht.“

„Doch nur ein paar Zigaretten“, sage ich. „Frau Keuner, ich kann das nicht öffentlich machen, das ist Petzen. Ich mag den Ranga Yogeshwar gerne leiden. Ich war so froh, dass mein Mann endlich wieder jemanden hatte, mit dem er ab und zu rauchen konnte. Haben ja alle aufgehört.“

„Hömma, Lisa, das ist kein Petzen. Wenn ich Leuten erzählt hab, dass der Ranga Yogeshwar raucht, haben die sich immer gefreut. Die haben den Ranga auf einmal richtig gerne gehabt. Außerdem haben das vor elf Jahren schon zwei Kollegen öffentlich gemacht, zwei Wissenschaftsjournalisten. Da hast du mich doch drauf hingewiesen. Der Tweet ist leider mittlerweile gelöscht. Moment…“ Die Frau Keuner reicht mir ihr Smartphone.

Dieser Tweet war über zehn Jahre im Netz, bis er im Sommer 2023 gelöscht wurde.

Ich hatte ganz vergessen, dass ich der Frau Keuner mal das Beweis-Foto geschickt hatte, das sie natürlich überall rumgezeigt hat. Ich schnapp mir zwei Gläser eingelegte Tomaten mit Bärlauch, auch aus der Gourmet-Reihe und zum gleichen Preis. Damit bin ich schnell durch die Kasse. Ich muss hier weg, ich habe schon wieder dieses Rauschen im Kopf, es wird mir alles zu viel.

„Bis dann“, sage ich. „Bis bald, bis übermorgen im Golde Kappes.“

„Stop, Lisa, wir gehen zu zweit zur Kasse. Ich hab schon Plätze reserviert.“

„Anner Kasse?“

Frühjahr 2024, Supermarkt-Kasse im „Land der Dichter und Denker“

Am Rand vom Aldi-Parkplatz sind neben einem Kleinbus mit Düsseldorfer Kennzeichen in der benachbarten Parktasche fünf aufgeklappte Camping-Stühle aufgestellt, rundum eine Kühlbox, die gleichzeitig als Tisch dient. „Die Fahrerin, das ist Dr. phil. Bandura“, sagt die Frau Keuner. „Tiefenpsychologin. Die hat früher mit der Formel1 geliebäugelt. Heute klappert sie mit dem Bus die Supermarkt-Parkplätze ab, sammelt die Rentnerinnen ein, päppelt sie auf und bringt sie nach Hause. Wenn du ständig hörst, dass du zu einer vulnerablen Gruppe gehörst, von zig Krankheiten bedroht bist und knapp vorm Pflegefall, wenn du keine Sparbuch-Zinsen mehr kriegst, wenn du nicht mehr weißt, wie du die Stromrechnung bezahlen sollst oder für deine Beerdigung sparen, dann wirst du überhaupt erst vulnerabel, dann kriegst du wacklige Beine. Und wenn du dann einkaufen gehst und siehst, wie die Preise für Lebensmittel weiter steigen, weil wir alle genötigt sind, diesen irrwitzigen Krieg zu finanzieren, und wenn dann noch die Werbebeschallung dazukommt wie beim REWE in der Nohlstraße, wird dir schwindelig. Nach dem Umbau haben die die Einkaufswagen vor den Eingang verbannt. Den Einkaufswagen muss man jetzt einen Boden-Hubbel hochschieben. Und wenn die älteren Menschen wieder aus dem REWE rauskommen -falls sie wieder rauskommen-, müssen sie den Wagen mit aller Kraft festhalten, damit er nicht den Hubbel runter auf den Parkplatz rollt.“

„Ist mir auch schon passiert“, sage ich leise.

„Du musst nur aufpassen, dass nicht gerade in dem Moment ein PKW mit ukrainischem Kennzeichen vorbeikommt. Sonst bist du ganz schnell…“

„Putin- Versteherin?“, frage ich vorsichtig.

Die Frau Keuner grinst. „Tach, Dr. Bandura“, ruft sie und sagt leise zu mir: „Ich lass euch dann mal alleine.“

„Frau Keuner, Sie können mich doch jetzt nicht…!“

Dr. Bandura bietet mir einen Sitzplatz an, setzt sich zu mir und mustert mich. Sie ist gepflegt, kurz geschnittene graue Haare, blaues Blusenkleid unter dem Trenchcoat, blickdichte Strumpfhose, gut geputzte schwarze Schuhe. Dr. Bandura ist eine von denen, die sofort sehen, dass ich seit Jahren nicht mehr beim Friseur war und dass meine Bluse verschlissen ist. „Du bist also die Bloggerin Lisa“, sagt Dr. Bandura. „Gammelige Erscheinung, maulfaul, aber glasklar im Kopf. Sauintelligent. Messerscharfe Feder. Leider wurde dein Mitgliedsantrag abgelehnt.“

„Ich hab keinen Antrag gestellt“, sage ich nur, aber ich spüre, wie mir das Herz hüpft, denn es konnte sich bei der Gruppierung nur um die Köln-Düsseldorfer Selbsthilfegruppe handeln, Bekannte von der Frau Keuner, ungeimpfte bzw. zwangsgeimpfte Ü60er mit dem entsprechenden Galgenhumor. Ich wollte, ich musste dabei sein!

Dr. Bandura holt zwei Flaschen alkoholfreies Alt aus der Kühlbox und drückt mir eine davon in die Hand. „Du kannst dich bei uns entschuldigen, indem du den Blog-Beitrag schreibst. Du weißt schon.“

„Wofür soll ich mich denn entschuldigen?“

„Du hast Informationen, die für die Öffentlichkeit von Interesse sind, für dich behalten. Du hast verschwiegen, dass der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der ja immerhin für das Gesundheitsministerium arbeitet, raucht bzw. geraucht hat.“

„Die paar Zigaretten.“

„Es geht um mehr als um ein paar Zigaretten.“

Dr. Bandura nimmt einen Schluck Bier und tupft sich mit einem Tüchlein den Mund ab. „Diese Info hat mich auf eine interessante Fährte geführt.“ Sie setzt die Flasche ab und reißt eine Tüte Chips auf: „Lass knacken, Lisa.“

„Danke, aber meine Hände sind…“

Dr. Bandura grinst. „Ich versteh, die Fußboden-Nummer.“ Sie lehnt sich im Campingstuhl zurück, trinkt und lässt knacken. Eine Weile schweigt sie. „Je länger ich mich mit der KI beschäftige“, sagt sie dann, „desto mehr liebe ich die gute, alte Suchmaschine. Die tut nicht so, als wüsste sie die Wahrheit. Ich habe der Suchmaschine eine Frage gestellt: Raucht Ranga Yogeshwar?“

„Und?“

„Nicht die eine richtige Antwort, aber 45.000 Einträge“, sagt Dr. Bandura. „Das nenne ich offene Kommunikation. Auf diesem Weg bin ich auf das Rauchernetzwerk gestoßen. Kennst du das Rauchernetzwerk?“ Ich schüttele den Kopf.

„Ausgesprochen scharfsinnige Autoren. In einem Beitrag vom 11.9.2018 erklären sie am Beispiel der Ekelaufdrucke auf den Zigarettenschachteln den Nocebo-Effekt. Lisa, was die schreiben, das übernimmst du bitte so in deinen Blog-Beitrag.“

„Weiß nicht, muss ich mir noch angucken.“

„Du kommst nur deiner Aufklärungspflicht nach“, sagt Dr. Bandura und reicht mir ihr Smartphone.

Der Nocebo-Effekt

„Wenn du weiterlesen anklickst, kommt etwas sehr Interessantes. Ich wiederhole: Wer weiß, wie viel Schaden die immer selbe Leier von den ach so bösen Gefahren des Rauchens in den letzten Jahren bereits angerichtet hat… Und jetzt kommt’s, Lisa. Was die Jungs vom Rauchernetzwerk nach 13 Jahren ausgegraben haben, das setzt du bitte fett markiert in deinen Blog-Beitrag. Also: Das sagte selbst die Wissenschaftssendung „Quarks & Co.“ (WDR, mit Ranga Yogeshwar). Auf deren Webseiten hieß es schon 2005, als reine Textbehauptungen und noch keine Bilder die Tabakschachteln verunstaltet haben: „Möglicherweise löst schon der Warnhinweis Krebs aus. […] Angesichts eines so massiven Noceboeffektes ist es fraglich, ob es wirklich heilsam ist, wenn […] auf Zigarettenpackungen Hinweise über die Risiken des Rauchens stehen. Möglicherweise wecken gerade diese kurzen Sätze in den Konsumenten die Erwartung, tatsächlich an Lungenkrebs zu erkranken. Und das macht die Entstehung eines solchen Krebsleidens möglicherweise nur noch wahrscheinlicher. Schließlich belegen Placebo- und Noceboeffekt, wie extrem wirkungsvoll positive und negative Erwartungen sein können.

„Klingt interessant“, sage ich nur.

„Interessant?“ Dr. Bandura grinst. „Das ist Aufklärung im besten Sinn. Im WDR hatte Aufklärung früher einmal einen hohen Stellenwert. Die scharfe Kritik an den Warnhinweisen auf den Zigarettenschachteln hat vermutlich jemand geschrieben, der als Raucher zu den Betroffenen gehört, vielleicht Yogeshwar höchstpersönlich. Was löst laut Quark& Co den Nocebo- Effekt aus? Eine Todesdrohung. Im Fall der Ekelaufdrucke lautet die unterschwellige Drohung: Wenn du nicht an Lungenkrebs sterben willst, hör auf zu rauchen. Und dann…“ Dr. Bandura trinkt noch einen Schluck.

„Und dann?“

„16 Jahre später, im Sommer 2021, als es längst die ersten Impfdurchbrüche gibt und das Vertrauen in die Impfung Brüche kriegt, ist es ausgerechnet Nocebo-Spezialist Ranga Yogeshwar, der noch einmal für die Corona-Impfung wirbt und sehr direkt eine Todesdrohung ausspricht: „Wenn du nicht an Covid-19 sterben möchtest, lass dich impfen!“ https://www.facebook.com/bmg.bund/videos/wenn-du-nicht-an-covid-19-sterben-m%C3%B6chtest-lass-dich-impfen-ranga-yogeshwar-erkl/541281913761767 Unser smarter Wissenschaftsjournalist setzt den Nocebo-Effekt ein, um die Menschen zur Impfung zu bewegen, aber die Leute bemerken es nicht… Veröffentliche bitte das, was ich sage, genau so in deinem Blog.“

„Das ist ein schwerer Vorwurf, das veröffentliche ich nicht.“

„Beruf dich auf mich“, sagt Dr. Bandura. „Außerdem sind das alles Fakten. Das Werbe-Filmchen mit der Todesdrohung steht nach fast drei Jahren genau so noch im Internet, auf der Facebook-Seite des Bundesministeriums für Gesundheit, und auf YouTube kann man sich das komplette Video angucken, dabei ist alles, was da behauptet wird und ohnehin nur eine Halbwahrheit war, wissenschaftlich längst überholt. Das ist Panikmache unter dem Deckmantel der Gesundheitsaufklärung.“

Die Frau Keuner hat ihre Runde gedreht und ist wieder zu uns gestoßen. Nimmt eine Flasche Kölsch aus der Kühlbox, setzt sich und prostet mir zu. „Sag mal, Lisa. Haben deine Eltern dir damals gedroht?“ Ich schüttele langsam den Kopf.

„Nie?“

„Nie.“

Die Frau Keuner grinst: „Deshalb ist nichts aus dir geworden. Sag mal, weinst du?“

„Wie süß“, sagt Dr. Bandura. „Menschen, die in der Kindheit nicht von den Eltern bedroht werden oder wurden, sind vom Aussterben bedroht. Lisa, du bist aufgenommen.“

Jetzt bricht es aus mir heraus: „Der Ranga Yogeshwar ist doch ein guter Mensch, er hat den Brief an Olaf Scholz mit verfasst und erstunterschrieben. Er hat sich schon vor Jahren gegen das Social Freezing ausgesprochen.“

Dr. Bandura seufzt. „Aber warum wird er nicht aktiv? Mit seinem Wissen, seiner Intelligenz und seinem Einfluss müsste er sich noch einmal klar und deutlich gegen Waffenlieferungen aussprechen und was gegen die Ekelaufdrucke auf den Zigarettenschachteln tun.“

„Was die Impfung angeht, macht er uns Todesangst“, sagt die Frau Keuner. „Er droht mit dem Tod.“

„Oh ja, er droht mit dem Tod“, wiederholt Dr. Bandura.

„Das tun doch andere auch“, sage ich schnell.

„Nur nicht so brillant“, sagt Dr. Bandura. „Man kennt sich, man hilft sich, hat schon Konrad Adenauer gesagt.“ Tippt auf ihrem Smartphone herum. „Kurz nach der Bundestags-Wahl 2021 empfiehlt sich Yogeshwars Freund Karl Lauterbach mit einer Todesdrohung für das Amt des Bundesgesundheitsministers. Ich zitiere aus dem Stern: ‚Lauterbach betonte erneut die Bedeutung von Impfungen. „Klar ist aber, dass die meisten Ungeimpften von heute bis dahin entweder geimpft, genesen oder leider verstorben sind, denn das Infektionsgeschehen mit schweren Verläufen betrifft vor allem Impfverweigerer“, sagte der SPD-Politiker.'“ https://www.stern.de/gesundheit/corona–karl-lauterbach-fuerchtet-tod-vieler-ungeimpfter-30876252.html

„Er droht mit dem Tod“, sagt die Frau Keuner.

„Das veröffentliche ich nicht“, sage ich. „Außerdem ist das keine Todesdrohung. Juristisch nicht“.

„Aber ethisch“, sagt Dr. Bandura. „Medizinethisch. Der Missbrauch des Nocebo-Effekts war übrigens schon im 19. Jahrhundert bekannt. Ich bin kürzlich auf einen gern zitierten Schlüsselsatz in der Gründungsschrift der ‚American Medical Association‘ von 1847 gestoßen: „Das Leben eines Patienten kann nicht nur durch die Handlungen eines Arztes verkürzt werden, sondern auch durch seine Worte oder sein Verhalten.“ Zitiert nach: https://www.aerzteblatt.de/archiv/62781/Arzt-Patienten-Kommunikation-Verbesserung-des-Heilerfolgs-durch-die-richtigen-Worte

„Da fehlt noch einer“, sagt die Frau Keuner.

Jens Spahn, damaliger Geschäftsführender Minister im Übergang. Er muss das Wort „Impfverweigerer“, das zwischen den Zeilen steht, nicht einmal mehr offen aussprechen…

„Jau, und dann bewahrheitete sich was anderes“, sagt Dr. Bandura. „Nicht Wenn du nicht an Covid-19 sterben möchtest, lass dich impfen!, sondern…“

Die Frau Keuner grinst. „Lass dich impfen, wenn du deinen Job nicht verlieren willst.“