Die GEZ (die ich bewusst so noch nenne) hat Zugriff auf alle unsere Meldedaten, in meinen Augen ein Skandal : „Die Einwohnermeldeämter übermitteln Meldedaten an den Beitragsservice, wenn sich bei volljährigen Einwohnern Daten geändert haben. Anders als bei der anlassbezogenen Meldedatenübermittlung werden beim bundesweiten Meldedatenabgleich die Daten sämtlicher volljährigen, in Deutschland gemeldeten Personen übermittelt, um deren Beitragspflicht zu klären.“ (www.rundfunkbeitrag.de) Man kann das auch positiv betrachten: In vielen Fällen („Verifizierung“ des Wohnorts) würde ein kurzer Anruf beim Einwohnermeldeamt genügen, um Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Meine Tochter z.B. müsste nicht mehr krampfhaft belegen, dass sie bei mir gemeldet ist. Kleiner Tip: Der Beitragsservice ist auch per Mail zu erreichen, aber nicht unter der Schein-Adresse info@, sondern unter datenschutz@beitragsservice.de. Meine nebenstehende Mail wurde tatsächlich (freundlich) bearbeitet, aber meine „Belege“ wurden nicht akzeptiert. „Schuld“ an dem Schlamassel haben aber nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde, die ja auch nur ihren Job tun. Das Problem ist eine neue gesetzliche Grundlage von 2013. Ein typisch deutsches, aus mindestens fünf einzelnen Wörtern zusammengesetztes Wortungetüm mit 29 Buchstaben bezeichnet die neue gesetzliche Grundlage- und ist bezeichnend für die Sache: Der Rundfunkbeitragsstaatsvertrag.