Eine kalte Dusche…

… gab es für zahlreiche Bewohner von Stellwerk 60 am vergangenen Freitagmorgen. Ursache war eine technische Störung im kleinen Gaskraftwerk der Rheinenergie, das die zahlenden Haushalte der autofreien Siedlung erstaunlich zuverlässig mit Nahwärme und heißem Wasser versorgt.

Seltsam war, dass es gerade jetzt passierte, denn am nächsten Tag würde die Großdemo am Hambacher Forst stattfinden. Bekanntermaßen fordern viele Bewohner der autofreien Siedlung den Ausstieg aus der Braunkohle. Und, wie wir wissen, kooperiert unser kommunales Versorgungsunternehmen Rheinenergie mit dem Braunkohle-Riesen RWE. War die Störung bewusst eingefädelt worden, um uns eine eiskalte Abreibung zu verpassen? Sollte uns klargemacht werden, wer die Macht über Gas und Wasser hat und wie abhängig wir sind? Wie dem auch war, ich war erleichtert und dankbar, als der Schaden nach einer Stunde behoben war. Noch muss nur frieren, wer seine Energie-Rechnung nicht bezahlt.

Meine Dankbarkeit gegenüber der Rheinenergie hielt nicht lange an und mich nicht davon ab, am Samstag zur großen Kundgebung am Hambacher Forst zu fahren.

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Im S-Bahnhof Buir stehen alle Uhren auf 12.

Der Preis, den wir für die Rundum-Energieversorgung zahlen, ist nicht das Geld, das wir dafür ausgeben. Der tatsächliche Preis ist nicht bezifferbar.

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Hochspannung: Die Spitze des Schattens zeigt auf den Hambacher Forst.

 

Feine Reime am Rand:

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Herzens-Text: „Bambi liebt Hambi“

 

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