+++Eilmeldung: Steinmeiers Fuchs war 2017 wissenschaftliches Versuchskaninchen und hatte den Spitznamen „Frank-Walter“ – Mein Gott, Theo!+++

Die Werbung für öffentliche Gesundheitsmaßnahmen kommt oft locker-flockig daher. Gerne wird ein kumpelhafter Ton angeschlagen. „Ist doch nur ein kleiner Pieks“, so lautet eine altbekannte Floskel, mit der man derzeit auch die Corona Impfung an den Mann bzw. die Frau bringt. „Der kleine Pieks“ banalisiert einen heiklen medizinischen Eingriff. Schließlich wird uns, wenn wir geimpft werfen, von jemand anderem, den wir (in der Regel) nicht kennen, eine Substanz, die wir nicht wirklich kennen, verabreicht. Wir vertrauen einer Medizin, die es vermeintlich gut mit uns meint. Eigentlich redet man so mit Kindern.

„Ist doch nur ein kleiner Pieks“, das sagen Eltern vor einer Impfung zu ihren Kindern, um ihnen die Angst vor der Spritze zu nehmen. Eigentlich ist das paradox, denn gleichzeitig bläuen sie den Kleinen ein, dass sie von Fremden nichts annehmen sollen, und schon gar nicht, dass sie sich entblößen oder gar berühren lassen sollen. Doch „der Onkel Doktor“ (wie man in meiner Kindheit noch sagte) ist kein Fremder, er ist auch kein böser, sondern ein guter Onkel. Er tut den Kindern zwar weh, aber das muss leider sein, denn er will ja nur Gutes. Das zumindest sollen die Kinder glauben. So wurden und werden wir mit „Ist doch nur ein kleiner Pieks“ von klein auf dazu gebracht, Ärzten und Ärztinnen (die es ja in der Regel tatsächlich gut mit uns meinen) blind zu vertrauen.

Die Menschen, die derzeit weltweit gegen Corona geimpft werden sollen, sind (zumindest vorläufig) keine Kinder. Diese Menschen sind wir Erwachsene. Uns soll das Unbehagen nicht an irgendeiner, sondern an der Spritze genommen werden. Mit der Verniedlichung „kleiner Pieks“ verkauft man uns alle für blöd: Sei kein Frosch, lass dich impfen... „Sei ohne Sorge“ (Ingeborg Bachmann, Reklame)

Doch dürfen wir einer Politik, der herzlich wenig einfällt angesichts der realen Bedrohungen, insbesondere der Klimakatastrophe, überhaupt noch vertrauen? Wie ist es um die Gesundheit einer Gesundheitspolitik bestellt, die angesichts von Corona einen weltweiten Impf-Wettlauf anstachelt und in einen meiner Meinung nach blinden Impf-Aktionismus verfällt? Auch wenn Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, bereits jetzt mit Ausschluss aus vielen Veranstaltungen gedroht wird (Restaurantbesuche, Reisen etc.), können wir (noch) NEIN sagen zur Impfung, denn noch gibt es das Grundgesetz mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit (Art. 2 II 1GG), das auch davor schützt, gegen den eigenen Willen geimpft zu werden.

Dass für Impf-Maßnahmen geworben wird, ist nicht neu. Neu ist aber, dass mit der Werbung für den vermeintlich „kleinen Pieks“ Weltpolitik gemacht wird. Wir erleben eine gesundheitspolitische Propaganda nie gekannten Ausmaßes.

Weltweit lassen sich Spitzenpolitiker vor laufender Kamera gegen Corona impfen. Ein Medien-Highlight der weltweiten Impfpropaganda war die Impfung des israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu. „Der Auftakt zur ehrgeizigen israelischen Impf-Kampagne wurde live im Fernsehen übertragen. „Eine kleine Spritze für einen Mann und ein großer Sprung für die Gesundheit von uns allen“, witzelte Netanyahu (71) im Sheba Medical Center in Ramat Gan.“ https://www.fokus-jerusalem.tv/2020/12/20/netanjahu-ein-grosser-sprung-fuer-die-gesundheit-von-uns-allen/

Hiermit spielt der Präsident des „Impfweltmeisters“ Israel auf einen der berühmtesten PR-Sätze aller Zeiten an, das sentimentale, gewiss schon auf der Erde vorab eingeprobte Statement der Ergriffenheit des US-Astronauten Neil Armstrong nach der ersten Mondlandung am 21. Juli 1969. Via Rundfunk hörten von der Erde aus mehr als eine Million Menschen Armstrong sagen: “That’s one small step for man, one giant leap for mankind.” Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit. Dass der Flug zum Mond der weiteste „Weitsprung“ der „Menschheit“ in den Himmel hinein einschließlich Landung auf einem Planeten bleiben sollte, konnte Armstrong nicht ahnen.

(Vermutlich wäre die Metapher „riesiger Sprung“ nicht gewählt worden ohne den Weitsprung-Weltrekord von Bob Beamon.) Zur Erinnerung: Ein Jahr zuvor hatte Bob Beamon bei den Olympischen Spielen in der Höhenluft von Mexiko-City mit 8,90 m einen neuen (den!) Weltrekord im Weitsprung aufgestellt. Beamon, ein „Naturtalent“, hatte in dem Moment starken Rückenwind, der gerade noch zulässig war. Die Spuren, die der Sprung im Sand hinterließ, wurden zwar noch vor dem nächsten Springer weggefegt, hinterließen aber einen Abdruck in den Köpfen und Herzen von Millionen Fernsehzuschauern.

Die Fuß-Spuren der Astronauten auf dem Mond hingegen werden für immer bleiben. Denn auf dem Mond gibt es weder Wetter noch Wind. Das ist schon unheim(e)lich. Offensichtlich ist der vielbesungene Mond, dessen Leucht- und Anziehungskraft die Rhythmen des irdischen Lebens beeinflusst, nicht dafür da, von Erdmenschen betreten zu werden. Armstrongs vermeintlicher „Sprung“, Resultat einer großen technischen Leistung, lässt mich kalt. Hingegen bin ich sehr berührt, wenn ich mir ein Video von Beamons Rekord-Sprung angucke. Bob Beamons Sprung war auch ein Triumph des schwarzen Mannes über den weißen.)

Auch US-Präsident Joe Biden ließ sich vor laufenden Kameras impfen. Anschließend rief er alle Amerikaner auf, sich ebenfalls impfen zu lassen. In Deutschland ist der Tenor ein anderer. Da ist Zurückhaltung angesagt. Angela Merkel wird sich erst impfen lassen, „wenn sie an der Reihe ist.“

Sich „vorzudrängeln“ käme auch nicht gut. Schließlich könnte es Erinnerungen wachrufen an die Sonderbehandlung bundesdeutscher Spitzenpolitiker bei der Schweinegrippe – Impfung im Jahr 2009. So schrieb die Süddeutsche Zeitung am 19.10.2009: „Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Bundesregierung, Bundesbeamte und Soldaten der Bundeswehr einen anderen Impfstoff bekommen als Otto Normalverbraucher. Sie erhalten einen Schweinegrippeimpfstoff vom US-Pharmakonzern Baxter, der keinen umstrittenen Wirkstoffverstärker enthält.Schweinegrippe – Aufregung um „Zwei-Klassen-Impfung“ – Politik – SZ.de (Dass ausgerechnet „Pandemrix,“ der Stoff fürs Volk, als Spätwirkung bei vielen, meist jungen Menschen Narkolepsie verursachen würde, konnte noch niemand wissen. Um den Verdacht, es gäbe eine Zwei-Klassen-Medizin, zu entschärfen, ließen sich damals demonstrativ auch Wissenschaftler mit Pandemrix impfen, etwa der Virologe Alexander Kekulé. )

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird erst dann zur Impfung gehen, wenn er an der Reihe ist. Dennoch heißt es, auch und gerade in Krisenzeiten, die Bürger bei guter (Impf)Laune zu halten. Dass die Namensuche für den Fuchs von Bellevue mit dem Impfbeginn in Deutschland zusammenfiel, ist kein Zufall.

Steinmeiers öffentliche Vorstellung des Fuchses auf Instagram kam heiter und lustig daher. Man braucht nicht einmal einen Instagram-Zugang, um ihn sich anzusehen. Der Schnappschuss zeigt einen Fuchs, der sich mit dem Schwanz die Augen zuhält. So als wollte er sagen: Ihr könnt mich mal. Putzig, was?

Weiter heißt es augenzwinkernd auf Instagram:

„🦊 Dürfen wir vorstellen? Der heimliche „Schlossherr“ von Bellevue, dem es im Park des Berliner Amtssitzes sichtlich gut gefällt. Eine Namenstaufe ist schon länger fällig, daher unsere Frage an Sie: Wie soll unser Schlossfuchs heißen? Aus allen Vorschlägen wird der Bundespräsident einen Namen auswählen, der hier offiziell verkündet wird.https://www.instagram.com/p/CJV5vF7sGqM/?utm_source=ig_embed

Den Fuchs „heimlicher Schlossherr“ zu nennen, ist eine neckische Anbiederung. „Heimlicher Schlossherr“ erinnert mich übrigens an „die heimliche Chefin“ Melania Trump. Siehe hierzu: https://www.krone.at/2060288

Ach, lass doch den Leuten den Spaß, höre ich irgendwen sagen. Außerdem heißt der Fuchs Theo. Das ist die Abkürzung von Theodor, Geschenk Gottes.

Gut, sage ich. Aber schaut man einem geschenkten Gaul, bevor man ihn ins Haus bzw. in den Garten bittet, ins Maul? Ist Misstrauen angebracht gegenüber dem Gast? Lockt man ihn in eine Lebendfalle? Überrumpelt man den Gast, betäubt man ihn, jagt man ihm eine Spritze in den Muskel, untersucht man seinen Gesundheitszustand? Macht man ihn zum Objekt der Forschung, legt man ihm ein Halsband mit einem Sensor um, um ihn auf seinen Streifzügen durch den Park von Bellevue bewachen und beobachten zu können? Und macht man sich ihn zum Kumpel, indem man ihm den Spitznamen „Frank-Walter“ verpasst?

Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern im Jahr 2017 tatsächlich geschehen. Eine junge Wissenschaftlerin hatte die Erlaubnis und vermutlich auch den Auftrag, im Hochsicherheitsgelände rund um das Schloss Bellevue eine Lebendfalle aufzustellen. https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/verfuchst-noch-mal-berlins-beruehmtester-fuchs-wird-jetzt-ueberwacht

Etwas ist zu befürchten. Gerade dann, wenn viele Wildtiere winterschlafen, paaren sich die nachtaktiven, winterwachen Füchse. Zu Frühlingsbeginn könnte es dann soweit sein. Spätestens an Ostern dürfte es heißen: Der Fuchs von Bellevue ist Vater geworden…. Mein Gott, Theo!

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Kleiner Nachtrag vom 9.2.2020: Auf dem EXPRESS von heute heißt es nicht nur „Kleiner Pieks“, sondern Corona-Piks. Ohne Dehnungs-„e“ verkürzt sich das „i“, wird aus dem Pieks ein Piks. Das hört sich an wie „picken“ und klingt, als würde die kurze Nadel einer kleinen Impfspritze die Haut nur kurz streifen. Das ist aber nicht so. Die Kanüle der Spritze muss durch die Haut hindurch in den Muskel eindringen und entsprechend lang sein. Die vielen Symbol- Fotos zum Thema Corona-Impfung, die wir seit einiger Zeit Tag für Tag in Zeitschriften oder im Internet sehen, zeigen reißerisch und untergründig aggressiv (teils tropfende) Impfspritzen mit langen Kanülen.

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