GroKo stoppen! Teil 2: Der Titel schützt vor Torheit nicht – Impfarzt Prof. Auflauerbach

Prof. Dr. Karl Lauterbach, Mediziner, Gesundheitsökonom und Bundestagsabgeordneter (SPD), liebt es, den Menschen auf bzw. unter die Pelle zu rücken, und das im wahrsten Sinne des Wortes. So half Lauterbach nach anfänglichen Protesten im April in einem Leverkusener Impfzentrum aus. Der Ort war nicht zufällig ausgesucht. Im Wahlkreis Leverkusen – Köln IV ist Lauterbach Direktkandidat der SPD für den Deutschen Bundestag..

Am 21. August wagte dann der prominente Direktkandidat in peinlicher Selbstüberschätzung einen zweiten Wahlkampf-Auftritt als Impfarzt, der allerdings blamabel enden sollte. Der Impfbus mit dem Team rundum Lauterbach stand vor dem Leverkusener Stadion, wo Bayer 04 Leverkusen gegen den VFL Mönchengladbach spielte. Nach all den freundlichen Briefen, die er tagtäglich bekommt, hatte Lauterbach gehofft, dass die Leute in Scharen kommen, weil sie es prickelnd finden, wenn ihnen der Kandidat höchstpersönlich die Impfspritze setzt.

Doch der erwartete Ansturm blieb aus. Ein beleidigter Lauterbach twitterte am 21.8. folgendes:

„… Karl Lauterbach@Karl_Lauterbach 21. Aug Heute hat das Impfteam Leverkusen vor dem Bayer Stadion geimpft. Wir hatten weitaus weniger Impfinteressenten als erwartet. Was war passiert? Finde den Fehler…

„Finde den Fehler“ – das klingt wie eine Arbeitsaufgabe für Grundschüler. Nun gut, ich mache mit, doch ich finde keinen Fehler, denn was Lauterbach passiert ist, ist kein „Fehler“, sondern war richtig doof. Tatsächlich hatte Lauterbach nicht begriffen, dass zum Fußball-Bundesliga-Spiel ja nur genesene oder bereits vollständig geimpfte Zuschauer zugelassen waren („2G“). Aber wer kommt schon zur Stadion-Impfung, wenn er anschließend nicht mal ins Stadion kommt? Ich denke, Freikarten hätten das Impfinteresse deutlich erhöht.

Den Nutzen von Freikarten oder anderen Belohnungen (warum nicht Halver Hahn als schmackhafter, aber preiswerter Lockvogel?) scheint Lauterbach nicht zu begreifen. Vermutlich denkt der Mann, die Impfung ist Geschenk genug. Es kann aber auch sein, dass der angeblich knickrige Lauterbach befürchtet, den Köder aus eigener Tasche zahlen zu müssen.

Eine vergleichbar lächerliche Idee eines Weekend-Pieks hatte Lauterbach vor zwei Monaten schon einmal. „SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schlägt vor, dass „nicht nur in Arztpraxen und Impfzentren, sondern auch in Ausgehmeilen“ geimpft wird. Das sagte er im Gespräch mit Business Insider: „Es muss Freitags- und Samstagsabends mobile Impfstationen an belebten Plätzen geben, wo sich viele Leute treffen, auch vor Bars und Clubs“, so Lauterbach weiter. Man müsse mit den Impfungen dorthin, wo die Menschen seien.https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/zuerst-spritze-dann-feiern-karl-lauterbach-plaediert-fuer-mobile-impfstationen-vor-bars-und-clubs-b/

Mit seinem Vorschlag ist Lauterbach zum Glück nicht durchgekommen. Wer hat schon Lust, frisch geimpft, aber leicht angeschlagen und sich unfrisch fühlend feiern zu gehen und nicht einmal mit Freibier belohnt zu werden? Schon damals hätte Lauterbachs doofer Tweet gut gepasst : „Wir hatten weitaus weniger Impfinteressenten als erwartet. Was war passiert? Finde den Fehler…

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Karl Lauterbach: Damals noch mit leeren Händen, heute mit Impfspritze in der Hand.                                                          Lauterbach wettert: Kölner Glühwein-Anarchie – So titelte am 7.Dezember 2020 der Kölner EXPRESS. Völlig aufgebracht war Karl Lauterbach wegen der sogenannten „Glühwein-Wanderungen“, die im Kölner Stadtgebiet kurz vor dem Lockdown (13.12.) noch stattfinden konnten, am Nikolaus-Sonntag ins Kölner Belgische Viertel gestürmt, denn die Menschen wanderten nicht nur von Glühwein-Ausschank zu Glühwein-Ausschank, wie es die Stadt Köln „erlaubt“ hatte, sondern blieben zwischendurch stehen, d.h. sie standen Glühwein trinkend in Grüppchen zusammen, ohne immer den „Sicherheitsabstand“ einzuhalten. War das schon fast ein Verbrechen? Für Lauterbach nicht nur fast.

Sogar aus medizinischer Sicht ist die auflauernde Impfung, wie ich sie leider nennen muss, mehr als fraglich. Schließlich wirkt die Corona-Impfung erst mit mehrwöchiger Verzögerung. Welche Phantasien hat Lauterbach, was lässt ihn von mobilen „Impfstationen an belebten Plätzen“ träumen? Missgönnt er den Mitmenschen die Lebensfreude? Ist nicht die Impfung von tausend Menschen auf einen Stich, wie ich die Aktion leider nennen muss, eine volkserzieherische Zwangsmaßnahme?

Entsetzt bin ich, wenn ich lese, dass Lauterbach, was die Schulen betrifft, weiterhin für harte Maßnahmen plädiert. Die Gefahr, die er heraufbeschwört, ist die drohende „Durchseuchung der Kinder“.

In einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk am 26.8.2021 (einen Tag, nachdem am 25. August die Mehrheit im Deutschen Bundestag gegen die Stimmen aller Oppositionsparteien die „epidemische Lage“ zum fünften Mal verlängert hatte) brachte der stellvertretende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP), seinen Unmut zum Ausdruck. Er hält den den Begriff „Durchseuchung“ für „propangandistisch“. Ich kann mich dem nur anschließen. Unbedingt lesen: https://www.deutschlandfunk.de/nrw-familienminister-stamp-zu-covid-verlaeufen-risiken-fuer.694.de.html?dram:article_id=502222

Joachim Stamp, der kein Impfgegner ist, hatte einen „Tag der Eigenverantwortung“ vorgeschlagen, und zwar den 3.Oktober („Tag der deutschen Einheit“) 2021. „Danach sollten die staatlichen Beschränkungen von Bürgerrechten enden.“

Der NRW-Familienminister macht sich große Sorgen um das Wohlergehen der Kinder. Er hatte sich vor dem 25.8. mit zahlreichen Fachleuten unterhalten, insbesondere mit Kinderärztinnen und Kinderärzten: „Es wird ja der Politik immer vorgeworfen, wir würden uns nicht an die Wissenschaft halten. Ich finde, bei der Beurteilung der Risiken für Kinder, da ist doch die wichtigste Wissenschaft die Pädiatrie, das was die Kinderärztinnen und Kinderärzte sagen. Die sagen uns, dass die Risiken durch die Beschränkungen viel, viel höher sind.“ (s.o.) 

Kinder können sich nicht wehren. Ihre Eltern sind gezwungen, auch gegen den eigenen (Eltern)-Willen Maßnahmen zu akzeptieren, die in der kindlichen Psyche großen Schaden anrichten können. Diese Maßnahmen überschreiten nicht nur Körpergrenzen, sondern entmündigen die Kinder und zwingen sie zu einer Art soldatischem Gehorsam.

Wir erleben eine rücksichtslose, gleichgültige Corona-Politik. Dass es auch anders geht, zeigen uns die Schweden, wo alle Schulen ohne Einschränkungen geöffnet sind. Impfungen für 16jährige werden in Schweden nicht generell empfohlen, sondern nur für Jugendliche mit bestimmten Erkrankungen. Man hat aus den Erfahrungen mit der Schweinegrippe-Impfung und ihren katastrophalen Folgen und Spätfolgen (Narkolepsie) gelernt.

Manchmal denke ich, dass es das Werk der großen Schriftstellerin Astrid Lindgren ist, das in den Herzen der Schweden Spuren hinterlassen hat. Astrid Lindgrens Bücher speisen sich aus einer tiefen Liebe zum Leben, zu allen irdischen Geschöpfen und aus einer unumstößlichen Achtung vor den Kindern.

Medizinische Maßnahmen als Mittel zur Unterwerfung einzusetzen, ist verwerflich. Seinen entsetzlichen Höhepunkt hatte dieser Wahnsinn in den 1950er und 60er Jahren, als Heimkinder, die keine schützenden Eltern hatten, vielerorts in Deutschland systematisch gequält, ruhig gestellt, misshandelt und (auch für pharmazeutische Studien und Experimente) missbraucht wurden. Zum Einsatz kam hierbei medizinisches Gerät, insbesondere die handliche Injektions-Spritze. „In einer Art Verteidigungsschrift an den Essener Caritas-Direktor bestritt Strehl zwar die Anwendung solcher „Kotzspritzen“, doch zeigen die Quellen ein anderes Bild. Neben den zeitgenössischen Unterlagen berichteten auch verschiedene Heimbewohner über die Verabreichungspraxis solcher Spritzen, die Strehl bei Stationsvisiten offenbar immer bei sich trug, um renitente Kinder bei Bedarf direkt sedieren zu können.https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMI17-20.pdf

Mit „Strehl“ ist der Mediziner Waldemar Strehl (1916-1988) gemeint, der im Zweiten Weltkrieg in der Wehrmacht gedient hatte und von 1955 bis 1969 im Essener Franz-Sales-Haus tätig war, einem katholischen Behindertenheim. „… Über den missbräuchlichen Einsatz von Medikamenten in Heimen der Nachkriegszeit haben der Historiker Uwe Kaminsky und die Ethikerin Katharina Klöcker von der Ruhr-Universität Bochum am Donnerstag eine Studie veröffentlicht. Am Beispiel des Franz Sales Hauses zeichnen sie nach, wie in den 1950er und 1960er Jahren die Bewohner mit Medikamenten diszipliniert wurden. Damit nicht genug: Der damalige Anstaltsarzt Waldemar Strehl testete an den Minderjährigen neue Präparate – in Überdosis…“ https://www.domradio.de/themen/bistuemer/2020-08-27/zur-strafe-eine-kotzspritze-studie-zeigt-medikamentenmissbrauch-einem-nachkriegsheim

… Ich kann an dieser Stelle nicht weiterschreiben, weil ich erst einmal tief durchatmen muss und spüre, wie mir die Tränen kommen… Beim Googeln musste ich feststellen, dass Waldemar Strehl in meiner Heimatstadt Bottrop geboren wurde und an „meiner Schule“ Städtisches Jungengymnasium Bottrop Abitur gemacht hat, an eben dem Gymnasium, wo mein Großvater Josef Verron zu der Zeit Lateinlehrer war…

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Vom Blitz getroffen, pardon… Ich habe das Plakat (mehr schlecht als recht) von der illustren Seite leverkusen.com abfotografiert. Damals hat es jemand auf der Solinger Straße in Leverkusen aufgenommen. Das Plakat stammt aus dem Wahlkampf 2017. Lauterbach war bis 2001 Mitglied der CDU, wechselte dann aber in die SPD. Lauterbach machte zu der Zeit Karriere an der Universität zu Köln.  „1998 wurde Lauterbach Direktor des neu gegründeten Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) an der Universität zu Köln; damit war auch seine Berufung als Professor verbunden. Dort ist er aufgrund seines Bundestagsmandats beurlaubt.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lauterbach                                                                                  Lauterbach wollte und will Bundesgesundheitsminister werden, das ist sein Traum. Dafür musste er zunächst einmal Bundestagsabgeordneter werden. Es war schlau von Lauterbach, sich den Wahlkreis Leverkusen- Köln IV zu sichern, denn der geht traditionell an die SPD. Als Direktkandidat ist Lauterbach bereits 2005, 2009, 20013 und 2017 in den Bundestag gewählt worden. Lauterbach ist auf das Direktmandat angewiesen. Über die Landesliste in den Bundestag zu kommen, dürfte Lauterbach im Jahr 2021 kaum gelingen, denn die Partei hat ihn lediglich auf Platz 23  gesetzt.                                                                    Zurück zum Wahlkampf 2017. Ein Job muss reichen. Mit diesem Plakat wollte sich Lauterbach bei den Wählerinnen und Wählern anbiedern, denn in Leverkusen und im Kölner Nordosten leben viele Menschen, die mehrere Jobs brauchen, um sich überhaupt über Wasser zu halten. Lauterbach schwimmt oben und verdient bestens, doch der Professorentitel schützt vor Torheit nicht. Dass die Parole „Ein Job muss reichen“ doppeldeutig ist, dürfte vielen Menschen aufgefallen sein, nur Lauterbach nicht. Lauterbach hat viele Jobs, nicht nur im Bundestag. Als Professor ist er lediglich beurlaubt, er veröffentlicht populärwissenschaftliche Bücher und tritt als Redner auf. Ich sage nur: „Lieber Herr Prof. Lauterbach, bitte bescheiden Sie sich. Nehmen Sie sich selber ernst: Ein Job muss reichen.“

Elfchen im Neunten: „MAKE OUR PLANET GREAT AGAIN“ – „MACHT EUCH DIE ERDE UNTERTAN“

Emmanuel Macron kam der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen vermutlich nicht ungelegen. Vor dem Hintergrund des Ausstiegs kann er umso mehr den Weltklima-Retter mimen. Gemessen am reichlich beschränkten Donald Trump, der (vergleichbar etwa mit der AFD-Politikerin Alice Weidel) nach wie vor nicht begreifen will, dass der „Klimawandel“ von Menschen verursacht ist, wirkt Macron geradezu klug und vernünftig. Das ist natürlich nur relativ, denn, wie (leicht abgewandelt) ein Sprichwort sagt, das Erasmus von Rotterdam zugeschrieben wird: Unter den blinden Männern ist der einäugige Mann König.

Der Ausstieg kam allerdings für niemanden überraschend, denn Trump löste hiermit ein Wahlversprechen ein. Dennoch nahm Macron die offizielle Ankündigung des Ausstiegs zum Anlass, sich am 1.6.2017 vermeintlich tief erschrocken und enttäuscht mit einer „persönlichen“ Botschaft an die Weltöffentlichkeit zu wenden. In dieser Rede tritt Macron gut gepudert als smarter Klima-Missionar auf, der Experten anheuert: „Allen Wissenschaftlern, Ingenieuren, Unternehmern und Bürgern, die von der Entscheidung des amerikanischen Präsidenten enttäuscht sind, möchte ich sagen, dass sie in Frankreich ein zweites Heimatland finden werden. Ich sage ihnen: Kommen Sie, und arbeiten Sie hier mit uns! Lassen Sie uns gemeinsam an konkreten Lösungen für unser Klima arbeiten.“ (Video Make Our Planet Great Again, deutschsprachige Untertitel)

Doch Macrons Wortwahl lässt aufhorchen. Die gut einstudierte Rede endet mit einem Satz, den sich Macron publikumswirksam für den Schluss aufbewahrt hat: Make Our Planet Great Again. Unüberhörbar spielt der Satz auf Trumps berühmte Parole Make America Great Again an. Nur ist es nicht nur die eine Nation, die Macron wieder großartig machen will, sondern etwas viel Größeres: die ganze Erde. Was aber stellt sich Macron unter einem „großartigen Planeten“ vor? Will Macron die aufgebrachte Natur beschwören? Angesichts von so viel Schwulst wird mir ganz angst und bang.

Make Our Planet Great Again zeigt einmal mehr eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Präsidenten der Atommächte Frankreich und USA. Beide, der aktuelle Präsident Frankreichs und der ehemalige der USA, lieben die Macht, die Selbstfeier, den Prunk, und beide lieben die prachtvolle Macht-Demonstration. Zur Erinnerung: Nur sechs Wochen nach der Ankündigung des Ausstiegs sind Donald und Melania auf Einladung von Macron anlässlich des Nationalfeiertags nach Frankreich gereist, um am 14.Juli 2017 der Militärparade beizuwohnen.

Leider ist man auch hierzulande von Macrons großmäuliger Parole begeistert. Make Our Planet Great Again ist Leitsatz einer französisch-deutschen Wissenschafts-Kooperative:
„… Das vom BMBF mit 15 Millionen Euro geförderte und auf fünf Jahre (2018–2022) angelegte Förderprogramm für Klima-, Energie- und Erdsystemforschung Make Our Planet Great Again geht auf eine Initiative des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zurück…“ Weiterlesen: https://www.bmbf.de/SharedDocs/Publikationen/de/bmbf/pdf/bildung-und-forschung-als-schluessel-fuer-eine-nachhaltige-zukunft.pdf?__blob=publicationFile&v=2

In der Wissenschaft herrscht weitgehend Konsens darüber, dass der Klimawandel menschenverursacht ist. Vertiefende Studien und die Entwicklung von Lösungen mögen sinnvoll sein, aber vor dem Hintergrund eines politischen Immersoweiter hat die Forschung auch eine Alibi-Funktion, denn sie dient unseren Politikern dazu, mit gereinigtem Gewissen weiterzumachen wie bisher: Zu verprassen, zu vergeuden und den Planeten, den Macron wieder „great“ machen will, hemmungslos auszubeuten.

Um den Planeten wieder „great“ zu machen, setzt Macron auf die vermeintlich saubere Atomenergie. Das ist, wie wir wissen, höchst riskant. Die Situation ist verfahren. Frankreich deckt den nationalen Energiebedarf vorrangig mit Atomstrom. Die französische Regierung hat unlängst -anstatt den Ausstieg einzuleiten- die Laufzeit der AKWs sogar auf fünfzig Jahre verlängert. Tatsächlich ist -und da reibt sich Macron die Hände- die Erzeugung von Atomkraft mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar, denn das zentrale Ziel des Abkommens ist die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad, und die Emissionen sind beim Betrieb von Kernkraftwerken gering.

Dass man die Gefahren wider besseres Wissen herunterspielt, ist unannehmbar. Dass jedoch die französische Regierung versucht, Atomkraft als „nachhaltig“ zu verkaufen, um an EU-Fördermittel zu kommen, ist höhnisch und schamlos gegenüber den Menschen, deren Lebensräume durch die Zerstörungskraft der Atomenergie nachhaltig vernichtet wurden. Ich denke an die Opfer der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima, aber insbesondere auch an die Opfer der französischen Atomversuche in Französisch-Polynesien. Die Zerstörung ihres Lebensraums hat die französische Politik in Kenntnis (!) der katastrophalen Folgen bewusst in Kauf genommen.

Es müsste jetzt endlich die Notbremse gezogen werden. Zunächst und zuallererst müsste man an den Auswüchsen ansetzen und die Privilegien der Mächtigen kappen und diese Personen auf den Erdboden zurückholen, dann wäre schon viel gewonnen.

Es gäbe viele klimapolitische Sofortmaßnahmen. Nur ein paar, die mir spontan einfallen: Stopp der Formel 1, virtuelle Ersatzrennen, aber auch Verlegung in Carrerabahn-Hallen bei gleichzeitiger Öffnung der Rennstrecken für Seifenkisten… Nichtinbetriebnahme des Weltraumbahnhofs (netter, verniedlichender Begriff!) in der Nordsee… Keine weitere Eroberung des Weltalls… Olympia dem Amateursport zurückgeben… Gipfeltreffen digital stattfinden lassen: Stopp des internationalen Schaulaufens der Politiker (inklusive des Großen Fressens, der Kaffee-Kränzchen mit der Queen etc…)

Macron, Kofürst von Andorra und Ehrenkanoniker von St. Johannes im Lateran, müsste unbedingt auf den Boden geholt werden. Er möge seine Dienstreise-Freude drosseln und aufs Homeoffice umsteigen. Darüber hinaus müssten seine Bezüge reduziert werden, denn die sind enorm. „Das Gehalt des französischen Staatspräsidenten betrug seit einer Erhöhung im Herbst 2007 – um 170 Prozent – wie das des Premierministers brutto 240.000 Euro im Jahr.[8] Darüber hinaus erhält er jährlich ein Budget in Millionenhöhe, über welches keine Rechenschaft abgelegt werden muss; dazu gehören zum Beispiel freie Kost und Logis im Palast oder Feriendomizile.[9 …“ https://de.wikipedia.org/wiki/Staatspr%C3%A4sident_(Frankreich)

***

Ende August 2021 machen wir -ich älterer Mensch und vier junge Studentinnen zwischen 25 und 20 (darunter meine beiden Töchter)- Urlaub in der Nord-Bretagne. Wir sind mit dem Auto unterwegs. Von uns bin ich die einzige, die einen Führerschein hat. Mit knapp 63 habe ich mir (auch wegen Corona und der unerträglichen Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln) zum ersten Mal im Leben ein Auto zugelegt.

Als Siebensitzer ist das alte Auto groß genug für fünf Personen + Hund, aber auch für die vorwiegend mit bunten Second-Hand-Klamotten und Büchern prall gefüllten Koffer, die so schwer sind, dass ich sie nicht tragen kann. Immerhin brauche ich zum Autofahren noch keine Brille. Auf gut Wetter-Glück habe ich für zwei Wochen eine Ferienwohnung in Ploumanac’h gemietet, einem Ortsteil von Perros-Guirec. Mein Optimismus wird belohnt, die Regenjacken bleiben unausgepackt.

Meistens scheint die Sonne, aber an kaum einem anderen Tag ist der Himmel so unwirklich blau wie am 27. August.

Der Zufall will es, dass ausgerechnet ich, die ich mir so viele Gedanken um den Sonnengott gemacht habe, ausgerechnet hier, wo ich ihn nicht erwartet hatte, bei strahlendem Sonnenschein Macron begegne. Natürlich nicht leibhaftig… Wir sind mit dem Auto auf dem Weg ins schöne Städtchen Lannion, aber die Smartphone-Navi spinnt und leitet uns um nach Perros-Guirec. So geraten wir auf die Küstenstraße zwischen dem „Plage de Trestaou“ und dem „Plage de Trestignel“. Der Straßenrand ist von Menschen gesäumt, die aufs Meer gucken.

Wir stellen das Auto am Plage de Trestignel ab, gehen die Straße hoch und mischen uns unter die Leute: Man erwartet die Flugshow der Patrouille de France, der Kunstflugstaffel der französischen Armee.

Es ist schon faszinierend, wenn am heiteren Himmel mit einem Mal die Flugzeuge auftauchen, Muster bilden und Formationen. Doch alles ist nur Schöner Schein und Schall und Rauch, denn die künstlich erzeugten bunten Wolkenstreifen verpuffen sehr schnell. Dennoch ist die Wahrnehmung nachhaltig manipuliert: Noch Stunden später sollte ich in jeder Möwe den Starfighter sehen

Hybris

schmiert den

Himmel an: Make

Our Planet Great Again

TRICKolore

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Befleckungslust: Dem Himmel den blau-weiß-roten Stempel  aufdrücken, ohne alle Demut zeigen, wer der Herr auf dem Planeten ist:  La Grande Guerre Contre La Nature.

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Soll hier eine Corona-Impfspritze dargestellt werden?

Make Our Planet Great Again… Irgendwann bemerke ich, dass die Parole einen Satz aus dem Alten Testament in sich trägt, Gottes Auftrag an den Menschen: „Macht euch die Erde untertan.“ (Gen 1,28) Beide Sätze (oder sind es nicht eher Schlachtrufe?) haben acht Silben. Die Betonung ist jeweils auf der ersten, der vierten und sechsten Silbe. Der Satzbau ist weitgehend analog, und die Botschaft von Make Our Planet Great Again spielt überdeutlich auf das „Original“ an. Da es den Satz „Macht euch die Erde untertan“ so nur in der deutschsprachigen Bibelübersetzung gibt, ist zu befürchten, dass die Werbetexter, die für Macron arbeiten, ihn bewusst genau so formuliert haben, weil sie einen sprachlichen Köder brauchten für die Verantwortlichen im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die ja auch direkt angebissen haben.

Macron fehlt meines Erachtens alle Demut gegenüber der Schöpfung. An dieser Stelle möchte ich den deutschen Wissenschaftsjournalisten Horst Stern (1922-2019) zitieren, der die Zeitschrift natur mitgründete und bis 1984 deren Herausgeber und Chefredakteur war. Anlässlich seines 90. Geburtstags im Jahr 2012 hat die Zeitschrift natur noch einmal Horst Sterns allererstes Editorial abgedruckt:

„Es darf gedacht werden in NATUR. Nicht nur die Hybris, auch die Hoffnung liegt ja in unserem Denkvermögen begründet. Ich bin sicher: Es wird sich in unserem parasitären Umgang mit der Natur nur dann etwas zum Besseren ändern, hin zu ihrer Schonung durch die Erkenntnis unserer Mitgeschöpflichkeit, wenn der rational gefasste, argumentativ bewiesene Gedanke politisch mehrheitsfähig wird, daß wir Menschen im Kreis der pflanzlichen und tierischen Gestalten nicht grundsätzlich anders, sondern nur grundsätzlich andersartig sind: daß unser Verwandtschaftsgefälle hinunter zu einer Kolibakterie beweisbar kürzer ist als das hinauf zu einem Gott, für dessen Ebenbild wir uns halten. Wir sind als Art biologisch unentrinnbar ein Teil der Natur – lebend an ihr Leben, leidend an ihr Leiden, sterbend an ihr Sterben gebunden.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Stern

„Hömma, Lisa, deine Tochter hat Delta, und du lädst mich nicht zur Viren-Party ein: Kniesbüggel!“ – Eine Begegnung mit der Frau Keuner

„Tach“, sacht meine Nachbarin, die Frau Keuner. „Kann ich deine Tochter wohl mal sprechen?“

„Hä?“ Ich war nur kurz vor der Tür, zwei Fahrräder aus dem Schuppen holen, hab die Haustür aufgelassen, da war die Frau Keuner auch schon da, als wenn sie drauf gewartet hätte. Die hat den Gehwagen die Stufe hochgebockt und is rein ins Haus. Jetzt sitzt die Frau Keuner am Tisch, und wenn die erst mal sitzt, dann sitzt die.

Ich räuspere mich: „Frau Keuner, das geht jetzt nicht, ich muss Sie leider bitten, das Haus zu verlassen.“ Die Frau Keuner verschränkt die Arme.

„Meine Tochter ist vor zwölf Tagen positiv getestet worden“, sage ich und räuspere mich wieder. „Gestern stand das Gesundheitsamt hier noch einmal auf der Matte und hat den abschließenden PCR-Test durchgeführt. Meine Tochter ist zwar wieder negativ, aber bis einschließlich 23.59 Uhr ist die in Quarantäne. Die darf noch nicht raus und die darf vor allem keinen Besuch haben. Frau Keuner, die Lea hat gehustet, geschnieft und geschwitzt. Sie wissen doch, wie hoch ansteckend die Delta-Variante ist. In den letzten Wochen habe ich mich kaum getraut, die Fenster zu öffnen, damit das Virus nicht entfleucht und halb Nippes versucht. Es ist gut möglich, dass das Delta-Virus hier…“

„… Immer noch sein Unwesen treibt“, ergänzt die Frau Keuner und lacht. Sie schließt die Augen und holt tief Luft. „Bissken abgestanden, die Luft, aber lecker Aerosole. Wo du mir schon sonst nichts anbietest, will ich wenigstens echte Kölner Corona-Luft einatmen.“ Die Frau Keuner legt den Kopf in den Nacken, atmet tief durch die Nase ein und tief durch den Mund aus.

„Frau Keuner, bitte verlassen Sie das Haus. Meine jüngere Tochter und ich stehen als ungeimpfte Kontaktpersonen einer Infizierten immer noch unter Corona-Verdacht. Und nur weil wir uns kooperativ verhalten, sieht das Gesundheitsamt von unangekündigten Hausbesuchen ab.“

„Und der angekündigte Besuch war lustig, wa?“, foppt mich die Frau Keuner.

„Es war so entwürdigend“, antworte ich. „Da kam eine blonde junge Frau. Hellblauer Schutz-Anzug, hellblaue Maske, blaue Augen. Ich war so schlau, ganz langsam vor dem langen Stäbchen zurückzuweichen, aber meine Tochter dachte, dass es nicht weh tut, wenn sie nur den Kopf ruhig hält.“

„Ach wat“, sagt die Frau Keuner und grinst. „Wenn du nicht protestierst, dringen die umso tiefer in dich ein. Das geschulte, erfahrene Personal führt das lange, lange Teststäbchen mit ruhiger Hand durch die Nase tief und immer tiefer ein bis hinten an die Rachenwand, ja, mit ruhiger Hand platziert die medizinische Fachkraft das lange, lange Teststäbchen hinter dem Gaumenzäpfchen. Und? Hat das Personal dir Impfmuffel auch schön Angst gemacht? Hat man dir auch einen Pulsoximeter an den Finger geklemmt?“

„Ich, ich“, stammele ich. „Ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Das…“

„Dat gibbet bei Saturn und bei Amazon„, lacht die Frau Keuner. „Der Pulsoximeter gehört heutzutage in jede Hausapotheke.“

„Das ging schneller, als ich reagieren konnte“, sage ich. „Ohne Vorankündigung. Und die Frau hat nur auf Nachfrage gesagt, dass sie meinen Pulsschlag und den Sauerstoffgehalt meines Blutes testet. Dabei stand ich gesund und munter auf beiden Beinen vor ihr. Ich meine, die ist vom Fach, die muss doch ein Gespür dafür haben, dass es mir gut geht. Und wollen Sie wissen, was die Person gesagt hat?“

„Was hat die denn gesagt?!… Jetzt sach schon!““

Ich lasse die Frau Keuner eine Weile zappeln und rede dann weiter: „Wortwörtlich hat die zu mir gesagt: Es kann sein, dass Sie in Kürze beatmet werden müssen. Sie wissen nichts davon, denn noch fühlen Sie sich wohl, aber Ihr Zustand kann sich binnen kürzester Zeit dramatisch verschlechtern. Sie hätten die Untersuchung auch ablehnen können, aber seien Sie froh, dass Sie kooperiert haben, denn Ihre Werte sind in Ordnung.

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Ein leider unscharfes Selfie meiner physisch und psychisch verletzten jüngeren Tochter, die ebenso wie ich vermutlich gegen Delta immun ist: Am Morgen nach dem äußerst unangenehmen PCR-Test war Carlas rechtes Auge (der Stab wurde ins rechte Nasenloch eingeführt) gerötet. Außerdem verspürte  die „Kontaktperson“ tagelang einen stechenden Schmerz im Hals.                                                              PCR-Tests sind immer unsanft und sollten in der Corona-Diagnostik nicht routinemäßig durchgeführt werden. Wie brutal sie sein können, musste eine meiner Schwägerinnen erfahren. Bei ihr wurde ein Nerv getroffen. Nachdem sie sich vor ein paar Jahren die Nase gebrochen hat, sieht der Innenraum ihrer Nase anders aus als auf den Abbildungen in den Fachbüchern. Das medizinische Personal müsste dringend angehalten werden, nach Vor-Verletzungen zu fragen!

Zum Vergleich hatte meine Tochter auch das andere Auge fotografiert:

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„Am Anfang dachte ich, es ist nur ein Gerücht“, sagt die Frau Keuner. „Aber dann stimmt es also, dass deine Tochter Corona hatte? Delta auch noch.“ Ich nicke und setze mich zu ihr an den Tisch.

„Es ist schon vernünftig, dass du mir kein Käffken anbietest“, sagt die Frau Keuner. „Boah ey, Lisa, du hast Corona geküsst!“

„Hä?“

„Man hat dich beobachtet. Du hast am 21. Juli gegen 16h von irgendwoher ein Auto geholt und unerlaubterweise im Wendehammer geparkt. Dann hast du die Lea zu Hause abgeholt und zum Auto gebracht. Eng umschlungen. Bei welchem Arzt wart ihr denn, wart ihr auch in der Praxis Dr. Knoop? Stimmt es, dass die ein riesengroßes Wartezimmer mit einem riesigen, stets weit geöffneten Fenster haben und ein Extra-Stühlchen für die Personen, die unter Corona-Verdacht stehen? Und haben die euch eine halbe Stunde warten lassen, obwohl die Lea Fieber hatte und gehustet und geschnieft hat?“ Ich nicke.

„Hömma, Lisa, du hast deine Tochter auf offener Straße ohne alle Hemmungen abgeknutscht.“

„Weil sie mir so leid tat.“

„Ja, ja, ja“, lacht die Frau Keuner. „Und als am nächsten Tag klar war, dass die Delta hat, hast du wahrscheinlich einen Luftsprung gemacht. Und du hast alles dafür getan, dich bei ihr anzustecken. Du hast mit ihr in einem Bettchen geschlafen, du hast aus ihrem Becherlein getrunken und von ihrem Tellerchen gegessen.“

„Ja ja, ja!“

„Ihr habt euch schön amüsiert. Und mir hast du nicht Bescheid gesagt, dass ihr eine Corona-Party feiert.“

„Eine Quarantäne ist alles andere als eine Party“, entgegne ich. „Das ist eine Freiheitsberaubung. Ja, ich wollte mich anstecken, weil ich keine Angst vor Corona habe und weiß, dass Corona mir nicht viel anhaben kann, obwohl ich knapp 63 bin. Hat offensichtlich nicht geklappt. Der Selbstversuch ist schiefgegangen. Und warum? Weil ich Corona längst gehabt haben muss. Aber ich hätte mich strafbar gemacht, wenn ich Sie eingeladen hätte. Frau Keuner, wir haben einen Termin. Ich kann nicht mehr, ich will raus!“

Die Frau Keuner lacht: „Lenk nicht ab. Ihr habt gefeiert. Letzte Woche standen hier zig Papiertüten vom REWE-Lieferdienst vor der Tür. Und jetzt machst du mitten in der Quarantäne ne kleine Radtour.“

„Nein“, wende ich ein. „Wir verhalten uns völlig korrekt. Meine kleine Tochter und ich fahren jetzt zum Test-Zentrum, um ums freitesten zu lassen. Ich kann nicht mehr. Ich will raus. Man hat uns eingesperrt, obwohl wir immun sind. Nur wenn wir weiterhin negativ sind, dürfen wir raus aus der Quarantäne. Sonst…“

„Sonst ist es wie beim Fußball“, lacht die Frau Keuner. „Dann geltet ihr zwar sechs Monate als genesen, aber die quälende Quarantäne geht noch ein paar Tage in die Verlängerung. Und beim Elfmeterschießen gibt es nur ein Tor.“

Die Frau Keuner richtet sich auf und bewegt sich langsam Richtung Haustür. „Und wat seh ich da? Satteltaschen für den Großeinkauf. Da wolltest du auf dem Weg zum Test-Zentrum an der Liebigstraße noch mal kurz beim ALDI vorbei.“

„Das sieht nur so aus“, sage ich schnell.

Die Frau Keuner lacht, wird aber wie so oft plötzlich sehr ernst. „Freu dich, dass dir Corona nichts anhaben kann. Und sei froh, dass du nicht geimpft bist, denn wenn du es wärest, hättest du zwar nicht in Quarantäne gemusst, aber man würde behaupten, dass dich nur die Impfung vor einer Ansteckung geschützt hat. Vermutlich hattest du die Alpha-Variante, die dich aber auch vor Delta schützt. Das ist allerhand für eine Olle wie dich. Solltest du dich jetzt noch impfen lassen, zerstörst du im Nachhinein die natürlich erworbene Immunität.“

Ich hebe den Arm zum Corona-Ellenbogen-Abschied. Die Frau Keuner berührt meinen Ellenbogen mit ihrem und fängt an zu heulen, und ich spüre, wie auch mir die Tränen kommen. Ich mache ihr die Tür auf, damit sie das nicht mitkriegt. Doch als sie draußen ist, bleibt sie noch stehen, atmet tief durch und reibt sich mit dem Handrücken über die Augen.

„Noch nie hatte ein einzelnes NEIN eine solch große Bedeutung“, sagt die Frau Keuner. „Du musst jetzt stark bleiben. Wir werden niemals erfahren, wie viele Menschen bereits immun waren, als sie geimpft wurden. Wir Menschen verfügen über große Selbstheilungskräfte, aber die Impfung vertuscht die Wahrheit. Deshalb musste alles so schnell gehen, deshalb die Panikmache. Die Corona-Impfung ist der größte medizinische Skandal in der Menschheitsgeschichte.“

„Das kann man doch so nicht sagen“, sage ich.

„So schafft man Tatsachen“, sagt die Frau Keuner und seufzt. „Die meisten Schulkinder dürften längst immun sein. Es ist verwerflich, die Kinder zu impfen.“

„Ich will das große G„, jammere ich. „Für mich und meine kleine Tochter.“

„Stark bleiben, NEIN sagen“, verabschiedet sich die Frau Keuner. „Im Namen des Lebens.“

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Meine Tochter Lea gilt als „genesen“. Doch leider freut sich die Gesundheitspolitik nicht über eine selbsterworbene Immunität. Im Gegenteil: Nach sechs Monaten ist von Amts wegen Schluss mit „genesen“. Offiziell ist die Impfspritze schon gezückt. Impfjuristisch ist der „Genesenen“-Status der Erstimpfung gleichgestellt. 

Neue MÄNNERPHANTASIEN – Die Renaissance des Sonnenkönigs

Wir haben in Deutschland einen Gesundheitsminister, der zum Gesundheits-Verteidigungsminister mutiert ist. Jens Spahn, der seinerzeit bei der Bundeswehr ausgemustert wurde (ob seine Homosexualität der Grund war, ist nicht bekannt), hat dem Virus den Krieg erklärt und bietet schwerstes Geschütz auf: Die Massenimpfung. Von uns Bürgerinnen und Bürgern wird soldatische Treue erwartet: Wir sind das Impfvolk.

Anfang August hielt sich unser Gesundheitsminister zwar nicht in Berlin auf, war aber selbst im „Liebesurlaub“ am Tegernsee in Gedanken stets bei uns. So titelte rtl.de: „Jens Spahn (CDU) schickt Grüße aus dem Liebesurlaub in den Bergen“ https://www.rtl.de/cms/mit-ehemann-am-tegernsee-gesundheitsminister-jens-spahn-sendet-gruesse-aus-dem-urlaub-4809772.html

In einem Interview mit dem Merkur sagte Spahn einen Satz, der so noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre: „Impfen ist ein patriotischer Akt.“ Der Satz ist Teil einer Antwort auf die Interview-Frage Was sagen Sie Bürgern, die sich bisher nicht impfen lassen wollen? Spahn: „Es geht nicht nur darum, sich selbst zu schützen, sondern auch uns als Gesellschaft. Impfen ist ein patriotischer Akt. Ich halte nichts von einer Impfpflicht gegen COVID-19. Aber ein Gebot, sich impfen zu lassen – das gibt es schon. Ja, das Impfen ist eine persönliche Entscheidung. Aber es ist auch eine mit Auswirkungen für uns alle. Jeder Einzelne entscheidet mit darüber, wie schwer Herbst und Winter für uns alle werden…https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/interviews/interviews/muenchner-merkur-050821.html

Weil Spahns Formulierung „Patriotischer Akt“ für einen deutschen Politiker untypisch ist und mich eher an die hymnisch-sentimentalen Töne der amerikanischen Polit-Propaganda erinnert (MAKE AMERICA GREAT AGAIN), werfe ich einen Blick in Richtung USA. Und siehe da: Kopiert hat Jens Spahn (bzw. haben seine PR-Berater) den amerikanischen Präsidenten Joe Biden, der den diesjährigen amerikanischen Unabhängigkeitstag (4.Juli) zu einer Werbeveranstaltung für die Corona-Impfung umfunktioniert hat.

„… US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner am Nationalfeiertag mit Nachdruck zur Impfung aufgefordert, um gemeinsam die „Unabhängigkeit“ vom Coronavirus zu erreichen. Sich impfen zu lassen sei das „Patriotischste“, was die Bürger jetzt tun könnten, sagte er am Unabhängigkeitstag. „Falls Sie noch nicht geimpft sind, tun Sie es! Tun Sie es jetzt – für sich selbst, für Ihre Lieben, für Ihre Gemeinde, für Ihr Land!“ Dank der Impfkampagne seien die USA „näher dran als je zuvor, ihre Unabhängigkeit von dem tödlichen Virus zu erklären“, betonte Biden…“ https://www.tagesschau.de/ausland/unabhaengigkeitstag-usa-103.html

Biden’s Impfziel von 70% Vollgeimpften wurde nur knapp verpasst. Daher wurde im Jahr 2021 nicht nur die historische Unabhängigkeit von Großbritanien (1776) gefeiert, sondern eine neue Unabhängigkeitserklärung in Aussicht gestellt, die vom „tödlichen“ Virus. Beim Grillfest mit 1000 geladenen Gästen gab sich Joe Biden bescheiden. Der mächtigste Mann der Welt schlüpfte in den Schafspelz der Sanftmut. Sein pastorales Credo: Ich bin so sterblich und verletzlich wie ihr alle, ich bin einer von euch. Lasset uns eins sein im Kreis der Geimpften.

Amtsvorgänger und Impfbefürworter Donald Trump hätte, so denke ich, auch die zum Greifen nahe „Unabhängigkeit von dem tödlichen Virus“ gefeiert, aber mit einer Militärschau nach französischem Vorbild – wie im Jahr 2019.

Weil am 14. Juli 2017 auch an den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg erinnert wurde, hatte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron den US-Präsidenten samt Gattin Melania zur Militärparade eingeladen, bei der auch rund 200 US-amerikanische Soldaten aufmarschierten – Zum Entzücken von Donald Trump, der direkt Ähnliches wollte: HABEN, HABEN, HABEN…

Trump bekam. Der Tagesspiegel schrieb 2019: „Und Donald Trump bekommt endlich seine lang ersehnte Militärschau, die er seit dem Tag in seine Hauptstadt holen wollte, als er den französischen Nationalfeiertag im Herzen von Paris miterlebt hat. Das ist zwei Jahre her. Es hat ein bisschen gedauert, da seine Pläne auf großen Widerstand gestoßen sind, unter anderem bei der Stadtverwaltung von Washington. Und die Schau fällt auch deutlich bescheidener als ihr Vorbild aus Frankreich aus. Aber Trump ist zufrieden. https://www.tagesspiegel.de/politik/hubschrauber-und-kampfflieger-ueber-washington-donald-trumps-martialischer-4-juli/24527824.html

Und wie wurde in Frankreich der 14. Juli 2021 gefeiert, nachdem die Parade 2020 wegen Corona ausgefallen war? Magnifique! Mit militärischem Prunk und Pomp – zum Schutz des Präsidenten vor dem Volk unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen:

„Zum Auftakt fuhr Staatschef Emmanuel Macron in einem offenen Militärwagen über die Prachtstraße. Eröffnet wurde die Parade von der Kunstflugstaffel Patrouille de France, die die Farben der französischen Flagge in den Pariser Himmel zeichnete. Rund 5000 Militärs und Angehörige des Sicherheitsapparats nahmen an der Parade teil. Besonders geehrt wurde in diesem Jahr die internationale Truppe «Takuba», die in der Sahelregion gegen islamistischen Terrorismus aktiv ist.“ https://www.zeit.de/news/2021-07/14/frankreich-begeht-nationalfeiertag-mit-grosser-militaerparade?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

Am 12. Juli, nur zwei Tage vor dem Nationalfeiertag, kündigte Emmanuel Macron, Sohn einer Kinderärztin und eines Neurologen sowie Bruder eines Arztes und einer Ärztin, in einer abendlichen Fernseh-Ansprache eine Impfpflicht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitssektors an. Vor dem Hintergrund der drastischen Verschärfungen der staatlichen Corona-Maßnahmen war die Parade am 14. Juli vor allem eines: Die triumphale Feier der staatsmännischen Autorität.

Wenige Tage später begab sich Macron auf eine Dienst-Weltreise, deren vorrangiger Zweck die Selbstdarstellung gewesen sein dürfte. Auf der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am 23.7. zeigte sich Macron in Tokio einem Welt-Publikum. „… „Wir müssen standhalten, wir müssen diese Spiele austragen“, sagte Macron, der am Freitagabend (Ortszeit) die Eröffnungsfeier besuchte, im französischen Fernsehen. „Das ist wichtig, weil der Olympische Geist ein Geist des Zusammenhalts ist. Das brauchen wir in diesen Zeiten.“...“ https://www.sport1.de/news/olympia/2021/07/macron-lobt-japan-wir-mussen-diese-spiele-austragen

Mens vaccinata in corpore vaccinato – Austragungsort der nächsten Sommer-Olympiade soll im Jahr 2024 Frankreich sein. Schon jetzt träumt Macron von einer Eröffnungsfeier mitten in Paris: „… Im Ziel soll eine Eröffnungsfeier stehen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Sie zieht aus dem Stadion ins Zentrum, sie werde „einmalig und revolutionär“ schwärmt Staatspräsident Emanuel Macron bereits. Noch fehlen viele Details für die Zeremonie am 26. Juli 2024, bekannt ist, dass eine Party auf Lastkähnen auf der Seine geplant ist mit Hunderttausenden Schaulustigen am Ufer.https://www.eurosport.de/olympia/olympia-tokio-2020/2020/olympia-2021-frankreichs-traumt-von-bunten-und-lebendigen-spielen-2024-in-paris-macron-schwarmt-von-_sto8483885/story.shtml

Und mag auch der Olympische Geist überleben – Ich fürchte um des Präsidenten Geisteszustand.

Anschließend reiste Macron nach Französisch-Polynesien weiter. In Teahupoo im Süden von Tahiti sollen 2024 die Surf-Wettbewerbe der Olympischen Spiele stattfinden, knapp 16.000 km weit weg von Paris. Dieses Vorhaben ist nicht nur, was den Klimaschutz angeht, unverantwortlich. Es ist schamlos angesichts der Tatsache, dass Frankreich 30 Jahre lang die Atolle Mururoa und Fangataufa für (insgesamt 193!) Atombombentests missbraucht hat – mit katastrophalen Folgen für Mensch und Natur.

Schamlos ist auch, dass Macron in Tahiti als Corona-Heilsbringer auftrat und auch hier für die Impfung geworden hat. Denn die Impfquote in Französisch-Polynesien ist bislang niedrig (weniger als 30% der Bewohner sind bislang doppelt geimpft). Das jedoch könnte Macrons saubere Olympische Spiele gefährden.

Unten stehendes Video wurde in einem Krankenhaus in Papeete/Französisch-Polynesien an eben dem Tag gedreht, als im fernen Frankreich das Gesetz verabschiedet wurde. Wir sehen den Präsidenten auf einer Station des Krankenhauses. Was seinen Kleidungs-Beratern nicht hätte passieren dürfen: Macron ist gekleidet, als ginge er zu einer Beerdigung. Schwarzer Anzug, weißes Hemd, schwarze Krawatte. Nur die OP-Maske ist hellblau. Es ist nur zu hoffen, dass kein Covid19- Patient ihn so sehen bekam.

Macron kommt in der Station an, er begrüßt das medizinische Personal. Das letzte, zentrale Bild des Videos zeigt Macron in Großaufnahme, der Präsident, der die linke Bildschirmhälfte fast komplett ausfüllt, nimmt sich eine Person vor, die wir nicht zu Gesicht bekommen. Vermutlich ist es eine Pflegekraft, die sich nicht impfen lassen will. Es kann aber auch sein, dass dort nur ein Pappkamerad aufgestellt ist. Hinter Macron stehen weitere Personen, die ihm stumm den Rücken stärken. Alle tragen hellblaue Masken mit weißem Rand und weißen Bändchen. Macron, ein attraktiver Mann mit angenehmer Stimme, ist im Bildvordergrund so platziert, dass wir ihm beim Reden ins Gesicht gucken können. Was er sagt, hat er vermutlich auswendig gelernt.

Was Macron zu dieser Pflegekraft bzw. ihrer Attrappe sagt, sagt er gleichzeitig zu allen impfskeptischen Menschen. Auszugsweise wird der Text in der Süddeutschen Zeitung zitiert: „Der Präsident griff am Sonntag, von seiner Polynesien-Reise aus, diejenigen Franzosen, die sich nicht impfen lassen wollen, scharf an. Wer jemand anderen anstecke, weil er nicht geimpft sei, mache andere zu „Opfern seiner Freiheit“. Wenn Nicht-Geimpfte als Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt werden müssten und deshalb „andere Operationen abgesagt werden müssen“, dann „nennt sich das nicht Freiheit, sondern Verantwortungslosigkeit und Egoismus“, so Macron.“ https://www.sueddeutsche.de/politik/frankreich-corona-gesundheitspass-1.5363799

Monsieur Macron, könnte es nicht sein, dass der eigentliche Egoist ein ganz anderer ist?

Die Welt zitierte noch einen anderen Satz aus Macrons Rede: „… „Was ist eure Freiheit wert, wenn ihr mir sagt, ‚Ich will nicht geimpft werden‘, ihr aber morgen euren Vater, eure Mutter oder mich infiziert?“…“ https://www.welt.de/politik/ausland/article232726325/Frankreich-Macron-kritisiert-Demonstranten-Ich-moechte-zur-Einigkeit-aufrufen.html

Ihr kontaminiert euren Vater, eure Mutter oder sogar mich…. „moi-même!“… Monsieur Macron, ich kann Sie beruhigen. Sie müssen keine Angst vor uns Ungeimpften haben, denn ich glaube nicht, dass irgend jemand von uns vorhat, Sie zu umarmen.

Am Schluss seiner fünftägigen Reise hielt Macron noch eine Rede in der Hauptstadt Papeete. „Die Nation hat eine Schuld gegenüber Französisch-Polynesien“, sagte er. Aber Macron bat – anders als von Opfer-Verbänden gefordert – nicht um Vergebung. Er versprach lediglich „Aufklärung“ sowie eine bessere Entschädigung der Opfer. „… Das Wort „Entschuldigung“ nahm Macron in seiner Rede nicht in den Mund. Tatsächlich verteidigte er grundsätzlich die Entscheidung seiner Amtsvorgänger ausgehend von Charles De Gaulle, Frankreich zu einer Atommacht zu machen. Dies habe auch dem Schutz von Französisch-Polynesien gedient, sagte Macron in Papeete. Opfer-Vertreter Uebe-Carlson übte scharfe Kritik: „Es gibt keinerlei Fortschritt in dieser Rede, nur Demagogie.“ Der französische Staat verbreite weiterhin Lügen...“ https://www.tagesschau.de/ausland/europa/atomversuche-suedpazifik-macron-101.html

Die Opfer lediglich mit Geld abzuspeisen, ist blanker Hohn. Der Gipfel der Scham- und Respektlosigkeit ist allerdings die selbstgerechte, menschenverachtende Behauptung, dass die atomare Bewaffnung Frankreichs „dem Schutz von Französisch-Polynesien gedient“ habe.

In seiner Egomanie und Geltungssucht erinnert mich der französische Präsident zunehmend an den absolutistischen „Sonnenkönig“ Ludwig den 14.

Wohlgemerkt: Anders als der Sonnenkönig hat Macron keinen üblen Körpergeruch. Im Gegenteil: Macron riecht gut, er duftet. Und wenn Emmanuel einmal nicht daheim ist, benutzt Brigitte sein Parfum. „Elle adore porter son parfum quand il n’est pas là.“ Zu deutsch: Sie liebt es, sein Parfüm zu tragen, wenn er nicht da ist. (Übersetzung: deepL) Der ganze Dior-Werbeartikel: https://www.femmeactuelle.fr/beaute/news-beaute/brigitte-macron-porte-le-parfum-de-son-mari-quand-il-nest-pas-la-decouvrez-lequel-2075065

Eine Kostbarkeit ist ein fast 50 Jahre alter WDRZeitzeichen-Beitrag des aus der Schweiz stammenden Journalisten Hans-Conrad Zander. „Der König stinkt“ ist voller geschliffen scharfer Sätze wie diesem: „Denn es kennzeichnet den allgemeinen Gestank einer Epoche, dass ihn die Zeitgenossen selbst nicht wahrnehmen.“

„Spritztour“ und „Bratwurstimpfen“ – Wie man versucht, uns die Corona-Impfung schmackhaft zu machen

Als das Kölner Großbordell PASCHA noch geöffnet war, begegnete ich einmal auf dem Bahnsteig des nahe gelegenen Nippeser S-Bahnhofs einer Gruppe junger Männer, die einen Junggesellenabschied feierten und mit der Bahn angereist waren.

„Wat kuckst du so, wir sind auf Spritztour“, rief einer der Männer. „Abspritztour“, ergänzte grinsend ein anderer, sammelte Speichel und spuckte direkt vor mir auf den Boden. Wie bei den Junggesellenabschieden im PASCHA üblich, gingen die Männer vermutlich nicht ins PASCHA-Laufhaus, sondern „nur“ in den PASCHANightclub, wo „nur“ mit Champagner gespritzt wurde, was schäbig genug ist. Die Tarife im Nightclub waren: „Gratiszugang für „Senioren“ ab 66, für Geburtstagskinder und Bräutigame auf Junggesellenabschied (für die aber nur freitags). Alle anderen müssen unter der Woche 30, am Wochenende 35 Euro Eintritt für den ­Pascha Nightclub zahlen. Inklusive Alkohol, Stripshow und allem Pipapo.“ Unbedingte Leseempfehlung: https://www.emma.de/artikel/eine-emma-reporterin-im-pascha-bordell-266177

Das Wort „Spritztour“ wird, so denke ich, auch für Internet-Pornos benutzt. Zur Überprüfung setze ich mich an den Rechner. Als ich in die Suchmaschine „Spritztour Porno?“ eingebe, komme ich auf die Seite „Superscharfe Spritztour mit Milena“. Die Bilder, die ich zu sehen bekomme, erspare ich mir zu beschreiben. Ich kotze fast.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich der Begriff „Spritztour“ in einer Werbung für eine Corona-Impf-Kampagne der KV (Kassenärztliche Vereinigung) Nordrhein wiederfindet.

„Spritztour“ klingt, als handele es sich bei der Massenimpfung um ein Volksvergnügen. Schamlos ist, eine umstrittene medizinische Maßnahme als Event zu verkaufen. Darüberhinaus ist „Spritztour“ in dem Zusammenhang ein euphemistischer, verschleiernder Begriff, denn…

„Eine Impfung erfüllt aus juristischer Sicht – wie jede andere eingreifende ärztliche Maßnahme auch – zunächst einmal den Tatbestand einer Körperverletzung… Diese Körperverletzung ist nur dann nicht rechtswidrig, wenn ein Rechtfertigungsgrund im juristischen Sinne, bei ärztlichen Eingriffen in der Regel in Form der Einwilligung seitens des Patienten vorliegt.https://www.impf-info.de/component/content/article.html?id=89:impfaufklng-juristisches

Auch aus ethisch-moralischer Sicht ist die Verabreichung einer Spritze eine massive Grenzüberschreitung, denn Medizinerinnen und Mediziner dringen -wenn auch mit steriler Nadel- in einen fremden Organismus ein und verletzen Haut und Gewebe. Manchmal ist diese Verletzung/Selbstverletzung medizinisch unumgänglich, etwa bei der Insulin-Behandlung von Menschen mit Diabetes. Doch sollte man insbesondere gegenüber Kindern, was den Einsatz von medizinischen Nadeln betrifft, zurückhaltend sein. Ich denke da vor allem auch an Blutabnahmen, die man nur im Notfall durchführen sollte.

Injektionsspritzen gibt es übrigens erst seit dem 19. Jahrhundert. Bei wikipedia lese ich folgendes: „In der Antike und im Mittelalter wurden Substanzen zwar „gespritzt“, jedoch nicht in das Gewebe oder in Gefäße, sondern in frei zugängliche Körperöffnungen.“ Das heißt: Oral, anal, vaginal – und vermutlich auch in die Nasenlöcher und in die Ohren.

Die Impfkampagne „Spritztour“ zu nennen, ist nicht nur harmlos biederwitzig. Unter der verklemmten Vokabel schimmert meines Erachtens etwas durch, das man eine klammheimliche Freude nennen könnte: Ihr kommt alle dran. Und haben nicht vielleicht auch einzelne (natürlich nur einige wenige!) Ärztinnen und Ärzte eine gestörte Lust dabei, Menschen mit medizinischen Instrumenten zu verletzen, sie zu stechen, ihnen etwas zu verabreichen oder in sie hinein zu spritzen? Ungestraft darf auf der Internet-Seite von Thieme, „marktführender Anbieter von Informationen und Services, die dazu beitragen, Gesundheit und Gesundheitsversorgung zu verbessern“ (thieme.de), seit 2014 folgender Text stehen, der heiter daherkommt, aber meines Erachtens verächtlich ist:

Blut abnehmen kann richtig Spaß machen. Das merkt man spätestens im Innere-Tertial im Praktischen Jahr. Dort wird man bei 20 bis 30 Blutabnahmen täglich rasch zum versierten Blutsauger. Die meisten PJler beginnen mit einer eher niedrigen „Trefferquote“, die sich dann bis zum Ende gewaltig hochschraubt. Dann ist selbst die adipöse Asthmatikerin mit quasi inexistenten Unterarmvenen kein Problem mehr: Kanüle rein, Stempel raus – und schon fließt das Blut angenehm rieselnd ins Röhrchen.“ („Dr. med. Gross, Anästhesist in Berlin“) https://www.thieme.de/viamedici/klinik-medical-skills-praxisanleitungen-1551/a/praxisanleitung-blutabnahme-23698.htm

Auch die „Spritztour“ macht den Ärztinnen und Ärzten richtig Spaß, schon deshalb, weil sie ihnen einen guten Zuverdienst sichert. Die Idee, die Kampagne „Spritztour“ zu nennen, hatten dabei wohl kaum die abgebildeten Mediziner, sondern die Mitarbeiter der KV-Presseabteilung. „Spritztour“ kommt so lustig und heiter daher wie „der kleine Pieks“. „Spritztour“ banalisiert, was meines Erachtens unverantwortlich ist.

Denn Impfungen haben unter Umständen katastrophale Folgen für die Geimpften. Was zur Zeit nicht oder nur rudimentär stattfindet, ist eine tatsächliche Aufklärung der Menschen über mögliche Langzeitschäden einer Impfung. Ich komme einmal mehr auf die Schweinegrippe-Impfung, weil wir ihre katastrophalen Folgen als deutliche Warnung verstehen sollten. Die Schweinegrippe-Impfung „wurde bundesweit empfohlen, aber von den Bürgern kaum angenommen. Gott sei Dank, denn die Impfung hatte und hat erhebliche Nebenwirkungen. Bis heute sind alleine in Deutschland mehr als hundert meist junge Menschen an Narkolepsie erkrankt (viele von ihnen erst nach Jahren!). Die Pandemie ist jedoch ausgeblieben, Pandemrix-Dosen im Wert von 20 Millionen Euro mussten vernichtet werden. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben damals eine unrühmliche Rolle gespielt, indem sie in Sondersendungen für die Impfung geworben haben.“ https://stellwerk60.com/2020/03/27/zweites-corona-elfchen-coronoia/

Hauptleidtragende waren und sind Kinder und Jugendliche, die deutlich häufiger erkrankten als Erwachsene. Das Schreckliche an der Krankheit: Sie setzt den uns innewohnenden, in frühester Kindheit mühsam erworbenen Tag/Nacht-Rhythmus außer Kraft, der es uns ermöglicht, dass wir uns in Raum und Zeit orientieren und nicht „aus der Welt fallen“.

Die Schweinegrippe-Impfung hat zudem gezeigt, dass eine Impfung nach Jahren noch eine schwere Krankheit auslösen kann. Was die „späten Fälle“ betrifft, wird gerne behauptet, die Krankheit wäre bereits kurze Zeit nach der Impfung ausgebrochen, aber erst später aufgefallen. Das ist aber nicht der Fall. Die durch die Schweinegrippe-Impfung verursachte Narkolepsie ist tatsächlich in vielen Fällen erst nach Jahren ausgebrochen. Warum das so ist und überhaupt sein kann, erklärt ein informativer Artikel im Ärzteblatt, den auch medizinische Laien verstehen: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63356/Grippeimpfung-Wie-Pandemrix-eine-Narkolepsie-ausloest

Die Schweinegrippe war für Kinder und Jugendliche deutlich gefährlicher als Corona. Insofern war es damals gerechtfertigt, die Impfung für Kinder und Jugendliche anzubieten. Bei Covid 19, einer Krankheit, die Kindern kaum etwas anhaben kann, sieht das ganz anders aus. Kinder dürften (vielleicht bis auf wenige Ausnahmen) nicht gegen Corona geimpft werden! Die Impfung ist unverhältnismäßig, denn der „Nutzen“, den Kinder von der Impfung haben, steht in keinem Verhältnis zu den Risiken.

Ich kann verstehen, dass Menschen sich impfen lassen, um nicht weiter gemobbt und denunziert zu werden, wie es impfskeptischen Menschen zunehmend passiert. Ich kann verstehen, dass Menschen sich impfen lassen, um Freiheiten zurück zu bekommen. Doch diese Freiheit hat einen schalen Beigeschmack, denn auch und gerade die „Befreiten“ sind an der langen Leine einer Gesundheitspolitik, die sich zunehmend als autoritär und freiheitsberaubend entpuppt.

Ich kenne Menschen, die sich impfen lassen, weil sie völlig überzogene Krankenkassenbeiträge bezahlen und endlich etwas vermeintlich Wertvolles, als das uns die Impfung verkauft wird, zurückhaben wollen. Auch das verstehe ich. Was ich nicht verstehen kann, ist, dass man sich mit einer Portion Heimatgefühl und einer Thüringer Rostbratwurst ködern lässt, so gerne ich die ab und an esse, aber nur mit viel Senf.

Keine Satire:

„… Eine Bratwurst als Belohnung hat der Impfstelle im südthüringischen Sonneberg am Freitag einen regelrechten Ansturm auf COVID-19-Impftermine beschert. Bis zum Nachmittag kamen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) 250 Menschen, um sich neben der Spritze in den Oberarm auch noch die kulinarische Spezialität abzuholen.“ u.a.: https://www.tagesschau.de/ausland/corona-liveblog-freitag-101.html#Bahn-Gewerkschaft-Zug-Personal-kein-Impfpass-Kontrolleur

Übrigens werden auch im Kölner REWE Thüringer Spezialitäten angeboten:

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Heichelheimer Kartoffelpuffer: Dass sich Produkte aus dem deutschen Osten im deutschen Westen gut verkaufen, ist gewiss auch unserer Bundeskanzlerin zu verdanken.  Mit frischen Kölner Rievkooche können die Frost-Puffer allerdings nicht konkurrieren. Angela Merkel stammt übrigens nicht aus Thüringen, sondern aus Brandenburg. Und eine Heichlerin ist sie auch nicht.

„Unser bester Schutz“ – Die aktuelle HANSAPLAST-Werbung dürfte gestörte Männer zum Konsum von Kinderpornos ermuntern!

Auf der Internetseite des BKA heißt es: „Kinderpornografie ist die fotorealistische Darstellung des sexuellen Missbrauchs einer Person unter 14 Jahren (Kind). Der Herstellung solcher Darstellungen liegt ein realer (oft schwerer) sexueller Missbrauch zugrunde. Durch die (weltweite) Verbreitung und Verfügbarkeit erfolgt eine dauerhafte Viktimisierung der Opfer.https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/Kinderpornografie/kinderpornografie_node.html

Beim BKA gehen jeden Tag zig Meldungen zu Kinderpornografie im Internet ein. Diese Meldungen werden sehr ernst genommen und konsequent verfolgt, denn hinter den Bildern und Filmen verbergen sich reale Fälle von Missbrauch.

Das Internet ist eine Fundgrube für Kinderpornografie. Es bedient Exhibitionisten und Spanner, denn es gestattet nicht nur die Zurschaustellung der sexuellen Misshandlung, sondern auch das (unbeobachtete!) Zuschauen. Darüberhinaus ermöglicht es gestörten Männern (es sind in aller Regel Männer), das „Material“ zu sammeln und weiterzugeben.

Doch so wichtig das Aufdecken der Missbrauchs-Fälle ist – Ist die Fokussierung auf das Internet nicht (auch) ein Ablenkungsmanöver? Denn krankhafte Neigungen finden nicht nur im Netz Nahrung. Kinder, denen noch nicht bewusst ist, dass man ihr Vertrauen in die Erwachsenenwelt schamlos missbraucht, werden immer mehr (und das öffentlich und legal!) für Werbezwecke instrumentalisiert. Im Zusammenhang mit dem Fall Edathy schreibt die Journalistin Andrea Roedig im Jahr 2015: „Der Pädosexuelle rührt an ein Tabu, doch die empörte Zurückweisung seines Begehrens ist problematisch. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er auch als Sündenbock fungiert... Am Schreckbild des Kinderschänders entlädt sich das schlechte Gewissen einer hypersexualisierten Gesellschaft, in der noch jede Zahnpasta-Reklame voll ist mit Anspielungen aufs Geschlecht. Wir alle schauen ja die ganze Zeit auf mehr oder weniger offen erotisierte Bilder – auch von Kindern und Jugendlichen.https://www.deutschlandfunkkultur.de/paedophilie-was-der-fall-edathy-ueber-unsere-gesellschaft.2162.de.html?dram:article_id=312340

Wir erleben eine unannehmbare gesellschaftliche Doppelmoral. Während man vorgibt, zum Wohle der Kinder zu handeln, stellt unter dem Deckmantel von Schutz und Sicherheit insbesondere die Werbung für Hygiene- und Gesundheitsartikel Kinder in fragwürdigen Posen dar, die perverse Gelüste anstacheln und bedienen. Ich sehe hierin einen Missbrauch der kindlichen Unschuld. In dem Zusammenhang wollte ich mir die aktuelle Hansaplast-Plakatwerbung am Nippeser Bahnhof (vgl. vorheriger Blog-Beitrag) noch einmal genauer anschauen, aber das Plakat ist mittlerweile entfernt worden. An der Ecke Liebigstraße/Herkulesstraße (direkt über dem Tunnel der A57/Teilstück Schnellstraße K4) in Neuehrenfeld entdeckte ich das gleiche noch einmal.

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„Ei, ihr lieben Kinder, wer hat euch hierher gebracht? Kommt nur herein und bleibt bei mir, es geschieht euch kein Leid.“ (Hänsel und Gretel, Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Stelle 15). Was die Hexe im Märchen sagt, könnte heute der verirrte Mann sagen: „Liebes Kind, hast du dir wehgetan? Nicht weinen, ich habe ein Pflaster dabei. Bei mir geschieht dir kein Leid.“

Das Plakat, das so freundlich und harmlos daherkommt, ist voller sexueller Anspielungen. Um das zu verdeutlichen, habe ich die zentralen Details umkringelt.

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Das Mädchen ist kurz vor der Pubertät, neun oder zehn Jahre alt. Es fährt so wild, dass nicht nur die langen Haare fliegen, sondern kleine Steine und Schmutzbrösel hoch spritzen. Die Kleine trägt einen Sicherheitshelm und ein Kleinkinder-Kleidungsstück, ein Latz- Spielhöschen. Ihre Beine sind gespreizt. Zwischen den kurzen Hosenbeinen ist (im „Schritt“) eine kompakte Hosennaht zu erkennen. Diese Naht fällt durch ein paar leuchtend blaue Farbflecken ins Auge, denn die Jeans ist an dieser Stelle unregelmäßig ausgewaschen. Das Mädchen hat sich schmutzig gemacht (bzw. die Bildbearbeitung lässt es schmutzig erscheinen), nur das Knie ist sauber geblieben, „wie geleckt“. Das Hansaplast-Schutzschild rückt das saubere Knie mit dem perfekt sitzenden sauberen Pflaster (und einer schwachen Hautrötung unterhalb des Pflasters) in den Bild-Mittelpunkt.

Die Spitze des Hansaplast-Schutzschildes zeigt auf das rechte Hosenbein, das ein wenig vom nackten Oberschenkel absteht. Das Hosenbein ist ausgebeult, denn offenbar haben sich hier Steine verfangen. Männerphantasien: Wer mag der Herr wohl sein, der die Steinchen aus dem Hosenbein pickt? Ich finde es unverantwortlich und beschämend, dass die Stadt Köln (unseren!) öffentlichen Raum für diese Werbung zur Verfügung stellt.

Vermutlich haben dem Mädchen die Foto-Aufnahmen sogar Spaß gehabt. Denn Kinder wissen nicht, was sie tun. Außerdem bekommen sie etwas zurück: Geld. Ich persönlich kenne einen hübschen elfjährigen Knaben, dessen Eltern das Geld, das er sich als Klamotten-Model verdient, „für die Ausbildung“ zurücklegen. Und ich weiß von einem damals 13jährigen Mädchen, das für eines der Stay-Friends– „Klassenfotos“, die uns vormachen, sie seien „echt“, gemodelt hat.

Aktuell ist diese Pflasterwerbung auch eine Werbung für die Corona-Kinder-Impfung, denn das kleine Pflaster (auch wenn es hier das für eine Impfung gänzlich ungeeignete Knie ziert), ist das Symbol schlechthin: Ich bin geimpft. Gottseidank ist die Bundesregierung bei ihrem Vorhaben, allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ein „Impfangebot“ zu machen, gebremst worden, denn die ansonsten impffreudige Ständige Impfkommission (STIKO) hat bislang nur eine eingeschränkte Empfehlung ausgesprochen. Dass Prof. Dr. Thomas Mertens, Vorsitzender der STIKO, Mitte Juli den Mut hatte, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sagen, dass er seine Enkelkinder nicht impfen lassen würde, finde ich großartig.

Dass der Zusammenhang zwischen Werbung und Kinderpornografie auch (oder gerade?) von den Experten nicht erkannt wird bzw. verdrängt werden muss, bezeugt ein Beitrag in der Ärztezeitung aus dem Jahr 2014. In einem Interview kommt Prof. Dr. Tillmann Krüger zu Wort, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie in Hannover. https://www.aerztezeitung.de/Politik/Jeder-einzelne-verhinderte-Uebergriff-lohnt-den-Aufwand-244685.html

Prof. Dr. Tillman Krüger ist als Arzt auch Leiter des Präventionsprojektes „Dunkelfeld“ an der Medizinischen Hochschule Hannover. Das Projekt „Dunkelfeld“, das es mittlerweile an zahlreichen deutschen Hochschulen gibt (in Sachsen-Anhalt auch als digitales Angebot), hatte seinen Ursprung in Jahr 2005, als man mit einer Werbe-Kampagne auf ein besonderes Therapie-Angebot am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Berliner Charité aufmerksam machte. Der Slogan: Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?

Ziel von „Dunkelfeld“ ist es, „sexuelle Übergriffe durch direkten körperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum oder die Herstellung von Missbrauchsabbildungen im Internet (sogenannte Kinderpornografie) zu verhindern.“ Im Interview erklärt Tillmann Krüger, was unter Prävention zu verstehen ist: „Menschen mit pädophilen Neigungen sollen lernen, ihr Verhalten zu kontrollieren und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, damit sie keine sexuellen Übergriffe auf Kinder oder Jugendliche begehen.“

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Krüger,

ich persönlich unterstütze grundsätzlich den Gedanken der Prävention, nur fürchte ich, dass er permanent konterkariert wird, denn Männer mit pädophilen Neigungen werden in der hypersexualisierten Gesellschaft ununterbrochen mit Reizen gefüttert. Die Werbung, die wir seit Jahrzehnten zu sehen bekommen, auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ist gespickt mit sexuellen Anspielungen. Wie aber sollen Männer mit pädophilen Neigungen lernen, ihr Verhalten zu kontrollieren, wenn die Werbung auf Kontrollverlust abzielt?

Der wohl bekannteste Werbespruch mit verklemmt-sexuellem Unterton stammt aus dem Jahr 1969 und hat damals die Erwachsenen zum Schmunzeln gebracht. Es ist der doppeldeutige Satz, den man einem kleinen Mädchen zwecks TV-Werbung für die COLGATE-Zahnpasta in den Mund gelegt hat: Mutti, Mutti, er hat überhaupt nicht gebohrt. Im Werbespot sehen wir nicht nur das eine kleine Mädchen im blauen Röckchen, das freudestrahlend aus der Zahnarzt-Praxis gelaufen kommt, sondern später noch etwa dreißig weitere Kinder: Die Mädchen stehen in kleinen Gruppen um Tische herum und putzen sich eifrig die Zähne. Sie alle tragen weiße (weiß wie Zähne) Hemdchen und kurze rote Höschen.

Im Interview mit der Ärztezeitung sagen Sie: „Sicher, aber man kann die Betroffenen nicht mit Scheuklappen durchs Leben gehen lassen. Sie werden Kinder im knappen Höschen am Strand sehen. Sie werden auch mal Schwimmen gehen wollen. Aber in kritischen Situationen gilt es zu sagen, „Mensch, da gehe ich nicht mehr hin“. Oder „Ich geh nur schwimmen, wenn da keine Kinder sind.“

Männer mit pädophilen Neigungen müssen nicht -wie Ihre Sätze suggerieren- an den Strand gehen, um „Kinder im knappen Höschen“ zu sehen.

Ein Hansaplast-TV-Werbefilm aus dem Jahr 2015, der an einem feinsandigen, sauberen Strand spielt, setzt auf die Farbe Blau: Der blaue Himmel, das blaue Meer, blau gekleidete Personen. Das kurze Höschen des kleinen Mädchens ist sandfarben. Ihr leicht verwundeter Finger, den die Mutter mit einem Pflaster umwickelt, ist mit blondem Flaum behaart. Am Schluss des Spots sitzt das Mädchen im Sand. Die Hosenbeine stehen leicht von den Schenkeln ab. Eine Männerphantasie: Wenn sich nur Sand (und meine Hand) darin verfinge. Aus eigener Erfahrung mit kleinen Kindern am Strand kommt mir ein Satz in den Sinn, den ich einmal auf einer Postkarte gelesen habe: Damned Sand gets into everything.

Mit Hansaplast in der Reiseapotheke für die Ferien vorsorgen: Nie war der Badestrand so sauber wie heute.

Elfchen im Siebten: Heile, Heile Welt

Heile,

heile Welt:

Ein Scherbenhaufen. Aber

das Pflaster das hält…

Sauber!

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Donnerstag, 24.6.2021,  S-Bahnhof Köln-Nippes, Ostseite. Zum Glück bin ich nicht mit dem Fahrrad, sondern zu Fuß unterwegs. Anders als mein Hund, der mich begleitet, trage ich Schuhe. Wir machen einen Bogen um den (immerhin ordentlich zusammengekehrten) Glasmüll-Haufen.                                                                 Bei den Remondis-Glascontainern, die in Köln zum Einsatz kommen, handelt sich um sogenannte „Hubbehälter“. Das weiß ich aus dem Internet.  Bei austria glasrecycling finde ich eine präzise Beschreibung: „Hubbehälter: Der Glasbehälter wird mit einem Spezialkran über den Sammel-Lkw gehoben, die Bodenklappe wird geöffnet und das Altglas in den Sammelbehälter entleert…“  https://www.agr.at/glasrecycling/glascontainer-glassammel-lkw  Achtung, Aussprache: Man sagt nicht Hubbe-Hälter, sondern Hub-Behälter. Eine gute Technik, denn auf diese Weise können auch größere Mengen an Glasmüll unter Kontrolle gebracht und zügig weitertransportiert werden.                                                                                                       Doch in der Praxis gibt es ein Restrisiko (entfernt vergleichbar mit den Nebenwirkungen einer Impfung bzw. einer Medikamenten-Einnahme). Denn manchmal löst sich die Bodenklappe zu früh. Wer hier in Nippes versagt hat, ob der Mensch oder die Technik, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Immerhin war, als ich am nächsten Tag an der Stelle vorbeiging,  der Scherbenhaufen (restlos!) entfernt.

Während die alte Welt zusammenbricht, errichtet man eine schöne neue, allgegenwärtige Werbe-Welt. Ihre Versprechen lauten: Sauberkeit, Gesundheit, Ordnung, Wohlstand, Schönheit, Wohlbefinden, Glück und Sicherheit. Unannehmbar ist, dass die Werbung zunehmend diejenigen instrumentalisiert, die sich nicht wehren können: Die Kinder.

Was uns die Plakatwerbung im Hintergrund erzählt: Ein Mädchen sitzt auf einem Go-Kart. Die Beine sind gespreizt, die Haare wild zerzaust, das Kind fährt verwegen, ist aber durch einen Sicherheitshelm vor schweren Blessuren geschützt. Kleine Verletzungen steckt es locker weg. Wie gut, dass es Hansaplast gibt.

„UNSER BESTER SCHUTZ“  (Hansaplast-Werbeslogan)

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Ein kleines Pflaster: Hansaplast-Schutzschild. Kleine Pflaster sind voll im Trend. Doch anders als die kleinen bunten symbolischen Pflaster, die derzeit auf Impf-Werbe-Plakaten heiter-lustig die Oberarme zahlreicher Medien-Promis zieren bzw. die (nicht immer vorhandene) Einstichstelle markieren, ist dieses Photoshop-Pflaster beige bzw. „hautfarben“.

Elfchen im Sechsten: „Kinderfrüherkennung“

Kennst

du das

Land, wo schon

Kleinkinder zur Musterung müssen?

Dahin!

Eine deutsche Großstadt, Frühjahr 2021: Ein acht Monate altes Mädchen bekommt hohes Fieber. Die Mutter des Kindes vermutet das Drei-Tage-Fieber, eine harmlose Kinderkrankheit, die sie schon bei ihrem älteren Kind miterlebt hat. Es ist selbst für Ärzte nicht so einfach, das Drei-Tage-Fieber zu diagnostizieren: Der für die Krankheit typische Hautausschlag stellt sich verspätet ein, in der Regel erst dann, wenn das Kind kein Fieber mehr hat. Da die junge Frau sich nicht ganz sicher ist, geht sie mit dem Kind zur Kinderärztin.

Es könne das Drei-Tage-Fieber sein, sagt die Kinderärztin, aber das hohe Fieber sei besorgniserregend und könne ein Hinweis sein auf eine Nierenbeckenentzündung. Die komme bei kleinen Mädchen gar nicht so selten vor und müsse wegen drohender Langzeitschäden sofort behandelt werden. Um sicher zu gehen, überweist sie das Kind ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus wird ein Corona-Test durchgeführt. Das Kind darf dabei auf dem Schoß der Mutter sitzen und hält still. Der Test ist negativ. Man ordnet eine Blutuntersuchung an, um weitere Krankheiten auszuschließen. Ob ihr Kind nicht am Drei-Tage-Fieber erkrankt sein könne, wendet die Mutter ein, findet aber kein Gehör. Man nimmt dem Kind Blut ab, was für das Kind furchtbar ist. Es schreit, schlägt um sich und windet sich. Eine Mitarbeiterin legt sich auf das Kind, eine andere dreht dem Mädchen den Kopf zur Seite.

Im Anschluss an die Blutabnahme lässt sich das Kind kaum noch beruhigen, es weint und schreit. Die Blut-Werte sind „unauffällig“, aber man will einen Zugang legen. Das Kind soll im Krankenhaus bleiben, da man es weiter „beobachten“ will. Die Mutter übernachtet bei dem Kind, darf es aber nicht zu sich ins Bett nehmen. Sie rückt das Kinderbett an ihres heran und öffnet das Gitter. So beruhigt sich das Kind. Die Mutter kann nicht schlafen. Sie hat Angst um ihr Kind, nicht wegen einer möglichen schweren Krankheit, an die sie nicht glaubt, sondern wegen der ärztlichen Maßnahmen.

Am nächsten Tag fühlt sich das medizinische Personal nicht für das Kind zuständig. Die Mutter wartet stundenlang auf einen Arzt, der sich angekündigt hat, aber nicht kommt. So nimmt sie ihre Tochter auf eigene Verantwortung mit nach Hause. Zwei Tage später klingt das Fieber ab, und das Kind bekommt den Hautausschlag, der für das Drei-Tage-Fieber typisch ist.

Wenige Tage später ist das Kind wieder gesund. Die junge Frau geht einkaufen, legt ihr Kind in den Kinderwagen und nimmt es in den Supermarkt mit. In dem Moment, als sie gemäß Maskenpflicht den medizinischen Mund-Nasenschutz anzieht, schreit ihr Kind wie am Spieß.

Ich habe die Geschichte mitbekommen, weil ich zufällig einer Sprachnachricht gelauscht habe. Ich saß auf einem der einzeln stehenden Stühle vor dem Nippeser Café Eichhörnchen. Auf der anderen Seite der Holzkiste, die als Tisch dient, saß eine Frau, die die Sprachnachricht abhörte. Ich wollte mich wegsetzen, aber die Frau bat mich zu bleiben und die Sprachnachricht mit anzuhören. In Absprache mit der Absenderin, die kurz informiert wurde, stellte sie ihr Smartphone laut. Was ich schreibe, entspricht in etwa dem, was ich gehört habe. Bei ein paar Einzelheiten bin ich mir nicht ganz sicher. Vor allem weiß ich nicht, wie dem Kind Blut abgenommen wurde. Aber ich will es auch nicht wissen, denn ich finde es nur furchtbar.

Geschichten wie diese häufen sich in Corona-Zeiten. Die Atmosphäre in den Krankenhäusern ist extrem angespannt. Viele Ärztinnen und Ärzte haben die Gelassenheit verloren. Wenn es nur irgend geht, sollten Menschen -insbesondere die Eltern fiebernder Kinder- einen Bogen um Krankenhäuser machen.

Später frage ich mich, ob die Blutabnahme überhaupt medizinisch notwendig war. Tatsächlich lese ich im Internet, dass ein Urintest ausreicht, um eine Nierenbeckenentzündung auszuschließen: „Bei unklarem Fieber sollte besonders bei Kindern in den ersten Lebensjahren und spätestens am 4. Fiebertag auch mit einem Urintest eine behandlungs-bedürftige Blasen- oder Nierenbeckenentzündung ausgeschlossen werden.“ https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/drei-tage-fieber/

Was mutet man Kindern und Eltern zu? Warum wird ein Baby, das Fieber hat und sich ohnehin krank fühlt, auf Corona getestet, warum stellt man schmerzhafte, unzumutbare und offenbar nicht einmal notwendige Untersuchungen an? In Artikel 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland heißt es: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Wird hier nicht das Grundgesetz (massiv!) verletzt?

Wohlgemerkt: Kinderärztliche Versorgung ist sinnvoll und wichtig. Eine große medizinische Errungenschaft ist das Apgar- Score, eine Untersuchung, die kurz nach der Geburt auch von Hebammen durchgeführt wird und schnell Aufschluss gibt über den Gesundheitszustand des neugeborenen Kindes. Diese Untersuchung, die weltweit üblich ist, wurde übrigens von einer Frau entwickelt, und zwar von der US-amerikanischen Ärztin Virginia Apgar (1909 -1974). https://de.wikipedia.org/wiki/Apgar-Score…

Doch inwieweit darf der Staat mit medizinischen Maßnahmen in das Leben der Menschen eindringen? Fakt ist: Wir sind nicht nur private Personen, sondern Bürgerinnen und Bürger. In Artikel 6 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland heißt es: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Demnach ist es Aufgabe der Eltern, auf die Gesundheit ihrer Kinder zu achten. Kinder müssen lernen, sich zu waschen, die Zähne zu putzen, sich durch Kleidung vor Kälte und Regen zu schützen etc. Eltern vermitteln nicht nur Nestwärme und Sicherheit, sondern begleiten ihre Kinder beim Großwerden, beim Laufen- und Sprechenlernen u.u.u.

Doch die Pflege und Erziehung der Kinder ist nicht allein (und leider immer weniger) Eltern-Recht : „Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“ (Grundgesetz Art. 6, Absatz 2). Das ist grundsätzlich vernünftig. Demokratie beruht auf dem solidarischen Miteinander. Doch wie weit darf die „staatliche Gemeinschaft“ (wer oder was auch immer sich dahinter verbirgt) mit der Überwachung gehen? Und wie können wir sicher sein, dass „die staatliche Gemeinschaft“ es gut meint mit den Kindern?

Allgemeine kinderärztliche Untersuchungen machen Sinn, auch die U-Untersuchungen – solange sie freiwillig sind. Doch die Freiwilligkeit ist immer mehr eingeschränkt worden.

Verordnungen, die die Entscheidungsfreiheit der Eltern einschränken und den Staat dazu ermächtigen, Familien ärztlich zu überwachen, wurden in Deutschland maßgeblich vorangetrieben durch die überehrgeizige und autoritäre CDU-Politikerin Ursula von der Leyen, Ärztin und Mutter von sieben Kindern. Von der Leyen, spätere Bundes- Verteidigungsministerin (2013-2019), war von 2005 bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Aus dem Jahr 2009 stammt eine Pressemitteilung des Ministeriums mit dem holprigen Kürzel BMFSFJ, deren Kernaussage wie folgt lautet:

„Fast alle Bundesländer haben ein verbindliches Einlade- und Erinnerungswesen für Früherkennungsuntersuchungen eingeführt … Zentral sind dabei stets Einladungssysteme mit Rückmeldemechanismen. Wenn Familien nicht zu Untersuchungsterminen beim Kinderarzt erscheinen, wird systematisch nachgehakt. Notfalls schaut das Jugendamt zuhause nach dem rechten.https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/ursula-von-der-leyen-wir-haben-das-niveau-des-kinderschutzes-in-deutschland-spuerbar-erhoeht–87356

Der immer wieder offen ausgesprochene Hintergedanke ist, dass durch die U-Untersuchungen Fälle von Körperverletzung und sexuellem Missbrauch aufgedeckt werden sollen. Das heißt allerdings, dass alle Eltern hier unter einen Generalverdacht gestellt werden. Kinderärztinnen und Kinderärzte macht man zu Erfüllungsgehilfen, indem man sie dazu aufruft, den Körper der Kinder nach Spuren einer möglichen Gewalteinwirkung abzusuchen. Aber ist der aufspürende ärztliche Blick nicht selber gewaltsam? Was mutet man den Kindern (und Eltern) zu?

Auffällig ist, dass die Fälle von Kindesmisshandlung trotz (oder gerade wegen?) der Untersuchungen nicht sinken, sondern steigen. Außerdem dürfte mit der Ächtung der körperlichen Gewalt die Zahl der psychischen, subtilen Gewaltakte noch einmal deutlich zugenommen haben. Die psychische Misshandlung macht keine blauen Flecken. Seelische Verletzungen sind unsichtbar.

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Kinder-Untersuchungsheft meiner jüngeren Tochter, Jahrgang 1999. Das rechte Blatt („Kinderfrüherkennung“) bezieht sich nicht auf die U8 (linke Seite), sondern ist ein versehentlich nicht herausgetrennter Durchschlag für die KV (Kassenärztliche Vereinigung), der von der U7 stammt. Wir hatten damals das Glück, einen freundlichen Kinderarzt zu finden, der die Punkte nicht einzeln abgehakt hat, sondern den Mut hatte, seiner ärztlichen Intuition zu vertrauen. Schon aus versicherungstechnischen Gründen wird es sich heutzutage kaum ein Arzt/eine Ärztin mehr erlauben, den Bogen nicht akribisch auszufüllen.                                                                                        Unbegreiflich finde ich, dass seit Jahrzehnten niemandem auffällt, dass „Kinderfrüherkennung“ ein Unwort ist. Es gibt medizinische Methoden zur Früherkennung diverser Krankheiten, insbesondere von Krebs (Krebs-Früherkennung). Aber kann man Kinder früherkennen? Ist denn das Kind eine (lebensbedrohliche) Krankheit?

Und wenn dann die Familie endlich wieder die Koffer packt, erlaubt sich die Krankenkasse, ein Wörtchen mitzureden, denn auch und gerade auf Reisen, so redet man uns ein, drohen unseren Kindern Gefahren. Die AOK hat eine 16-teilige Checkliste für die „Kleinkinder-Reiseapotheke“ ins Netz gestellt. Da kann ich nur sagen: Nix wie weg! https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/gemeinschaftlich/artikel/PDF/aok_checkliste-reiseapotheke-kleinkinder.pdf

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Zäpfchen, Salben und Segen auf all deinen Wegen. Die AOK Rheinland ist immer dabei. Bahnsteig-Werbung, Hbf Bonn, Juni 2021

Dreifachimpfung in einer Osnabrücker Eisdiele?- Was dahinter steckt

Meine Tochter Lea ruft mich am Sonntagabend aufgeregt an: „Mama, ich hab da was erlebt. Eine Corona-Impf-Geschichte. In der Eisdiele…“ Ich will genauer wissen, was passiert ist, ich platze vor Neugier, aber meine Tochter lässt mich eine Weile zappeln. Dann erzählt sie mehr: Am Nachmittag ist sie mit Freundin Cora* in einer Osnabrücker Eisdiele gewesen. Dort bietet man Eisbecher mit Namen Impfung an. Meine erste Frage lautet wie immer: „Hast du Fotos gemacht?“

Das ist das Schöne am Smartphone: Sie hat.

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Eis ist süß – Corona ist für Kinder in aller Regel harmlos.

Ich bat meine Tochter aufzuschreiben, was sie erlebt hat. Gestern morgen schickte sie mir dann einen kleinen Dialog, den ich ein bisschen ausgeschmückt habe, vor allem den Part der Eisdielen-Chefin. Diese Eisdielen-Chefin erinnert mich an Angela Merkel. Deshalb habe ich aus der Mama der jungen Eisverkäuferin eine Mutti gemacht.

Mein Wahlkampf-Vorschlag für die Große Koalition in Berlin: Könnte sich nicht Angela Merkel unters Volk mischen und Eisbecher namens Impfung verkaufen, wo doch Karl Lauterbach im Impfzentrum munter mitgeimpft hat? Ich glaube nämlich, dass Angela Merkel die Idee, dass man Impfungs-Eisbecher verkauft, richtig toll fände.

Ort des Geschehens: Eine Eisdiele in Osnabrück-Sutthausen.


CORA: Sagen Sie mal, wer von Ihnen ist für die Namen der Eisbecher verantwortlich?

EISVERKÄUFERIN: Meine Mama. „Mama“ kommt und stellt sich neben die Tochter.

CORA: Wenn man in die Eisdiele kommt, möchte man doch das Eis genießen und nicht auch noch hier mit dem Thema Impfung konfrontiert werden. Wollen Sie Ihre Namensgebung nicht noch einmal überdenken?

MUTTI leise lachend: Keine Bange, Sie werden nicht geimpft. Das sind nämlich nur Eisbecher.

CORA: Das hab ich mir gedacht, aber das finde ich gar nicht lustig.

MUTTI: Sie vielleicht nicht. Sie verstehen wohl keinen Spaß. Bisher hat die Kundschaft den Humor verstanden, und die Becher sind gut angekommen. Weil es kreativ ist.

CORA: Ich finde es überhaupt nicht kreativ.

MUTTI: Ich erkläre es Ihnen. Also: Bei der Impfung 1 gebe ich Vanilleeis und Erdbeereis in den Becher. Und dann komme ich mit dem Tupfer, aber ich tupfe das Eis natürlich nicht ab. In diesem Fall ist der Tupfer ein Sahne-Tupfer, eine große Portion Sahne… Weiße Schokoraspeln… Und zu guter Letzt… Kichert… Zu guter Letzt komme ich noch mit der Erdbeerspritze. Den Inhalt spritze ich aber nur in den Eisbecher. Versprochen! Und meine Erdbeerspritze enthält nur Erdbeersoße. Aber da fehlt noch was… Na? Guckt Lea und Cora grinsend an… Da fehlt das Pflaster. Aber das klebe ich Ihnen nicht auf den Arm, das klebe ich nicht auf den Eisbecher, sondern… Kichert… Das klebe ich Ihnen aufs Mäulchen…

LEA: Ich will Ihnen noch was sagen. Es sind doch die Kinder, die besonders gerne Eis essen. Und die 12jährigen können ab morgen geimpft werden. Sie kriegen hier einen süßen Vorgeschmack auf eine Impfung, die doch sehr fragwürdig ist. In meinen Augen machen Sie Impf-Werbung.

EISVERKÄUFERIN (TOCHTER): Danke für Ihre Rückmeldung.

LEA: Ihr Eis ist lecker, aber wir beide werden nicht mehr in diese Eisdiele kommen.

EISVERKÄUFERIN (TOCHTER): Damit können wir leben.

***

Kleine Ergänzung: Cora und Lea mögen klassische Eis-Kreationen, insbesondere Spaghettieis. Das beste Spaghetti-Eis rundum Osnabrück gibt es, wie die beiden sagen, in Hagen am Teutoburger Wald. „Spaghettieis“ ist zwar im Jahr 1969 von einem Italiener kreiert worden, aber typisch deutsch: „Spaghettieis ist eine in Deutschland übliche Speiseeis-Zubereitung, die optisch an Spaghetti mit Tomatensoße und Parmesan erinnern soll.“ (wikipedia)

*Cora heißt in Wirklichkeit anders. Ich habe ihren Namen geändert, da Cora im Gesundheits-Bereich arbeitet, aber ein Impfangebot nicht angenommen hat.

***

„… Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig…“ https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988#toggledown-content-8 7.6.2021

Seit Anfang der Woche können sich auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren impfen lassen, genauer gesagt: Eltern vom Kindern ab zwölf Jahren können es zulassen, dass ihre Kinder geimpft werden. Dabei kann eine Corona-Infektion Kindern nicht viel anhaben.

12jährige Kinder sind noch nicht in der Lage einzuschätzen, was da passiert. Selbst von der impffreudigen STIKO gibt es nur eine eingeschränkte Empfehlung. Das ist gut so. Eltern, die der Impfung skeptisch gegenüber stehen, können sich (noch) auf die STIKO berufen.

Viele Gründe sprechen gegen die Corona-Kinder-Massenimpfung. Ich persönlich finde es unverantwortlich, heranreifenden („pubertierenden“) jungen Menschen, die dabei sind, sich zu Erwachsenen zu entwickeln, einen mRNA-Impfstoff zu verabreichen, der unter Umständen in die biologischen Rhythmen eingreift. Es gibt Hinweise darauf, dass die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna den weiblichen Zyklus manipulieren: „… Viele Menschen teilten ihre eigenen Geschichten auf Twitter. „Ich bin genau eine Woche nach meiner zweiten Moderna-Impfung und habe einen sehr schweren Zyklus, und ich bin ungefähr 2,5 Wochen zu früh“, schrieb eine Nutzerin. „Ich habe Moderna am letzten Tag meiner Periode bekommen. Neun (!!!!) Tage später bekam ich eine weitere Periode und es war ein Albtraum“, kommentierte eine andere.…“ Die das twittern, sind keine jungen Mädchen, sondern erwachsene Frauen, deren Zyklus sich längst eingespielt hat. https://www.fr.de/wissen/corona-coronavirus-impfung-impfstoff-menstruation-periode-blutungen-kraempfe-90479717.html

Dabei schont das Virus (tendenziell) uns Frauen. Während insbesondere Frauen schwere Nebenwirkungen der Impfung beschreiben, schützt unser Geschlecht uns davor, „in Zusammenhang mit Corona“ zu sterben. Aktuelle Zahlen für Deutschland: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

Ich habe nachgezählt und nachgerechnet (Stand: 8.6.2021): Von den insgesamt knapp 90.000 Toten „in Zusammenhang mit Corona“ waren nur 3889 Menschen unter 60 Jahre alt. Und (immer noch „nur“) 11.880 Verstorbene waren unter 70. Von diesen Menschen waren 3579 weiblich und 8301 männlich.

Unter allen „im Zusammenhang mit Corona“ Verstorbenen unter 70 gibt es also mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen. Das Verhältnis ändert sich auch bei den 70 bis 79jährigen Verstorbenen kaum (6656 Frauen : 11763 Männer). Erst bei den über 80jährigen Corona-Toten sind Männer und Frauen gleichauf, und mit über 90 sterben „in Zusammenhang mit Corona“ deutlich mehr Frauen. Der Grund: Die höhere Lebenserwartung der Frauen. Über 80jährige sind nun mal vorwiegend weiblich.

Impfungen sind medizinische Errungenschaften. Es gibt schwere Krankheiten, denen mit einer Impfung vorgebeugt werden kann, etwa die Kinderlähmung. Die Polio-Impfung ist segensreich. Aber auch dieser zur Zeit viel zitierten „Erfolgsgeschichte“ ging eine Katastrophe voraus, die offenbar in Vergessenheit geraten ist. In den 1950er Jahren wurden Kinder bei einem Großversuch in den USA „versehentlich“ mit Polio infiziert. Stell dir vor, du wirst gegen eine schwere Krankheit geimpft, aber im Impfstoff ist der Erreger dieser Krankheit aktiv. Diese Horror-Vorstellung wurde für hunderttausende Kinder Wirklichkeit.

„… Seit den 1930er Jahren gab es Versuche, einen Polioimpfstoff herzustellen, meist mit durch Formaldehyd inaktivierten Viren. Diese waren jedoch nicht wirksam. Erst 1954 konnte in den USA ein von Salk und Mitarbeitern hergestellter inaktivierter Polioimpfstoff in einer großen randomisierten klinischen Studie mit mehreren hunderttausend Kindern getestet werden. Eine Zulassung des Impfstoffes erfolgte unmittelbar nach Bekanntgabe der Studienergebnisse 1955.

Wenige Wochen nach Beginn des Routineeinsatzes des inaktivierten Impfstoffes in den USA kam es zu einem schweren Zwischenfall. Durch Mängel in der Produktion gelangten nicht inaktivierte Polioviren in den Impfstoff. Dadurch wurden mehrere hunderttausend Kinder infiziert, es kam zu 51 Fällen von dauerhafter Paralyse und zu fünf Todesfällen. Dieser nach dem Hersteller Cutter Laboratories benannte Cutter-Incident gilt als einer der schwersten Arzneimittelskandale in den USA. Untersuchungen ergaben, dass Reste von Zellkulturzellen in der Virussuspension die vollständige Inaktivierung durch Formaldehyd verhindert hatten.[28] (wikipedia)

Der Ausdruck „Arzneimittelskandal“ banalisiert das, was passiert ist. Wir brauchen neue Begriffe für die menschenverursachten medizinischen Katastrophen. Und:

Wir brauchen einen neuen „Hippokratischen Eid“, der anders als der ursprüngliche Eid das Kind nicht ausklammert, sondern DAS ZU SCHÜTZENDE KIND in den Mittelpunkt rückt.

Zufällig finde ich meinen Impfpass -und mache eine beunruhigende Entdeckung

Ein sonniger Sonntagnachmittag Ende August 2015: Wir sitzen zu sechst an einem Garten-Tisch und essen Pflaumenkuchen. Alle sind Stammkunden im Nippeser Weinhaus im Viertel. Es ist gar nicht so sehr der Wein, der Künstler und Lebenskünstler ins Weinhaus lockt, sondern die inspirierende Chefin vor Ort: Dagmar Johanna Matthias. Bei einer ihrer ungewöhnlichen Weinproben haben wir uns zum Pflaumenkuchen verabredet.

Der Garten gehört zu einem alten Haus in der Turmstraße. Die Gastgeber, ein Musiker-Paar, sind über 20 Jahre jünger als ich und wohnen hier zur Miete. Der Garten wird von allen Parteien genutzt. Ich genieße es, hier zu sitzen, in einem dieser verwilderten Nippeser Gärten, die man von der Straße aus nicht sieht und in die man nur durchs Treppenhaus kommt.

Weil ich nicht gerne Kuchen esse, habe ich mir nur ein kleines Stück geben lassen, aber viel Sahne dazu. Ich süße nach und lasse mir die Zuckerkrümel, die sich so schnell nicht auflösen, auf der Zunge zergehen.

Ich denke an meinen Vater, der Kuchen mochte und heute 93 Jahre alt geworden wäre. Er war ein kämpferischer Skat-Spieler und Kommunalpolitiker, aber eigentlich ein sanftmütiger, respektvoller Mensch. Mein Vater hatte ein großes Durchsetzungsvermögen, aber er gebrauchte niemals die Ellenbogen, sondern nur den Verstand.

Manchmal ist Angriffslust konstruktiv. Während ich mir das bewusst mache, kommt plötzlich ein angriffslustiges Insekt in einer Art Sturzflug auf mich zu und sticht mich in den Finger. Es tut richtig fies weh. Am Stachel, der steckengeblieben ist, erkenne ich, dass es sich um eine Biene handelt und nicht um eine Wespe. Mit den Fingern der anderen Hand ziehe ich den Stachel heraus und ärgere mich. Warum ausgerechnet ich?, jammere ich.

Darum ausgerechnet ich, weiß ich heute.

Am nächsten Morgen ist nicht nur der Finger angeschwollen, sondern auch die Hand. Am zweiten Tag ist die Hand so dick, dass ich beschließe, zum Arzt zu gehen. Da ich keinen Hausarzt habe, lasse ich mir einen empfehlen. Er schaut sich die Hand an, verschreibt mir ein Antibiotikum und verordnet eine Tetanus-Impfung. Eine Helferin verbindet die Hand und gibt mir eine Spritze in den Oberarm. Sie macht das gut, denn ich spüre nicht viel, es ist nur kitzelig.

Ich finde es praktisch, mich bei der Gelegenheit gegen Tetanus impfen zu lassen. Da ich oft im Garten arbeite und mich dabei immer wieder in den Dornen der Rose verfange, hatte ich es ohnehin vor. Man händigt mir einen Impf-Ausweis aus, den ich zu Hause, ohne ihn mir genau anzugucken, in eine Schublade lege.

Deutschland sucht den Impfpass“ war der Titel einer Werbe- Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Jahr 2018. Ich habe meinen Ausweis nicht gesucht, ihn aber vor ein paar Wochen beim Aufräumen zufällig gefunden.

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Ein No-Name-Exemplar. Es ist, als bekäme man einen neuen Reisepass ausgehändigt und sollte selber seinen Namen nachtragen. Ich finde, die Arzthelferin hätte sich über Verband und Spritze hinaus die Zeit nehmen müssen, das Deckblatt auszufüllen. Dass man von den Geimpften erwartet, dass sie das selber tun, nennt man dann wohl „Patientenautonomie“. Das leere Deckblatt meines Impfpasses spiegelt eine gewisse Wurschtigkeit wider, ein fahrlässiges Desinteresse, das uns leider heutzutage in vielen Arztpraxen begegnet. Bei der Corona-Impfung wäre das nicht passiert. Da herrscht -insbesondere in Bezug auf die Personenkontrolle- deutsche Gründlichkeit vor.

Aber es kommt noch schlimmer, denn ich schlage den Ausweis auf:

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Ich bin zwar gegen Tetanus geimpft worden, aber nicht nur! Auch gegen Keuchhusten, Kinderlähmung und Diphtherie … Man hat mir, ohne mich zu fragen oder mich zu informieren, vier Impfungen auf- bzw. reingedrückt.  „Das ist Körperverletzung“, sagt ein Anwalt, bei dem ich mich erkundige. Nur ist die Impfung fast fünf Jahre her, und ich war leider so blöd, einem Arzt, den ich nicht kannte, nur deshalb zu vertrauen, weil er Arzt ist. Ich habe wirklich gedacht, dass ich ausschließlich gegen Tetanus geimpft werde, wenn man mir erzählt, dass man mich gegen Tetanus impft. Schön doof. Für den Arzt ist es keine Körperverletzung, sondern Alltag. Außerdem macht er sozusagen „Dienst nach Empfehlung“, denn diese Vierfach -Auffrischimpfung ist eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).                                                                                                       Im Internet entdecke ich dann tatsächlich einen Beipackzettel von REPEVAX, das auch für Kinder ab drei Jahren empfohlen wird. https://mein.sanofi.de/produkte/REPEVAX Mittlerweile findet man im Netz ja nicht nur Gebrauchsanleitungen für Elektrogeräte oder Anleitungen zum Aufbau von IKEA-Möbeln, sondern auch Beipackzettel von Fertig-Impfspritzen, die man per Rezept u.a. bei DocMorris bestellen kann.  https://www.docmorris.de/repevax-injektsuspiefertigspritze-mi/11241161 Ich lese den REPEVAX-Beipackzettel und kotze fast: „… Darüber hinaus wurden nach Markteinführung von REPEVAX weitere unten aufgeführte Nebenwirkungen in den verschiedenen Altersgruppen, für die der Impfstoff empfohlen wird, beobachtet. Die tatsächliche Häufigkeit kann nicht genau berechnet werden, da dann die spontan erhaltenen Meldungen auf die geschätzte Anzahl geimpfter Personen bezogen werden müsste. Erkrankung der Lymphknoten, allergische/schwerwiegende allergische Reaktion, Krampfanfall, Ohnmachtsanfall, Lähmung von Teilen des Körpers oder des gesamten Körpers (Guillain-BarréSyndrom), Lähmung des Gesichtsnervs, Rückenmarksentzündung, Entzündung der Armnerven (brachiale Neuritis), vorübergehender Gefühlsverlust oder Gefühlsstörung in der Gliedmaße, in die der Impfstoff verabreicht wurde, Schwindel, Schmerz in der Gliedmaße, in die der Impfstoff verabreicht wurde, ausgedehnte Schwellung der Gliedmaße (häufig in Verbindung mit Rötung und manchmal mit Bläschenbildung), allgemeines Krankheitsgefühl, Blässe, Verhärtung im Bereich der Impfstelle, Bauchschmerz.“  (Mein Sanofi, REPEVAX-Beipackzettel, S.5.) Meiner Meinung nach ist es allerhöchste Zeit, die Mediziner zum Maßhalten anzuhalten!                                                                                                                                                           Schon wenn sie auf die Welt kommen, sind heutige Menschen kontaminiert. Vor einiger Zeit untersuchten US-Wissenschaftler das Blut und das Nabelschnurblut von Neugeborenen. „Das Team wies 109 verschiedene Chemikalien sowohl im Blut der Mütter wie ihrer Kinder nach. Von diesen stammen 40 aus Weichmachern, 28 aus Kosmetika, 29 sind Arzneimittel und 25 sind typischerweise in Haushaltsmitteln enthalten. Aber auch 23 verschiedene Pestizide, drei Flammschutzmittel und sieben polyfluorierte Alkylverbindungen waren im Blut auch der Neugeborenen enthalten.“ https://www.focus.de/familie/eltern/kindergesundheit/kleine-studie-109-industriechemikalien-im-blut-neugeborener_id_13101501.html

Vermutlich hätte „mein“ Arzt den Tetanus-Einzelimpfstoff bzw. das Vakzin, wie es der Laie heutzutage hochachtungsvoll nennt, nicht einmal vorrätig gehabt. Wie wir unten sehen, rechnen sich Einzelimpfungen nicht, ebenso wenig wie das aufklärende Gespräch zwischen Arzt und Patient.

Bei kostencheck.de, wo man sich über allerhand Preise informieren kann, unter anderem für Türen und Fenster, aber auch für Baumkletterer und Haushaltshilfen, „von Badsanierung bis Zahnersatz“, wie es auf der Seite heißt, fand ich folgende Kostenaufstellung, die zwar schon veraltet sein dürfte, aber den kleinen alltäglichen Skandal dennoch verdeutlicht:


Art
PrivatzahlerVersicherte der gesetzlichen Krankenversicherung
Tetanus Einzelimpfung2 – 4 EURKostenfrei
Diphtherie, Tetanus (2-fach)4,50 – 5,70kostenfrei
Tetanus, Diphtherie, Polio (3-fach)12,75 – 23,33Kostenfrei
Tetanus, Diphtherie, Polio, Keuchhusten (4-fach)34,60kostenfrei
Müssen Sie die Kosten für die Immunisierung zunächst selbst begleichen, beachten Sie bitte, dass die Preise für die Impfstoffe durch Kostenanpassungen der Hersteller etwas von obigen Angaben abweichen können.

https://kostencheck.de/tetanus-impfung-kosten