Blödel-Ölfchen: Klimakommentar des Meisenknödels

Der Januar 2022 ist so mild, dass schon jetzt das Gras wieder wächst. Wie kräftig und saftig -wenn auch spärlich- die Halme mancherorts sprießen, demonstrieren fünf Meisenknödel, die vor dem Nippeser Mehrfamilienhaus Am alten Stellwerk 32 an den Ästen eines Baumes hängen.

Die

Sturmfrisur des

Meisenknödels ähnelt der

des Greisenschädels – O schneemännerloser

Jänner!

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Immerhin wurde bei der Herstellung dieses Knödels frischester Grassamen verbacken! Etwas Gutes haben die milden Temperaturen: Fiele auch nur ein bisschen Schnee, würden die Nippeser Kinder kleine Schneemänner bauen, und die Meisenknödel müssten als Köpfchen herhalten. Leider kann ich mich nicht am Grün erfreuen. Wenn der Winter ausbleibt, fehlt auch das Frühlingserwachen.

Genau vor einem Jahr war in Nippes an den beiden Sonntagen 17.1. und 24.1.2021 etwas Schnee gefallen. Damals „war die Stimmung ausgelassen. Eine Ahnung vom Winter, wie er früher einmal war, ließ viele Menschen die Corona-Zwangsmaßnahmen für eine Weile vergessen.“ https://stellwerk60.com/2021/02/22/schnee-elfchen-tauwettertrotz/

Ich wünsche unseren Kölner Kindern, die (genauso wie die schneeverwöhnten Kinder in Süddeutschland) tagtäglich die geballte Dummheit der öffentlich tonangebenden Erwachsenen ausbaden und seit fast zwei Jahren die Zumutungen einer respektlosen, autoritären Corona-Politik erdulden müssen, viel Schnee, wenn nicht jetzt, dann im Februar!

Dir, Hütehund Freki, wünsche ich den Schnee natürlich auch!

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Das Bad im Schnee  – Berauschend für ältere… Hunde.

Elfchen im Ersten: Das Corona-Sicherheitsdreieck ist da, AHA!

Das

Corona-Sicherheitsdreieck ist

da! Um 93%

senkt es die Ansteckungsgefahr.

AHA!

Während wir uns mittlerweile wieder an den Kassen knubbeln, werden wir in den Supermärkten nach wie vor dazu angehalten, Abstand von- und zueinander zu halten. Im Nippeser Alnatura, wo ich Stammkundin bin, nötigt man uns immerhin nicht mehr, einen Einkaufswagen zu nehmen. Das gefiel mir schon deshalb nicht, weil die Griffe der Wagen für jeden Kunden einzeln frisch desinfiziert wurden und oft klebrig waren.

Noch vor einem Jahr hieß es, der Einkaufswagen sei eine Art Schutzschild und gewähre aufgrund seiner komfortablen Länge den erforderlichen Sicherheitsabstand zum Vordermann bzw. zur Vorderfrau, so dass die Ansteckungsgefahr reduziert werden könne.

Das war albern, denn wir stellten und stellen, kaum sind wir im Laden, den Einkaufswagen irgendwo ab, um zügig zwischen den Gängen hin- und herlaufen zu können. Wer klammert sich schon an den sperrigen Einkaufswagen? Vielleicht der angespannte Karl Lauterbach (falls er sich noch traut, einkaufen zu gehen). Und der auch nur in Sorge um den Einkaufswagen-Chip bzw. den sauer verdienten Euro. Lauterbach sei gesagt: Alnatura stellt die Einkaufswagen chiplos zur Verfügung, da könnte er endlich einmal loslassen.

Auf die Fragwürdigkeit der 1,5 m-Abstandsregel machte am 6. November 2021 eine Gruppe junger Performance- Künstlerinnen aufmerksam. Ausgestattet mit einem selbstgebauten gleichseitigen Corona-Sicherheits-Dreieck, bestehend aus drei hölzernen Leisten von jeweils 1,5 m Länge, wandelten die jungen Frauen schweigend durch den Nippeser Alnatura– Biosupermarkt. Große Kunst zwischen Broccoli, Lauch und Olivenöl!

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Für Unruhe sorgte der unangekündigte Auftritt beim Verkaufspersonal. So wollte eine Alnatura– Mitarbeiterin den Künstlerinnen das Fotografieren verbieten. Dieses Verbieten ist aber meines Wissens verboten, denn in  den videoüberwachten Verkaufsräumen muss es den Kunden erlaubt sein, Fotos zu machen.

Zuvor hatten die Künstlerinnen vergeblich versucht, im benachbarten REWE in den Verkaufsraum vorzudringen. Hier jedoch hatten sich die Gänge als zu eng erwiesen. Der Nippeser Alnatura-Bio-Supermarkt hingegen ist im Sommer 2021 maßnahmengerecht umgebaut worden. Ladenlokal und Verkaufsfläche wurden deutlich vergrößert und die Gänge, wie man sieht, so großzügig verbreitert, dass bei zukünftigen Pandemien die Sicherheitsmaßnahmen zügig umgesetzt werden können. AHA! 

Unpraktisch wäre es, wenn es Gegenverkehr gäbe, wenn zwei Corona-Sicherheitsdreiecke mit jeweils drei an den drei Ecken befestigten Personen einander entgegen kämen. Probleme könnte es auch beim Besuch eines mehrstöckigen Einkaufszentrum geben. Wenn die Personen die Rolltreppe benutzten, könnten sie zwar eine Ecke hochklappen, um nebeneinander zu passen, doch das Nebeneinander würde den Abstand aufheben und so wiederum das Ansteckungsrisiko erhöhen. Außerdem würde die an der hochgeklappten Ecke befestigte Person bei der Aktion in der Luft baumeln! Personen mit Corona-Sicherheitsdreieck sei daher -und man vermeide jeglichen Gegenverkehr!- die Benutzung des Treppenhauses empfohlen.

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Treppenhaus mit pinkfarbenen Wänden im Einkaufszentrum The Galleries, Washington/UK, September 2020.  Doch Vorsicht: Zwei Corona-Sicherheitsdreiecke passen nicht nebeneinander auf die Treppe. (Kleiner Hinweis: Das Treppenhaus war, auch wenn es anders rüberkommt,  gründlich geputzt. Die Flecken auf dem Foto rühren ausschließlich von meiner defekten Kamera her, die ich nach der Reise gegen ein gleiches, aber intaktes Gebrauchtmodell (Ebay) austauschen musste.)

Ich bin mir sicher, dass sich der österreichische Schriftsteller Ernst Jandl an der Performance der jungen Künstlerinnen ergötzt hätte. In Erinnerung an den Rechts-Links-Jongleur und sprachgewaltigen Experten für die Verkehrte Welt schreibe ich daher erneut ein

Ernst Jandl-Gedächtnis-Elfchen:

Mit dem Colona-Dleieck im Tleppenhaus eines noldengrischen Einkaufszentlums

Volsicht:

Was Sichelheit

velschafft, setzt reidel

den Rinksvelkehl außel Klaft!

Volsicht!