Wir sind wieder dabei… Stadtradeln 2017

Dieses Jahr nimmt die Stadt Köln zum zweiten Mal am Projekt Stadtradeln teil.
Da simmer widder dabei: Stellwerk 60 – SattelFest, offenes Team der autofreien Siedlung Köln-Nippes.
Stadtradeln ist ein sportliches WettSpiel und ein schönes Beispiel dafür, dass das Umsteigen aufs Fahrrad nicht Verzicht bedeuten muss, sondern Spaß machen kann.

Die Spielregeln sind die gleichen wie letztes Jahr: Über den Zeitraum von drei Wochen (16.6.-7.7.2017) notieren wir alle Kilometer, die wir erradeln (auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Kindergarten, zum Einkaufen, zum Kino, Theater, zum Rhein etc.), und stellen das Ergebnis ins Internet.

2016 war Stellwerk 60 – Team SattelFest sehr erfolgreich. Bei der offiziellen Preisverleihung im Historischen Rathaus wurde uns diese schmucke Urkunde verliehen:

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Leider verschweigt die Urkunde, dass es insgesamt 135 (!) Teams gab und wir stolze 135(!) Teilnehmer/innen waren. Mit der schönen Zahl von 21.111 gefahrenen Kilometer lagen wir außerdem bei den insgesamt gefahrenen Kilometern auf Rang sieben! Das ist ein halber Äquator. Die zweite Hälfte könnten wir dieses Jahr schaffen.

Ungünstig ist diesmal der Termin, denn geradelt wird leider knapp vor den Sommerferien. Vermutlich werden wir also nicht so viele Teilnehmer/innen sein. Um so größer ist allerdings die Chance, einen siedlungsinternen Preis zu kriegen.

Es wird wieder eine Siegerehrung geben – vielleicht auf unserem großen Jubiläums-Sommerfest (die autofreie Siedlung Stellwerk 60 wird zehn!) am 2. September.

Nutzt die Fußball-Bundesliga-freie Zeit, werdet selber sportlich aktiv und meldet euch an:
Herzliche Grüße, rauf auf’s Rad, Teamkapitänin Lisa
P.S: Es gibt eine Marke zu knacken: 930 Kilometer von Vorjahressieger Christoph Brozio alias Gino Bartali. Auf zur Verfolgungsjagd, ran an die Tausend!

Lange nichts gehört von…

… Franz-Peter Tebartz-van Elst. Zur Erinnerung ein paar Stichworte: Limburger Lügenbischof… Messgewand mit Goldbrokat… Kostenexplosion beim Neubau des Bischofshauses…  Luxus-Badewanne… autoritärer Führungsstil…
Und was macht er heute? Papst Franziskus, so lese ich bei Wikipedia, ernannte Tebartz-van Elst im Dezember 2014 zum Delegaten im Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung mit Zuständigkeit für die Katechese. Er gehört dem Leitungsteam des päpstlichen Rates an…
Das ist zwar eine Degradierung, aber dennoch höchst erstaunlich. Dieser Rat, 2010 von Papst Benedikt gegründet, hat nämlich die Aufgabe, in Zeiten fortschreitender Kirchenuntreue aus abtrünnigen Christen wieder aktive (Kirchensteuer zahlende?) zu machen. Es geht dabei vor allem, wie es in der Apostolischen Schrift „Ubicumque et semper“ heißt, um die Bekehrung der Menschen in jenen Ländern und Nationen der sogenannten Ersten Welt, in der der Wohlstand und der Konsumismus … dazu inspirieren und veranlassen, so zu leben ›als wenn es Gott nicht gäbe‹.
Wohl wahr! Aber lebt nicht ausgerechnet Luxus-Tebartz selber so, als wenn es Gott nicht gäbe?
Tebartz  van Elst hat jetzt einen Büßerbart, aber hat er eigentlich noch seinen Dienstwagen? Es gab da doch diesen Luxus-BMW, der geordert wurde, als er gar nicht mehr im Amt war. Auf meine vorösterliche Nachfrage beim Erzbistum Köln bekam ich keine Antwort, aber eine freundliche Einladung zum:
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Fenster des Pfarrheims St. Marien. Köln-Nippes, April 2017
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.
(aus Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen)