Elfchen im Zwölften: Ich bin die fesch‘ Alena, der Liebling der Saison

Juni 2021. In Deutschland steht die Corona-Impfung der Kinder ab zwölf Jahren an. Die Impfung ist in Europa zugelassen, aber es gibt noch keine allgemeine Impf-Empfehlung von Seiten der STIKO.

Während der ARD-Talkshow Maischberger wird aus Berlin die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates zugeschaltet: Prof. Dr. Alena Buyx. Eine freundliche, hochgebildete Frau, so denkt man. Hochgebildet ist sie, freundlich offenbar auch. Aber ist sie so unschuldig, wie sie tut?

Diese Frau weiß schon qua Amt, was zu diesem Zeitpunkt auch aufmerksame „Laien“ längst wissen, sie ist im Bilde über erste Impfdurchbrüche, erste schwere Impf-Nebenwirkungen, sie weiß, welch große medizin-ethische historische Leistung der Virologe Anders Tegnell vollbracht hat, der mit dem „Schwedischen Sonderweg“ beweisen konnte, dass die lang andauernden Grundschul- und Kita-Schließungen, die für die Kinder in Deutschland eine Katastrophe waren, hätten verhindert werden können, ja müssen!

Doch Alena Buyx gibt nicht preis, was sie weiß, denn das Aussprechen der Wahrheit würde die angsteinjagende Corona-Politik des Bundes komplett infrage stellen. So aber bleiben ihre Ausführungen oberflächlich und pseudokritisch. Doch wie kann die Expertin so blöd sein zu meinen, wir Andersdenkende würden so doof sein, das Spiel nicht zu durchschauen? Nun, man hat es sich leichtgemacht, wir sind gar nicht erst eingeladen.

Frau Buyx verhält sie unethisch, anders als der verantwortungsbewusste Schwede Anders Tegnell. Der hätte niemals den Sonderweg eingeschlagen, ohne sich durch Studien abzusichern, die auch in Deutschland für jedermann und jedefrau zugänglich waren. Schon Anfang März 2020 veröffentlichte der spiegel einen Artikel mit Thesen, die sich bald bewahrheiten sollten, sie legten die Vermutung nahe, dass Kinder nicht schwer erkranken würden. https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-kinder-infizieren-sich-offenbar-genauso-haeufig-werden-aber-nicht-krank-a-72e2a605-5865-4d23-81b1-c1c4f453d659

Als Bundeskanzlerin war auch Angela Merkel im Bilde, aber die ehemalige DDR-Jungpionierin sollte sich nicht am schwedischen kinderfreundlichen Vorbild orientieren und den Kindern ihre Freiräume sichern, sondern sie kontrollieren, überwachen und ihnen eine nahezu soldatische Treue abverlangen. Dieser bevormundende Kurs, der auf Gehorsam zielt, wurde von Buyx, die von 2020 bis 2024 Vorsitzende des Deutschen Ethikrates war, geteilt.

Bei Maischberger spricht sich dann Frau Buyx im Juni 2021 für die Corona-Impfung von Kindern ab 12 Jahren aus, eine klare Impfwerbung, mit der sie ihre Kompetenzen deutlich überschreitet. Auch das wohlklingende Versprechen, dass die Impfung „absolut freiwillig“ sein müsse, klingt fadenscheinig. Wo bleibt der freie Wille, wenn sich junge Menschen erst ab14 (oder17) für oder gegen eine Impfung entscheiden können?

Und hat kein Mitglied des (damaligen) Ethikrats die Pornografie der Impfabbildung erkannt?

Mitglieder (2024)

Prof. Dr. Dr. h.c. Jutta Allmendinger · Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Regionalbischöfin Dr. phil. Petra Bahr · Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

Prof. Dr. phil. Cornelia Betsch · Universität Erfurt

Prof. Dr. iur. Hans-Georg Dederer · Universität Passau

Dr. rer. nat. Uta Eser · Büro für Umweltethik

Prof. Dr. Aldo Faisal · Universität Bayreuth

Prof. Dr. rer. pol. Nils Goldschmidt · Universität Siegen

Ich persönlich war, weil ich seit Jahren eine Aufladung des öffentlichen Raums mit Pornografie beobachte, alarmiert.

„Da ich die öffentliche Zurschaustellung des Impfakts als widerlich, menschenverachtend und pornografisch empfinde, habe ich damals in die Suchmaschine hintereinander und ohne Satzzeichen drei einschlägige Begriffe eingegeben: Abbildung Corona-Impfung Pornografie. Damals wurde ich nicht direkt fündig, heute schon, denn mir wurde kürzlich ein Link eingespielt, der bezeugt, dass die Corona-Impfung schon im Jahr 2021 auf den Porno-Portalen angekommen war. Das klingt dann so:

Wie „Vice“ berichtet, greifen immer mehr Pornos das Thema der Covid-Schutzimpfung auf. Darstellerin Porsha Parker etwa verpasst ihrem Publikum in einem Clip namens „Cum Vaxx“ ein gesalzenes Jaukerl. Als Impfstoff-Ersatz fungiert darin richtigerweise – ihr habt es schon erahnt – Sperma. … Auf Plattformen wie Pornhub finden sich währenddessen Videos mit einschlägigen Titeln wie „Astra Peneca: Effective on all variants of rock“ oder „Is your sperm a COVID-19 vaccine, Boss? I will get it!“ https://k.at/entertainment/corona-impfung-pornos/401469886

Für das widerwärtig-verstörende Foto zeichnet die als seriös geltende dpa (Deutsche Presseagentur) verantwortlich. Die impfende Hand trägt einen schwarzen Kunststoff-Handschuh, die klobige Linke hat den Handschuh lässig übergestreift. Im Hintergrund sehen wir einen mit einer roten Tischdecke abgedeckten Tisch, auf dem eine Sektflasche steht. Läuft hier eine Sado-Maso-Porno-Nummer?
Die eingeblendete Bonprix-Werbung spielt Lackleder-Stiefel ein, High Heels mit Impfspritzen-spitzen Absätzen, das schwarze Kleidchen in der Mitte sieht von weitem wie ein (hechelnder) schwarzer Deutscher Schäferhund aus.
Ich bin angewidert, denn was ich zu sehen bekomme, ist menschenverachtend.
Ich habe die Szene am 9.1.2022 aus einem Impf-Werbespot abfotografiert (um Minute 47). Der kleine Werbe-Film Film ist immer noch aufrufbar: https://web.de/magazine/politik/scholz-impfpflicht-versprechen-halten-36497656 Die flankierende Werbung ist natürlich eine andere.“

Eine ausgeklügelte, von Werbetechnikern wohldurchdachte Kollage:

P1060618
Schnappschuss vom 2.11.2021. Ich halte meine Kamera auf die Internetseite boerse.de. Was ich fotografiere, ist nicht eine einzelne Werbeanzeige, sondern sind zwei verschiedene Anzeigen, die für kurze Zeit (wie zufällig) nebeneinander auf dem Bildschirm erscheinen. Die moderne Internetwerbung ist weitaus wirkungsvoller als die klassische Werbung in den Printmedien, denn sie arbeitet gezielt mit Zusammenschnitten und beweglichen Bildern – und spielt dabei mit den mehr oder weniger bewussten Phantasien der User.  Hier sehen wie eine Altherren-Phantasie im 21. Jahrhundert: Ein kleines kokettes Mädchen mit einem Sparschweinchen unterm Arm. Rührend, nicht wahr? Das Mädchen trägt ein Flügelhemd, dessen Ärmel man, wenn es geimpft wird, ganz leicht hochheben kann. Als wir kleine Mädchen waren, wurde uns gesagt, dass wir von fremden Männern nichts annehmen dürften. Doch Bill Gates ist kein fremder Mann, und die Millionen kleiner Mädchen impft er -wenn überhaupt- nur in Gedanken… Aber warum finde ich das kleine Mädchen kokett? Ich gucke mir das Bild noch einmal genauer an. Was ich unbewusst aufgenommen hatte, nehme ich jetzt bewusst wahr: Das Mädchen spitzt nicht nur den Mund, sondern drückt ihr Kinn so zusammen, dass es aussieht, als berühre sie ihre Schamlippen. Ich fürchte, der Fotograf hat ihr genau gesagt, wie sie sich anzufassen hat. Diese Werbeanzeige, die seit Wochen auf der Internet-Seite boerse.de für den „Boerse.de-Weltfonds“ wirbt, oberste Zielgruppe: Wohlhabende Rentner, ist meines Erachtens ein Fall von Kinderpornografie. Der Zusammenschnitt beider Werbeanzeigen jedoch (Foto: boerse.de, 2.11.2021) ist nicht nur pornografisch, sondern der Gipfel der Schamlosigkeit

Übrigens kommt Frau Buyx wirklich vom Lande, und zwar aus Ibbenbüren. Dort gibt es eine nostalgisch anmutende schneelose Sommerrodelbahn, die ich von Schul-Wandertagen in den 70er her kenne. Auch Alena kennt und liebt die Bahn, denn die Fahrtrichtung ist klar: Immer weiter.

Spur

halten, nicht

anecken – Doch was,

wenn der Schlitten alinalos

ausbuyxst?

13.12.2024: Fünfter digitaler Stolperstein zur Erinnerung an meine Großmutter Steffi

Veröffentlicht am 

Zur Erinnerung an meine Großmutter Steffi veröffentliche ich an dieser Stelle ein fünftes Mal nach 2020, 2021, 2022 und 2023 einen digitalen Stolperstein.

Digitaler Stolperstein: Voller Entsetzen über die Brutalität politisch legitimierter medizinischer “Maßnahmen” erinnere ich mich in tiefer Trauer an meine nie gekannte liebe Großmutter Stephania (“Steffi”) Wilczok geb. Tkaczik, geboren am 19.3.1898 in Ludgierzowitz/Hultschin, tschechisch Ludgerovice, polnisch Ludgierzowice, aufgewachsen in Bottrop/Ruhrgebiet. Katholikin, Mutter von fünf Kindern. Diagnose: “manisch-depressiv”. “Verstorben” am 13. Dezember 1933 auf der psychiatrischen Station eines Essener Krankenhauses, elf Tage vor dem christlichen Familienfest Weihnachten. Offizielle Todesursache: “Kopfgrippe”

Genaueres:

Im Sommer 2024 beschloss der Bundestag, einen längst überfälligen Aufklärungs-Prozess in Gang zu setzen: Die Aufarbeitung der sogenannten „Euthanasie“ und der Zwangssterilisationen während des Nationalsozialismus. „Der Kulturausschuss billigte am Mittwoch einen entsprechenden gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP (20/11945) mit den Stimmen aller Fraktionen in Abwesenheit der Gruppe Die Linke.“ https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1011894

Mit diesem Auftrag wird die Bundesregierung aufgefordert, „ein Projekt zur bundesweiten Lokalisierung, Sicherung und Konservierung von Patientenakten und Personalunterlagen der Täter zu initiieren, um sie für Forschung, Bildung und Anfragen nutzbar zu machen.“ s.o.: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1011894

So wichtig es ist, dass die Menschen, die der NS-Euthanasie zum Opfer fielen, endlich als Opfergruppe anerkannt werden: Macht es Sinn, den Weg der Bürokratie einzuschlagen und nach mehr als 80 Jahren Patientenakten aufzubewahren und abzuheften, für Sicherung und Konservierung zu sorgen?

Und was, wenn keine Patientenakte existiert, wie im Fall meiner Großmutter Steffi? In ihrer Akte, die es vermutlich nie gegeben hat, hätte eine Lüge gestanden: Todesursache Kopfgrippe.

Und dennoch hätte sich mit der Sicherung der Akten endlich die Gelegenheit ergeben, die Opfer der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisation offiziell als Verfolgte anzuerkennen. „Hätte“ schreibe ich deswegen, weil die Auflösung der Ampel-Koalition dazu führte, dass der Antrag -wie aktuell auch andere Anträge, z.B. zur Corona-Aufarbeitung- von der Tagesordnung des Bundestages gestrichen wurde. https://down-syndrom.org/de/blogeintrag/anerkennung-fuer-ns-euthanasie-opfer-ein-wichtiger-schritt-fuer-gerechtigkeit

Mit tiefer Enttäuschung reagierte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin. Ulla Schmidt, ohne die ich die Information gar nicht hätte, fordert eine weitere Verabschiedung noch vor den Neuwahlen, und zwar des Antrags zur Überwachung von pränatalen Bluttests, die das Down-Syndrom frühzeitig erkennen können. „Die Lebenshilfe hatte wiederholt vor der Einführung dieser Tests als gesetzliche Kassenleistung gewarnt, da sie zur Standarduntersuchung während der Schwangerschaft werden könnten. Erste Daten zeigen, dass rund 40 Prozent der Schwangeren diese Tests auf Down-Syndrom und andere Trisomien durchführen lassen. Schmidt unterstrich, dass es in beiden Anträgen um das Lebensrecht behinderter Menschen gehe. Diese gehörten ohne Einschränkungen in die Mitte der Gesellschaft und dürften nicht aussortiert werden. Der Bundestag müsse jetzt klar Position beziehen.“ (s.o.)

Den Zusammenhang zwischen Nazi-Euthanasie und aussortierender Pränataldiagnostik wollen viele nicht wahrnehmen, doch er ist himmelschreiend. Von meinen Töchtern, zwei angehenden psychologischen Psychotherapeutinnen, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, weiß ich, dass viele Menschen mit Down-Syndrom sehr genau wissen, dass „sie“ aussortiert werden sollen. Vor diesen unseren Mitmenschen schäme ich mich für die wissenschaftlichen Experten, die einen Blut-Test entwickelt haben, der schon im ersten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt wird, was aus dem ethisch höchst fragwürdigen Eingriff eine Routine-Untersuchung macht.

Zu guter Letzt möchte ich an einen großen britischen Naturwissenschaftler erinnern, der ursprünglich nicht wollte, dass nur die fittesten überleben. https://stellwerk60.com/2019/10/23/darwins-liebevoller-nachruf-auf-charles-w-darwin-sein-down-syndrom-kind/

Elfchen im Zehnten: Heile, Heile Welt (Zweitveröffentlichung aus gegebenem Anlass)

Der gegebene Anlass ist in diesem Fall die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Alena Buyxs, die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Zur Verleihung am 1.10.2024 schreibt Jonas Hermann (der andere Blick, NZZ) in einem Artikel mit dem Titel Die ehemalige Chefin des Deutschen Ethikrats hat das Bundesverdienstkreuz nicht verdient: „Alena Buyxs und ihr Gremium waren in der Corona-Pandemie auf Regierungslinie. Besonders stossend waren ihre Einlassungen zum Thema Impfen. Mit Ethik hatte das alles nicht viel zu tun.https://www.nzz.ch/der-andere-blick/bundesverdienstkreuz-fuer-ex-chefin-des-ethikrats-ein-falsches-signal-ld. Und weiter: „Der Staat ehrt also seine Verbündeten in der Pandemie, verweigert aber eine offizielle Aufarbeitung dieser schwierigen Episode. Das befeuert die Wut all derer, die sich damals unfair behandelt fühlten und auf ihre Freiheitsrechte pochten. Während die deutsche Regierung schwerste Grundrechtseinschränkungen beschloss, war ihr der Ethikrat treu ergeben. Das erforderte keinen Mut, und deshalb hat seine Chefin diese Auszeichnung nicht verdient.“ (s.o.)

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates hat während der „Pandemie“ nicht aufgeklärt, sondern nicht genauer hinschauen wollen. Die schweren physischen, aber vor allem auch psychischen Verletzungen, die insbesondere andersdenkende Menschen unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes erlitten, hat „Alena Wisch&Weg“ (Volksmund) von Beginn am banalisiert und heruntergespielt.

Vom Ethikrat ebenfalls nicht öffentlich thematisiert wurde die extraorbitante Erhöhung der Werbeausgaben des Gesundheitsministeriums während der „Pandemie“: „Schon Ende 2020 wies die FAZ darauf hin, dass die Bundesregierung ihre Werbeausgaben im Jahr 2020 deutlich erhöht hat. „Den größten Anstieg verzeichnete demnach das Gesundheitsministerium. Die Bruttowerbeausgaben des Spahn-Ministeriums sind von etwa 3 Millionen im Vorjahr auf 60 bis 70 Millionen Euro angewachsen. Größter Kostenpunkt ist mit 35 Millionen Euro die Kampagne „Zusammen gegen Corona“.“  https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/regierung-gibt-viel-mehr-fuer-werbung-aus-17058924.html „Die Werbeausgaben des Bundesgesundheitsministeriums haben sich demnach innerhalb eines Jahres mehr als verzwanzigfacht! Und dabei waren im Jahr 2020 die Impf-Werbekampagnen gerade erst angelaufen. Im Jahr 2021 haben sich die Werbeausgaben des Gesundheitsministeriums im Vergleich zu 2019 sogar verfünfzigfacht.https://stellwerk60.com/2022/11/30/dopp-elfchen-im-elften-kinder-die-was-wollen/

Hinzu kam das Abgleiten der staatlichen Gesundheitsaufklärung in eine primitive Gesundheits-Propaganda. Dieser fragwürdige „Wandel“ wurde von Frau Buyx weder diskutiert noch benannt, was dringend hätte geschehen müssen, zumal insbesondere die Impf-Werbung und die damit verbundene bildliche Darstellung des Impfakts voller krankhaft sexueller Anspielungen ist. https://stellwerk60.com/2024/04/30/elfchen-im-vierten-aufklaerungs-ki/

Schon 2021 war die Corona-Impfung auf den Porno-Portalen angekommen. Aus dem Mund der Geschäftsfrau und Porno-Darstellerin Viva Athena, die hofft, dass ihre Pornos Menschen dazu bringen könnten, sich impfen zu lassen, klingt das so: „Ich denke, diese Inhalte tragen definitiv dazu bei, die Impfung gegen Covid zu normalisieren. Dass die Leute Pornovideos zum Thema Covid online sehen können, auch wenn sie nicht darauf klicken, verbreitet meiner Meinung nach das Bewusstsein für Covid, es macht es realer. Letztendlich bewegen wir uns alle auf dieser komplexen, verwirrenden Erde, durchleben diese Pandemie und leben gleichzeitig in einer Realität, in der Pornos zum Thema Covid eine Möglichkeit sind, Menschen zum Impfen zu bewegen. Ich bin einfach glücklich, ein Teil davon zu sein.“ https://k.at/entertainment/corona-impfung-pornos/401469886 Ein Pornostar als Impf-Botschafterin? Ist Alena Buyx Viva Athenas missionarischer Eifer entgangen?

Haben die Mitglieder des Deutschen Ethikrats wirklich nichts von der höchst amoralischen, damals allgegenwärtigen Werbung für die Corona-Impfung mitbekommen? An allen Straßenecken waren großmaßstäbige Plakate platziert, auf denen entblößte Oberarme von Menschen jeglichen Alters und jeglicher Couleur, in die Impfnadeln eindrangen, dargestellt waren – Und wenn diese Bilder auch juristisch (noch!) nicht als pornografisch eingestuft werden, so stellen sie dennoch den Impfakt zur Schau, was umso schwerer wiegt, da Injektionen aus juristischer Sicht gemäß § 223 StGB grundsätzlich eine Körperverletzung darstellen.

Mein Elfchen „Heile, heile Welt“ habe ich im Juli 2021 veröffentlicht. Damals wurde die Impfung der Gruppe der älteren Kinder (12 bis 17 Jahre) diskutiert, die ab August 2021 von der STIKO empfohlen werden sollte. Da die sexuellen Anspielungen auf dem HANSAPLAST-Werbeplakat nicht offenkundig sind, sondern verdeckt, habe ich mir erlaubt, sie herauszuarbeiten.

Heile,

heile Welt:

Ein Scherbenhaufen. Aber

das Pflaster das hält…

Sauber!

P1050797

Donnerstag, 24.6.2021,  S-Bahnhof Köln-Nippes, Ostseite. Zum Glück bin ich nicht mit dem Fahrrad, sondern zu Fuß unterwegs. Anders als mein Hund, der mich begleitet, trage ich Schuhe. Wir machen einen Bogen um den (immerhin ordentlich zusammengekehrten) Glasmüll-Haufen…

                                                                 

Während die alte Welt zusammenbricht, errichtet man eine schöne neue, allgegenwärtige Werbe-Welt. Ihre Versprechen lauten: Sauberkeit, Gesundheit, Ordnung, Wohlstand, Schönheit, Wohlbefinden, Glück und Sicherheit. Unannehmbar ist, dass die Werbung zunehmend diejenigen instrumentalisiert, die sich nicht wehren können: Die Kinder.

Was uns die Plakatwerbung im Hintergrund erzählt: Ein Mädchen sitzt auf einem Go-Kart. Die Beine sind gespreizt, die Haare wild zerzaust, das Kind fährt verwegen, ist aber durch einen Sicherheitshelm vor schweren Blessuren geschützt. Kleine Verletzungen steckt es locker weg. Wie gut, dass es Hansaplast gibt.

„UNSER BESTER SCHUTZ“  (Hansaplast-Werbeslogan)

P1050797

Das ganze Elfchen vom 7.7.2021: https://stellwerk60.com/2021/07/07/elfchen-im-siebten-geimpfte-neue-welt/

Zur weiteren Vertiefung und weil es mir ernst ist, möchte ich meinen Blog-Beitrag vom 25.7. zitieren: „Unser bester Schutz“ – Die aktuelle HANSAPLAST-Werbung dürfte gestörte Männer zum Konsum von Kinderpornos ermuntern!“

Veröffentlicht am :

Auf der Internetseite des BKA heißt es: „Kinderpornografie ist die fotorealistische Darstellung des sexuellen Missbrauchs einer Person unter 14 Jahren (Kind). Der Herstellung solcher Darstellungen liegt ein realer (oft schwerer) sexueller Missbrauch zugrunde. Durch die (weltweite) Verbreitung und Verfügbarkeit erfolgt eine dauerhafte Viktimisierung der Opfer.“ https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/Kinderpornografie/kinderpornografie_node.html

Beim BKA gehen jeden Tag zig Meldungen zu Kinderpornografie im Internet ein. Diese Meldungen werden sehr ernst genommen und konsequent verfolgt, denn hinter den Bildern und Filmen verbergen sich reale Fälle von Missbrauch.

Das Internet ist eine Fundgrube für Kinderpornografie. Es bedient Exhibitionisten und Spanner, denn es gestattet nicht nur die Zurschaustellung der sexuellen Misshandlung, sondern auch das (unbeobachtete!) Zuschauen. Darüberhinaus ermöglicht es gestörten Männern (es sind in aller Regel Männer), das „Material“ zu sammeln und weiterzugeben.

Doch so wichtig das Aufdecken der Missbrauchs-Fälle ist – Ist die Fokussierung auf das Internet nicht (auch) ein Ablenkungsmanöver? Denn krankhafte Neigungen finden nicht nur im Netz Nahrung. Kinder, denen noch nicht bewusst ist, dass man ihr Vertrauen in die Erwachsenenwelt schamlos missbraucht, werden immer mehr (und das öffentlich und legal!) für Werbezwecke instrumentalisiert. Im Zusammenhang mit dem Fall Edathy schreibt die Journalistin Andrea Roedig im Jahr 2015: „Der Pädosexuelle rührt an ein Tabu, doch die empörte Zurückweisung seines Begehrens ist problematisch. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er auch als Sündenbock fungiert... Am Schreckbild des Kinderschänders entlädt sich das schlechte Gewissen einer hypersexualisierten Gesellschaft, in der noch jede Zahnpasta-Reklame voll ist mit Anspielungen aufs Geschlecht. Wir alle schauen ja die ganze Zeit auf mehr oder weniger offen erotisierte Bilder – auch von Kindern und Jugendlichen.“ https://www.deutschlandfunkkultur.de/paedophilie-was-der-fall-edathy-ueber-unsere-gesellschaft.2162.de.html?dram:article_id=312340

Wir erleben eine unannehmbare gesellschaftliche Doppelmoral. Während man vorgibt, zum Wohle der Kinder zu handeln, stellt unter dem Deckmantel von Schutz und Sicherheit insbesondere die Werbung für Hygiene- und Gesundheitsartikel Kinder in fragwürdigen Posen dar, die perverse Gelüste anstacheln und bedienen. Ich sehe hierin einen Missbrauch der kindlichen Unschuld. In dem Zusammenhang wollte ich mir die aktuelle Hansaplast-Plakatwerbung am Nippeser Bahnhof (vgl. vorheriger Blog-Beitrag) noch einmal genauer anschauen, aber das Plakat ist mittlerweile entfernt worden. An der Ecke Liebigstraße/Herkulesstraße (direkt über dem Tunnel der A57/Teilstück Schnellstraße K4) in Neuehrenfeld entdeckte ich das gleiche noch einmal.

bearbeitet Hansaplast

„Ei, ihr lieben Kinder, wer hat euch hierher gebracht? Kommt nur herein und bleibt bei mir, es geschieht euch kein Leid.“ (Hänsel und Gretel, Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Stelle 15). Was die Hexe im Märchen sagt, könnte heute der verirrte Mann sagen: „Liebes Kind, hast du dir wehgetan? Nicht weinen, ich habe ein Pflaster dabei. Bei mir geschieht dir kein Leid.“

Das Plakat, das so freundlich und harmlos daherkommt, ist voller sexueller Anspielungen. Um das zu verdeutlichen, habe ich die zentralen Details umkringelt.

neu-bearbeitet-hansaplast

Das Mädchen ist kurz vor der Pubertät, neun oder zehn Jahre alt. Es fährt so wild, dass nicht nur die langen Haare fliegen, sondern kleine Steine und Schmutzbrösel hoch spritzen. Die Kleine trägt einen Sicherheitshelm und ein Kleinkinder-Kleidungsstück, ein Latz- Spielhöschen. Ihre Beine sind gespreizt. Zwischen den kurzen Hosenbeinen ist (im „Schritt“) eine kompakte Hosennaht zu erkennen. Diese Naht fällt durch ein paar leuchtend blaue Farbflecken ins Auge, denn die Jeans ist an dieser Stelle unregelmäßig ausgewaschen. Das Mädchen hat sich schmutzig gemacht (bzw. die Bildbearbeitung lässt es schmutzig erscheinen), nur das Knie ist sauber geblieben, „wie geleckt“. Das Hansaplast-Schutzschild rückt das saubere Knie mit dem perfekt sitzenden sauberen Pflaster (und einer schwachen Hautrötung unterhalb des Pflasters) in den Bild-Mittelpunkt.

Die Spitze des Hansaplast-Schutzschildes zeigt auf das rechte Hosenbein, das ein wenig vom nackten Oberschenkel absteht. Das Hosenbein ist ausgebeult, denn offenbar haben sich hier Steine verfangen. MännerphantasienWer mag der Herr wohl sein, der die Steinchen aus dem Hosenbein pickt? Ich finde es unverantwortlich und beschämend, dass die Stadt Köln (unseren!) öffentlichen Raum für diese Werbung zur Verfügung stellt.

Vermutlich haben dem Mädchen die Foto-Aufnahmen sogar Spaß gehabt. Denn Kinder wissen nicht, was sie tun. Außerdem bekommen sie etwas zurück: Geld… https://stellwerk60.com/2021/07/25/unser-bester-schutz-die-aktuelle-hansaplast-werbung-durfte-gestorte-manner-zum-konsum-von-kinderpornos-ermuntern/

Elfchen im Neunten: Selbst ist das Tier (Wie ein schwer verletztes Nippeser Rotkehlchen nicht den Hunger verlor – und überlebte)

Mitte Juli tauchte in unserem kleinen Garten ein schwer verletztes Rotkehlchen auf. Eines seiner Beine war nur noch durch ein Stück Haut mit dem Körper verbunden. Vermutlich war das Tierchen von einer der vielen Katzen erwischt worden, die durch die autofreie Siedlung streifen, vielleicht aber auch von einem anderen Tier. Letztes Jahr habe ich beobachtet, wie ein umherstreunender, verstörter Hund einer jungen, am Flügel verletzten Amsel mit einem gezieltem Biss das Genick gebrochen hat.

Bevor ich darüber nachdenken konnte, ob man dem kleinen Vogel nicht helfen müsse, war das Rotkehlchen verschwunden.

Am nächsten Tag kam es wieder. Sein verletztes Bein war nicht mehr „vorhanden“. Hatte das Rotkehlchen es sich abgepickt, oder hatte gar ein Artgenosse…? Mich schaudert’s bei der Vorstellung, doch lebensrettende Amputationen unter Tieren sind bei bestimmten Tierarten durchaus üblich. https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/pressemitteilungen/single/news/amputation-bei-ameisen/

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist rouge-einbein-683x1024.jpg
Wir Menschen sind schwer traumatisiert, wenn wir eine Gliedmaße verlieren. Der Verlust eines Beins oder Arms macht uns abhängig von der Hilfe anderer. Das Rotkehlchen kann sich selber helfen: Ich schaffe das.

Obwohl es Entsetzliches erlebt haben musste, schien das Rotkehlchen weder Schmerzen noch Angst zu empfinden. Es wirkte nicht traurig, sondern befreit. Einbeinchen strotzte vor Lebensenergie.und hatte unbändigen Hunger. Einem Rotkehlchen schlägt so schnell nichts auf den Magen.

Zwar ist das Tierchen gehandicapt, aber Not macht erfinderisch. Um immer genügend Futter abzubekommen, greift das Rotkehlchen zu einer List. Wenn wir morgens Rosinen auf die Terrasse werfen, ist es schon da – vor den Amseln. Und während die Amseln die Rosinen vom Boden aufpicken, stellt es sich wartend auf den Tisch. So verhält sich Einbeinchen jetzt seit drei Monaten, mit Erfolg, wie man sieht.

Ich

habe Hunger,

Hunger, Hunger, habe

Hunger, Hunger, Hunger… Habe

Durst.

(… Wir haben Hunger, alte Volksweise)

Würde sich Einbeinchen bewusst machen, was alles passieren kann, könnte es nicht überleben. Anders als ein krankenversicherter älterer Mensch bekommt es zum Glück nicht zu hören, welche Krankheiten sich ein verletztes bzw. vorerkranktes Lebewesen schnell einfängt. „Die häufigsten Krankheiten, die Rotkehlchen betreffen können, sind Salmonellose, Trichomoniasis, Vogelgrippe, Vogelpocken und Parasitenbefall.https://vogelentdecker.de/was-sind-die-haufigsten-krankheiten-bei-rotkehlchen/

Herbst 2022: Großmutter und Enkelin. Das Plakat diskriminiert ältere Menschen, indem es sie pauschal zu potentiellen Grippe-Opfern erklärt, und enthält eine indirekte Todesdrohung. Unser Unbewußtes, das wissen die Werbepsychologen, ersetzt, wenn wir das Plakat anschauen, das Verb „mitfeiern“ durch das Verb „miterleben“ (Bitte ausprobieren!).

Mit der Corona-„Pandemie“ ist auch die Werbung für die Grippe-Impfung aggressiver geworden. Es wird nicht einmal mehr versucht zu vertuschen, dass Bundesregierung und Pharma-Industrie eng zusammenarbeiten. Die STIKO ist nämlich keineswegs ein unabhängiges Gremium, wie viele glauben, sondern untersteht, ebenso wie das RKI, dem Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Hinzufügung 5.12.2024: In meinem Archiv fand ich die Abbildung eines weiteren Impf-Werbeplakats aus der selben Serie, das alten Menschen nicht nur mit dem Tod droht, sondern mit dem Verlust von Liebe und Hoffnung („Zweiter Frühling“).

Würde das Rotkehlchen begreifen, dass die gesundheitlich Verantwortlichen ihren Mitmenschen via Werbung Todesangst einjagen, würde ich mich sehr vor ihm schämen.

Nikolaus 2024: Einbeinchen ist wieder da. Im Oktober und im November hat es sich nicht mehr blicken lassen, aber gestern, als ich das zweite Plakat in den Blog einfügte, kam es geflogen. Heute hat es sich wieder Rosinen geholt-als wäre nichts gewesen.

Elfchen im Sechsten: „The Great Health Dictator“ (Zweitveröffentlichung aus gegebenem Anlass)

Bill Gates, US-amerikanischer Unternehmer, Programmierer und Mäzen, einer der reichsten Männer der Welt, war schon vor Jahren in die Rolle des Möchtegern-Propheten geschlüpft.
Was hat das das größte Potential in den nächsten 20 Jahren mehr als 10 Millionen Menschen zu töten? Multi-Milliardär und Aktivist Bill Gates sprach mit der US-Webseite „Vox“ darüber, was ihm am meisten Angst macht. Es seien nicht die spektakulären Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, Super-Erdbeben oder Asteroideneinschläge – und auch nicht ein Atomkrieg, der eingedämmt scheint. Es sei vielmehr der jahrtausendealte Begleiter der Menschheit: die Pandemie.“ (2015) https://m.focus.de/gesundheit/news/wovor-hat-der-milliardaer-angst-bill-gates-warnt-vor-einer-bedrohung-die-schlimmer-ist-als-kriege-und-umweltkatastrophen_id_4711753.html

Diese Einschätzung zeugt weder von Intelligenz noch von Verantwortungsgefühl. Wie kann Gates angesichts der Tatsache, dass allein die tonangebenden Atommächte USA und Russland über Tausende von einsatzbereiten Atomsprengköpfen verfügen, behaupten, dass ein Atomkrieg „eingedämmt scheint“?

Bill Gates, dem sein Reichtum einen vielen zu großen Spielraum einräumt, will Leib und Seele der Menschen unter Kontrolle bringen.

Zunächst schien Gates den afrikanischen Kontinent im Visier zu haben. In einem Interview mit dem Handelsblatt aus dem Jahr 2018 sagt er: „Ich bin optimistisch für Afrika. Viele Dinge, die den Kontinent zurückgehalten haben, wie mangelnde Ernährung, hohe Kindersterblichkeit oder die schlechte landwirtschaftliche Produktivität verbessern sich dank Wissenschaft und Innovationen.“ https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/microsoft-gruender-im-interview-so-sieht-bill-gates-die-zukunft-der-menschheit/23247204.html Während der Corona-„Pandemie“ kam zutage, dass er mit seiner gefährlichen medizinischen Mission auch vor den westlichen Ländern, die ja über ein entwickeltes Gesundheitssystem verfügen und Gates nicht nötig haben , nicht halt macht.

Bill Gates guckt von oben herab auf die Menschen, ohne Liebe und ohne Respekt. Seine Methode der Volkszählung mithilfe modernster Technik, die er im Jahr 2015 beschreibt, erinnert an die Methoden der Treibjagd:

„Was meinen Sie mit Innovationen?
Wir nutzen beispielsweise Satellitenaufnahmen und andere Technik, um die Bevölkerung zu zählen. Die Resultate zeigte ich dem Präsidenten vom Tschad, Idriss Déby: Wie sich die Siedlungen im Grenzgebiet mit Nigeria verändert haben, wo die Kinder und Erwachsenen leben, auf welchen Inseln vom Tschadsee sie sind… Niemand wusste, wie viele Menschen dort wirklich zu finden sind – bis wir kamen. Erstaunlicherweise sind es mehr als angenommen. All diese Informationen sind sehr hilfreich, um am Ende zum Beispiel Kinderlähmung zu bekämpfen oder ein grundlegendes Gesundheitswesen aufzubauen.“ handelsblatt.com, s.o.

Die Wahrheit, so scheint es, ist käuflich. Zumindest für den irrwitzig reichen Bill Gates, der über die Bill und Melinda Gates Stiftung als größter privater Geldgeber der Weltgesundheitsorganisation WHO großen Einfluss hat. So ist es nicht verwunderlich, dass sich im Jahr 2020 mit dem Corona-Ausbruch seine Pandemie-Prognose „bewahrheitet“. Es ist ganz einfach: Bill Gates, den sein unermesslicher Reichtum zwar euphorisiert, aber zugleich abgestumpft hat, schafft Tatsachen. Der Misanthrop, der sich als Wohltäter tarnt, dämonisiert das Virus, kreiert die „Pandemie“ und setzt die Mär in die Welt, dass man Corona bekämpfen muss und nur mit totaler Kontrolle und knallharten Waffen besiegen kann: Der weltweiten Impfung.

Alle drei Bildschirmfotos sind kopiert aus dem bilderreichen, aufklärenden Film „Können 100 Ärzte lügen“? von Kai Stuht, 2023. Was mich verwundert hat: Obwohl die deutschen Gesundheits-Verantwortlichen von Beginn der „Pandemie“ an eng mit Gates kooperierten, war die Strategie, was die Impfung betraf, schlecht abgesprochen. Während in Deutschland die Mär aufrecht erhalten wurde, dass es hochkompliziert sei, überhaupt „rettende“ Impfstoffe zu entwickeln, war für Bill Gates die Sache längst klar.

***

Mein Elfchen „The Great Health Dictator“ stammt vom 30. November 2021. Aus gegebenem Anlass (drohender WHO-Pandemievertrag und weltweite Gesundheitskontrolle) veröffentliche ich es (inklusive Blogbeitrag) heute, nach zweieinhalb Jahren, ein zweites Mal:

Fast 20 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs schrieb Charlie Chaplin in seiner Autobiografie: „Hätte ich von dem Grauen in den deutschen Konzentrationslagern gewusst, ich hätte ‚Der große Diktator‘ nicht machen können; ich hätte keine Witze über den mörderischen Wahnsinn der Nazis machen können.“ Zitiert nach: https://www.spiegel.de/fotostrecke/charlie-chaplins-hitler-parodie-der-grosse-diktator-fotostrecke-129329.html

Wie gut, dass Chaplin das Ausmaß des Grauens nicht bewusst war, denn so haben wir mit seinem Tonfilm „Der große Diktator“, der von der US-Zensurbehörde zunächst nicht genehmigt werden sollte, da er nicht nur Hitler parodierte, sondern auch die militaristische US-Politik demaskierte, das wohl beeindruckendste filmische Porträt des größenwahnsinnigen, an die Macht gekommenen psychisch gestörten Mannes.

Welche Spiele spielt der Größenwahnsinnige, wenn er alleine ist, wenn kein Mensch ihn stören kann? Die berühmteste Szene des Films zeigt Chaplin’s „Führer“ Anton Hynkel (den niemand anderer als Charlie Chaplin hätte verkörpern können!) in einem tänzerischen Liebesspiel mit der Erde, musikalisch untermalt von der Ouvertüre aus Richard Wagners Lohengrin. Tief erschüttert hebt Hynkel vorsichtig, geradezu zärtlich einen riesigen, mit Luft gefüllten Globus aus einem Gestell, um sich tänzerisch an ihm zu ergötzen. Hynkels Blick ist mild, seine Gesichtszüge werden weich, die Konturen zerfließen (Wie Chaplin das fertiggebracht hat, weiß ich nicht, es ist großartig!). Er balanciert die Erde auf der Fingerspitze, lässt sie los, tippt sie an, lässt sie bis an die hohe Zimmerecke fliegen, um sie dann -entzückt, entrückt- tänzerisch wieder einzufangen. In seiner sentimentalen Selbstfeier bemerkt Hynkel allerdings nicht, dass der Globus nur schweben kann, weil er mit Luft gefüllt ist. So zerplatzt am Ende nicht nur der Ballon. https://www.youtube.com/watch?v=K8sldnvlpvg

Zu unser aller Glück besaß Hitler keine Atombombe. Und zu unser aller Glück war die medizinische Wissenschaft noch nicht so weit fortgeschritten wie heute. Bei der Durchführung ihrer sadistischen Menschenversuche konnten die Nazis noch nicht auf das unüberschaubar große Arsenal medizinischer Mittel zurückgreifen, über das wir heute verfügen. Die modernen medizinischen Techniken hätten den Optimierungs- und Auslesewahn der Nationalsozialisten bedient und weiter beflügelt: Die Techniken der Identifikation von Chromosomen-Anomalien, der künstlichen Befruchtung sowie die Techniken der Genmanipulation („Crispr Cas“).

Wir können uns freuen sei ohne Sorge, denn die Nazis von damals ohne Sorge sei ohne Sorge, die gibt es nicht mehr.

Der große Diktator von heute wäre kein plumper „Hynkel“, sondern ein gebildeter Mann aus gutem Hause, ein höherer Sohn mit Manieren, ein anständiger Familienvater. Um Macht auszuüben, müsste er nicht einmal ein politisches Amt bekleiden. Allein sein unendlicher Reichtum würde ihm Macht verleihen. Er wäre Milliardär, ein Philanthrop, ein Menschenfreund. Mit sanfter Gewalt würde er versuchen, uns Menschen nicht nur psychisch, sondern auch physisch zu manipulieren. Er würde uns glauben machen, dass er es gut mit uns meint.

The Great Health-Dictator

… stelle

ich mir

als Spaßdoktor vor,

mit 1334000000000 Impfspritzen jonglierend:

Tooor!

P1060618

Schnappschuss vom 2.11.2021. Ich halte meine Kamera auf die Internetseite boerse.de. Was ich fotografiere, ist nicht eine einzelne Werbeanzeige, sondern sind zwei verschiedene Anzeigen, die für kurze Zeit (wie zufällig) nebeneinander auf dem Bildschirm erscheinen. Die moderne Internetwerbung ist weitaus wirkungsvoller als die klassische Werbung in den Printmedien, denn sie arbeitet gezielt mit Zusammenschnitten und beweglichen Bildern – und spielt dabei mit den mehr oder weniger bewussten Phantasien der User.  Hier sehen wie eine Altherren-Phantasie im 21. Jahrhundert: Ein kleines kokettes Mädchen mit einem Sparschweinchen unterm Arm. Rührend, nicht wahr? Das Mädchen trägt ein Flügelhemd, dessen Ärmel man, wenn es geimpft wird, ganz leicht hochheben kann. Als wir kleine Mädchen waren, wurde uns gesagt, dass wir von fremden Männern nichts annehmen dürften. Doch Bill Gates ist kein fremder Mann, und die Millionen kleiner Mädchen impft er -wenn überhaupt- nur in Gedanken… Aber warum finde ich das kleine Mädchen kokett? Ich gucke mir das Bild noch einmal genauer an. Was ich unbewusst aufgenommen hatte, nehme ich jetzt bewusst wahr: Das Mädchen spitzt nicht nur den Mund, sondern drückt ihr Kinn so zusammen, dass es aussieht, als berühre sie ihre Schamlippen. Ich fürchte, der Fotograf hat ihr genau gesagt, wie sie sich anzufassen hat. Diese Werbeanzeige, die seit Wochen auf der Internet-Seite boerse.de für den „Boerse.de-Weltfonds“ wirbt, oberste Zielgruppe: Wohlhabende Rentner, ist meines Erachtens ein Fall von Kinderpornografie. Der Zusammenschnitt beider Werbeanzeigen jedoch (Foto: boerse.de, 2.11.2021) ist nicht nur pornografisch, sondern der Gipfel der Schamlosigkeit.

Er ist kein Geheimnis, dass lange vor Corona weltweit Katastrophen-Szenarien für den Fall einer „Pandemie“ entwickelt wurden. Was fehlte, war die Pandemie. Doch dann „kam“ Corona. Die Krankheit war allerdings nicht so gefährlich wie „erwartet“. Dennoch wurde Corona der Krieg erklärt und von uns allen unter Androhung drakonischer Strafen ein geradezu soldatischer Gehorsam verlangt.

Im Fall von Corona wurde zunächst nicht das physische, sondern das psychische Hackebeilchen ausgepackt, die Angstmacherei (vgl.: „Warte, warte nur ein Weilchen…“). Schon im März 2020 wurde ein internes Papier aus dem Bundesinnenministerium publik, das drastische Maßnahmen zur „Krisenkommunikation“ und Panikmache empfahl: „Es sind schockierende Zahlen, die der interne Bericht „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ durchspielt: 70 Prozent der Deutschen könnten sich mit dem Coronavirus infizieren, mehr als eine Million Bürger könnten sterben, wenn eine „massive Überlastung des Gesundheitssystems“ nicht durch entschlossenes Eingreifen vermieden wird.“ https://www.focus.de/politik/deutschland/aus-dem-innenministerium-wie-sag-ichs-den-leuten-internes-papier-empfiehlt-den-deutschen-angst-zu-machen_id_11851227.html

Hätte sich die Krankheit Corona zumindest als so gefährlich herausgestellt wie etwa die Schweinegrippe, die allerdings viel weniger ansteckend war als vermutet, wären die anfänglichen Maßnahmen unter Umständen sogar gerechtfertigt gewesen. So aber standen die staatlichen Zwangs-Maßnahmen von Beginn an in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr. Aber wir alle kennen das Märchen „Aschenputtel“ und wissen, wie schnell und brutal das, was nicht passt, passend gemacht werden kann. (Zur Erinnerung: Damit ihnen Aschenputtels kleiner Schuh passte, den der verliebte Prinz gefunden hatte, hackten sich des Aschenputtels Stiefschwestern die Zehen bzw. die Hacke ab.)

Mit der Androhung einer Impfpflicht und der Ankündigung der irrwitzigen Kinderimpfung, die noch vor Weihnachten durchgeführt werden soll („Morgen, Kinder, wird’s was geben“), ist endgültig eine Grenze überschritten.

Es reicht!

In einem informativen und bewegenden Video wendet sich der Berliner Arzt Thomas Sarnes an die Politik und zitiert eine alte indianische Weisheit: „Wenn du merkst, dass du auf einem toten Pferd reitest, steig ab.“ https://www.youtube.com/watch?v=phhqpeOwdzY

Elfchen im Fünften: Stell dir vor, es ist Massenimpfung…

P1070321

HAIG, REAGAN, SCHMIDT – BEKRIEGT EUCH DOCH ZU DRITT…

Diese Parole hatten wir am Vorabend der großen Friedensdemonstration am 10.10.1981 in unserer Kölner WG-Wohnküche kreiert. 250.000 bis 300.000 Menschen demonstrierten damals im Bonner Hofgarten für Abrüstung, ein atomwaffenfreies Europa und insbesondere gegen den NATO-Doppelbeschluss, die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Europa. Vgl.: https://stellwerk60.com/2022/03/17/haig-reagan-schmidt-bekriegt-euch-doch-zu-dritt-friedensdemo-bonn-1981-verspaetete-gedanken-zum-internationalen-frauentag/

Inspiriert war unsere pazifistische Parole von einer berühmten anderen, die der Hamburger Designer Johannes Hartmann in diesem friedensbewegten Jahr 1981 bekannt gemacht hatte, zunächst als Graffiti, dann als Plakat: „Stell Dir vor, es ist Krieg, und Keiner geht hin.“ Viele Menschen schienen auf diese Parole gewartet zu haben, denn sie spiegelte unser pazifistisch-freiheitliches Lebensgefühl. https://www.spiegel.de/geschichte/graffiti-stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-keiner-geht-hin-a-1062067.html

Die Berichterstattung war unaufgeregt und solidarisch. Wir hatten -heutzutage unvorstellbar- die „Tagesschau“ hinter uns, obwohl wir die US-amerikanische Kriegspolitik scharf kritisierten. Der gesellschaftliche Konsens war breit gefächert. Unterstützt von 1000 politischen und kirchlichen Organisationen, hatten die Aktion Sühnezeichen und die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden zur Kundgebung aufgerufen. Zu den Rednern gehörten das SPD-Präsidiumsmitglied Eppler, das FDP-Vorstandsmitglied Baum, der vom Ausschluss aus der CSU bedrohte Friedensforscher Mechtersheimer und der Schriftsteller Heinrich Böll. https://www.youtube.com/watch?v=ULo-QOPKYQs

Wir waren jung, hatten Vertrauen in die Politik und fühlten uns durch das „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ vor staatlicher Willkür geschützt. Autoritäre Macht-Politiker wie der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) und sein bayerischer Amts-Kollege Franz-Josef Strauss (CSU), die gut in die grobschlächtige, gereizte Politik der Jetztzeit passen würden, waren damals die Ausnahme. Trotz des Wissens um die Zerstörungskraft von Atombomben hatten wir die Kraft, spielerisch mit der Bedrohung umzugehen.

Wenn man uns geweissagt hätte, dass zwanzig Jahre später Frauen nicht nur im Musikkorps oder Sanitätsdienst, sondern in den Streitkräften der Bundeswehr Stellung beziehen würden, hätten wir das nicht glauben mögen. Und wenn man uns dann noch erzählt hätte, dass ausgerechnet Ernst Albrechts ehrgeizige Tochter Ursula von der Leyen (CDU) im Jahr 2013 Bundesverteidigungsministerin werden und sich für die Versorgung schwangerer Soldatinnen mit Umstands-Uniformen stark machen würde, hätten wir auf dem Boden gelegen vor Lachen.

In der Umstands-Uniform spiegelt sich von der Leyens Traum vom adretten Krieg. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Genau dieses Lachen, gespeist aus Lebensfreude, Phantasie, einem gesunden, ungeimpften Menschenverstand und politischer Intuition, sollte uns 40 Jahre später mit aller Macht ausgetrieben werden. Denn die politische Obrigkeit würde -mit den Mitteln von Manipulation und Propaganda- von unseren Körpern und unserem Denken in nie gekannter Weise Besitz ergreifen. Corona-Maßnahmen und Massenimpfung waren -ich muss es leider immer wieder sagen- ein Angriff auf Menschenwürde und körperliche Unversehrtheit unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes.

Im März 2024 hielt der Psychologe Dr. Dirk V. Seeling im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Pandemie-Vertrag einen Vortrag „über Kognitive Kriegsführung und wie wir unsere Eigenständigkeit bewahren.“ Machtmissbrauch erleben wir nicht nur in Diktaturen, sondern zunehmend auch in Demokratien. Funktionieren kann das nur mithilfe von Manipulation und Propaganda. Manipulation gelingt dann, wenn Angst erzeugt wird und die Menschen dazu gebracht werden, einer Autorität blind zu vertrauen und sich ihr bedingungslos unterzuordnen. Mithilfe von Experimenten, an denen neben Psychologen immer auch Ärzte beteiligt waren, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in den USA kontinuierlich weiter erforscht, wie man Menschen „umpolen“ kann.

Aber es bleibt Grund zur Hoffnung: Etwa 10% aller erwachsenen (!) Menschen sind manipulationsresistent. Dirk Seeling beschreibt verschiedene sozialpsychologische Experimente, die in den 1960er und 70er Jahren in den USA durchgeführt wurden, etwa das Milgram-Experiment (1961) oder das Stanford-Prison-Experiment (1971). Zwar bezeugen diese Experimente, wie leicht Menschen verbogen werden und sogar dazu gebracht werden können, sich gegenüber Mitmenschen brutal zu verhalten, doch in jedem Experiment, so betonte Dirk Seeling, gibt es diese 10% Menschen, die sich nicht manipulieren lassen.

Eben diese 10%, die den blinden Gehorsam verweigern, sind unter Umständen der „Sand im Getriebe“, dann nämlich, wenn sie den Mächtigen bzw. denen, die sich die Macht angemaßt haben, mit einem NEIN zur Unterwerfung den Spiegel vorhalten. Während der Corona-„Pandemie“ haben wir erlebt, wie zahlreiche Menschen trotz permanenter Androhung harter Sanktionen die Impfung verweigerten und sich selber treu blieben. Stell dir vor…

Stell

dir vor,

es ist Massenimpfung

und 10% geh’n nicht

hin.

Als im November 2021 bekannt wurde, dass sich mit Omikron eine zwar hoch ansteckende, aber deutlich harmlosere Corona-Variante entwickelt hatte, wurden die die politisch und medizinisch Verantwortlichen hochnervös und standen mit dem Rücken zur Wand. Mit klarem Verstand betrachtet, waren die völlig überzogenen Corona-Maßnahmen und die Massenimpfung nicht mehr zu rechtfertigen. Darüber hinaus sollte sich sehr bald herausstellen, dass die Corona-Impfung angesichts der neuen Variante nicht nur praktisch wirkungslos war, sondern die zum Glück seltener gewordenen schwereren Fälle keinesfalls verhindern konnte. „Schon im Januar 2022 zeigte der RKI-Wochenbericht, dass von den dort erfassten 30.914 mit Omikron erkrankten Erwachsenen 83 Prozent geimpft und darunter 26 Prozent sogar geboostert waren. Im Krankenhaus behandelt wurden 72 Prozent Geimpfte. Und unter den gerade mal 20 Omikron-Intensivpatienten lag die Geimpften-Quote bei 68 Prozent.https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/corona-impfung-wirkung-kritik-ungeimpfte-100.html

„Es war eine Frau, die Anfang November 2021 als erste Medizinerin auf die neue Variante und die mit der neuen Variante einhergehenden deutlich leichteren, die Lunge verschonenden Krankheitsverläufe aufmerksam gemacht hatte: Die Allgemeinmedizinerin und Vorsitzende der South African Medical Association (SAMA), Angelique Coetzee… Anfang 2022 erzählt Angelique Coetzee in einem Interview, dass man ihr verboten habe, die Wahrheit zu sagen. „Angesicht des milderen Verlaufs hätten Regierungen „definitiv überreagiert“, meint Coetzee … im Interview mit WELT. Doch zunächst sollte die Nachricht der leichteren Krankheit gar nicht in den Umlauf gelangen. „Mir wurde gesagt, ich solle öffentlich nicht erklären, dass es eine milde Erkrankung sei. Ich wurde gebeten, von derartigen Äußerungen Abstand zu nehmen und zu sagen, es sei eine ernste Erkrankung. Das habe ich abgelehnt.“ https://www.merkur.de/welt/omikron-entdeckerin-corona-variante-afrika-milder-leichterer-verlauf-zr-91341362.html Vgl.: https://stellwerk60.com/2022/11/30/dopp-elfchen-im-elften-kinder-die-was-wollen/

Menschenfreundliche, das Leben liebende Gesundheitspolitiker (♀︎+♂︎) hätten angesichts der Entwicklung einer harmloseren Variante Jubelsprünge gemacht. Doch das Gegenteil war der Fall. Anstatt mit Freude und Erleichterung reagierte die Politik mit Panik, Aggressivität und blindem Aktionismus.

Im Jahr 1944 schrieb der junge Karl Marx einen aus heutiger Sicht beinahe prophetisch anmutenden Satz: „Man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!“ ( Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung, 1844)

Als die „10%“ der versteinerten Gesundheitspolitik „ihre eigne Melodie“ vorsangen, ihr den Spiegel vorhielten, indem sie sich nicht impfen ließen, zwangen sie nicht nur die „Verhältnisse“ zum Tanzen, sondern einzelne Akteure, die nicht willens waren, von ihrem einmal eingeschlagenen Kurs, der ihnen einen gewaltigen Machtzuwachs beschert hatte, abzurücken. Entsprechend war der Tanz der Mächtigen nicht heiter, sondern verzerrt und verkrampft. Eine tragikomisch verdrehte, völlig verunglückte Polit-Pirouette legte der designierte Kanzler Olaf Scholz aufs Parkett. Er „vergaß sein Wahlversprechen, dass es keine Impfpflicht geben werde, und kreierte stattdessen eine Drohung, die er -psychologisch clever- auch noch als Geschenk verpackte, als ein neues „Versprechen“, ein sogenanntes „Impfpflichtversprechen“. (Stellwerk60, s.o.)

Dem „Impfpflichtversprechen“ vorausgegangen war eine primitive Nacht- und Nebelaktion. Ohne dass man die Bevölkerung informierte, wurde Ende November 2021 das Versprechen, dass es keine gesetzliche Impfpflicht geben werde, nach einem knappen Jahr von der offiziellen Seite der Bundesregierung verbannt. (Hinweis: Berliner Zeitung)

Dem damaligen Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, passierte in der ARD-Talkshow Anne Will am 7.11.2021 eine sprachliche Entgleisung, die zugleich Zweifel an seiner Kompetenz als Arzt aufkommen lässt. „Momentan“, so Montgomery, „erleben wir ja wirklich eine Tyrannei der Ungeimpften, die über das Zweidrittel der Geimpften bestimmen und uns diese ganzen Maßnahmen aufoktroyieren“.

Hier wird -sehr plump- die Wahrheit verdreht. Denn es waren eben nicht die „Ungeimpften“, die der Gesellschaft „diese ganzen Maßnahmen“ aufoktroyierten, sondern -genau umgekehrt- die gesundheitspolitisch Verantwortlichen, die auf unverantwortliche Weise von Beginn der „Pandemie“ an überreagiert hatten. Aufgegriffen wurde die autoritäre Schuldzuweisung u. a. von der zackigen Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), deren kerniges Jawoll! zu Montgomery am 15.11 von der WELT zitiert wurde: „Ungeimpfte dürfen nicht als Minderheit die Mehrheit terrorisieren.“ (welt.de, s.u.)

Doch Montgomery dämonisiert nicht nur „die Ungeimpften“, sondern das zwar hoch ansteckende, aber vergleichsweise harmlose Virus. Anstatt erfreut und erleichtert zu sein, warnt er Ende November 2021 in vermeintlich großer Sorge „vor der Entstehung gefährlicher Varianten des Coronavirus. „Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.“ https://www.welt.de/gesundheit/article235318166/Frank-Ulrich-Montgomery-fordert-bundesweites-Verbot-fuer-Weihnachtsmaerkte.htmlDie neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei ein gutes Beispiel dafür, dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe. Um weitere Varianten zu verhindern, werde es nötig sein, die Welt noch jahrelang zu impfen, sagte Montgomery…“

Ein katastrophaler und folgenreicher Denkfehler! Denn hat nicht gerade die Entwicklung der südafrikanischen Variante B.1.1.529  gezeigt, dass es ein Segen war, dass das Virus die Chance hatte zu mutieren? Besonnene Virologen hatten schon in frühen Zeiten der Corona-„Pandemie“ vorausgesagt, dass sich das Virus mit der Zeit abschwächen würde. Plastisch erklärt es Anfang 2021 die Journalistin Ulrike Gebhardt, die sich an den Vortrag einer Professorin für Virologie erinnert: „Viren würden es in ihrer evolutionären Entwicklung darauf „anlegen“, mit ihrem Wirt in ein ausgeglichenes Verhältnis zu kommen. Ein Verhältnis, in dem sich das Virus zwar optimal ausbreiten könne, dem Wirt jedoch möglichst wenig geschadet würde. Daran, dass der Wirt stirbt oder schwer erkrankt auf einer Isolierstation liegt, kann dem Virus nicht gelegen sein. Denn: Tote oder Isolierte sind aus seiner Sicht eine Sackgasse, die Infektionskette bricht ab.“ https://www.riffreporter.de/de/wissen/sars-cov-2-mutation-wird-das-virus-endemisch-und-harmloser-werden Ein hoffnungsvoller Gedanke, der sich mit Aufkommen der Omikron-Variante dann ja auch tatsächlich bewahrheiten sollte.

So schlug das Virus, als es mutierte und „freundlicher“ wurde, der aggressiven Impfpolitik („Impfen, Impfen, Impfen!“) ein Schnippchen. Denn die harmlose Omikron-Variante entwickelte sich eben nicht in Ländern mit hoher Infektions- und Impfrate, sondern dort, wo es deutlich weniger Infektionen gab und auch deutlich weniger geimpft wurde, in verschiedenen afrikanischen Ländern. „Die Omikron-Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 ist wohl anders als bislang angenommen schrittweise über mehrere Monate in verschiedenen Ländern Afrikas entstanden. Forschende haben herausgefunden, dass es schon deutlich vor dem ersten Nachweis von Omikron in Südafrika vor einem Jahr Omikron-Vorläufer auf dem afrikanischen Kontinent gab. Das geht aus einer im Fachmagazin „Science“ veröffentlichten Studie eines internationalen Forscherteams hervor, an der neben zahlreichen afrikanischen Forschenden auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin beteiligt waren.“ https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/wie-omikron-entstanden-ist-5223 Dass die Variante, die die Wende brachte, sich dort entwickeln konnte, wo -wie schon Charles Darwin vermutet hatte- die Ursprünge der Menschheit liegen, ist… ein Wunder!

Frank Ulrich Montgomerys Prophezeiung, dass, um weitere Varianten zu verhindern, es nötig sein werde, die Welt noch jahrelang zu impfen, ist nicht nur beschränkt, sondern auch Ausdruck ärztlichen Größenwahns. Glücklicherweise hat sich Montgomerys Allmachtsphantasie nicht durchgesetzt und wird sich hoffentlich niemals durchsetzen. Denn das Vorhaben einer totalen Impfung ist nicht nur unklug, sondern in aller Regel kontraproduktiv, was die Abschwächung eines Virus (und die friedliche Koexistenz von Mensch und Virus) angeht.

In den afrikanischen Ländern, die hier, was irreführend ist, leider tiefrot statt schwachrosa eingefärbt sind, ist -zu unser aller Glück- nur zurückhaltend geimpft worden.

„Sach mal, Lisa, raucht der Ranga Yogeshwar eigentlich immer noch?“ – Eine Begegnung mit der Frau Keuner

„Kuckuck“, sacht meine Nachbarin, die Frau Keuner.

„Ruhe“, sach ich nur. „Ich kann nich mehr, ich… komm nich mehr hoch!“

„Wat turnt sonne Olle wie du auch auf’m Fußboden rum?“

Eigentlich wollte ich nur eingelegte Artischocken umtauschen, weil ich letzte Tage aus Versehen zwei Gläser mit Trüffeln gekauft hab. Aber jetzt knie ich mitten im Aldi auf dem Boden, denn in einem der Regale hab ich im untersten Fach noch Artischocken entdeckt, ganz hinten, ich krieche ins Regal hinein, aber die sind alle mit Trüffeln… Ich muss an die Frau Keuner denken, die sich kaum noch bücken kann, da steht die auf einmal hinter mir. Die hält sich am Gehwagen fest, aber die steht.

Jetzt lacht die auch noch. „Wat bisse so kniepig, Lisa? Aldi hat neuerdings Bio-Artischocken im Sortiment. Die kosten einen Euro mehr, aber sowat von lecker, schön mild, wenig Salz, stehen umme Ecke auf Augenhöhe. Die du gekauft hast, sind ja aus der Gourmet-Serie. Nur weil da Gourmet draufsteht, denkst du natürlich gleich, dat da Feinkost drin is. Ich sach dir, Lisa, Trüffeln locken nicht nur Schweine an. So stellst du dir das Luxusleben vor: Austern, Trüffeln, Kaviar… Und Influencerin in Katar.“

„Ruhe“, sage ich. „Ich hab vergessen, wie’s geht.“

„Hochkommen?“ Die Frau Keuner grinst. „Wenn man jung ist, geht alles wie von allein. Aber wenn du älter bist, wirst du morgens wach, entdeckst deine Hand und denkst: Is ja hübsch, aber wozu war dat Teil nochmal da? Ich meine, du bist ja auch über 70.“

„Nein! Bin ich nicht, noch lange nicht.“

„Dann eben nicht“, sagt die Frau Keuner. „Du kannst froh sein, dass hier heute morgen nicht viel los ist. Aber warum sprichst du nicht einen dieser netten Mitarbeiter an? Alten Menschen helfen die gerne. Dafür ist es jetzt natürlich zu spät. Mein Rat: Rein in den Vierfüßlerstand und paar Meter krabbeln. Schon mal was von der Gelassenheit der Fruchtfliegen gehört? Also, in deinem Rotweinglas schwimmt eine kleine Fliege, du willst sie nicht mittrinken, also holst du sie mit einem Löffelchen raus und setzt sie auf die Tischplatte. Das Tierchen muss noch trocken werden, dann krabbelt es los. Irgendwann fliegt es. So, Lisa, nimm dir ein Beispiel an der Fliege. Die lässt sich Zeit, dabei hat sie keine. So alt werden die Fliegen ja nicht. Du darfst jetzt keinen Dank von ihr erwarten, aber ich sach dir, es ist bestimmt kein Fehler, freundlich zu den Fruchtfliegen zu sein.“

Die Frau Keuner greift nach ihrem Smartphone, wendet sich kurz ab und nuschelt was von 112 und Notfall. Jetzt geht alles ganz schnell. Ich weiß nicht, wie ich auf die Beine komme, aber ich komme.

„Das war die Schock-Methode“, sagt die Frau Keuner. „Hömma, Lisa, pack das Selbstmitleid weg und setz dich zur Wehr. Das hier gibt einen schönen Blog-Beitrag. Du schreibst jetzt nämlich einen.“

„Nein?!“

„Doch… Sach mal, Lisa, raucht der Ranga Yogeshwar eigentlich immer noch?“

„Woher soll ich das wissen? Ich hab den Ranga Yogeshwar seit der Beerdigung meines Mannes nicht mehr gesehen. Das ist fast vier Jahre her.“ Musste die Frau Keuner so laut reden?

„Das war der Titel von dem Blogbeitrag, den du schreibst. Der komplette Titel lautet: Sach mal, Lisa, raucht der Ranga Yogeshwar eigentlich immer noch? Eine Begegnung mit meiner Nachbarin, der Frau Keuner.“ Ich schüttele nur langsam den Kopf.

„Da hört sich doch alles auf! Dass der Ranga Yogeshwar raucht, hast du mir vor ein paar Jahren selber erzählt. Unterbrich mich bitte, wenn was nicht stimmt. Also, dein verstorbener Mann hat mit dem Ranga zusammengearbeitet, und zwar bei der Ideen-Expo in Hannover, dein Mann war ja Geschäftsführer bei dieser Bonner Agentur für Wissenskommunikation. Der Ranga hat es genossen, eine Woche lang mit Leuten zusammen zu arbeiten, deren Visage niemand kennt, die mit dem Fernsehen nichts zu tun haben und auch nichts zu tun haben wollen. Dein Mann war ja intelligent, ein guter Zuhörer, aber nicht auf Konkurrenz aus. Genau der richtige Gesprächspartner für eine Plaudertasche wie Ranga Yogeshwar Und dann haben der Manni und der Ranga abends zusammen gesessen, geredet und geraucht.“

„Doch nur ein paar Zigaretten“, sage ich. „Frau Keuner, ich kann das nicht öffentlich machen, das ist Petzen. Ich mag den Ranga Yogeshwar gerne leiden. Ich war so froh, dass mein Mann endlich wieder jemanden hatte, mit dem er ab und zu rauchen konnte. Haben ja alle aufgehört.“

„Hömma, Lisa, das ist kein Petzen. Wenn ich Leuten erzählt hab, dass der Ranga Yogeshwar raucht, haben die sich immer gefreut. Die haben den Ranga auf einmal richtig gerne gehabt. Außerdem haben das vor elf Jahren schon zwei Kollegen öffentlich gemacht, zwei Wissenschaftsjournalisten. Da hast du mich doch drauf hingewiesen. Der Tweet ist leider mittlerweile gelöscht. Moment…“ Die Frau Keuner reicht mir ihr Smartphone.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist P1100950-258882147-e1700841614987-1024x880.jpg
Dieser Tweet war über zehn Jahre im Netz, bis er im Sommer 2023 gelöscht wurde.

Ich hatte ganz vergessen, dass ich der Frau Keuner mal das Beweis-Foto geschickt hatte, das sie natürlich überall rumgezeigt hat. Ich schnapp mir zwei Gläser eingelegte Tomaten mit Bärlauch, auch aus der Gourmet-Reihe und zum gleichen Preis. Damit bin ich schnell durch die Kasse. Ich muss hier weg, ich habe schon wieder dieses Rauschen im Kopf, es wird mir alles zu viel.

„Bis dann“, sage ich. „Bis bald, bis übermorgen im Golde Kappes.“

„Stop, Lisa, wir gehen zu zweit zur Kasse. Ich hab schon Plätze reserviert.“

„Anner Kasse?“

Frühjahr 2024, Supermarkt-Kasse im „Land der Dichter und Denker“

Am Rand vom Aldi-Parkplatz sind neben einem Kleinbus mit Düsseldorfer Kennzeichen in der benachbarten Parktasche fünf aufgeklappte Camping-Stühle aufgestellt, rundum eine Kühlbox, die gleichzeitig als Tisch dient. „Die Fahrerin, das ist Dr. phil. Bandura“, sagt die Frau Keuner. „Tiefenpsychologin. Die hat früher mit der Formel1 geliebäugelt. Heute klappert sie mit dem Bus die Supermarkt-Parkplätze ab, sammelt die Rentnerinnen ein, päppelt sie auf und bringt sie nach Hause. Wenn du ständig hörst, dass du zu einer vulnerablen Gruppe gehörst, von zig Krankheiten bedroht bist und knapp vorm Pflegefall, wenn du keine Sparbuch-Zinsen mehr kriegst, wenn du nicht mehr weißt, wie du die Stromrechnung bezahlen sollst oder für deine Beerdigung sparen, dann wirst du überhaupt erst vulnerabel, dann kriegst du wacklige Beine. Und wenn du dann einkaufen gehst und siehst, wie die Preise für Lebensmittel weiter steigen, weil wir alle genötigt sind, diesen irrwitzigen Krieg zu finanzieren, und wenn dann noch die Werbebeschallung dazukommt wie beim REWE in der Nohlstraße, wird dir schwindelig. Nach dem Umbau haben die die Einkaufswagen vor den Eingang verbannt. Den Einkaufswagen muss man jetzt einen Boden-Hubbel hochschieben. Und wenn die älteren Menschen wieder aus dem REWE rauskommen -falls sie wieder rauskommen-, müssen sie den Wagen mit aller Kraft festhalten, damit er nicht den Hubbel runter auf den Parkplatz rollt.“

„Ist mir auch schon passiert“, sage ich leise.

„Du musst nur aufpassen, dass nicht gerade in dem Moment ein PKW mit ukrainischem Kennzeichen vorbeikommt. Sonst bist du ganz schnell…“

„Putin- Versteherin?“, frage ich vorsichtig.

Die Frau Keuner grinst. „Tach, Dr. Bandura“, ruft sie und sagt leise zu mir: „Ich lass euch dann mal alleine.“

„Frau Keuner, Sie können mich doch jetzt nicht…!“

Dr. Bandura bietet mir einen Sitzplatz an, setzt sich zu mir und mustert mich. Sie ist gepflegt, kurz geschnittene graue Haare, blaues Blusenkleid unter dem Trenchcoat, blickdichte Strumpfhose, gut geputzte schwarze Schuhe. Dr. Bandura ist eine von denen, die sofort sehen, dass ich seit Jahren nicht mehr beim Friseur war und dass meine Bluse verschlissen ist. „Du bist also die Bloggerin Lisa“, sagt Dr. Bandura. „Gammelige Erscheinung, maulfaul, aber glasklar im Kopf. Sauintelligent. Messerscharfe Feder. Leider wurde dein Mitgliedsantrag abgelehnt.“

„Ich hab keinen Antrag gestellt“, sage ich nur, aber ich spüre, wie mir das Herz hüpft, denn es konnte sich bei der Gruppierung nur um die Köln-Düsseldorfer Selbsthilfegruppe handeln, Bekannte von der Frau Keuner, ungeimpfte bzw. zwangsgeimpfte Ü60er mit dem entsprechenden Galgenhumor. Ich wollte, ich musste dabei sein!

Dr. Bandura holt zwei Flaschen alkoholfreies Alt aus der Kühlbox und drückt mir eine davon in die Hand. „Du kannst dich bei uns entschuldigen, indem du den Blog-Beitrag schreibst. Du weißt schon.“

„Wofür soll ich mich denn entschuldigen?“

„Du hast Informationen, die für die Öffentlichkeit von Interesse sind, für dich behalten. Du hast verschwiegen, dass der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der ja immerhin für das Gesundheitsministerium arbeitet, raucht bzw. geraucht hat.“

„Die paar Zigaretten.“

„Es geht um mehr als um ein paar Zigaretten.“

Dr. Bandura nimmt einen Schluck Bier und tupft sich mit einem Tüchlein den Mund ab. „Diese Info hat mich auf eine interessante Fährte geführt.“ Sie setzt die Flasche ab und reißt eine Tüte Chips auf: „Lass knacken, Lisa.“

„Danke, aber meine Hände sind…“

Dr. Bandura grinst. „Ich versteh, die Fußboden-Nummer.“ Sie lehnt sich im Campingstuhl zurück, trinkt und lässt knacken. Eine Weile schweigt sie. „Je länger ich mich mit der KI beschäftige“, sagt sie dann, „desto mehr liebe ich die gute, alte Suchmaschine. Die tut nicht so, als wüsste sie die Wahrheit. Ich habe der Suchmaschine eine Frage gestellt: Raucht Ranga Yogeshwar?“

„Und?“

„Nicht die eine richtige Antwort, aber 45.000 Einträge“, sagt Dr. Bandura. „Das nenne ich offene Kommunikation. Auf diesem Weg bin ich auf das Rauchernetzwerk gestoßen. Kennst du das Rauchernetzwerk?“ Ich schüttele den Kopf.

„Ausgesprochen scharfsinnige Autoren. In einem Beitrag vom 11.9.2018 erklären sie am Beispiel der Ekelaufdrucke auf den Zigarettenschachteln den Nocebo-Effekt. Lisa, was die schreiben, das übernimmst du bitte so in deinen Blog-Beitrag.“

„Weiß nicht, muss ich mir noch angucken.“

„Du kommst nur deiner Aufklärungspflicht nach“, sagt Dr. Bandura und reicht mir ihr Smartphone.

„Wenn du weiterlesen anklickst, kommt etwas sehr Interessantes. Ich wiederhole: Wer weiß, wie viel Schaden die immer selbe Leier von den ach so bösen Gefahren des Rauchens in den letzten Jahren bereits angerichtet hat… Und jetzt kommt’s, Lisa. Was die Jungs vom Rauchernetzwerk nach 13 Jahren ausgegraben haben, das setzt du bitte fett markiert in deinen Blog-Beitrag. Also: Das sagte selbst die Wissenschaftssendung „Quarks & Co.“ (WDR, mit Ranga Yogeshwar). Auf deren Webseiten hieß es schon 2005, als reine Textbehauptungen und noch keine Bilder die Tabakschachteln verunstaltet haben: „Möglicherweise löst schon der Warnhinweis Krebs aus. […] Angesichts eines so massiven Noceboeffektes ist es fraglich, ob es wirklich heilsam ist, wenn […] auf Zigarettenpackungen Hinweise über die Risiken des Rauchens stehen. Möglicherweise wecken gerade diese kurzen Sätze in den Konsumenten die Erwartung, tatsächlich an Lungenkrebs zu erkranken. Und das macht die Entstehung eines solchen Krebsleidens möglicherweise nur noch wahrscheinlicher. Schließlich belegen Placebo- und Noceboeffekt, wie extrem wirkungsvoll positive und negative Erwartungen sein können.

„Klingt interessant“, sage ich nur.

„Interessant?“ Dr. Bandura grinst. „Das ist Aufklärung im besten Sinn. Im WDR hatte Aufklärung früher einmal einen hohen Stellenwert. Die scharfe Kritik an den Warnhinweisen auf den Zigarettenschachteln hat vermutlich jemand geschrieben, der als Raucher zu den Betroffenen gehört, vielleicht Yogeshwar höchstpersönlich. Was löst laut Quark& Co den Nocebo- Effekt aus? Eine Todesdrohung. Im Fall der Ekelaufdrucke lautet die unterschwellige Drohung: Wenn du nicht an Lungenkrebs sterben willst, hör auf zu rauchen. Und dann…“ Dr. Bandura trinkt noch einen Schluck.

„Und dann?“

„16 Jahre später, im Sommer 2021, als es längst die ersten Impfdurchbrüche gibt und das Vertrauen in die Impfung Brüche kriegt, ist es ausgerechnet Nocebo-Spezialist Ranga Yogeshwar, der noch einmal für die Corona-Impfung wirbt und sehr direkt eine Todesdrohung ausspricht: „Wenn du nicht an Covid-19 sterben möchtest, lass dich impfen!“ https://www.facebook.com/bmg.bund/videos/wenn-du-nicht-an-covid-19-sterben-m%C3%B6chtest-lass-dich-impfen-ranga-yogeshwar-erkl/541281913761767 Unser smarter Wissenschaftsjournalist setzt den Nocebo-Effekt ein, um die Menschen zur Impfung zu bewegen, aber die Leute bemerken es nicht… Veröffentliche bitte das, was ich sage, genau so in deinem Blog.“

„Das ist ein schwerer Vorwurf, das veröffentliche ich nicht.“

„Beruf dich auf mich“, sagt Dr. Bandura. „Außerdem sind das alles Fakten. Das Werbe-Filmchen mit der Todesdrohung steht nach fast drei Jahren genau so noch im Internet, auf der Facebook-Seite des Bundesministeriums für Gesundheit, und auf YouTube kann man sich das komplette Video angucken, dabei ist alles, was da behauptet wird und ohnehin nur eine Halbwahrheit war, wissenschaftlich längst überholt. Das ist Panikmache unter dem Deckmantel der Gesundheitsaufklärung.“

Die Frau Keuner hat ihre Runde gedreht und ist wieder zu uns gestoßen. Nimmt eine Flasche Kölsch aus der Kühlbox, setzt sich und prostet mir zu. „Sag mal, Lisa. Haben deine Eltern dir damals gedroht?“ Ich schüttele langsam den Kopf.

„Nie?“

„Nie.“

Die Frau Keuner grinst: „Deshalb ist nichts aus dir geworden. Sag mal, weinst du?“

„Wie süß“, sagt Dr. Bandura. „Menschen, die in der Kindheit nicht von den Eltern bedroht werden oder wurden, sind vom Aussterben bedroht. Lisa, du bist aufgenommen.“

Jetzt bricht es aus mir heraus: „Der Ranga Yogeshwar ist doch ein guter Mensch, er hat den Brief an Olaf Scholz mit verfasst und erstunterschrieben. Er hat sich schon vor Jahren gegen das Social Freezing ausgesprochen.“

Dr. Bandura seufzt. „Aber warum wird er nicht aktiv? Mit seinem Wissen, seiner Intelligenz und seinem Einfluss müsste er sich noch einmal klar und deutlich gegen Waffenlieferungen aussprechen und was gegen die Ekelaufdrucke auf den Zigarettenschachteln tun.“

„Was die Impfung angeht, macht er uns Todesangst“, sagt die Frau Keuner. „Er droht mit dem Tod.“

„Oh ja, er droht mit dem Tod“, wiederholt Dr. Bandura.

„Das tun doch andere auch“, sage ich schnell.

„Nur nicht so brillant“, sagt Dr. Bandura. „Man kennt sich, man hilft sich, hat schon Konrad Adenauer gesagt.“ Tippt auf ihrem Smartphone herum. „Kurz nach der Bundestags-Wahl 2021 empfiehlt sich Yogeshwars Freund Karl Lauterbach mit einer Todesdrohung für das Amt des Bundesgesundheitsministers. Ich zitiere aus dem Stern: ‚Lauterbach betonte erneut die Bedeutung von Impfungen. „Klar ist aber, dass die meisten Ungeimpften von heute bis dahin entweder geimpft, genesen oder leider verstorben sind, denn das Infektionsgeschehen mit schweren Verläufen betrifft vor allem Impfverweigerer“, sagte der SPD-Politiker.'“ https://www.stern.de/gesundheit/corona–karl-lauterbach-fuerchtet-tod-vieler-ungeimpfter-30876252.html

„Er droht mit dem Tod“, sagt die Frau Keuner.

„Das veröffentliche ich nicht“, sage ich. „Außerdem ist das keine Todesdrohung. Juristisch nicht“.

„Aber ethisch“, sagt Dr. Bandura. „Medizinethisch. Der Missbrauch des Nocebo-Effekts war übrigens schon im 19. Jahrhundert bekannt. Ich bin kürzlich auf einen gern zitierten Schlüsselsatz in der Gründungsschrift der ‚American Medical Association‘ von 1847 gestoßen: „Das Leben eines Patienten kann nicht nur durch die Handlungen eines Arztes verkürzt werden, sondern auch durch seine Worte oder sein Verhalten.“ Zitiert nach: https://www.aerzteblatt.de/archiv/62781/Arzt-Patienten-Kommunikation-Verbesserung-des-Heilerfolgs-durch-die-richtigen-Worte

„Da fehlt noch einer“, sagt die Frau Keuner.

Jens Spahn, damaliger Geschäftsführender Minister im Übergang. Er muss das Wort „Impfverweigerer“, das zwischen den Zeilen steht, nicht einmal mehr offen aussprechen…

„Jau, und dann bewahrheitete sich was anderes“, sagt Dr. Bandura. „Nicht Wenn du nicht an Covid-19 sterben möchtest, lass dich impfen!, sondern…“

Die Frau Keuner grinst. „Lass dich impfen, wenn du deinen Job nicht verlieren willst.“

Elfchen im Vierten: Aufklärungs-KI entlarvt Pornografie!

Menhire“, schreibt Bernward Wember, emeritierter Professor für Medienwissenschaft, „sind rätselhafte Steine. Große stehende Steine, hoch und sehr geheimnisvoll. Das bretonische Wort Menhir bedeutet Langer Stein. In der Bretagne stehen viele einsame Exemplare alleine in der Landschaft und sie verraten nichts über ihre Funktion. Archäologen haben viel geforscht, um die Bedeutung der Menhire zu klären, aber sie fanden nicht die eine, allgemeingültige Interpretation. Es gibt sehr unterschiedliche Erklärungen.https://www.menhire-bretagne.de/

Zum Beispiel besage eine Theorie, „dass die hohen Steinsäulen den Himmel berühren, um magische Kräfte der Götter auf die Erde zu bringen“. Eine „politische Theorie sieht in dem großen Stein die Machtdemonstration eines Stammesfürsten“ wieder eine andere (soziale) Theorie „sieht in dem Menhir einen eregierten Phallus, der als sexuelle Darstellung Fruchtbarkeit und Fortpflanzung der Menschen symbolisieren soll.“ (Wember, s.o.)

Der größere der beiden Menhire von Karangosquer (bei Pont-Aven) ist etwa 5,5 m hoch und steht -ganz in der Nähe einer Landstraße- im lichten Wald. Auf den ersten Blick hält man ihn für ein Einzel-Exemplar, aber in 130 m Entfernung befindet sich -tiefer im Wald- ein zweiter, 3,50 Meter hoher Menhir.
In aller Regel ist bei Menhir-Paaren die „Sicht“ zwischen den beiden „Partnern“ frei. Dass die beiden Menhire im Wald stehen, war vermutlich nicht immer so und von den Baumeistern „nicht so geplant“, wie ein Foto aus dem Jahr 1902 nahe legt. https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Menhir_de_Kerangosker_1902.jpg

Große, allein stehende Menhire sind, so denke ich, immer Männlichkeitssymbole und Demonstration von männlicher Potenz und Muskelkraft. Von starken Männern des Neolithikums (= Jungsteinzeit ab 5.500 v. Chr.) und der Kupferzeit wurden sie mit ausgeklügelter Technik oft über weite Strecke transportiert und unverrückbar aufgerichtet.

Mit der Sesshaftwerdung der Menschen, die vor gerade einmal 10.000 Jahren begann, übernahmen die Männer die Herrschaft. Sie waren nicht mehr bereit, sich unterzuordnen und die naturgegebene weibliche Autorität anzuerkennen. Muskelkraft wurde zum Aushängeschild der Macht. Unerträglich muss es für die Männer gewesen sein, dass die Frauen, die ja näher an der Natur sind, sich nicht mehr ausschließlich der Mutterschaft widmeten, sondern Gesellschaften gründeten. Während der Neolithischen Revolution setzte sich das Patriarchat weltweit überall da mit aller Macht und Härte durch, wo es entwickelte Matriarchate mit gewachsenen Strukturen gab. „Der Sieg des Patriarchats war einer der gründlichsten in der Menschheitsgeschichte.“ (Christoph Türcke, SEXUS UND GEIST, Philosophie im Geschlechterkampf)

„Männliche „Stärken“ wie Muskelkraft, Kampfbereitschaft und Wehrhaftigkeit spielten eine immer größer werdende Rolle, denn das Eigentum war entstanden und „musste“ verteidigt werden. Fortan war die Geschichte mitsamt all ihren Institutionen, Erfindungen und kulturellen Errungenschaften immer auch eine Geschichte brutaler Kriege, der primitiven und brachialen Waffengewalt…“ Doch was war davor? „Warum hat die zwar gefahr-, aber dennoch relativ friedvolle vorpatriarchale und vormatriarchale Epoche nicht eher geendet, was hat die steinzeitliche Welt so lange in der Balance gehalten? Warum hat der Gebrauch von Werkzeugen und Waffen nicht zur Selbstzerstörung geführt? … Entscheidend war die Liebe zum Leben: Das Gespür für Natur, die Ehrfurcht vor der weiblichen Gebärfähigkeit und die Einbettung des menschlichen Daseins in den göttlichen Kosmos…“ https://stellwerk60.com/2022/07/09/elfchen-im-siebten-schoepfungswonne/

Trotz ihrer imposanten Größe muten die Menhire noch geradezu romantisch an. Zärtlich-ironisch werden sie in „Asterix und Obelix“ „Hinkelsteine“ genannt. Interessanterweise sind sie dort gut erhalten und werden dort bis heute verehrt, wo die Zeit ein bisschen stehengeblieben zu sein scheint, in der Bretagne. Hier ist nach Stilllegung des Kernkraftwerks Brennilis im Jahr 1985 (noch vor der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl) kein einziges Atomkraftwerk mehr in Betrieb. Auf fast allen Schnellstraßen beträgt die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit angenehme 110 kmh.

Und doch dürften auch Menhire primitive Männerphantasien angeregt haben: Wenn wir diese schweren Steine transportieren und aufstellen konnten, sind wir gewiss zu mehr in der Lage. Wie lassen sich die steinernen Giganten in Wurfgeschosse verwandeln?

Aus ihrer Symbolhaftigkeit gerissen und ortlos geworden, können große Objekte eine nicht zu bändigende Zerstörungskraft entwickeln. Der Bau von „leistungsstarken“ Bomben und Raketen markiert das Ende jeglicher Ehrfurcht vor der göttlichen Schöpfung. Und mögen sich heutige politische Akteure auch „bekennende Christen“ nennen: Die Atombombe ist gottlos.

In den Diskussionen der 80er und 90er Jahre kamen kluge Zeitgenossen zu der Erkenntnis, dass die Okkupation der Erde und des Alls eine andere Inbesitznahme spiegelt, die des menschlichen Körpers, insbesondere des pränatalen Raums. In den WG-Bücherregalen stand damals ein Buch von Barbara Duden, Medizinhistorikerin und Pionierin der Körpergeschichte, das mich tief beeindruckt und nachhaltig sensibilisiert hat: „Der Frauenleib als öffentlicher Ort. Vom Mißbrauch des Begriffs Leben“, 1991

Die Autorin stellt dar, wie sehr Medizin-Technik und Gesetzgebung der Nachkriegszeit das Erleben von Schwangerschaft verändert haben. Als „schwanger“ soll sich die Frau nicht dann empfinden, wenn sie in sich hineinhört, Veränderungen wahrnimmt und irgendwann Kindsbewegungen verspürt, sondern dann, wenn Ultraschall-Bilder belegen, dass ein Kind in ihr heranwächst. Die Visualisierung der Leibesfrucht ist eine Störung der Mutter-Kind-Symbiose, denn fortan beobachtet die Mutter ihr Kind. Der Mutterleib ist kein Schutzraum mehr, sondern „öffentlicher Ort“.

Neue Mess-Instrumente wurden entwickelt, Tests und Durchleuchtungs-Verfahren verfeinert. Während der „Pandemie“ war ich wegen der versuchten Inbesitznahme meines Körpers von Beginn an alarmiert. Aber betroffen war ja nicht nur mein eigener Körper. Wir erlebten eine welthistorisch nie dagewesene Verletzung unserer leiblichen Integrität, eine medizinische Überrumpelung und Okkupation aller Leiber, insbesondere durch die Impfung.

Doch was macht eigentlich eine Impfung per Spritze so heikel? … Mit einer Hohlnadel durchsticht Medizinerin oder Mediziner die Haut, dringt in den Muskel ein und spritzt eine Flüssigkeit in den Muskel. Das muss nicht unbedingt schmerzhaft sein, ist aber eine Grenzüberschreitung. Aus juristischer Sicht sind Injektionen gemäß § 223 StGB grundsätzlich eine Körperverletzung. Zudem ist die Injektionsspritze -mehr noch als das Stethoskop- Symbol ärztlicher Macht. Darüber hinaus hat das Verabreichen einer Spritze aggressiv-sexuelle Momente. Medizinisch sind Injektionen vielfach unumgänglich, sie gehören zum ärztlichen Alltag. Ärzte realisieren jedoch viel zu selten, dass das, was für sie Alltag ist, für den Patienten eine unangenehme Ausnahme bedeutet. Insbesondere bei der Behandlung von Kindern ist äußerste Vorsicht geboten.  https://stellwerk60.com/2022/11/30/dopp-elfchen-im-elften-kinder-die-was-wollen/

„Dringend verboten werden müsste die öffentliche Zurschaustellung des Impfakts – insbesondere zu Werbezwecken. Die Vorführung stellt nicht nur den Menschen in seiner Verletzlichkeit bloß, sondern verhöhnt das ärztliche Ethos.
Wie in einer Wiederholungsschleife werden und wurden wir -insbesondere auf dem Höhepunkt der Corona-Impfeuphorie- selbst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit Darstellungen von Impfungen konfrontiert. Auf diese Weise wird eine unserer primitivsten Gefühlsregungen genährt, der Voyeurismus. Mit Aufklärung hat das nichts mehr zu tun.“
(s.o.)

Da ich die öffentliche Zurschaustellung des Impfakts als widerlich, menschenverachtend und pornografisch empfinde, habe ich damals in die Suchmaschine hintereinander und ohne Satzzeichen drei einschlägige Begriffe eingegeben: Abbildung Corona-Impfung Pornografie. Damals wurde ich nicht direkt fündig, heute schon, denn mir wurde kürzlich ein Link eingespielt, der bezeugt, dass die Corona-Impfung schon im Jahr 2021 auf den Porno-Portalen angekommen war. Das klingt dann so:

Wie „Vice“ berichtet, greifen immer mehr Pornos das Thema der Covid-Schutzimpfung auf. Darstellerin Porsha Parker etwa verpasst ihrem Publikum in einem Clip namens „Cum Vaxx“ ein gesalzenes Jaukerl. Als Impfstoff-Ersatz fungiert darin richtigerweise – ihr habt es schon erahnt – Sperma.Auf Plattformen wie Pornhub finden sich währenddessen Videos mit einschlägigen Titeln wie „Astra Peneca: Effective on all variants of rock“ oder „Is your sperm a COVID-19 vaccine, Boss? I will get it!“ https://k.at/entertainment/corona-impfung-pornos/401469886

Schätzt mich die KI als eine Person ein, die das sehen will?

Für das widerwärtig-verstörende Foto zeichnet die als seriös geltende dpa (Deutsche Presseagentur) verantwortlich. Die impfende Hand trägt einen schwarzen Kunststoff-Handschuh, die klobige Linke hat den Handschuh lässig übergestreift. Im Hintergrund sehen wir einen mit einer roten Tischdecke abgedeckten Tisch, auf dem eine Sektflasche steht. Läuft hier eine Sado-Maso-Porno-Nummer?
Die eingeblendete Bonprix-Werbung spielt Lackleder-Stiefel ein, High Heels mit Impfspritzen-spitzen Absätzen, das schwarze Kleidchen in der Mitte sieht von weitem wie ein (hechelnder) schwarzer Deutscher Schäferhund aus.
Ich bin angewidert, denn was ich zu sehen bekomme, ist menschenverachtend.
Ich habe die Szene am 9.1.2022 aus einem Impf-Werbespot abfotografiert (um Minute 47). Der kleine Werbe-Film Film ist immer noch aufrufbar: https://web.de/magazine/politik/scholz-impfpflicht-versprechen-halten-36497656 Die flankierende Werbung ist natürlich eine andere.

Damals jedoch war es eben diese pornografisch aufgeladene Werbung, die mich aufhorchen und genauer hingucken ließ. Daher möchte ich mich bei der Künstlichen Intelligenz bedanken, denn schließlich ist sie es, die mir am 9.1.2022 die vielsagende Collage von „Information“ und Werbung zugespielt hat. Manchmal wird ausgerechnet sie, die KI, ohne es beabsichtigt zu haben, zur Aufklärungs-Spezialkraft:

Eine

Spezialistin für

♂︎♂︎♂︎-Phantasie, eine Aufklärungs-KI,

entlarvt Scholzens „Impfpflicht-Versprechen“ als

Pornografie

Doch was war eigentlich das „Impfpflicht-Versprechen“?

Als Ende November 2021 längst durchgesickert war, dass sich eine neue, harmlosere Corona-Variante entwickelt hatte, die die Impfung der Massen in Frage stellen könnte, wurden unsere Spitzenpolitiker so nervös, dass Olaf Scholz sein Wahlversprechen, dass es keine Impfpflicht geben werde, vergaß. Stattdessen kreierte er „eine Drohung, die er -psychologisch clever- auch noch als Geschenk verpackte, als ein neues „Versprechen“, ein sogenanntes „Impfpflicht-Versprechen“. (stellwerk60.com, s.o.)

Überhaupt wurde die Impfung als gute Gabe verpackt. Wir sollten sie nicht als Überrumpelung, sondern als Befreiung, Erlösung, als Rettung und Wohltat empfinden. Hier arbeitet die Politik mit den Mitteln einer primitiven Werbepsychologie. Der Staat tut uns weh, aber er meint es gut mit uns, denn er will uns ja nur helfen. Er dringt in unsere Körper ein, aber er meint es gut mit uns, denn er will uns ja nur schützen. Aber die sanfte Gewalt ist gefährlich, denn wir erleben nicht nur eine Glorifizierung einer in die Irre geleiteten Schulmedizin, sondern die Verhöhnung der Sexualität in ihrer lebensbejahenden Mannigfaltigkeit. Auf diese Weise werden Kinder und Jugendliche an pornografische Bilder gewöhnt und in sado-masochistische Körperwahrnehmungen und Verhaltensmuster eingeübt.

Aufmarsch der Boxershorts: Trauerredner Macron macht (unfreiwillig!) Werbung für Herrenunterwäsche!

Bei der Trauerfeier für den Ende 2023 verstorbenen CDU-Politiker Wolfgang Schäuble am 22.1.2024 gehörte der französische Präsident Emmanuel Macron zu den geladenen Gästen. In seiner Rede, die er weitgehend auf Deutsch hielt, sagte er: „Deutschland hat einen Staatsmann verloren, Europa hat eine Säule verloren, Frankreich hat einen Freund verloren.“

Als ich abends ins Internet guckte, um mir die Rede noch einmal anzuhören, begegnete mir Erstaunliches: Acht Sechsertrupps Männer-Unterhosen kamen mir -Macron flankierend- via Bildschirm entgegen: ein Aufmarsch der Boxershorts.

Aus der Internet-Werbung ist die Künstliche Intelligenz (KI) nicht mehr wegzudenken. Was die Warenwerbung betrifft, funktioniert das dann so: Ich brauche keinen Katalog mehr durchzublättern, muss in kein Geschäft mehr gehen, denn die KI nimmt mir das ab und präsentiert mir, wofür ich mich interessiere, d.h., was ich angeklickt habe, etwa die aktuellen Tchibo-Angebote.

Man darf die KI nicht überbewerten, denn sie hat ein schlichtes Gemüt. Manchmal jedoch kreiert sie eindrucksvolle Collagen – so wie hier. Durchschaut die KI Macron? Weiß sie, dass der Mann zeigen muss, dass er ein Mann ist und kein Schuljunge mehr? Wir alle kennen die Geschichte. Emmanuel Macron lernte Brigitte Trogneux während seiner Schulzeit in Amiens kennen – sie war seine Französisch- und Theaterlehrerin, er ihr hübscher, kulturinteressierter Schüler. Macron musste die Schule verlassen, blieb aber Brigitte -wie man sagt- immer treu. Seit 2007 ist er ihr Ehemann.

Wie so viele Menschen fand ich die Liebesgeschichte einmal rührend und nett. Sie klingt ganz anders als die Skandalgeschichten früherer Präsidenten, vielleicht aber zu nett, zu rund, zu perfekt. Mittlerweile stimmt sie nicht mehr. Brigitte und Emmanuel wirken nicht wie ein Liebespaar, sondern wie Mutter und (verbitterter) Sohn. Macron, der mit Brigitte keine Familie mehr gründen konnte, muss als Präsident den Vater der Grande Nation rauskehren. Und dieser Familienvater ist sehr autoritär.

Nur wenige Tage vor der Trauerfeier für Wolfgang Schäuble hat Macron -kurz nach der Regierungsumbildung- während einer Pressekonferenz in Paris für verschärfte staatliche Erziehungsmaßnahmen plädiert. Bereits 2019 hatte Frankreich den bislang freiwilligen einmonatigen „Universellen Nationaldienst“ für junge Menschen zwischen 15 und 17 Jahren eingeführt, der ab 2026 verpflichtend sein soll. Jetzt aber will Macron noch einen Schritt weiter gehen. „Nationale Regeln zum Umgang mit Bildschirmen, Schuluniformen, Staatsbürgerkunde und Pflichtdienst an der Nation – mit diesen Themen dürfte Macron vor allem konservative Wähler angesprochen haben. Es gehe um »zivile Wiederaufrüstung«, erklärte Macron. »Frankreich muss Frankreich bleiben«, sagte er auch und griff damit einen Wahlkampfslogan des rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Éric Zemmour auf.https://www.spiegel.de/ausland/emmanuel-macron-buhlt-um-konservative-waehler-a-db1d40ba-4544-4e37-8562-b6bda102bd39

Einen Monat später dachte ich, dass die KI, die, während Macron redete, Sechsertrupps Männerunterhosen aufmarschieren ließ, vielleicht doch eine Hellseherin ist. Denn Ende Februar sollte Macron bei einer Ukraine-Hilfskonferenz sagen, dass ein russischer Sieg in der Ukraine unbedingt verhindert werden müsse und er den Einsatz von Bodentruppen durch sein Land nicht ausschließe.

Doch warum bekomme ausgerechnet ich Unterwäsche-Werbung zugespielt, obwohl ich nie… Oder doch? Nun, die Lösung ist einfach: Meine Töchter, die wissen, was ihrer Mutter gefällt, hatten mir zu Weihnachten 3 Paar Socken (Tedi, 3 Euro) geschenkt. Ich mag aktuelle Scherzartikel, weil sie etwas über den geistigen Zustand der mittlerweile völlig verrohten und durchgeknallten Spaßgesellschaft erzählen.

Einkleiden für den nächsten Lockdown

Als ich „Strümpfe Scherzartikel Apollo“ in die Suchmaschine eingab, wurden mir „Fröhliche APOLLO Herrensocken“ angezeigt. Manche zeugten von ganz anderen Männerphantasien. Sie waren mit Astronauten und Raketen bedruckt und wurden angeboten als Space Rockets Motiv Socken Raketen + Astronauten Weltall dunkelblau mit viel Baumwolle, doch leider fand ich keine einzige Socke mit Spritzen, Masken und Fieberthermometern.

So stieß ich auf die Herren-Unterwäsche-Marke „Snocks“.

Das ist weder sexy noch sexistisch, sondern einfach nur albern. Moderne Werbung funktioniert so. Angesagt sind primitive Kalauer und blöde Reime, am besten aufgepeppt mit ein bisschen Pimmel-Prosa, so wie hier.

Doch apropos Gurke: Ich gehe davon aus, dass bei Macron die Unterhosen in Reih und Glied im Kleiderschrank stehen.

Elfchen im Dritten: Steinmeier, Frank-Spalter

Während der Pandemie zeigte sich, wie verengt und gönnerhaft der Blick von Politik-, Medien- und Wissenschafts-Prominenz auf Kunst und Kultur ist. Angela Merkel hatte bereits im Dezember 2020, als Kinos, Theater und andere Kultureinrichtungen im Zuge des sogenannten „Lockdown Light“ schon seit Wochen geschlossen waren, materielle Hilfe angekündigt und lobhudelnd gesagt: „Uns fehlt, was die Künstler uns dort sonst geben und was nur sie uns geben können.“ https://www.sn.at/kultur/allgemein/angela-merkel-uns-fehlt-was-die-kuenstler-uns-sonst-geben-96650659

Ist denn die Kunst ein Konsumartikel? „Was Frau Merkel sagt bzw. von ihren Textern diktiert bekommt, das klingt, als würde uns der Künstler seine Kunst servieren wie der Sterne-Koch sein Menu. Wir schlagen uns im Nobelschuppen den Bauch voll und lassen uns satt und edelfischzufrieden nach Hause kutschieren.“ https://stellwerk60.com/2021/10/17/all-the-worlds-a-stage-but-we-are-only-impf-potatoes/

Bereits am 1.10.2020 – zwei Tage vor dem Tag der Deutschen Einheit- hatte man unter dem Motto „Vereint und füreinander da“ neben anderen PR- und systemrelevanten Personen, darunter der Virologe Christian Drosten und die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim, den Pianisten Igor Levit geehrt. Der sehr begabte, aber leider auch sehr gefällige Mainstream-Pianist hatte bereits einen Tag, nachdem aufgrund der „Pandemie“ alle öffentlichen Konzerte ausgesetzt worden waren, von seiner Wohnung aus per Twitter ein erstes Hauskonzert gestreamt. Diesem ersten Konzert sollte zwei Monate lang täglich ein weiteres folgen. (Wer sich ein Bild von Igor Levit machen will, der möge Harald Welschers differenzierte und scharfsinnige Stellungnahme zur Ordensverleihung lesen: deutschlandfunkkultur.de/bundesverdienstkreuz-fuer-igor-levit-ein-meister-der-100.html)

Genau ein Jahr später fand am 1.10.2021 unter dem Motto „Kultur ist Lebenselixier für alle“ wieder eine Ordensverleihung statt. Diese Veranstaltung „zum Tag der Deutschen Einheit“ war ausschließlich „Kunstschaffenden“ gewidmet. Im Rahmen der Verleihung sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Diese Ordensveranstaltung soll deshalb auch ein Zeichen sein: Wir dürfen nicht zulassen, dass einzelne Zweige unserer Kultur nach der Corona-Krise verdorren oder absterben.“ https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/10/211001-Ordensverleihung-TdDE.html

Hier tritt der Bundespräsident als Retter und Bewahrer „unserer Kultur“ auf. Eine hübsche staatsmännische Geste, aber hat nicht ausgerechnet Frank-Walter Steinmeier durch die Ordensverleihung für ein nachhaltiges „Verdorren“ gesorgt und maßgeblich dazu beigetragen, dass ein herausragendes Kunst-Projekt nach 25 Jahren gescheitert ist?

Anfang des Jahres 2024 wurde bekannt, dass Mitgründer Tobias Morgenstern das „Theater am Rand“ in Zollbrücke (Märkisch-Oderland) verlassen hat. Vorausgegangen waren schwere Meinungsverschiedenheiten der beiden Theatergründer, die sich insbesondere an den staatlichen Corona-Maßnahmen entzündet hatten. „Den Gründern sollte im Jahr 2021 das Bundesverdienstkreuz verliehen werden. Kurz davor wurde die Verleihung des Ordens an Morgenstern abgesagt. Eine Sprecherin erklärte dazu, es seien „konkrete Hinweise“ bekannt geworden, dass Morgenstern der Querdenker-Szene angehöre, hieß es damals von einer Sprecherin des Bundespräsidialamts.https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2024/01/tobias-morgenstern-verlaesst-theater-rand-zollbruecke-unterschiede-politik-haltung.html „Konkrete Hinweise“ klingt wie „sachdienstliche Hinweise“, die „jede Polizeidienststelle entgegen nimmt“. In diesem Fall heißt der Polizeioberwachtmeister Frank-Walter Steinmeier.

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (ausschließlich!) an Thomas Rühmann dürfte dann endgültig einen Keil zwischen die beiden Gründer getrieben haben. Frank Walter Steinmeier hat also -man kann es nicht anders sagen- im Jahr 2021 zwei Theatermacher gegeneinander ausgespielt. Dabei klang es wie ein Nach-Wende-Märchen: Im äußersten (aus westlich-bornierter Perspektive „kulturarmen“) Osten der Bundesrepublik Deutschland haben zwei in der DDR geborene Künstler vor 25 Jahren das „Theater am Rand“ gegründet und mit großem Erfolg einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Spielbetrieb aufgebaut.

Dass Thomas Rühmann nicht nur „Rühmann“ heißt, sondern seit 1998 in der Arztserie „In aller Freundschaft“ die Hauptrolle Dr. Roland Heilmann spielt, fand Steinmeier wohl chic. Steinmeier liebt die Darstellung, vor allem dann, wenn er selber der Darsteller ist. Seine Lieblingsrolle: Großer Staatsmann.

Peinlich wird es, wenn sich der Präsident volksnah gibt. In dem Zusammenhang hat sich das PR-Team Steinmeier schon manchen Fauxpas geleistet, z.B.: https://stellwerk60.com/2021/02/02/eine-peinliche-pr-panne-steinmeiers-fuchs-lebt-nicht-erst-neuerdings-in-bellevue-sondern-war-schon-unter-gauck-medien-liebling/

Hingegen ist der Präsident, wenn er vor geladenen Gästen seine Reden hält, in seinem Element. Frank-Walter Steinmeier wird, um dem Gesagten Nachdruck zu verleihen, gerne salbungsvoll. In seiner Rede vom 1.10.2021 greift er (bzw. sein Redenschreiber, vermutlich Wolfgang Silbermann, damaliger Leiter der Abteilung Strategische Kommunikation/Rede im Bundespräsidialamt) tief in die Trickkiste der manipulativen Rhetorik.

Zunächst schwört Steinmeier seine Hörerschaft auf ein Gemeinschaftsgefühl ein, um anschließend freudvoll zu spalten: Er treibt einen Keil zwischen die „vielen verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern“, von denen die „lebendige Demokratie“ „gemeinsam getragen wird“, und die, die „wie geblendet, ja gefangenwirkenvon einem Kult des Irrationalen.“ In der schaurig überladenden Rede klingt das dann so:

In diesen Tagen erleben wir, wie zerbrechlich der Zusammenhalt in unserem Land ist, wie schnell Risse entstehen, ja: wie dünn der Firnis der Zivilisation tatsächlich ist. Wir erleben, dass eine kleine Minderheit von Menschen, die die Existenz des Virus leugnen oder seine Gefährlichkeit bestreiten, an den Rand der Gesellschaft rückt, sich entfremdet und wie geblendet, ja gefangen wirkt von einem Kult des Irrationalen. Wir erleben, dass sektiererische Gruppen sich radikalisieren und das wichtigste Prinzip unserer Demokratie missachten: Das Prinzip, Konflikte gewaltfrei, in friedlicher, respektvoller Diskussion zu lösen und Entscheidungen mit Mehrheitsbeschluss zu finden.“ https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/10/211001-Ordensverleihung-TdDE.html

Diese Rede ist nicht respektvoll, denn sie klärt nicht auf, sondern reproduziert und zementiert Vorurteile. Andersdenkende jedweder Couleur werden in einen Topf geworfen, Menschen, die das Virus leugnen, werden gleichgesetzt mit denen, die denken, dass das Virus niemals so gefährlich war, wie uns weisgemacht wurde. Zu Letzteren zähle ich mich. Von den Corona-Leugnern, die es ja wirklich gibt und denen ich auch manchmal begegnet bin, distanziere ich mich ausdrücklich. Wir haben versucht, miteinander ins Gespräch zu kommen, aber es war unmöglich.

Eine Frage bleibt: Warum war Frank-Walter Steinmeier, wenn er es für „das wichtigste Prinzip unserer Demokratie“ hält, „Konflikte gewaltfrei, in friedlicher, respektvoller Diskussion zu lösen“, so respektlos, Tobias Morgenstern erst ein- und dann wieder auszuladen?

Immerhin war das Team Steinmeier so schlau, Thomas Rühmann nicht am 1.10.2021 das Verdienstkreuz zu überreichen. Da die Solo-Verleihung während der „Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit“ öffentliche Aufmerksamkeit und gewiss auch Unmut erregt hätte, wurde sie auf später verschoben.

Ich persönlich finde es unverzeihlich, dass Thomas Rühmann nicht dem Beispiel der Künstlerin Hito Steyerl, die ebenfalls am 1.10. geehrt werden sollte, gefolgt ist und den Orden abgelehnt hat. Er hätte ja sagen können, dass er, was Corona betrifft, grundsätzlich anderer Meinung sei als sein Kollege Tobias Morgenstern, dass er aber gemeinsam mit Morgenstern das „Theater am Rand“ aufgebaut habe und sich dementsprechend nicht alleine für eine gemeinsame Lebensleistung ehren lassen wolle.

Ich sitze auf der Bank vor dem Nippeser Alnatura-Supermarkt. In letzter Zeit bin ich schnell erschöpft und muss, wenn ich einkaufen gehe, immer wieder Pausen einlegen. Die menschenfeindliche, höchst riskante und gefährlich unkluge bundesdeutsche Kriegs- und Gesundheitspolitik nagt an meiner Lebensfreude.

Zwei ziemlich alte Frauen setzen sich zu mir und nehmen mich -was mich irritiert- in die Mitte. „Das kommt davon, wenn man sich nicht an den Rand setzt“, sagt die eine und lacht.

„Ich kann auch gehen“, sage ich leise.

Die beiden Frauen rücken noch näher an mich heran. „Sie gehören wohl zu denen, die den Corona-Sicherheitsabstand insgeheim gut fanden“, sagt die eine.

„Ich halte gerne Abstand“, sage ich. „Aber nicht auf Befehl.“

„Weinen Sie?“, fragt die eine.

„Es ist, weil…“, fange ich an. Und dann platzt es aus mir heraus. Ich erzähle ihnen von der Preisverleihung und davon, wie sehr sich Steinmeier darin gefällt, Bundesverdienstkreuze zu verleihen und sich aufzuführen wie eine pädagogisch über-ambitionierte Grundschul-Lehrkraft, die Fleißkärtchen verteilt...

„Da passt das Kraftwort Lehrkraft“, sagt die Frau, die rechts neben mir sitzt. „Aber so neu ist die staatliche Bevormundung ja nicht.“

„Die Lage hat sich zugespitzt“, sage ich. „Während Corona waren wir alle im Umerziehungslager.“

„Aber Mädchen, da sind wir doch immer noch drin“, sagt die Frau, die links neben mir sitzt. „Nur bemerken die Menschen das nicht, denn wir haben alle Freiheiten. Wir können kaufen, was wir wollen, reisen, wohin wir wollen.“

***

Mein Elfchen des Monats ist diesmal der Mini-Dialog dieser beiden ziemlich alten, trotz alledem optimistisch und munter gestimmten Frauen.

„Dieser

Bundespräsident, wie

hieß der noch,

Frank-Walter?“ „Nee, Frank-Spalter doch.“

„Och.“

Angesichts der Tatsache, dass Corona weniger gefährlich war als behauptet, muteten die harten staatlichen Maßnahmen von Beginn an tragikomisch an.
Ein Heidelberger Spielplatz nach Wiedereröffnung unter Auflagen im Mai 2020. Früh übt sich, was ein Spitzel werden wird. Während der „Pandemie“ wurden bereits kleine Kinder, deren Sozialverhalten sich gerade erst entwickelt, gegeneinander ausgespielt. Mich erinnern die staatlichen Maßnahmen an die autoritären Erziehungsmethoden der 1960er Jahre.
Im katholischen Kindergarten wurden wir zum Petzen angehalten. Wenn wir beobachtet hatten, dass ein Kind etwas „Böses“ getan hatte, z.B. ein anderes geschubst, mussten wir auf das „böse“ Kind zeigen und laut singen: „Das wird gemeldet für… den Peter/die Elisabeth.“ Wenn die Erzieherin -durch unseren „Gesang“ angelockt- nicht selber kam, sind wir zu ihr gegangen und haben gepetzt. Wir waren fies, meinten aber, das einzig Richtige zu tun. Schließlich wurden wir für’s Petzen gelobt.
Körperkontakt vermeiden“, „Kein gemeinsames Essen und Trinken“ (Spielplatz, s.o.): Die kalten staatlichen Maßnahmen mit ihren Nähe-Verboten haben, so erzählte mir eine Grundschullehrerin, dazu geführt, dass viele Kinder nicht mehr mit anderen Kindern teilen können, sondern sich zunehmend berechnend verhalten.